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Schüttelrutsche mit Entlastungsgestänge, bei der die Rutschenbleche
und die Gestängeschüsse selbständige bauliche Einheiten bilden Es sind Schüttelrutschen
bekannt, bei denen die Rinnenschüsse lediglich zur Aufnahme des Gutes dienen sollen,
während zur Übertragung der Antriebskräfte ein gleichfalls aus einzelnen Schüssen
bestehendes Gestänge vorgesehen ist, an dem die Rinnenschüsse angebracht sind.'Die
Erfindung erstreckt sich auf diejenige Gattung solcher Schüttelrutschen, bei der
eine völlige bauliche Trennung zwischen den einzelnen Rinnen- und Gestängeschüssen
durchgeführt ist, derart, daß diese Teile voneinander unabhängige Einheiten darstellen,
die beim Transport und beim Verlegen für sich gehandhabt und nur für die Inbetriebnahme
der Rutsche zu einem Ganzen miteinander vereinigt werden.
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Gemäß dem bisherigen Aufbau solcher Rutschen mußten beim Zusammenbau
zunächst sämtliche Gestängeschüsse durch Einhängen von Zapfen in Schlitze miteinander
zu einem Strang verbunden werden, worauf die Binnenschüsse mit Hilfe von Ösen und
Zungen nacheinander auf das Gestänge aufgefädelt wurden. Es kann weder diese Ausführung
hinsichtlich des Zusammenbaues und des Zerlegens als zweckmäßig angesehen werden,
noch ist die Verbindung der einzelnen Teile untereinander geeignet, auf die Dauer
den schweren Beanspruchungen des Bergbaubetriebes standzuhalten.
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Der Erfindung liegt nun in Abweichung hiervon der Gedanke zugrunde,
die Vereinigung sowohl der benachbarten Gestängeschüsse wie auch der dazugehörigen
Binnenschüsse gemeinsam vorzunehmen, und zwar soll in einem einzigen Arbeitsgang
und mit den gleichen klitteln erreicht werden, daß erstens die beiden Gestänge schüsse
miteinander verbunden, zweitens die Rinnenschüsse auf den Gestängeabschnitten festgemacht
und drittens die Rinnenschüsse in der notwendigen Weise einander zugeordnet werden;
dabei soll die Verbindung möglichst schnell und bequem durchzuführen, trotzdem aber
imstande sein, auch im Dauerbetriebe die höchsten Beanspruchungen sicher aufzunehmen.
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Die Erfindung bedeutet eine wesentliche Vereinfachung in der Benutzung
der in Frage stehenden Schüttelrutschenbauart, besonders beim Umlegen, und zugleich
eine Erhöhung ihrer Betriebstauglichkeit, insbesondere hinsichtlich ihrer Festigkeitseigenschaften.
Erreicht wird dies gemäß dem Vorschlag der Erfindung in erster Linie dadurch, daß
beim Verbinden der einander benachbarten Gestängeschüsse auch das Festmachen der
zugehörigen Rutschenbleche auf diesen sowie die Zuordnung der Rutschenbleche zueinander
lediglich durch Festklemmen der Enden der Rutschenbleche zwischen den gegeneinander
gezogenen Gestängeschüssen erfolgt. Dieses Festklemmen kann in der Weise geschehen,
daß die Rutschenbleche in der Nähe ihrer Enden auf ihrer Unterseite etwa die Breite
des Rutschenbodens besitzende Ansätze aufweisen, die zwecks Herstellung der Verbindung
der einander benachbarten Schüsse zwischen Querträger der einander gegenüberliegenden
Gestängeschüsse reichen. Um ein Abheben der Binnenschüsse von dem Gestänge mit Sicherheit
zu vermeiden, kann erfindungsgemäß der Ansatz auf der Unterseite des Rutschenbleches
mit einer Verlängerung versehen
sein, mit der er unter den benachbarten
Gestängeschuß greift.
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Ein älterer Vorschlag bezieht sich auf eine Rutschenbauart, bei der
jeder Gestängeschuß mit der dazugehörigen Rinne eine unlösbare bauliche Einheit
bildet; um das Rutschenblech von den Rutschenkräften zu entlasten, soll lediglich
an einer Stelle eine feste, d. h. unlösbare und axial unverschiebliche Verbindung
zwischen Blech und Gestänge vorhanden sein, während die andere Vereinigungsstelle
eine axiale Verschiebung zwischen Blech und Gestänge zuläßt. Dabei kann aber auch
die erstgenannte Verbindungsstelle an sich axial nachgiebig gestaltet sein und erst
beim Zusammenschließen zweier Gestängeschüsse mit Hilfe eines an diesem Ende des
Bleches angebrachten Ansatzes ihre axiale Unverschieblichkeit erhalten.
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Die Erfindung gestattet ein leichtes und schnelles Verlegen und Umsetzen
des ganzen Rutschenstranges, da nur ein geringes Lockern der Verbindungsmittel nötig
ist, um die Rutschenbleche von dem Gestänge abzuheben und die einzelnen Gestängeschüsse
voneinander zu trennen. Da die Oberfläche des Gestänges beliebig groß gehalten werden
kann, läßt sich ohne weiteres eine entsprechend große Unterlage für die Rutschenbleche
schaffen.
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Die auf der Unterseite der Rutschenbleche angeordneten Vorsprünge
bzw. Anschläge können als quer verlaufende Profileisen, z. B. Flacheisen, Winkeleisen,
U-Eisen o. dgl., ausgebildet sein, die mit den Rutschenblechen durch Nieten, Schweißen
oder in anderer Weise verbunden sind. Zweckmäßig ist es dann, wenn nur ein Vorsprung
auf der Unterseite eines jeden Rutschenbleches vorgesehen ist, diesem eine einseitige
Verlängerung zu geben, damit er bei Herstellung der Verbindung unter den Querzug
des gegenüberliegenden Gestänges greift, um mit aller Sicherheit ein Abheben des
den Vorsprang besitzenden Rutschenbleches zu verhindern. Wird erfindungsgemäß derjenige
Querzug, welcher dem an der Verbindungsstelle eine glatte Unterseite besitzenden
Rutschenblech zugehört, etwa in der Breite des zwischen den Querzügen festzuspannenden
Vorsprunges vorgezogen, so ergibt sich eine weitere Vergrößerung der Auflagefläche
für das zugehörige Rutschenblech.
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Die Verbindung der einzelnen Gestängeschüsse erfolgt mit Hilfe der
als Verbindungsmittel ausgebildeten Enden der Gestänge, und zwar über Gewindemuffen,
indem die Gestängeenden unter Beibehaltung eines gegenseitigen Abstandes so lange
gegeneinandergezogen werden, bis ihre Querzüge gegeneinander bzw. gegen die unteren
Vorsprünge der Kutschenbleche stoßen. Die Enden der Gestänge greifen also in die
Gewindemuffe von beiden Seiten ein und können zweckmäßig als kurze, etwa bolzenartige
Teile ausgebildet sein, die mit den eigentlichen, beispielsweise von Rohren, Rundeisen,
U-Eisen oder ähnlichen Profilen gebildeten Gestängeteilen durch Schweißen oder in
anderer Weise verbunden sind. Die bolzenartigen Teile besitzen Endverdickungen,
die als Anschläge dienen. Über den einen Teil ist eine Gewindehülse lose geschoben,
die in das Innengewinde der Verbindungsmuffe eingreift, während der andere Teil
sich mit seiner Endverdickung gegen eine als Querlage dienende Querfläche der Muffe
legt.
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Eine vorteilhafte Art der Ausbildung der Querzüge der Gestänge besteht
darin, sie aus zwei übereinanderliegenden, miteinander verbundenen Flacheisen o.
dgl. zu bilden, die mit nach oben bzw. unten abgebogenen Enden die längs verlaufenden
Gestängeteile umfassen. Die Verbindung der Querzüge mit dem Gestänge kann durch
Schweißen erfolgen. Bei dieser Gestaltung ist es nicht nötig, für die Herstellung
der abgebogenen Teile spanabhebende Arbeit vorzunehmen. Zur weiteren Versteifung
der Gestängeschüsse und Vergrößerung der Auflagefläche für die- Rutschenbleche können
zwischen die beiden Flacheisen der Querzüge noch besondere Bleche gelegt werden,
welche, soweit sie die Flacheisen der Querzüge seitlich überragen, nach oben bis
zur Oberfläche des oberen Flacheisens durchgekröpft sind. Auch sie werden zweckmäßig
durch Schweißen mit den längs verlaufenden Gestängeteilen verbunden. Es ist natürlich
auch möglich, noch weitere Querverbindungen zwischen den längs verlaufenden Gestängeteilen
zwecks weiterer Versteifung anzuordnen.
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Zweckmäßig werden unmittelbar neben den Verbindungsstellen der Gestängeschüsse
auf der Unterseite der längs verlaufenden Gestängeteile Laufleisten für die Tragrollen
angeordnet, die vorteilhafterweise sich auch über die Innenseite der Gestängeteile
erstrecken, damit ein Schleifen der Spurkränze der Rollen an diesen Teilen und damit
ein vorzeitiger Verschleiß derselben verhindert wird.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
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Die Abb. i zeigt einen mittleren Längsschnitt durch ein Rutschenblech
bzw. durch die Verbindungsstelle zweier Rutschenbleche, wobei jedoch, um Unklarheiten
zu vermeiden, die längs verlaufenden Gestängeteile weggelassen sind.
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Abb.2 zeigt einen Querschnitt nach Linie II-II der Abb. i.
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Abb. 3 stellt einen Grundriß des Entlastungsgestänges dar, Abb. q.
einen Querschnitt nach der Linie IV-IV der Abb. 3.
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Die Abb. 5 und 6 zeigen die Ausbildung der Laufleisten für die Rollen
bzw. die Ausbildung des Rollenstuhles.
Mit i und 2 sind zwei benachbarte
Kutschenbleche bezeichnet. Sie haben an einem Ende auf der Unterseite ihres Bodens
einen quer verlaufenden Vorsprung 3, der eine einseitig vorspringende Nase 4 hat.
Die Teile 3 und 4 werden von Flacheisen gebildet, die mit dem Kutschenblech vernietet
sind. Die Kutschenbleche bilden mit dem zugehörigen Gestänge kein zusammenhängendes
Ganzes, sondern können jederzeit z. B. zum Zwecke des Transportierens und Umlegens
vom Gestänge in kürzester Frist getrennt werden. Beim Zusammenbau des Kutschenstranges
werden die Kutschenbleche auf das Gestänge gelegt, derart, daß die Vorsprünge 3
sich gegen die Stirnfläche 5 der Querzüge 6 legen. Die Enden der längs verlaufenden,
von Rohren gebildeten Gestängeteile 7 sind als bolzenartige Körper 8 ausgebildet
und greifen mit Köpfen g in Gewindemuffen io ein. Durch Einschrauben der auf dem
einen Ende lose verschieblichen Gewindehülse i= in das Innengewinde der Muffe io
werden die einander gegenüberliegenden Gestängeschüsse gegeneinander gezogen, bis
der zwischen den Querzügen befindliche Vorsprung 3 festgespannt wird. Die Nase 4
des Vorsprunges 3 legt sich dabei unter den gegenüberliegenden Querzug. Da das mit
dem Vorsprung 3 versehene Kutschenblech das anschließende, auf der Unterseite glatt
ausgebildete Kutschenblech überdeckt, ist auch das letztere. gegen Abheben gesichert.
Die Gewindemuffe io hat eine mittlere Querwand 12, um ein Verschmutzen des Gewindes
zu verhindern. Die Querzüge bestehen aus den beiden Flacheisen 13 und 14, deren
Enden nach oben bzw. unten abgebogen sind, um die Rohre 7 zu umgreifen, und dem
zwischen ihnen eingelegten Blech 15, dessen die Flacheisen 13 und 14 überragender
Teil 16 nach oben durchgekröpft ist, um gleichfalls als Auflage für das Kutschenblech
zu dienen. Die dem Vorsprung 3 gegenüberliegenden Querzüge sind etwa in der Breite
des Kutschenbodens vorgezogen und geben deshalb noch eine größere Auflagefläche
für die Kutschenbleche ab. Durch quer verlaufende U-Eisen 17 ist eine weitere Versteifung
des Gestänges erzielt.
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Die Laufleisten für die Tragrollen werden von Winkeln 18 gebildet,
die mit den Rohren 7 durch Schweißen verbunden sind. Der Laufrahmen für die auf
der Achse ig sitzenden Rollen 2o besteht aus Bügeln 21, die mit. den die Lauffläche
bildenden Winkeln 22 und den quer verlaufenden Flacheisen 23 derart verbunden sind,
daß in einfachster Weise eine Begrenzung für die Bewegung der Laufrollen und gleichzeitig
ein baulicher Zusammenhang zwischen den Rollen und dem Rahmen geschaffen ist, so
daß diese beiden Teile nicht voneinander getrennt werden können, was sich besonders
für den Transport vorteilhaft auswirkt.