DE29337C - Verfahren beim Darren der Diffusionsrückstände der Zuckerfabriken und ähnlicher beim Trocknen stark schwindender Körper - Google Patents
Verfahren beim Darren der Diffusionsrückstände der Zuckerfabriken und ähnlicher beim Trocknen stark schwindender KörperInfo
- Publication number
- DE29337C DE29337C DENDAT29337D DE29337DA DE29337C DE 29337 C DE29337 C DE 29337C DE NDAT29337 D DENDAT29337 D DE NDAT29337D DE 29337D A DE29337D A DE 29337DA DE 29337 C DE29337 C DE 29337C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- drying
- dry
- kiln
- air
- compartments
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000001035 drying Methods 0.000 title claims description 12
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 7
- 238000009792 diffusion process Methods 0.000 title claims description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 21
- 235000016068 Berberis vulgaris Nutrition 0.000 claims description 5
- 241000335053 Beta vulgaris Species 0.000 claims description 5
- 235000013339 cereals Nutrition 0.000 claims description 2
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 claims 1
- 230000035699 permeability Effects 0.000 description 3
- 238000005192 partition Methods 0.000 description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 241000723343 Cichorium Species 0.000 description 1
- 235000007542 Cichorium intybus Nutrition 0.000 description 1
- 238000007605 air drying Methods 0.000 description 1
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 230000007812 deficiency Effects 0.000 description 1
- 230000018044 dehydration Effects 0.000 description 1
- 238000006297 dehydration reaction Methods 0.000 description 1
- 229920006395 saturated elastomer Polymers 0.000 description 1
- 239000002689 soil Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F26—DRYING
- F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
- F26B9/00—Machines or apparatus for drying solid materials or objects at rest or with only local agitation; Domestic airing cupboards
- F26B9/10—Machines or apparatus for drying solid materials or objects at rest or with only local agitation; Domestic airing cupboards in the open air; in pans or tables in rooms; Drying stacks of loose material on floors which may be covered, e.g. by a roof
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Processing Of Solid Wastes (AREA)
- Drying Of Solid Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 82: Trockenvorrichtungen.
LUDWIG HAGEN in MAGDEBURG.
Trockenen stark schwindender Körper.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. April 1884 ab.
Die bekannten Darren zum Trocknen entzückerter Diffusionsrückstände, Rübenschnitzel,
Cichorien wurzeln, Cerealien und anderer Körper, die beim Trocknen stark an Gewicht und
Volumen verlieren, arbeiten meist nicht ökonomisch, weil eine vortheilhafte Ausnutzung der
Trockenluft und ein gleichförmig getrocknetes Product schwer zu erreichen ist. Die Schichthöhe
des Materials, die man beim Beginn des Darrens auf die Darrfläche bringen kann, ist
eine begrenzte, da die Durchlässigkeit der Luft davon abhängt. In dem Mafse, wie das Material
beim Trocknen zusammenschrumpft, wird die Schicht dünner, niedriger und für die Luft
durchlässiger. Es entsteht daher leicht der Uebelstand, dafs sich die Luft in der immer
durchlässiger werdenden und selten gleichmäfsig hohen Schicht einen Weg durch einzelne
Stellen sucht und andere Stellen unberührt läfst. Infolge dessen treten Ungleichmäfsigkeiten
im Darren auf, denen nur durch häufiges Wenden und Verändern der Lage des Materials entgegengearbeitet werden kann. Eine
Ausnutzung der Trockenluft findet ferner auch nur im Anfang des Darrens statt; später wird,
je dünner und durchlässiger die Schicht wird, der Verlust, der dadurch entsteht, dafs sich
die Trockenluft nicht mehr völlig mit Feuchtigkeit sättigt, desto gröfser. Durch die mir
unter No. 1112 2 patentirte Einrichtung habe ich die genannten Uebelstände mittelst Anordnung
zweier Darrflächen über einander zu vermeiden gewufst, von denen die obere Darrfläche
eine gröfsere Oberfläche besitzt als die untere.
Die Materialien wurden auf der oberen Darre vorgetrocknet und dann auf die untere behufs
völliger Austrocknung befördert. Auf diese Weise würden zwei Schichten zu trocknenden
Materials gebildet, eine untere vorgetrocknete Schicht, durch welche die Luft leicht hindurchtritt,
und eine obere, welche von der Luft vorgetrocknet wurde. Damit fand zugleich eine
rationellere Ausnutzung der trocknenden Luft statt. Diese Neuerung hat sich bei Cichorienwurzeln
und gewöhnlichen Rüben durchaus bewährt.
Indefs wird der beabsichtigte Zweck nur theilweise erreicht, wenn die zu trocknenden
Körper gröfsere Mengen Wasser als gewöhn-' Hch enthalten, z. B. wenn die Rüben stark
wasserhaltig und namentlich wenn sie auf stark gedüngtem Boden gewachsen sind, oder wenn
man diffundirte Rübenschnitzel der Zuckerfabriken trocknen will, die im Durchschnitt nur
etwa 10 pCt. Trockensubstanz enthalten.
In solchem Falle entweicht während des gröfseren letzten Theiles des Darrprocesses die
Luft mit nur geringer Feuchtigkeit, weil sie keine genügend hohe Schicht von Material vorfindet,
um sich vollständig mit Feuchtigkeit zu sättigen; denn die Schicht kann andererseits zu
Anfang des Processes nur bis zu einer gewissen Höhe aufgebracht werden, weil sonst die Durchlässigkeit
der Luft zu sehr erschwert wird. Man sieht, dafs eine rationelle Ausnutzung der Luft
in solchen Fällen auch nicht stattfindet, und daran sind die' Versuche, die Rückstände der
Zuckerfabriken behufs ihrer Conservirung rationell zu trocknen, bisher gescheitert.
Mein neues Verfahren besteht nun darin, dafs ich der Darrluft während des Verlaufes
des ganzen Darrprocesses stets eine genügend hohe Schicht zu trocknenden Materials darbiete,
deren Höhe stets im Verhältnifs zu ihrer Trockenheit steht, so dafs die abziehende Luft
jederzeit nahezu mit demselben Feuchtigkeitsgehalt die Darre verläfst. Um dies zu erreichen,
theile ich die Darrfläche in mehrere Abtheilungen von ungleicher Gröfse und scheide
die einzelnen Abtheilungen zweckmäfsig durch niedrige Wände oder Leisten a. Auf der
Zeichnung ist eine an ihren beiden Enden zu beschickende Darre im Aufrifs, Fig. ι, und
Grundrifs, Fig. 2 , dargestellt. Die ersten gröfseren Abtheilungen A und A1 werden mit
den frischen Schnitzeln oder der zu trocknenden Masse beschickt, z. B. durch Entleeren der
kleinen Transportwagen T, wie es in der Zeichnung angedeutet ist; alsdann wird, wenn die
Masse einigermafsen zusammengetrocknet ist und an Volumen verloren hat, das ganze
Quantum oder der gröfsere Theil des in den Abtheilungen A und Αλ befindlichen Materials
in die Abtheilungen B B1 befördert und eine
neue Füllung der Abtheilungen A A1 vorgenommen. Wie die Zeichnung ergiebt, sind die
Abtheilungen BB1 erheblich kleiner als die
Abtheilungen A und A1, so dafs das auf eine kleinere Oberfläche gebrachte Material hier
eine gröfsere Schichthöhe einnimmt, wie dies auch in Fig. 1 veranschaulicht ist. Nach entsprechend
vorgeschrittener Trocknung wird das Trockengut aus B By nach CC1 geschafft und
BB1 mit der in A A1 befindlichen vorgetrockneten
Masse gefüllt und AA1 abermals neu
beschickt; die Abtheilungen C C1 sind wieder erheblich kleiner als die Abtheilungen BB1, so
dafs in C C1 das Trockengut noch höher zu liegen kommt wie in B Bx.
Nach einem weiteren Stadium des Darrens wird das Trockengut aus C C1 nach D D1,
aus BB1 nach CC1, aus AA1 nach BB1 geschaufelt
und abermals A A1 neu gefüllt. Die Abtheilung Ό Σ)1 zeigt einen noch kleineren
Flächeninhalt als C C1, so dafs hier das Trockengut am höchsten liegt; hier wird nun
die Trocknung beendet und dann das Trocken-.gut aus Z>
Z)1 entfernt, im übrigen aber wieder
abtheilungsweise befördert und A A1 mit neuer Zufuhr versehen. In dieser Reihenfolge werden
stets die Abtheilungen D D1 entleert -oder
theilweise entleert, jede aus der vorherigen wieder gefüllt und die letzte AA1 mit frischem
Trockengut neu beschickt.
Es ist klar, dafs die Anzahl der Abtheilungen und Scheidewände α noch vergröfsert werden
könnte, jedesmal wird aber die eine Abtheilung kleiner sein wie die vorhergehende, so dafs die
Abtheilung, welche das. frische Trockengut aufnimmt, am gröfsten ist, diejenige, welche das
am meisten getrocknete Material aufnimmt, den kleinsten Flächeninhalt besitzt. Diese Anordnung
ermöglicht, das Beschicken der Abtheilungen so einzurichten, dafs der von unten durch die Darre in der Richtung der Pfeile L
kommende heifse Luftstrom an jeder Stelle durch eine der Trockenheit der daselbst befindlichen
Masse entsprechenden Höhe der Schicht hindurchströmt, so dafs überall und in jedem Stadium des Processes eine möglichst
vortheilhafte Ausnutzung der Lufttrocknung erreicht wird.
Die Verwendung dieser Abtheilungen gewährt ferner den Vortheil, dafs die Arbeiter stets gezwungen
sind, das zu darrende Material in zweckentsprechender Weise zu wenden.
Es ist klar, dafs die Gestaltung der Abtheilungen und die Form ihrer Scheidewände die
mannigfachsten Variationen erleiden kann; dies ändert nichts an dem Wesen meiner Erfindung,
welches darin besteht, dafs ich die Darrfläche in verschieden grofse Abtheilungen eintheile,
welche nach einander das Trockengut aufzunehmen haben, so dafs eine der Durchlässigkeit
des Trockengutes entsprechende Schichthöhe erzielt wird.
Claims (2)
1. Bei der Trocknung von Diffusionsrückständen, Rübenschnitzeln, Cichorien, Cerealien
und anderen Körpern das Verfahren, das Trockengut je nach seinem während der Trocknung sich ändernden Feuchtigkeitsgehalt
verschieden hoch derart zu schichten, dafs die Trockenluft auf der Darre gleichen
Widerstand beim Durchstreichen des Trockengutes zu überwinden hat.
2. Zur Ausübung dieses Verfahrens die Theilung der Darrfläche in Abtheilungen von
nach und nach kleiner werdendem Flächeninhalt, derart, dafs die gröfste Abtheilung
das feuchte Trockengut, die kleinste das in der Trocknung am weitesten vorgeschrittene
Material aufzunehmen hat.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29337C true DE29337C (de) |
Family
ID=305518
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT29337D Active DE29337C (de) | Verfahren beim Darren der Diffusionsrückstände der Zuckerfabriken und ähnlicher beim Trocknen stark schwindender Körper |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29337C (de) |
-
0
- DE DENDAT29337D patent/DE29337C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2848459A1 (de) | Vorrichtung zur herstellung einer faserbahn | |
| DE1761500A1 (de) | Zigarettenpapier und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE3039001C2 (de) | Vorrichtung zum Trocknen von organischen Stoffen, insbesondere Braunkohle | |
| DE1295429B (de) | Plattenfoermiger Niederhalter von Faserballen | |
| DE29337C (de) | Verfahren beim Darren der Diffusionsrückstände der Zuckerfabriken und ähnlicher beim Trocknen stark schwindender Körper | |
| DE570540C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen schlammartiger Massen | |
| DE816827C (de) | Darre | |
| DE589550C (de) | Vorrichtung zum Entrinden von Holz | |
| DE497692C (de) | Vorrichtung zum Trocknen von Ton | |
| DE579302C (de) | Verfahren zum Trocknen von Getreide und anderen rieselfaehigen Stoffen in Schachttrocknern | |
| DE890031C (de) | Verfahren und Anlage zur Turmentwaesserung von feinkoernigem Schuettgut, insbesondere von Feinkohle | |
| CH228591A (de) | Trockenverfahren und Trockeneinrichtung für landwirtschaftliche Erzeugnisse. | |
| Repohl | An den Dingen leiden. | |
| DE817881C (de) | Setzmaschine | |
| DE243823C (de) | ||
| Boeschenstein | Sprachstilistische Merkmale Hermann Stehrs. | |
| DE504295C (de) | Trockenanlage fuer Tonwaren mit mehreren nebeneinanderliegenden Trockenkammern | |
| DE552827C (de) | Vorrichtung zum Brennen von Zement mit Granulierung des Rohstoffes vor dem Brennen | |
| DE737975C (de) | Siebbodentrockner fuer landwirtschaftliche Erzeugnisse | |
| DE618532C (de) | Mit Klebmittel innen angestrichene fahrbare Fanghaube fuer Erdfloehe o. dgl. Schaedlinge | |
| DE110027C (de) | ||
| DE696612C (de) | Verfahren zum Betriebe von Trockenanlagen fuer Schlaemmkreide | |
| DE816224C (de) | Roehrentrockner, insbesondere zur Trocknung von Kohle | |
| DE2034252C (de) | Vorrichtung zum Trocknen von kor mgem Gut | |
| CH651851A5 (de) | Entwaessern von naturfeuchtem rohtorf. |