DE67239C - Reinigung von Kleiderstoffen u. dgl. mit Benzin und zerkleinertem Marmor bezw. anderen^ zerkleinerten Gesteinsarten - Google Patents

Reinigung von Kleiderstoffen u. dgl. mit Benzin und zerkleinertem Marmor bezw. anderen^ zerkleinerten Gesteinsarten

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DE67239C
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crushed
cleaning
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DENDAT67239D
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H. BORNEMANN in München, Knöbelstr. 3
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L1/00Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods
    • D06L1/02Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods using organic solvents

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
zerkleinerten Gesteinsarten.
Das bisher meistens übliche chemische Reinigungsverfahren besteht im Folgenden. Die zu reinigenden Gegenstände werden an den schmutzigsten Stellen mit einer Bürste, welche in Benzin eingetaucht wurde, gebürstet oder mit einem gleichfalls in Benzin eingetauchten Tampon gerieben, hierauf in einer rotirenden oder schaukelnden Maschine mit derselben Flüssigkeit gewaschen, dann durch ein reines Benzinbad gespült und centrifugirt. Weifsen und sehr hellfarbigen Stoffen wird zwar häufig auch Getreidemehl, Kartoffelstärke, Gyps oder Talk zugesetzt. Diese Mittel haben jedoch keine reinigende Wirkung, sondern nehmen nur, indem das Benzin verdunstet, die schwer flüchtigen OeIe, welche etwa in diesem schon ursprünglich enthalten oder erst durch die zu reinigenden Gegenstände in dasselbe hineingekommen sind, in sich auf. Die auf diese Weise fettig gewordenen Pulvertheilchen lassen sich durch Klopfen und Bürsten entfernen, und die Waare erscheint nun etwas reiner, als sie ohne Anwendung dieser als Nothbehelfe zu bezeichnenden Mittel wird. Nach dem Reinigen mit Benzin wird die schmutzigste Waare einer nassen Wäsche entweder mit reinem Wasser oder mit einer Abkochung von Quillajarinde (Saponin) unterzogen, die weniger schmutzigen Gegenstände dagegen werden detachirt, d. h. es werden die etwa von Zucker, Kleber, Kaffee oder Spirituosen oder anderen in Benzin nicht lösbaren Stoffen herrührenden Flecken einzeln entfernt.
Dieses Verfahren erfüllt jedoch seinen Zweck nicht vollständig, weil die zu reinigende Wirkung des Benzins für sich allein zu gering ist. Es müssen deshalb viele Kleidungsstücke von der Reinigung mit Benzin ausgeschlossen und mit Seife, Soda, Ammoniak u. s. w. gewaschen werden. Diese nasse Behandlung mit Alkalien verändert aber so nachtheilig die Facon der Kleider und die Structur der Fasern und Gewebe, dafs selbst das sorgfältigste Plätten diesen Uebelstand nicht ganz aufzuheben vermag.
Der Mangelhaftigkeit der bisherigen Reinigung mit Benzin wird nun durch folgendes Verfahren abgeholfen.
Die schmutzigen Stoffe legt man ohne vorheriges Bürsten oder Reiben sofort in eine rotirende Waschmaschine, fügt zerkleinerten, griesförmigen Marmor oder Quarzsand oder andere zerkleinerte Gesteinsarten oder auch gereinigten gewöhnlichen Sand in ungefähr gleichem Gewichtsverhältnifs hinzu, benetzt die Stoffe gut mit Benzin oder Benzol und erhält sie eine entsprechende Zeit hindurch in einfach oder vor- und rückwärts rotirender Bewegung. Dann wird die Waare auch hier durch ein reines Benzin- oder Benzolbad gespült und centrifugirt.
Durch die mechanisch reibende Kraft des zugesetzten Minerals wird die lösende Wirkung des Benzins auf Fette, durch welche der Schmutz auf der Faser haftet, kräftig unterstützt, und auch der Schmutz, auf welchen das Benzin naturgemäfs keine Wirkung ausüben kann, wird durch die anhaltende Reibung der
alle Stoffporen durchdringenden zahllosen Sandkörnchen abgelöst und durch das darauffolgende Spülen in reinem Benzin oder Benzol ganz entfernt. Nachdem die Kleider auf diese Weise von Fett und Schmutz so vollkommen, wie es mittelst der bisherigen Behandlungsweise nicht möglich ist, befreit sind, werden die durch Benzin und Reibung nicht entfernbaren Flecken auch hier einzeln entfernt (detachirt).

Claims (1)

  1. Patent-An spruch:
    Beim Reinigen von Stoffen bezw. Kleidern mit Benzin der Zusatz von Marmor-, Quarzoder anderem (griesförmigem) Sand behufs mechanischer Reibung der Stoff-Fasern.
DENDAT67239D Reinigung von Kleiderstoffen u. dgl. mit Benzin und zerkleinertem Marmor bezw. anderen^ zerkleinerten Gesteinsarten Expired - Lifetime DE67239C (de)

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