DE665331C - Anordnung zur selbsttaetigen Regelung der Betriebsgroessen von elektrischen Maschinen mittels im Erregerkreis angeordneter gittergesteuerter Dampf- oder Gasentladungsstrecken - Google Patents

Anordnung zur selbsttaetigen Regelung der Betriebsgroessen von elektrischen Maschinen mittels im Erregerkreis angeordneter gittergesteuerter Dampf- oder Gasentladungsstrecken

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DE665331C DEA74224D DEA0074224D DE665331C DE 665331 C DE665331 C DE 665331C DE A74224 D DEA74224 D DE A74224D DE A0074224 D DEA0074224 D DE A0074224D DE 665331 C DE665331 C DE 665331C
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    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05FSYSTEMS FOR REGULATING ELECTRIC OR MAGNETIC VARIABLES
    • G05F1/00Automatic systems in which deviations of an electric quantity from one or more predetermined values are detected at the output of the system and fed back to a device within the system to restore the detected quantity to its predetermined value or values, i.e. retroactive systems

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Description

  • Anordnung zur selbsttätigen Regelung der Betriebsgrößen von elektrischen Maschinen mittels im Erregerkreis angeordneter gittergesteuerter Dampf- oder Gasentladungsstrecken Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Anordnung zur selbsttätigen Regelung von Betriebsgrößen elektrischer Maschinen, welche z. B. sowohl für Gleich- oder Wechselstromgeneratoren als auch für irgendein Netz, sofern der das Netz speisende Generator zugänglich ist, verwendbar ist. Die zu regelnde Betriebsgröße des Generators bzw. des Netzes, beispielsweise die Spannung oder der Strom, soll dabei in engen Grenzen konstant gehalten werden.
  • Es sind bereits derartige Regeleinrichtungen bekanntgeworden, welche mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrekken arbeiten und bei denen "beispielsweise jede Abweichung der zu regelnden Spannung von einem vorbestimmten Wert dazu benutzt wird, die Phasenverschiebung zwischen der Gitterspannung der Entladungsstrecken gegenüber der Anodenspannung derart zu ändern, daß der dem Erregerkreis des Generators zugeführte Strom in entsprechendem Sinne geändert wird.
  • Es sind ferner noch Anordnungen bekanntgeworden, bei denen eine Regelung von Generatoren mit Hilfe von Entladungsstrecken dadurch herbeigeführt wird, daß in Abhängigkeit von einer an einer aus verschiedenartil;en Scheinwiderständen bestehenden Brükkenanordnung erzeugten Spannung auf zwei gegenläufig regelnden Steuerwegen die eine oder andere Entladungsstrecke voll geöffnet bzw. gänzlich gesperrt ist. Bei Verschiebung des Brückengleichge"vichtes weist daher die Gitterspannung einen Phasensprung von angenähert i 8o' auf. Diese Regelung ist naturgemäß sehr grob und gibt leicht zu Pendelungen des Generators Anlaß. Die vorliegende Erfindung kann im Gegensatz hierzu eine beliebig freie Einstellung der Regelgrenzen und damit eine wesentlich größere Konstanz der Regelung selbst herbeiführen. Die im Erregerkreis der elektrischen Maschine angeordneten gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken werden in Abhängigkeit von der Phasenverschiebung einer Gitterwechselspannung, die einem aus verschiedenartigen Scheinwiderständen bestehenden Spannungsteiler entnommen wird, geändert. Die Spannungsteileranordnung wird auf zwei gegenläufig regelnden Steuerwegen von der zu regelnden Größe beeinflußt. Erfindungsgemäß werden in diese beiden gegenläufig regelnden Steuerwege Hilfsentladtuigsstrecken oder mechanische Schaltmittel eingeschaltet, die es gestatten, die Größe vorzugsweise eines Scheinwiderstandes der Spannungsteileranordnung ini einen oder anderen Sinne so zu beeinflussen, daß die Phasenlage der den Hauptentladungsstrecken zugeführten Steuerwechselspannung in beliebig einstellbare. Grenzen iin Sinne einer Vor- oder Nacheilun,' geändert wird. Dabei sind in den SteuesJ kreisen der Hilfsentladungsstrecken lichtelel-" trische Zellen vorgesehen, bei deren Leiten werden entweder der eine oder der andere der beiden gegenläufig regelnden Steuen vege freigegeben wird.
  • Die beiliegenden Zeichnungen mögen zur Erläuterung des Erfindungsgedankens dienen. In dein Ausführungsbeispiel nach Abb. i sind lichtempfindliche Zellen 9 und 1.1 in einer derartigen Lage gegenüber einem von der zti regelnden Spannung abhängigen, in der Abbildung nicht dargestellten Galvanometer angeordnet, daß ein Anwachsen der zu regelnden Spannung über den vorgeschriebenen mittleren Wert eine derartige Bewegung des reflektierten Lichtstrahles bewirkt, daß dieser beispielsweise die Zelle 9 trifft, und daß umgekehrt eine Verminderung der Netzspannung eine Bewegung des reflektierten Lichtstrahles in der umgekehrten Richtung auslöst und dabei bewirkt, daß er die Zelle 9 verläßt und die Zelle 14 trifft. In der Zeichnung ist i die Primärwicklung eines Transformators, welcher die V erstärkerkreise der Photozellen 9 und 14 speist. Seine Sekundäiwicklung 2 speist die Gittersteuerkreise der Hilfsentladungsstrecken io und 16, welche gebräuchliche Dreielektrodenröhren sein können. Die Sekundärwicklungd versorgt die Anodenkreise der Entladungsstrecken io und i (i. Vermittels der in Potentioineterschaltung angeordneten Widerstände 5 und 6 kann die Gittervorspannung der Entladungsstrecke io bzw. 16 eingestellt werden. Die Steuergitter dieser beiden Entladungsstrecken sind über Strombegrenzungswiderstände 8 bzw. 15 sowie die beiden Photozellen 9 bzw. Id. an die Steuerspannung angeschlossen. Im Anodenkreis der beiden Entladungsstrecken sind iin Falle des Ausführungsbeispiels der Einfachheit halber empfindliche Relais 1 2 bzw. 18 angeordnet, welche ansprechen, wenn ein Anodenstrom in der entsprechenden Entladungsstrecke io bzw. 16 fließt. Die Wicklungen dieser Relais sind durch Kondensatoren i i bzw. 17 überbrückt, welche die Aufgabe haben, die Spannung in den Relais 12 bzw. 18 während der in bezug auf die betreffende Entladungsstrecke negativen Halbwelle der von der Sekundärwicklung d. gelieferten Spannung so weit aufrechtzuerhalten, daß die Relais 1 2 und 18 während dieser Halbwelle am Abfallen verhindert werden. Die von den Relais 12 bzw. 18 betätigten Kontakte i9 bzw. 2o dienen zum Kurzschließen verschiedener Teile des Widerstandes 21, 22, 23, auf den weiter unten eingegangen wird. Statt der mechanischen Relais, die wegen der einfachen Darstellungs-# Sveise in der Zeichnung angegeben sind, könien natürlich auch an sich bekannte rein elekt`rische Übertragungsanordnunget1 zur An-@.,t«tndutig gelangen, was jedoch für das Wesen "der vorliegenden Erfindung ohne Belang ist.
  • Fällt nun ein Lichtstrahl vorn Galvanoineter auf die Photozelle 9, so wird das Gitterpotential der Entladungsstrecke i o über den negativen Wert, der durch das Potentiometer 5 eingestellt ist, hinaus ansteigen und einen Stromdurchgang durch die Entladungsstrecke io bewirken, während vorher die am Potentiometer 5 eingestellte Vorspannung allein den Stromdurchgang verhindert hat. Die Kontakte i 9 und 2o sind derart angeordnet, daß i9 seinen Stromkreis bei Stromdurchgang durch die Entladungsstrecke 16 schließt, während 2o seinen Stromkreis hei Stromdurchgang durch die Entladungsstrecke io öffnet.
  • Es sind nun weiterhin zwei Dampf- oder Gasentladungsstrecken, vorzugsweise Ouecksilberdanipfentladungsstrecken, vorgesehen, welche aus einem Transformator mit der Primärwicklung 26, 27 gespeist werden. Diese Entladungsstrecken liegen ini Stromkreis einer Wicklung 37, welche beispielsweise die Feldwicklung des Wechselstromgenerators ist, dessen Spannung geregelt werden soll, oder auch die Feldwicklung einer Hilfserregermaschine, welche ihrerseits die Erregerwicklung des Hauptgenerators speist. Die Sekundärwicklung des Speisetransformators für diesen Stromkreis 31, 32 ist mittelangezapft, und die beiden Entladungsstrecken 34,36 sind in Zweiweggleichricliterschaltung angeordnet, so daß die Wicklung 37 mit gleichgerichtetem Strom gespeist wird. Die Gitterspannung der beiden Entladungsstrecken 3.4, 36 wird der Sekundä rwicklung 28, 29 eines besonderen Gittertransformators entnommen, gegebenenfalls Tiber Strombegrenzungswiderstände 33, 35. Die Primärwicklung des Gittertransformators ist mit dein einen Ende an die Mittelanzapfung der Primärwicklung z6, 27 des Haupttransformators angeschlossen, während das andere Enrle mit der gemeinsamen Klemme eines Kondensators 24 und eines Ohtnscheir Widerstandes 21, 22, 23 verbunden ist, welche in Spannungsteilerschaltung zwischen den Kleinnien der die Anodenspannung der Entladungsstrecken 3.4, 36 liefernden Spannung 38 geschaltet sind; die Spannung 38 ist vorteilhaft eine konstante und von der zu regelnden Spannung unabhängige Hilfsspannung. Die Phase der Spannung an der Primärwicklung 25 des Gittertransformators kann daher in einfachster Weise durch Änderung eines der Scheinwiderstände der Spannungsteilerschaltung verschoben werden; im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist als veränderlicher Widerstand der Ohmsche @Viderstand 21, 22, 23 vorgesehen.
  • Die Abb. 2 zeigt das Vektordiagramm der durch den Spannungsteiler 21, 22, 23, 24 und die Transforniatorwicklung 25 gebildeten Brückenanordnung. Es sei 0A die Spannung der Sekundärwicklung 26, OB die der Wicklung 2;. AC ist die Spannung am Widerstand 2i, 22, 23 und CB die Spannung am Kondensator 24. 0C stellt die Spannung der Wicklu11g 25 des Gittertransformators dar. Der geometrische Ort des Vektorendpunktes C ist der Halbkreis ACB; daher kann durch Änderung der Größe von AC die Phasenbezieliung zwischen 0C und 0A bzw. OB geändert «-erden. Die Phase der Gitterspannung 28 kann also gegenüber der Anodenspannung 31 leicht geändert werden und ebenso die der Gitterspannung 29 gegenüber der A11odenspannung 32.
  • Es ist leicht' einzusehen, daß, wenn die Photozellen 9 und 14. räumlich so angeordnet sind, daß bei der Sollspannung keine der beiden Zellen vorn Lichtstrahl getroffen wird, auch keine der beiden Entladungsstrecken io oder 16 Strom führt, der Kontakt 2o daher geschlossen und der Kontakt ig geöffnet ist, cl. 1i. der Teilwiderstand 21 ist kurzgeschlossen. Durch geeignete Wahl der Widerstandsgröße der Teilwiderstände 22 und 23 und durch entsprechende Einstellung des in Reihe zu der Erregerwicklung 37 angeordneten Feldwiderstandes 39 läßt sich der Erregerstroh der Feldwicklung 37 dabei so einstellen, daß die richtige Spannung gerade vom Generator geliefert wird.
  • Die Alb. 3 und .I zeigen schematisch den Vorgang der Steuerung des durch die Entladungsstrecken 34 und 36 fließenden Stromes. 1 stelle das Anodenpotential beispielsweise der Röhre 34, dar, 1I sei die kritische Gitterspannung dieser Entladungsstrecke und III die von der Sekundärwicklung 28 gelieferte tatsächliche Gitterspannung. Diese Spannung eilt der Anodenspannung I um einen Betrag nach, der durch die Konstanten der Brückenailordnung festgelegt ist. Die Entladungsstrecke 34. wird stromführend, sowie die Spannung III die Kurve der kritischen Gitterspannung II schneidet (Punkt a). Der schraffierte Teil der Anodenspannungskurve stellt daher den Teil dar, in welchem die Entladungsstrecke 34 stromführend ist. Steigt die Generatorspannung an, so wird der Kontakt 20 geöffnet, der Widerstand 2o in die Brücke eingeschaltet und damit die Phasennacheilung der Gitterspannung gegenüber der Anodenspannung vergrößert (Abb. 4.). Die Entladungsstrecke 34 ist daher nur noch Während eines kleinen Teiles der Halbwelle leitend, so daß der mittlere Erregerstrom des Generators herabgesetzt wird. Fällt jedoch die Generatorspannung zuviel, so wird die Photozelle 14 belichtet, der Kontakt i9 geschlossen und damit außer dein Teilwiderstand 21 auch der Teilwiderstand 22 kurzgeschlossen. Die Gitterspannung wird dadurch im Sinn einer Voreilung phasenverschoben, die Dauer der Leitfähigkeit der Entladungsstrecken über einen großen Teil der positiven Halbwelle erstreckt und damit die Erregung und die Generatorspannung wieder erhöht.
  • Abb. 5 zeigt eine Abwandlung der in Abb. i gezeigten Anordnung. Zur Steuerung der Phasenschieberbrücke ist dort anstatt der Photozellenanordnung ein empfindliches Relais .Io verwendet, das ebenfalls an die die Gleichrichteranordnung speisende Wechselstromquelle 38 angeschlossen ist. welche nicht mit dem zu regelnden Netz identisch sein soll. Steigt die Generatorspannung, so schließt das Relais einen Teil der Drosselspule .41 kurz und bewirkt damit eine Phasenverschiebung der Gitterspannung im Sinn einer Nacheilung, wie oben beschrieben. Fällt die Generatorspannung, so schließt das Relais .Io einen Teil des Widerstandes 42 kurz und bewirkt damit eine Voreilung der Gitterspannung und somit ein Höherregeln der Erregung.
  • Die beschriebene Art der Regelung ist natürlich nicht auf die Beeinflussung der Spannung eines Generators beschränkt, sondern kann natürlich auch sinngemäß auf die selbsttätige Regelung sonstiger Betriebsgrößen von elektrischen Maschinen bzw. den mit diesen Maschinen zusanuneirarbeitenden Netzen angewandt «-erden.

Claims (2)

  1. PATENTAVSPRÜCHr: i. Anordnung zur selbsttätigen Regelung der Betriebsgrößen von elektrischen Maschinen mittels im Erregerkreis angeordneter gittergesteuerter Dampf- oder Gasentladungsstrecken, deren Stromdurchlässigkeit durch Phasenverschiebung einer Gitterwechselspannung in einer aus verschiedenartigen Scheinwiderständen bestehenden Spannungsteileranordnung geändert wird, welche auf zwei gegenläufig regelnden Steuerwegen von der zu regelnden Größe beeinflußt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in den beiden gegenläufig regelnden Steuerwegen Hilfsentladungsstrecken oder mechanische Schaltmittel vorgesehen sind, welche die Größe vorzugsweise eines Scheinwiderstandes der Spannungsteileranordnung im einen bzw. anderen Sinne derart beeinflussen, claß die Phasenlage der den Hauptentladungsstrecken zugeführten Steuerwechselspannung in beliebig einstellbaren Grenzen im Sinne einer Voreilung bzw. Nacheilung geändert wird, und daß ferner in den Steuerkreisen der Hilfsentladungsstrecken lichtelektrische Zellen vorgesehen sind, bei deren Leitendwerden entweder der eine oder der andere der beiden gegenläufig regelnden Steuerwege freigegeben wird.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß ein empfindliches Relais vorgesehen ist, dessen Kontaktglied bei Abweichungen der Betriebsgröße von dein Sollwert in der einen oder der anderen Richtung entweder den einen oder den anderen Zweig der in dein Steuerkreis der Hauptentladungsstrecken angeordneten Spannungsteileranordnung teilweise kurzschließt.
DEA74224D 1933-10-03 1934-10-03 Anordnung zur selbsttaetigen Regelung der Betriebsgroessen von elektrischen Maschinen mittels im Erregerkreis angeordneter gittergesteuerter Dampf- oder Gasentladungsstrecken Expired DE665331C (de)

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