DE6718C - Räder mit Radscheiben von Blech und angegossener Nabe und Reifen von Gufsstahl oder Temperstahl - Google Patents

Räder mit Radscheiben von Blech und angegossener Nabe und Reifen von Gufsstahl oder Temperstahl

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DE6718C
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Germany
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DENDAT6718D
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Original Assignee
F. ASTHÖWER in Annen (Westfalen)
Publication of DE6718C publication Critical patent/DE6718C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60BVEHICLE WHEELS; CASTORS; AXLES FOR WHEELS OR CASTORS; INCREASING WHEEL ADHESION
    • B60B17/00Wheels characterised by rail-engaging elements
    • B60B17/0006Construction of wheel bodies, e.g. disc wheels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

1878.
Klasse 20.
FRITZ ASTHÖWER in ANNEN (Westfalen).
Räder mit Radscheiben von Blech und angegossener Nabe und Reifen von Gußstahl oder
Temperstahl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. December 1878 ab.
Die Herstellungsweise der von dem Erfinder construirten Scheibenräder mit angegossenem Stahlradreif und angegossener Stahlnabe ist folgende :
Eine rundgeschnittene Eisen- oder Stahlblechscheibe von zweckentsprechender Stärke wird vermittelst einer aus Matrize und Patrize bestehenden Prefsvorrichtung mit concentrischen oder radialen Wellungen versehen.
Bei dieser Procedur wird die Blechscheibe in rothglühendem Zustande behandelt. Gleichzeitig mit der Fagonnirung der Blechscheibe werden die Aussparung für das Nabenloch und die um das letztere concentrisch angeordnet anzubringenden Durchtrittslöcher für den Stahl, für die Nabe und den Radreifen durchgedrückt.
Die fagonnirte und gelochte Radscheibe wird nun mit dem Modell des Radreifens und dem Modell der Radnabe zusammen in gewöhnlicher Weise eingeformt.
Die Formmasse zur Herstellung der Form für Stahl besteht aus einem Gemenge von gemahlenen Gufsstahltiegelscherben und gutem, feuerfesten Thon.
Nachdem die Modelle aus der Masseform herausgenommen sind, wird auch die Radscheibe aus der Form entfernt. .
Sodann wird die Masseform scharf gebrannt, und nachdem dieses geschehen ist, kann die Radscheibe wieder in die Form gelegt und der Gufs vorgenommen werden. Der Stahl des Reifens und der Nabe tritt beim Giefsen durch die in die Radscheibe gedrückten, concentrisch zur Mitte gelegenen Löcher in innigste Verbindung mit der Radscheibe.
■ Wichtig für die Innigkeit dieser Verbindung ist. es, dafs die der Radscheibe zunächst gelegenen Stahlquerschnitte stark genug genommen werden. Hierdurch ist es möglich, abgesehen von der Verbolzung, sogar eine zweifellose Schweifsung der Radscheibe mit Radreifen und der Radnabe zu erzielen.
Die Stärke des Radreifens, der Radscheibe sowie der Radnabe ist selbstredend abhängig von der Inanspruchnahme, welcher das bezw. Rad ausgesetzt wird. Beispielsweise werden bei Rädern für gewöhnliche Förderwagen Blechscheiben von ι bis 1 1J2 mm Stärke, je nach Durchmesser der Räder, ausreichen. Bei Schubkarrenrädern wird die Stärke von 1 mm für die Radscheibe genügen.
Bei Rädern für gewöhnliche Strafseneisenbahnwagen genügen Radscheiben von 6 mm Stärke und für Eisenbahnräder werden Radscheiben von 12 bis 14 mm Stärke eine genügende Stabilität geben.
Die Vortheile dieses neuen Rades gegenüber den Rädern älterer Construction sind sehr bedeutend.
Bei einer sehr einfachen Herstellungsweise, welche keinerlei complicirte Einrichtungen erfordert, werden die Herstellungskosten gering.
Das Rad selbst ist bei einer bedeutenden Dauerhaftigkeit und einer sehr grofsen Stabilität viel leichter von Gewicht, als jedes andere Rad derselben Leistungsfähigkeit.
Der gegossene Stahl, sowohl am Radreifen wie an der Radnabe, liefert erfahrungsgemäfs an beiden Stellen infolge seiner hohen Widerstandsfähigkeit gegen Verschleifs das passendste Material.
Die Radscheibe, aus verhältnifsmäfsig dünnem Blech hergestellt, erhält durch die ihr gegebene wellenförmige Fagon eine sehr hohe Stabilität und bietet eine absolute Sicherheit gegen Bruch.
Sodann ist der Umstand, dafs die Verbindung der Radscheibe mit Radreifen und Radnabe nicht allein in dem nietenartigen Durchgiefsen des Stahls durch die eingedrückten concentrischen Löcher bewirkt wird, sondern dafs vielmehr diese Verbindung infolge einer vollständigen Schweifsung eine tadellose wird, nicht hoch genug anzuschlagen.
Bei allen bis jetzt existirenden Rädern, mit Ausnahme der Räder, welche in einem Stück aus Gufsstahl gegossen sind, ist über das Losewerden des einen oder anderen Radtheils oder über Neigung zum Bruch etc. Klage zu führen.
Bei Rädern mit gufseisernen Naben werden z. B. die Speichen oder Scheiben lose.
Bei Rädern mit aufgenieteten Radreifen hat man häufig über lose Nietung zu klagen.
Bei Rädern aus Gufseisen oder Hartgufs ist die Sicherheit gegen Bruch, besonders wenn die " Räder gebremst werden, sehr unbedeutend.
Diesen Uebelständen ist, wie gesagt, durch dieses Gufsstahlrad aus einem Stück Abhülfe geschaffen, und ist dies sowohl bei kleinen Grubenrädern, Schubkarrenrädern etc. wie auch bei Eisenbahnrädern der Fall.
Der Vortheil des von dem Erfinder construirten Rades dem Gufsstahlrade gegenüber ist indessen immer der, dafs ersteres bei geringerem Gewicht eine gröfsere Sicherheit gegen Bruch bietet, insofern der gegossene Stahl, sobald er zur Radscheibe verwendet wird, weniger passende Eigenschaften hat, als gewalztes Stahl- oder Eisenblech.
Selbstverständlich ist es möglich, in den blechernen Radtheilen Aussparungen von beliebiger Form anzubringen. Sobald derartige Aussparungen bei einem Rade angebracht werden, ist es natürlich, dafs, soll die Stabilität nicht geschwächt werden, die Radscheibe selbst entsprechend stärker genommen werden mufs.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die vorstehend beschriebenen Räder, bestehend aus Radreifen und Naben aus Guisstahl oder Temperstahl, angegossen an Radscheiben von Blech.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT6718D Räder mit Radscheiben von Blech und angegossener Nabe und Reifen von Gufsstahl oder Temperstahl Active DE6718C (de)

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DE (1) DE6718C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE916713C (de) * 1952-06-20 1954-08-16 Gussstahlwerk Bochumer Ver Ag Scheibenrad mit Metallblechscheibe, insbesondere Doppelscheibenrad fuer Schienenfahrzeuge
DE963158C (de) * 1953-12-21 1957-05-02 Ruhrstahl Ag Radsatz, insbesondere Schienenleichtradsatz

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE916713C (de) * 1952-06-20 1954-08-16 Gussstahlwerk Bochumer Ver Ag Scheibenrad mit Metallblechscheibe, insbesondere Doppelscheibenrad fuer Schienenfahrzeuge
DE963158C (de) * 1953-12-21 1957-05-02 Ruhrstahl Ag Radsatz, insbesondere Schienenleichtradsatz

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