DE66853C - Einrichtung zur Herstellung von Käse - Google Patents

Einrichtung zur Herstellung von Käse

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DE66853C
DE66853C DENDAT66853D DE66853DA DE66853C DE 66853 C DE66853 C DE 66853C DE NDAT66853 D DENDAT66853 D DE NDAT66853D DE 66853D A DE66853D A DE 66853DA DE 66853 C DE66853 C DE 66853C
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Germany
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DENDAT66853D
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H. OHL in Babenhausen, Hessen
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J25/00Cheese-making
    • A01J25/11Separating whey from curds; Washing the curds
    • A01J25/115Separating whey from curds; Washing the curds by discontinuous separation

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Dairy Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft Einrichtungen zur Fabrikation von Weich- und Vollmilchkä;;en, durch deren Anwendung die Käsefabrikafion vereinfacht und durch die hieraus folgende Ersparung an Arbeitskräften verbilligt wird, wobei gleichzeitig die Fabrikation der Käse reinlicher wird, da diese Käse weniger in die Hände von Arbeitern kommen.
Nach dem bekannten Fabrikationsverfahren woi Weich- und Vollkäsen werden die Käse, nachdem die Milch in hohe Gefäfse gefüllt und die Molke auf der einen Seite gänzlich abgeilossen ist, zunächst in diesen hohen Gefäfsen einzeln mit der Hand gewendet, damit die Molke auch von der anderen Seite gänzlici abfliefst. Hierbei setzen sich die Käse bis etv/a auf die halbe Höhe der eingefüllten Milch, und nachdem dies geschehen, werden dieselben mit der Hand einzeln aus den hohen Gefäfsen genommen und in Ringe von halber Höhe gesetzt.
Endlich werden die Käse, nachdem sie in düsen Ringen etwas fest geworden, wieder mit de: Hand einzeln aus diesen Ringen herausgenommen und auf die Bretter gesetzt, auf deien die Käse gesalzen und getrocknet werde 1 bezw. zur weiteren Bearbeitung gelangen.
Das bei dem vorbeschriebenen Fabrikationsve: fahren erforderliche Wenden der einzelnen Ke se in den hohen Gefäfsen, das einzelne Umsetzen der Käse aus den hohen Gefäfsen in niedere Ringe und das einzelne Herausnehmen de- Käse aus diesen Ringen und das Setzen de: Käse auf Bretter von Hand wird durch die vorliegende Erfindung auf einfache Weise auf mechanischem Wege, und zwar derart bewirkt, dafs eine grofse Anzahl, bis zu 400 Käse und mehr, ohne dafs sie in die Hand eines Arbeiters kommen, auf einmal bearbeitet und fertiggestellt werden.
Beiliegende Zeichnung stellt eine Ausführungsform der Einrichtungen dar, welche zu der Bearbeitung der Käse erforderlich sind.
Fig. 1 stellt den Haupttheil der Einrichtung, einen zweitheiligen Kasten, im verschlossenen Zustande in Seitenansicht und Fig. 2 in Endansicht dar. Die Fig. 3, 4 und 5 zeigen den in Fig. ι und 2 dargestellten Kasten im geöffneten Zustande, und zwar Fig. 3 in Aufsicht, Fig. 4 im Längsschnitt und Fig. 5 im Querschnitt; die Fig. 6 stellt endlich einen der zweitheiligen Behälter zur Aufnahme der Milch in vergröfsertem Mafsstabe im senkrechten Längsschnitt dar.
Wie aus den Zeichnungen ersichtlich, bestehen die Einrichtungen aus einem zweitheiligen Kasten A B, der mit getheilten Zapfen D E in Lagern F ruht, die auf dem Boden oder einer besonderen Platte festgeschraubt sind.
Die beiden Theile A und B des Kastens können, wie in der Zeichnung veranschaulicht, durch das Einschieben von Stangen G in offene Scharniere H oder auf sonst geeignete Weise mit einander verbunden werden.
Um den .zweitheiligen flachen Kasten A B in der waagrechten Lage feststellen zu können, ist bei der veranschaulichten Ausführung an einem Hebel P eine waagrechte Stange O befestigt, welche sich in der aus den Fig. 1, 2 und 4 ersichtlichen, nach oben geklappten Stellung unter den Boden des Kastens A B
legt und dadurch ein Drehen desselben um die Zapfen D E verhindert.
Auf einen der Zapfen D oder E kann eine Kurbel zum Drehen des Kastens A B aufgeschoben werden. Im vorliegenden Falle läuft der Zapfen E in ein Vierkant aus. Boden und Deckel des zweitheiligen Kastens sind mit Löchern M versehen.
Der vorbeschriebene Kasten A B findet bei der Fabrikation von Käse auf folgende Weise Verwendung:
In dem geöffneten Kasten A B werden, wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich, die aus zwei Theilen bestehenden Behälter / (s. Fig. 6) auf Binsendecken K und Käsetücher L eingestellt. Hierauf wird in die Behälter / in der gebräuchlichen Weise die zu Käse zu verarbeitende Milch eingefüllt, sodann die oberen Enden der Behälter / mit einem Käsetuch L1 und einer Binsendecke K1 bedeckt und endlich die obere Hälfte A des Kastens A B auf die untere Hälfte B geklappt und beide Theile auf beliebige Weise, in vorliegendem Falle durch die offenen Scharniere H und Stangen G, fest mit einander verbunden.
Ist die Molke aus den Gefäfsen / durch das Käsetuch L, die Binsendecke K und die Löcher M im Boden des Kastentheiles B abgeflossen, so wird die Sicherung, Hebel P und Stange O, welche den Kasten A B in seiner waagrechten Lage festhalten, nach unten geklappt und der Kasten vermittelst einer auf das Vierkant des Zapfens E geschobenen Kurbel um die Zapfen D E gedreht. Wenn dies erfolgt ist, wird durch das Nachobenklappen des Hebels P mit Stange O der Kasten A B wieder in seiner waagrechten Lage festgestellt.
In dieser Lage fliefst nun die etwa noch in den Käsen enthaltene Molke von der anderen Seite der letzteren durch das jetzt unten befindliche Käsetuch L\ Binsendecke K1 und durch die Löcher M in dem Deckel des Kastentheiles A ab.
Hat das Abfliefsen von Molke gänzlich aufgehört, so wird nach einiger Zeit der Kasten A B geöffnet. Der Inhalt der Behälter / nimmt nun nur noch etwa die Hälfte des ursprünglichen Raumes ein. Das jetzt erforderliche Herausnehmen der Käse aus den Behältern / und das Setzen derselben in Ringe und auf Bretter geschieht folgendermafsen:
Zunächst werden sämmtliche oberen Theile der zweitheiligen Behälter / abgenommen; die Käse sitzen dadurch ohne Weiteres in niederen Ringen, in welche sie nach dem bekannten Verfahren erst von Hand aus den hohen Behältern gebracht werden mufsten.
Alsdann werden auf das obere Ende der Behälter / Bretter N gedeckt (s. Fig. 5), welche beim Schliefsen des Kastens durch geeignete Einrichtungen in vorliegender Ausführung durch eine Aussparung R in den senkrechten Seitenwänden der Kastentheile A und B fest auf den oberen Enden der Behälter / erhalten werden. Nach dem nun erfolgenden Drehen des Kastens um die Zapfen D und E kommen die niederen Ringe / mit den Käsen auf die Bretter N zu stehen und werden mit diesen nach dem Oeffnen des Kastens AB herausgenommen und, nachdem die Ringe / entfernt sind, zum Trocknen, Salzen und der weiteren Bearbeitung in Gestelle gebracht. Die Käse liegen dabei in ganz bestimmten Abständen und schoner auf den Brettern N, als wenn sie von der Hand des geschicktesten Arbeiters darauf gesetzt worden wären.
Durch die vorbeschriebene mechanische Be^ arbeitung erhalten die Käse ein aufserordentlich schönes und gleichmäfsiges Aussehen,

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Einrichtung zur Herstellung von Weich- und Vollmilchkäsen, gekennzeichnet durch einen drehbaren, in seiner waagrechten Lage feststellbaren zweitheiligen Kasten (A B) zur Aufnahme und zum Wenden der Milchgefäfse (I), welche aus zwei Theilen zusammengesetzt sind, so dafs nach zweimaligem Drehen des Kastens und nach vollständigem Ablaufen der Molke die oberen Hälften der Gefäfse / abgenommen werden können und die Käse in den unteren Ringen von / sitzen, worauf die Käse nach festem Auflegen von Brettein (N) und nach dem Wenden des Kastens (A B) in bestimmten Abständen auf die Bretter N zu liegen kommen, wo sie nach dem Abheben der Ringe / zum Trocknen, Salzen bezw. zur sonstigen weiteren Bearbeitung verbleiben.
    Hierzu r Blatt Zeichnungen.
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