DE67076C - Durch Giefsen hergestellte Hülsen für Sprengsätze - Google Patents

Durch Giefsen hergestellte Hülsen für Sprengsätze

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DE67076C
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Germany
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sleeves
giefsen
explosive devices
cases
antimony
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Active
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DENDAT67076D
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English (en)
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J. PAULUS in Berlin W., Potsdamerstrafse 74
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B3/00Blasting cartridges, i.e. case and explosive
    • F42B3/10Initiators therefor
    • F42B3/11Initiators therefor characterised by the material used, e.g. for initiator case or electric leads

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)
  • Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 78: Sprengstoffe.
Hülsen für Zündhütchen zu den verschie-' densten Zwecken, sowie für Revolverpatronen werden zur Zeit aus Blechen, fast ausschliefslich aus Kupfer- und Messingblechen, hergestellt.
Zu diesem Zwecke müssen die Bleche zunächst sehr dünn ausgewalzt und in Streifen geschnitten werden. Diese Streifen werden abermals gewalzt, je nach Erfordern mit Differenzen bis Y100 mm, und seitlich parallel beschnitten. Aus diesen Streifen werden zunächst Kapseln gestanzt und diese letzteren nach Erfordern durch drei- bis sechsmaliges Ziehen und mehr auf die vorgeschriebene Länge gebracht, worauf das kreisrunde Abschneiden der so gefertigten Hülsen erfolgt. Selbstverständlich mufs das Material vor jeder der genannten Operationen geglüht und gebeizt werden, um schliefslich die fertigen Hülsen dem Tummelfafs und der Polirtrommel zu übergeben.
Da, wie bereits bemerkt, die zur Verwendung gelangenden Metallplatten bezw. Metallstreifen relativ sehr dünn und dabei sehr gleichmäfsig ausgewalzt werden müssen, um tadellose bezw. brauchbare Hülsen herstellen zu können, so wird auch dementsprechend das fertige Material, der Boden ausgenommen, eine dünne Wandung haben, derart, dafs man die Hülse in Höhe des eingeprefsten Sprengsatzes, will man eine hervorragend gute Wirkung hervorbringen, armiren, d.h. sie doppelwandig machen oder umgürtein mufs. Bei alledem bleibt stets der Uebelstand, dafs der Boden der Hülse die ursprüngliche Stärke des Bleches behält. Diese Stärke ist für bestimmte Zwecke sehr nachtheilig; sie beeinträchtigt entweder ganz erheblich die Wirkung des eingefüllten Sprengsatzes oder setzt, für Percussionswirkung, dem Durchschlagen erheblichen und damit störenden Widerstand entgegen.
Aus vorstehendem ist es klar, dafs die Herstellung der genannten Hülsen durch Stanzen und Ziehen aus Blechen ein sehr umständliches und verhältnifsmäfsig theures Verfahren ist. Um einen recht winzigen Körper herzustellen, sind die verschiedensten Zubereitungen und Operationen, zumTheil in fortlaufenden Wiederholungen, erforderlich.
Es leuchtet ein, dafs es sehr viel vortheilhafter sein würde, genannte Hülsen durch Giefsen herzustellen, zumal wenn es gelingt, nicht allein allen Anforderungen zu genügen, die an aus Blechen erzeugten Hülsen gestellt werden müssen, sondern gleichzeitig auch die Uebelstände zu beseitigen, welche den aus Blechen fabricirten Hülsen mehr oder weniger anhaften.
Es kommen als bereits angeführte Mangel für letztere in Betracht:
1. theure Herstellung;
2. eventuelle Armirung;
3. dickwandiger Boden, und es tritt hinzu:
4. die leichte Oxydirbarkeit der Blechhülsen, welche namentlich bei Kupfer, wenn der eingeprefste Knallsatz sauer sein sollte, in höchstem Grade gefährlich werden kann. Es bildet sich nämlich bei Oxydation unter Umständen ein Knallpräparat, wahrscheinlich Knallkupfer, dessen Constitution meines Wissens nicht bekannt ist,, welches aber durch geringen Stofs oder Fall

Claims (1)

  1. aus nur mäfsiger Höhe schon auf Holz sofort explodirt und unter Umständen viel Unglück herbeiführen kann.
    Dafs zum Giefsen genannter Hülsen die bekannten schwer schmelzbaren Metalle nicht in Betracht kommen können, wird ohne Weiteres einleuchten. Es eignen sich aber zur Erzielung der genannten Vortheile und zur Beseitigung der angeführten Nachtheile in hohem Grade alle Metalllegirungen, die bei einer verhältnifsmäfsig niederen Temperatur schmelzen, schnell fliefsen und schnell erstarren. Dies sind Legirungeri von Antimon, Blei, Wismuth, Zinn u. s. w. Am vortheilhaftesten für genannte Zwecke sind Legirungen aus Blei und Antimon gefunden worden. Die procentuale Zusammensetzung ist nach dem besonderen Zweck zu wählen.
    Pate νt- Anspruch:
    Aus leichtflüssigen Metalllegirungen durch Giefsen hergestellte Hülsen für Sprengsätze.
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