DE200485C - - Google Patents

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DE200485C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K20/00Non-electric welding by applying impact or other pressure, with or without the application of heat, e.g. cladding or plating
    • B23K20/22Non-electric welding by applying impact or other pressure, with or without the application of heat, e.g. cladding or plating taking account of the properties of the materials to be welded
    • B23K20/227Non-electric welding by applying impact or other pressure, with or without the application of heat, e.g. cladding or plating taking account of the properties of the materials to be welded with ferrous layer

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Extraction Processes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 200485 KLASSE 49/. GRUPPE
JEAN-BAPTISTE CLAMENS in PARIS.
Kupferplattierte Stahlfäden. Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Januar 1906 ab.
Die bekannten kupferplattierten, durch Ausziehen plattierter Blöcke erzeugten Stahlfäden zeigen den Mangel, daß beim Ziehen der Fäden die dünne Kupferhaut bisweilen an einzelnen Stellen reißt und der bloßgelegte Stahlkern von eindringendem Rost durchfressen wird.
Dieser technische Mangel wird bei vorliegender Erfindung im wesentlichen dadurch
ίο beseitigt, daß die Stahlfäden außer der äußeren Kupferbekleidung noch eine zweite zwi-■ sehen einem äußeren Stahlmantel und dem Stahlkern liegende innere kupferne Schutzschicht aufweisen, die sehr dünn hergestellt werden kann, weil sie gegen das Reißen beim Ausziehen durch die harte, widerstandsfähige Stahlhülle geschützt ist, und trotzdem das Durchrosten des Fadens verhindert, da der Rost höchstens die äußere Stahlhülle angreifen kann, dann aber durch die innere Kupferschicht aufgehalten wird.
Die Herstellung der neuen Stahlfäden geschieht beispielsweise wie folgt:
Scheiben (oder Platten) aus besonders weichem Martinstahl von beliebigem Durchmesser (z. B. 30, 40, 50 oder 60 cm) und beliebiger Dicke (z. B. 15, 2.0, 25 oder 50 mm) werden durch Beizen und Schleifen mit einer fehlerfreien Oberfläche versehen und zur Vermeidung der Oxydation beim Schweißen . mit Kupfer, Zinn oder Zink galvanoplastisch überzogen. Sodann werden aus gegossenem elektrolytischem Kupfer durch Strecken und' Zerschneiden Scheiben von verschiedener Dicke
(z. B. Y2, i, 1Y2, 2 mm) und einem die Stahlscheiben um 8 mm übersteigenden Durchmesser hergestellt. Diese Kupferscheiben werden an den Rändern so umgebördelt, daß sie die Stahlscheiben mit einem etwa 4 mm hohen Rand umfassen und jede gegenseitige Ver-Schiebung beider verhindern. Auf der einen Seite der Stahlscheibe, welche die Außenseite des späteren Metallfadens bilden soll, proportioniert man das Kupfer zu 4, 6, 8 oder 10 Prozent, auf der anderen Seite, die nur zum Verschweißen mit dem Stahlkern φ dienen soll, mit 1 bis 2 Prozent.
Nun packt man eine Anzahl solcher mit Kupferscheiben bedeckter Stahlscheiben aufeinander, indem man zur Vermeidung des Zusammenschweißens Eisenblech zwischenlegt und die Platten gut aufeinander befestigt, erhitzt die Säule dann auf 800 bis 900 ° und bringt sie unmittelbar darauf in die hydraulische Presse, um die Stahl- und Kupferscheiben miteinander zu verschweißen.
Nach völligem Abkühlen werden die verschweißten Scheiben gereinigt und sofort auf der hydraulischen Presse zu becherförmigen Hohlgefäßen von 100 bis 150 mm äußerem Durchmesser, 200 bis 250 mm Höhe und 80 bis 90 mm innerem Durchmesser geformt, wobei die 4, 6, 8 und 10 Prozent Kupfer nach außen, die 1 bis 2 Prozent Kupfer nach innen kommen müssen.
In diese Hohlgefäße werden dann Kerne aus besonders weichem Stahl gesteckt, die denselben Durchmesser wie der Innenraum
des Bechers und eine etwas größere Länge besitzen und vorher sorgfältig gebeizt und mit dünner Kupferhaut überzogen sein müssen.
Nun werden die Stücke wieder genügend erhitzt — sie haben dann einen Durchmesser von 150 mm, eine Länge von 200 bis 300 mm und ein Gewicht von etwa 40 kg — und in üblicher Weise durch runde Ziehlöcher auf 45 mm Durchmesser gebracht. Man beginnt mit dem vollen Ende des Hohlkörpers, damit das Metall sich besser über den Kern verteilt. Durch dieses allmähliche Ausziehen wird zugleich der Hohlkörper mit dem Kern verschweißt. Das weitere Ausziehen auf 4, 5 oder 6 mm geschieht in üblicher Weise. Die Metallfäden lassen sich leicht auf jeden Durchmesser ausziehen, zeigen eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Oxydation, können vergoldet, versilbert und für alle bekannten Industriezwecke verwendet werden.
An Stelle von Kupfer lassen sich auch andere Metalle oder Metallegierungen verwenden, die von Rost nicht angegriffen werden und eine gute Adhäsion zwischen den Stahlflächen der Hülle und des Kerns ermöglichen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Kupferplattierte, durch Ausziehen plattierter Blöcke erzeugte Stahlfäden, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlfäden außer der äußeren Kupferbekleidung noch eine zweite zwischen einem äußeren Stahlmantel und dem Stahlkern liegende innere kupferne Schutzschicht aufweisen.
    6ERL1N. Gedrückt in der reichsdrückereI.
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