DE663227C - Verfahren und Vorrichtung zum Stauchen einer Biegewulst an Pappen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Stauchen einer Biegewulst an PappenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B31—MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
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- B31B50/00—Making rigid or semi-rigid containers, e.g. boxes or cartons
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Description
- Verfahren und- Vorrichtung zum Stauchen einer Biegewulst an Pappen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Stauchen einer Biegewulst an Pappen. Für diesen Zweck sind z. B. umlaufende Stauchvorrichtungen bekannt, bei denen je zwei Stauchbacken nur zufolge ihrer Drehbewegung nacheinander im Zusammenhang mit einem umlaufenden Unterstempel so wirken, daß die oberen Stauchbacken die Pappe in verschiedenen Winkeln angreifen und sie zur Wulst zusammenschieben. Die verschiedenen Winkel liegen dabei in senkrechter Ebene und bedingen eine Verschiebung der Stauchbacken während ihrer Staucharbeit, für die besondere Haltemittel vorgesehen sein müssen.
- Ferner ist eine Vorrichtung zum Stauchen einer Biegewulst in Pappe mit zwei senkrecht bewegten und nacheinander wirksamen Stauch- und Biegebacken bekannt, von denen bei jedem Stauchwerkzeug der eine Backen länger als der andere ist. Dadurch staucht -zunächst der eine Backen die Wulst auf seiner Seite an und erst später der andere, kürzere Backen auf seiner Seite die Wulst. Um so viel, wie der kürzere Backen dem längeren in der für die Staucharbeit wirksamen Bewegung nachbleibt, muß sich der längere Backen in seinem Gehäuse unter Aushebung einer auf ihn drückenden Blattfeder verschieben. Abgesehen von der Bruchgefahr, ist die Verwendung dieser Blattfeder deshalb unvorteilhaft, weil durch sie die Druckstärke des Backens auf die Pappe während des Stauchens einer Biegewulst bestimmt und begrenzt ist. Zur Herstellung einer einwandfreien Wulst bei dünnen Pappen mag sie ausreichen, zum Stauchen von stärkeren Pappen ist sie zu gering. Bei dieser bekannten Vorrichtung müssen sich die beiden Backen in ihrem zugehörigen Gehäuse etwas quer zur Längsrichtung der herzustellenden Wulst bewegen können. Durch diese freie Bewegung der beiden Stauchbacken wird eine scharfe Stauchung der Biegewulst aber mehr oder weniger in Frage gestellt. Ferner sind für die Bewegung des später wirksamen kürzeren Backens an jedem Ende desselben an seinem unteren Rande ein bogenförmiger Ansatz und für diese beiden Endenansätze im zugehörigen Unterstempel zwei eingearbeitete Mulden erforderlich, -#vodurkh.: die Herstellung der Vorrichtung verteu und die Anzahl ihrer Einzelteile vermeh?f; wird.
- Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zum Stauchen einer Biegewulst an Pappen mittels zweier senkrecht bewegter und nacheinander mit dem feststehenden Unterstempel zur Wirkung kommender Stauch- oder Biegebacken und besteht darin, daß die beiden Backen durch eine für jeden der Backen verschiedenartig ausgebildete Stauchrinne des Unterstempels nacheinander zur Wirkung kommen.
- Dadurch wird eine Vorrichtung zur Ausübung des Erfindungsverfahrens bedeutend einfacher als die bekannten Stauchvorrichtungen. Sie erfordert nicht mehr Mittel als die bisherigen oberen und unteren Stauch-bzw. Biegebacken ohne Anwendung von Federn, so daß eine sichere Wirkungsweise und eine lange Betriebsdauer gewährleistet ist. Durch die für jeden Stauchbacken verschiedenartig ausgebildete Stauchrinne des Unterstempels wird auch eine Verschiebung des zuerst zur Wirkung kommenden Stauchbackens dadurch, daß ein verschiedener, in waagerechter Ebene liegender Winkelangriff gegen das Werkstück erzielt wird, vermieden.
- Zum gleichzeitigen Stauchen zweier paralleler Biegewülste vom gleichen Werkstück werden gemäß der Erfindung zuerst die beiden äußeren Backen zur Wirkung gebracht, damit das zur Biegewulst erforderliche Werkstückmaterial nach der Mitte des Werkstükkes zu zusammengehalten wird, und danach erst die beiden inneren Backen, durch die das zusammengeschobene Werkstückmaterial an das Biegeschwert herangeholt und zur einwandfreien Stauchwulstbildung benutzt wird.
- Bei einer bekannten Vorrichtung zum gleichzeitigen Stauchen zweier paralleler Biegewülste am gleichen Werkstück wirken zuerst die beiden inneren Backen und danach die beiden äußeren Backen. Durch das Aufsetzen der inneren Backen auf das Werkstück wird' dieses festgehalten und bei deren Niedergang stark auf Dehnung beansprucht, so dali dünne und minderwertige Kartons reißen können.
- Eine Vorrichtung zur Ausführung des den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahrens wird zweckmäßig so ausgebildet, daß die Biege- oder Stauchrinne des Unterstempels auf der .dem später wirksamen Backen gegegenüberliegenden Seite tiefer ist als auf der dem zuerst zur Wirkung kommenden Backen gegenüberliegenden Seite, wodurch das Nacheinanderarbeiten der beiden Stauchbacken zustande kommt. Insbesondere wird die Stauchrinne derart ausgeführt, daß sie mit verschie-;,'tlen geneigten Schrägflächen versehen ist. ::';-,Auf der Zeichnung ist eine Vorrichtung ,;,zxzr" Ausführung des Verfahrens schematisch in einem senkrechten Schnitt dargestellt, und zwar werden mit der Vorrichtung zwei parallele Innenwülste erzeugt. Es sind zwei Oberstempel z, i' f mit Werkzeugen 2, 2' und 3, 3' und Stellschienen d., 4vorhanden, die in bekannter Weise miteinander verbunden und ausgebildet und daher auf der Zeichnung nicht näher dargestellt sind. Den beiden Oberstempeln i, i' sind ja Unterstempel oder Biegewürfel 5, 5' mit zwischengeführten Biegezungen oder Biegeschwertern 5a, 5v gegenübergestellt, die auf der Arbeitsseite je eine Biegerinne 6, 6' aufweisen.
- Die Werkzeuge 2, 3 und 2', 3' bilden zwischen sich einen in der Längsrichtung senkrecht zur Zeichenebene verlaufenden notenförmigen Hohlraum 7, 7', in den die Biegewulst nach dem Anstauchen zu liegen kommt.
- Erfindungsgemäß sind nun die Biegen innen 6, 6' j e auf der dem einen Werkzeug 3, 3' gegenüberliegenden Seite tiefer ausgearbeitet als auf der anderen Seite. Das ist bei dem dargestelltenAusführungsbeispiel dadurch geschehen, daß die Biegerinne durch Schrägflächen 8, 9 und 8', 9' begrenzt werden, die mit der Waagerechten verschiedenen Winkel bilden. Beispielsweise beträgt der von den Flächen 9, g' begrenzte Winkel ungefähr io° und der von den Flächen 8; 8' begrenzte Winkel ungefähr 2o °.
- Das Werkstück, bestehend aus dem Pappzuschnitt, ist mit W bezeichnet. Beim Niedergang der Stempel i, r' wird der Werkstoff zuerst zwischen dem Werkzeug 2 und der Fläche 8 bzw. dem Werkzeug 2' und der Fläche 8' gestaucht. Dadurch wird das Werkstück im Raum. zwischen den Werkzeugen 2, 2', also in der Mitte der Einrichtung, gewölbt. Beim weiteren Niedergang der Stempel i, i' wird der Werkstoff zwischen den inneren Werkzeugen 3, 3' und den entsprechenden Flächen 9, g' gestaucht, wobei Werkstoff vom gewölbten Teil der Pappe her herangeholt wird.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Stauchen einer Biegewulst an Pappen mittels zweier senkrecht bewegter und nacheinander mit dein feststehenden Unterstempel zur Wirkung kommender Stauch- oder Biegebacken, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Bakken (2, 3) durch eine für jeden der Bakken (2, 3) verschiedenartig ausgebildete Stauchrinne (6) des Unterstempels (5) nacheinander zur Wirkung kommen.
- 2. Verfahren nach Anspruch i zum gleichzeitigen Stauchen zweier paralleler Biegewülste am gleichen Werkstück, dadurch gekennzeichnet, daß zuerst die beiden äußeren Backen (2, 2') und danach die beiden inneren Backen (3, 3') zurWirkung gebracht werden.
- 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stauchrinne (6) des Unterstempels (5) auf der dem später zur Wirkung kommenden Backen (3) gegenüberliegenden Seite (bei 9) tiefer ist als auf der dem zuerst zur Wirkung kommenden Backen (2) gegenüberliegenden Seite (bei 8). ..
- Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stauchrinne (6) von verschieden geneigten Schrägflächen (8 bzw. 9) begrenzt ist.
- 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4. zum gleichzeitigen Stauchen zweier paralleler Biegewülste am gleichen Werkstück, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden äußeren Flächen (8, 8') der Stauchrinne (6) weniger tief ausgearbeitet sind als deren beiden inneren Flächen (9,9'), derart, daß die beiden äußeren Bakken (2, 2') vor den beiden inneren Bakken (3, 3') zur Wirkung kommen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN40426D DE663227C (de) | 1937-03-02 | 1937-03-02 | Verfahren und Vorrichtung zum Stauchen einer Biegewulst an Pappen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEN40426D DE663227C (de) | 1937-03-02 | 1937-03-02 | Verfahren und Vorrichtung zum Stauchen einer Biegewulst an Pappen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE663227C true DE663227C (de) | 1938-08-01 |
Family
ID=7348189
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN40426D Expired DE663227C (de) | 1937-03-02 | 1937-03-02 | Verfahren und Vorrichtung zum Stauchen einer Biegewulst an Pappen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE663227C (de) |
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1937
- 1937-03-02 DE DEN40426D patent/DE663227C/de not_active Expired
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