DE29337C - Verfahren beim Darren der Diffusionsrückstände der Zuckerfabriken und ähnlicher beim Trocknen stark schwindender Körper - Google Patents

Verfahren beim Darren der Diffusionsrückstände der Zuckerfabriken und ähnlicher beim Trocknen stark schwindender Körper

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DE29337C
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Germany
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DENDAT29337D
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Original Assignee
L. HAGEN in Magdeburg
Publication of DE29337C publication Critical patent/DE29337C/de
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B9/00Machines or apparatus for drying solid materials or objects at rest or with only local agitation; Domestic airing cupboards
    • F26B9/10Machines or apparatus for drying solid materials or objects at rest or with only local agitation; Domestic airing cupboards in the open air; in pans or tables in rooms; Drying stacks of loose material on floors which may be covered, e.g. by a roof

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  • Processing Of Solid Wastes (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 82: Trockenvorrichtungen.
LUDWIG HAGEN in MAGDEBURG.
Trockenen stark schwindender Körper.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. April 1884 ab.
Die bekannten Darren zum Trocknen entzückerter Diffusionsrückstände, Rübenschnitzel, Cichorien wurzeln, Cerealien und anderer Körper, die beim Trocknen stark an Gewicht und Volumen verlieren, arbeiten meist nicht ökonomisch, weil eine vortheilhafte Ausnutzung der Trockenluft und ein gleichförmig getrocknetes Product schwer zu erreichen ist. Die Schichthöhe des Materials, die man beim Beginn des Darrens auf die Darrfläche bringen kann, ist eine begrenzte, da die Durchlässigkeit der Luft davon abhängt. In dem Mafse, wie das Material beim Trocknen zusammenschrumpft, wird die Schicht dünner, niedriger und für die Luft durchlässiger. Es entsteht daher leicht der Uebelstand, dafs sich die Luft in der immer durchlässiger werdenden und selten gleichmäfsig hohen Schicht einen Weg durch einzelne Stellen sucht und andere Stellen unberührt läfst. Infolge dessen treten Ungleichmäfsigkeiten im Darren auf, denen nur durch häufiges Wenden und Verändern der Lage des Materials entgegengearbeitet werden kann. Eine Ausnutzung der Trockenluft findet ferner auch nur im Anfang des Darrens statt; später wird, je dünner und durchlässiger die Schicht wird, der Verlust, der dadurch entsteht, dafs sich die Trockenluft nicht mehr völlig mit Feuchtigkeit sättigt, desto gröfser. Durch die mir unter No. 1112 2 patentirte Einrichtung habe ich die genannten Uebelstände mittelst Anordnung zweier Darrflächen über einander zu vermeiden gewufst, von denen die obere Darrfläche eine gröfsere Oberfläche besitzt als die untere.
Die Materialien wurden auf der oberen Darre vorgetrocknet und dann auf die untere behufs völliger Austrocknung befördert. Auf diese Weise würden zwei Schichten zu trocknenden Materials gebildet, eine untere vorgetrocknete Schicht, durch welche die Luft leicht hindurchtritt, und eine obere, welche von der Luft vorgetrocknet wurde. Damit fand zugleich eine rationellere Ausnutzung der trocknenden Luft statt. Diese Neuerung hat sich bei Cichorienwurzeln und gewöhnlichen Rüben durchaus bewährt.
Indefs wird der beabsichtigte Zweck nur theilweise erreicht, wenn die zu trocknenden Körper gröfsere Mengen Wasser als gewöhn-' Hch enthalten, z. B. wenn die Rüben stark wasserhaltig und namentlich wenn sie auf stark gedüngtem Boden gewachsen sind, oder wenn man diffundirte Rübenschnitzel der Zuckerfabriken trocknen will, die im Durchschnitt nur etwa 10 pCt. Trockensubstanz enthalten.
In solchem Falle entweicht während des gröfseren letzten Theiles des Darrprocesses die Luft mit nur geringer Feuchtigkeit, weil sie keine genügend hohe Schicht von Material vorfindet, um sich vollständig mit Feuchtigkeit zu sättigen; denn die Schicht kann andererseits zu Anfang des Processes nur bis zu einer gewissen Höhe aufgebracht werden, weil sonst die Durchlässigkeit der Luft zu sehr erschwert wird. Man sieht, dafs eine rationelle Ausnutzung der Luft in solchen Fällen auch nicht stattfindet, und daran sind die' Versuche, die Rückstände der Zuckerfabriken behufs ihrer Conservirung rationell zu trocknen, bisher gescheitert.
Mein neues Verfahren besteht nun darin, dafs ich der Darrluft während des Verlaufes des ganzen Darrprocesses stets eine genügend hohe Schicht zu trocknenden Materials darbiete, deren Höhe stets im Verhältnifs zu ihrer Trockenheit steht, so dafs die abziehende Luft jederzeit nahezu mit demselben Feuchtigkeitsgehalt die Darre verläfst. Um dies zu erreichen, theile ich die Darrfläche in mehrere Abtheilungen von ungleicher Gröfse und scheide die einzelnen Abtheilungen zweckmäfsig durch niedrige Wände oder Leisten a. Auf der Zeichnung ist eine an ihren beiden Enden zu beschickende Darre im Aufrifs, Fig. ι, und Grundrifs, Fig. 2 , dargestellt. Die ersten gröfseren Abtheilungen A und A1 werden mit den frischen Schnitzeln oder der zu trocknenden Masse beschickt, z. B. durch Entleeren der kleinen Transportwagen T, wie es in der Zeichnung angedeutet ist; alsdann wird, wenn die Masse einigermafsen zusammengetrocknet ist und an Volumen verloren hat, das ganze Quantum oder der gröfsere Theil des in den Abtheilungen A und Αλ befindlichen Materials in die Abtheilungen B B1 befördert und eine neue Füllung der Abtheilungen A A1 vorgenommen. Wie die Zeichnung ergiebt, sind die Abtheilungen BB1 erheblich kleiner als die Abtheilungen A und A1, so dafs das auf eine kleinere Oberfläche gebrachte Material hier eine gröfsere Schichthöhe einnimmt, wie dies auch in Fig. 1 veranschaulicht ist. Nach entsprechend vorgeschrittener Trocknung wird das Trockengut aus B By nach CC1 geschafft und BB1 mit der in A A1 befindlichen vorgetrockneten Masse gefüllt und AA1 abermals neu beschickt; die Abtheilungen C C1 sind wieder erheblich kleiner als die Abtheilungen BB1, so dafs in C C1 das Trockengut noch höher zu liegen kommt wie in B Bx.
Nach einem weiteren Stadium des Darrens wird das Trockengut aus C C1 nach D D1, aus BB1 nach CC1, aus AA1 nach BB1 geschaufelt und abermals A A1 neu gefüllt. Die Abtheilung Ό Σ)1 zeigt einen noch kleineren Flächeninhalt als C C1, so dafs hier das Trockengut am höchsten liegt; hier wird nun die Trocknung beendet und dann das Trocken-.gut aus Z> Z)1 entfernt, im übrigen aber wieder abtheilungsweise befördert und A A1 mit neuer Zufuhr versehen. In dieser Reihenfolge werden stets die Abtheilungen D D1 entleert -oder theilweise entleert, jede aus der vorherigen wieder gefüllt und die letzte AA1 mit frischem Trockengut neu beschickt.
Es ist klar, dafs die Anzahl der Abtheilungen und Scheidewände α noch vergröfsert werden könnte, jedesmal wird aber die eine Abtheilung kleiner sein wie die vorhergehende, so dafs die Abtheilung, welche das. frische Trockengut aufnimmt, am gröfsten ist, diejenige, welche das am meisten getrocknete Material aufnimmt, den kleinsten Flächeninhalt besitzt. Diese Anordnung ermöglicht, das Beschicken der Abtheilungen so einzurichten, dafs der von unten durch die Darre in der Richtung der Pfeile L kommende heifse Luftstrom an jeder Stelle durch eine der Trockenheit der daselbst befindlichen Masse entsprechenden Höhe der Schicht hindurchströmt, so dafs überall und in jedem Stadium des Processes eine möglichst vortheilhafte Ausnutzung der Lufttrocknung erreicht wird.
Die Verwendung dieser Abtheilungen gewährt ferner den Vortheil, dafs die Arbeiter stets gezwungen sind, das zu darrende Material in zweckentsprechender Weise zu wenden.
Es ist klar, dafs die Gestaltung der Abtheilungen und die Form ihrer Scheidewände die mannigfachsten Variationen erleiden kann; dies ändert nichts an dem Wesen meiner Erfindung, welches darin besteht, dafs ich die Darrfläche in verschieden grofse Abtheilungen eintheile, welche nach einander das Trockengut aufzunehmen haben, so dafs eine der Durchlässigkeit des Trockengutes entsprechende Schichthöhe erzielt wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Bei der Trocknung von Diffusionsrückständen, Rübenschnitzeln, Cichorien, Cerealien und anderen Körpern das Verfahren, das Trockengut je nach seinem während der Trocknung sich ändernden Feuchtigkeitsgehalt verschieden hoch derart zu schichten, dafs die Trockenluft auf der Darre gleichen Widerstand beim Durchstreichen des Trockengutes zu überwinden hat.
2. Zur Ausübung dieses Verfahrens die Theilung der Darrfläche in Abtheilungen von nach und nach kleiner werdendem Flächeninhalt, derart, dafs die gröfste Abtheilung das feuchte Trockengut, die kleinste das in der Trocknung am weitesten vorgeschrittene Material aufzunehmen hat.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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