DE67199C - Verfahren zur Herstellung von Verbandstoffen aus chemisch reiner Celiulosen-Wolle - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Verbandstoffen aus chemisch reiner Celiulosen-Wolle

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DE67199C
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Dr. P. ROENNEFAHRT, Apotheker, in Dresden-N., Bautzenerstrafse
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L15/00Chemical aspects of, or use of materials for, bandages, dressings or absorbent pads
    • A61L15/16Bandages, dressings or absorbent pads for physiological fluids such as urine or blood, e.g. sanitary towels, tampons
    • A61L15/22Bandages, dressings or absorbent pads for physiological fluids such as urine or blood, e.g. sanitary towels, tampons containing macromolecular materials
    • A61L15/28Polysaccharides or their derivatives

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Description

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PATENTAMT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Die wattenartigen Verbandstoffe werden gegenwärtig meistens noch aus Baumwolle hergestellt, obgleich die Versuche gezeigt haben, dafs Holzwolle, welche aus Holzschliff hergestellt wird (D. R. P. Nr. 26903 und 30824), die aufsaugenden Eigenschaften in höherem Mafse besitzt. In neuerer Zeit ist nun auch vorgeschlagen worden, zur Herstellung von Verbandstoffen Wolle aus Sulfitcellulose zu verwenden. Dieser Stoff ist jedenfalls besser als alle bisher bekannten Mittel für den angegebenen Zweck geeignet, da Cellulose, welche mittelst des Sulfit- oder eines ähnlichen chemischen Verfahrens gewonnen ist, chemisch reiner ist infolge der stattgehabten Auflösung der inkrustirenden Stoffe, Pflanzengummi u. s. w., welche die Ursache der Zersetzung des Sublimates sind und daher den Verbandstoff in kurzer Zeit werthlos machen, eine längere Aufbewahrung desselben also nicht gestatten. Die chemisch bereitete Cellulose liefert daher einen besonders gut geeigneten Stoff, wenn eine sachgemäfse Behandlung zu dem besonderen Zweck stattfindet.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun ein Verfahren, um aus solcher chemisch reinen Cellulosen-Wolle einen Verbandstoff herzustellen. Zu diesem Zweck wird die gut ausgewaschene und getrocknete Cellulose in einem Wolf mit stumpfen Schlagleisten grob zerkleinert, um hierauf in einem Krempelwolf fein gerissen und in einzelne Fasern zerlegt zu werden. Die so dargestellte Cellulosen-Wolle wird zur Erzielung einer guten Vliefsbildung bei der weiteren Verarbeitung in thönerne, nicht glasirte Cylinder eingefüllt, welche mit Filz umkleidet sind, und hierin längere Zeit einer Temperatur von 200° ausgesetzt. Neben einer vollständigen Verdunstung des Wassers ist hierbei eine Zunahme des Rauminhalts zu beobachten, die sich dadurch erklärt, dafs die Fasern aufschwellen und sich kräuseln.
Die auf diese Weise erhaltene Cellulose ist vollkommen staubfrei und bedarf zur Herstellung eines verhältnifsmäfsig festen Vliefses nur eines geringen Leinen- oder Baumwollzusatzes von ungefähr 10 bis 20 v. H.
Gegenüber der aus Holzschliff hergestellten sogen. Holzwolle, welche zur Vliefsbildung einen sehr grofsen Baumwollzusatz deshalb erfordert, weil die Faser hart bleibt und sich nicht verfilzt, ist Cellulosen-Wolle viel aufsaugungsfähiger und zeichnet sich durch eine blendende Weifse aus.
Zur Herstellung des Verbandstoffes verfährt man in der Weise, dafs man gleichzeitig auf zwei verschiedenen Trommeln je ein Netz aus Cellulosen-Wolle und chemisch reiner Baumwolle oder Flachswerg bilden und durch Berührung der beiden Trommeln in einander laufen läfst, um sie von der Netztrommel vermittels des Hackers abnehmen zu lassen, oder aber man benutzt den Tambour zur Bildung des Baumwoll- oder Leinenvliefses und das Netz für die des Cellulose-Wollevliefses. Auf beide Arten tritt eine innige Verfilzung des Bindemittels mit der Cellulosen-Wolle ein, so dafs eine durch die ganze Watteschicht gleichmäfsige Vertheilung stattfindet und mithin auch eine gleichmäfsige Aufsaugungsfähigkeit gesichert bleibt.
Gegenüber den bekannten, aus Holzschliffoder Cellulosen-Wolle hergestellten Verbandstoffen, bei welchen die an sich nicht verfilzungsfähige Faser zwischen zwei Baumwollen- oder Leinenwattevliefsen eingestreut wird, hat die auf die beschriebene Weise hergestellte Verbandwatte mehrfache Vorzüge. Durch die getrennte Herstellung zweier Vliefse wird die Cellulose-Wolle zunächst in sich selbst verfilzt und erst später durch ' das ' Zusammenlaufen der getrennt hergestellten Vliefse mit dem Bindemittel vereinigt. Dadurch entsteht ein besonders festes Wattenetz und der Verbandstoff kann für den späteren Bedarfsfall lange aufgespeichert werden; der Stoff ist vollkommen staubfrei und seine Bestandtheile zerfallen auch im Laufe der Zeit nicht zu Staub; das Verbindungsmittel — Baumwolle oder Leinen in sehr geringen Mengen — liegt nicht mehr an der Oberfläche, sondern ist durch das ganze Vliefs gleichmäfsig vertheilt und unter die Cellulosenfasern innig vermischt, so dais sie bei Verwendung als Ersatz für die theure Verbandwatte gleich dieser beim Herausnehmen aus der Wunde keine Theilchen zurückläfst. Die Aufgabe, einen bedeutend billigeren, brauchbaren und werthvollen Verbandstoff als Ersatz für die reine Baumwoll- und Leinenverbandwatte herzustellen, ist nach Ansicht des Erfinders durch dieses Verfahren gelöst.

Claims (1)

  1. , Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Verbandstoffen, darin bestehend, dafs chemisch reine Cellulosen -Wolle durch Erhitzen gekräuselt und zu einem selbstständigen Netz verarbeitet, alsdann dem letzteren ein besonders hergestelltes Netz aus einem Verbindungsmittel (Baumwolle, Leinen) zugeführt wird und beide demnächst zu einem Wattevliefs vereinigt werden.
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