-
Regenmantel aus wasserabweisendem Papier Die Erfindung betrifft einen
aus Pergamentpapier oder anderem wasserabweisenden Papier hergestellten Regenmantel,
der aus drei zusammenhängenden aneinandergefalteten Bahnen, einer Rückenbahn und
zwei übereinanderzuklappenden Vorderbahnen, besteht.
-
Regenmäntel dieser Art müssen mit Verschlußmitteln versehen werden,
da die Mantelbahnen infolge der geringen Nachgiebigkeit ihres Materials zum Aufklaffen
geneigt sind und sich nicht von selbst `,vie Tuch an den Körper anschmiegen. Es
ist aber nicht ohne weiteres möglich, die in der Bekleidungsindustrie üblichen Verschlußmittel,
insbesondere angenähte Knöpfe und eingenähte Knopflöcher oder Haken und äsen, zu
verwenden, weil sich diese in der üblichen Art an dem Papierstoff des Mantels nicht
anbringen und auch nicht handhaben lassen.
-
Gemäß der Erfindung wird ein wirksamer, leicht zu bedienender und
leicht herstellbarer Verschluß durch Gummi- oder Schnurschlaufen geschaffen, die
unter Vermittlung eines Pappknebels am inneren Längsrand der einen Vorderbahn angeklebt
und durch ein Loch in dieser Vorderbahn nach außen hin durchgezogen sind und die
durch an der inneren Längsseite der andern Vorderbahn angebrachte Knöpfe beim Schließen
des Mantels herumgelegt werden. Zur Ermöglichung der Handhabung der Verschlüsse
dient ein in Brusthöhe liiegencter Schlitz an der einen Vorderbahn des Mantels.
Die Befestigung des Pappknebels, der die Verschlußschlaufe trägt, erfolgt nach der
Erfindung dadurch, daß der Pappknebel in einen Papierumschlag mit verschieden langen
Umschlagschenkeln eingeklebt ist, dessen beide Schenkel auf die Innenseite des Mantels
aufgeklebt sind.
-
Eine gleichartig ausgebildete und angeklebte Schlaufe kann auch dazu
verwendet werden, eine kapuzenartige, mit Knöpfen ausgestattete Kopfbedeckung mit
dem Mantel zu verbinden.
-
Die Verschlüsse gemäß der Erfindung könnten infolge der Materialsprödigkeit
und des Gewichtes des Mantels zu stark bean= sprucht werden, wenn .die vorderen
Mantelbahnen mit ihrem ganzen Gewicht nur längs der Schulternähte an der. Rückenbahn
befestigt wären. Gemäß der Erfindung wird die auf die Verschlüsse ausgeübte Beanspruchung
dadurch vermindert, daß eine Schnur, die mit ihren Enden in die oberen Ränder der
übereinandergreifenden Flügel der Vorderbahn eingelegt ist, mit ihrem mittleren
Teil in den oberen Rand der Rückenbahn eingeklebt ist, wobei die zu dieser Verklebung
dienende Auflage zugleich eine Nackenversteifung bildet.' Auf der Zeichnung zeigt
Abb. i den Grundzuschnitt des eigentlichen -Mantels,
Abb. 2 eine
Ansicht des fertigkonfektionierten Mantels, von vorne gesehen, Abb.3 von hinten
gesehen.
-
Abb. q. bis 7 zeigen in drei Ansichten di*; Verschlußschlaufen.
-
Abb. 8 bis i i zeigen in Ansichten nüä. Schnitten die zugehörige Kopfbedeckung.
Abb. 12 zeigt die Verbindung der Kopfbedeckung mit dem Mantel.
-
Ein rechteckiger Zuschnitt i aus wasserabweisendem Papier wird, nachdem
die Ränder q. und 5 durch Umlegen auf die als Innenseite des Mantels bestimmte Fläche
und Festkleben mit wasserfestem Leim verstärkt sind, wie punktiert angedeutet ist,
längs senkrechter Linien 6 gefaltet," so daß eine Rückenbahn 7 und zwei Vorderbahnen
8 entstehen. Nach Auflegen je, einer Vorderbahn 8 auf die Rückenbahn 7 werden die
die Schulterrundung 9 (Abb. 2) bildenden Ausschnitte 2 nach Schablone vorgenommen
und durch aufgelegte, beiderseits festgeklebte Streifen io verschlossen.
-
Zweckmäßig kann man beim Zuschnitt einen oberen Lappen i i vorsehen,
der nachher als Nackenschutz dienen und dessen Klappkante 12 durch einen innen aufgesetzten
Streifen verstärkt werden kann. Der obere Teil der Rückenbahn, der unterhalb des
Nackens zu liefen kommt, soll in der Hauptsache die Last des Mantels tragen. Er
wird durch eine aufgeklebte, etwa rechteckige Auflage 13 (Abb. 3) versteift, deren
roherer Teil i q. in erheblicher Breite doppelt liegt, indem der obere Rand in dieser
Breite nach innen umgefalzt ist. In den Falz wird eine Schnur oder .ein festes Band
15 eingelegt, dessen beide seitlich herausragende Enden in Falze eingelegt werden,
die durch Umlegen der oberen Flügel 3 (Abb. i) der Vorderbahnen 8 entstehen. Dadurch
also, daß die Flüge13 mit den eingelegten Schnur- oder Bandenden innen festgeklebt
sind, bilden die Schnur- oder Bandenden 15 eine sehr vorteilhafte Verstärkung der
oberen Ausschnittränder 16 der Vorderbahnen 8, und zwar in dem Sinne, daß durch
die Handhabungen des Mantels beim Öffnen und Schließen kein Ausreißen am Übergang
zur Rückenbahn stattfinden kann, sondern die Querbeanspruchungen des Materials sich
in Zugbeanspruchungen der Schnur umwandeln.
-
Die Klebbefestigung des die Sicherungsschnur tragenden ,oberen Rückenlappens
13 ist eine doppelt gesicherte, indem sowohl der umgelegte Randlappen 14 als auch
der darüber hinausragende Teil des Hauptlappens i3 an der Rückenbahn und außerdem
der Hauptlappen 13 am Umlegelappen 14 festgeklebt sind.
-
Auf dem gleichen Gedanken der doppelten Klebbefestigung beruht die
Anbringung der erforderlichen VerSchlußschlaufen. ,.Die Schlaufen 17 werden an Pappknebel
18 jobb. q.) angeknüpft, die einen mittleren ver-,se4mälerten Steg haben, was den
Vorteil hat, ,däß kein Einreißen des Materials durch die `'Schlaufenschnur zu befürchten
ist. Diese Pappknebel mit den Schlaufen werden an den passenden Stellen der einen
Vorderbahn, z. B. an der Innenseite der auf der Zeichnung linken Vorderbahn 8, angeklebt,
indem sie in ein um die Linie 19 gefalztes Papierstück 2o eingelegt und eingeklebt
werden, das seinerseits stufenartig derart an die Mantelbahn angeklebt wird, daß
der schmalere der beiden umgelegten Schenkel des Papierstückes @2o nach innen zu
liegen kommt; es wird also sowohl dieser Schenkel als auch der in Abb. 6 schraffiert
angedeutete Teil des andern Schenkels festgeklebt. Die Schlaufe 17, die durch
das Loch 2 i der Falzkante i 9 des Papierstückes 2o hindurchgezogen ist, ragt durch
ein Loch der Vorderbahn nach außen. Solcher Schlaufen 17 sind bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Abb-. 2 an der linken Vorderbahn 8 zum Verschließen des Mantels zwei angebracht,
die um die an der Innenseite der rechten Vorderbahn 8 angebrachten Pappknöpfe 22
herumgeschlungen werden. Eine weitere derartige Schlaufe 23 ist im Bereiche der
oberen Rückenbahn 13 vorgesehen, um die Kopfbedeckung festzuhalten und mit dem Mantel
zu verbinden.
-
An der die Schlaufen tragenden linken Vorderbahn 8 ist ein von oben
nach unten gerichteter, an .den Rändern durch innere Auflagen verstärkter Schlitz
24. zum Durchstecken des einen Arms zwecks Verschließens des Mantels und sonstiger
Handhabungen vorgesehen. Die eine Schlaufe 17, die zum Umschlingen des unteren Knopfes
22 bestimmt ist, tritt durch den Schlitz 24 nach außen.
-
Die dargestellte gegenseitige Lage der Schlaufen und Knöpfe hat, insbesondere
bei nassem Zustand des Mantels, erhebliche Bedeutung, indem die obere Schlaufe die
rechts gelegene Vorderbahn anzuheben sucht, die untere Schlaufe aber einen Gegenzug
ausübt und den Schlitz zu schließen bestrebt ist.
-
Die zugehörige, in Abb. 8 bis i 2 dargestellte kapuzenartige Kopfbedeckung,
die nicht Gegenstand der Erfindung ist, ist aus gleichem Stoff wie der Mantel hergestellt,
unter Verwendung eines rechteckigen Zuschnittes 25 (Abb. 8), der um die Linie 26
so gefaltet und an .den -dabei aufeinanderzuliegen kommenden Rändern 27 so verklebt
wird, daß gemäß Abb.9 eine tütenförmige, unten offene Kopfbedeckung 28 entsteht.
Von den beiden nach unten herausragenden dreieckigen Lappen wird der Lappen 29 der
die Rückseite
bildenden Wand teilweise nach oben umgelegt und festgeklebt
und dann mit einem Pappknopf 30 versehen, der zum Anhängen der Schlaufe 23
(Abb. 3) der Rückenbahn dient. Der herausragende Lappen 3 i der Vorderwand der Kopfbedeckung
kann zur Verstärkung ganz nach innen eingelegt werden, wenn er nicht herabhängend
zu ergänzendem Schutze gegen das Wetter benutzt wird. In den unteren Rand der Hinterseite
der Kopfbedeckung ist innen eine Schnur 32 eingeklebt, deren nach außen durchgezogene
Enden zum Festbinden der Kopfbedeckung unter dem Kinn dienen können. Durch das Durchziehen
der Enden nach außen wird ein Ausreißen der Schnur vermieden.