DE662162C - Verfahren zur Bearbeitung der Zahnflanken von Kegelraedern mit laengs gekruemmten Zaehnen mittels schraubenfoermigen Werkzeuges - Google Patents
Verfahren zur Bearbeitung der Zahnflanken von Kegelraedern mit laengs gekruemmten Zaehnen mittels schraubenfoermigen WerkzeugesInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Bearbeitung der Zahnflanken
von Kegelrädern mit längs gekrümmten Zähnen mittels schraubenförmigen Werkzeu-S ges (Schneckenfräser oder Schleifschnecke),
bei dem das sich mit dem Rohling verschraubende Werkzeug um den Planradmittelpunkt
geschwenkt wird.
Bei diesem Verfahren ist jedem Fräserzahn eine kurze Strecke der Zahnlänge zugewiesen,
die er vom Kopf bis zum Fuß fertigschneidet. Es entstehen dadurch auf der Zahnoberfläche
schmale Schneidspuren, welche dem Zahn ein mehr oder weniger schuppenartiges Aussehen geben und die, sofern höhere Anforderungen
an die Laufeigenschaften der Räder gestellt werden, durch nachträgliches Glätten entfernt werden müssen.
Es ist nun in erster Linie Aufgabe der vorliegenden Erfindung, durch eine vergrößerte
Zahl von Hüllschnitten möglichst glatte Flanken herzustellen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß dem Werkzeug eine zusätzliche geradlinige Bewegung in der Planradebene erteilt wird, oder mit
anderen Worten: die von den einzelnen Zähnen erzeugten Schnittspuren, die sich bei dem
älteren Verfahren verhältnismäßig scharf gegeneinander abgrenzen, werden durch eine
Zusatzbewegung des Werkzeuges um so viel verbreitert, daß sie sich an ihren Grenzen
überdecken, so daß Absätze und Unebenheiten vermieden werden.
Bei der Herstellung von Stirn- und Schraubenrädern mittels in Achsrichtung des Rohlings
bewegten Schneckenfräsers ist eine Kombination der. in Richtung der Zahnlücke erfolgenden Bewegung des Werkzeuges mit
einer axialen Zusatzbewegung zwar schon bekannt, jedoch wird mit dieser Zusatzbewegung
ein anderer Zweck verfolgt. Außerdem ist bei diesem Verfahren die Zahl der den Zahn in seiner Länge gestaltenden Hüllschnitte
schon durch die Wahl eines geeigneten Vorschubes beliebig zu vergrößern, während
die Zahl der auf die Zahnlänge bezogenen Hüllschnitte im vorliegenden Verfahren bisher
von der begrenzten Zahl der Fräserzähne abhängt.
Die günstige Wirkung der Zusatzbewegung des um die Planradmitte geschwenkten Werkzeuges
wird zweckmäßig noch dadurch erhöht, daß das Werkzeug während eines Durchschwenkvorganges
mehrmalig vor- und rückwärts verschoben wird, wodurch auch diejenigen Unebenheiten beseitigt werden, die
etwa bei der ersten Verschiebung noch nicht geglättet wurden.
Gemäß der weiteren Erfindung ist zur Ausübung des neuen Verfahrens eine Maschine
vorgesehen, bei welcher auf einer drehbaren Planscheibe eine in der Ebene dieser Scheibe
beliebig ein- und feststellbare Führung und darauf ein selbsttätig verschiebbarer Schlitten
mit einem als Drehteil ausgebildeten Werk zeugträger für das umlaufende Werkzeug»äi^
geordnet ist. J
Zweckmäßig wird die neue Maschine rriit
einer Teilvorrichtung für das Werkstück ausgerüstet, die ein Schalten von Zahn zu
Zahn ermöglicht. Bei dieser Ausbildung können neben schraubenförmigen auch scheibenförmige
Werkzeuge (Scheibenfräser und Schleifscheiben) verwendet werden. Diese Werkzeugarten sind nämlich wegen ihrer einfacheren
Form in manchen Fällen mit Vorteil zii verwenden, beispielsweise dann, Wenn in
geringen Mengen vorkommende Kegelradarten bearbeitet werden müssen, so daß die
besondere Herstellung eines kostspieligen Schneckenfräsers den Gestehungspreis derRäder
stärker beeinflußt als der Zeitverlust, der sich aus dem Schalten von Zahn zu Zahn
ergibt.
Die beiliegenden Abbildungen zeigen einzelne Beispiele für die Anwendung des Verfahrens
sowie der Maschine.
Abb. r zeigt einen kurzen, schraubenförmigen
Wälzfräser bzw. eine Schleifschnecke kegeliger Form beim Verzahnen oder Schleifen
eines Kegelrades mit gekrümmten Zähnen,. Abb. 2 zeigt einen kurzen, schraubenförmigen
Wälzfräser oder eine Schleifschnecke zylindrischer Form beim Verzahnen oder Schleifen eines Kegelrades mit gekrümmten
Zähnen.
Abb. 3 zeigt ein kurzes Werkzeug (Scheibenfräser
oder Schleifscheibe) beim Verzahnen eines Kegelrades mit gekrümmten Zähnen,
wobei die Werkzeugverschiebung mit der Berührungslinie zwischen Werkzeug und Planradebene
gleichgerichtet ist.
Abb. 4 zeigt den Querschnitt eines der Werkzeuge.
Abb. 5 zeigt ein anderes kurzes Werkzeug beim Verzahnen eines Kegelrades mit gekrümmten
Zähnen, wobei die Richtung der Werkzeugverschiebung mit der Berührungslinie zwischen Werkzeug und Planradebene
einen Winkel bildet.
Abb. 6 zeigt einen Längsschnitt durch die Fräsmaschine.
Abb. 7 zeigt die Teilvorrichtung der Maschine.
Abb. 8 zeigt die Vorrichtung zur Korrektur der Werkstückdrehung gegenüber dem
Werkzeug.
Abb. 9 zeigt den Schlitten auf der Planscheibe beim Verzahnen eines Stirnrades mittels
zylindrischen Wälzfräsers.
Abb. 10 zeigt den Schlitten auf der Planscheibe
beim Verzahnen eines Kegelrades mittels kegeligen- Wälzfräsers.
In Abb. ι ist das Verzahnen eines Kegelrades mit gekrümmten Zähnen dargestellt, bei
dem der Wälzfräser 22 mit seiner Mantellinie fcjjien Teil der Zahnbreite des zu verzahneniii(Jen
Rades überbrückt und folgende Bewegungen ausführt:
1. Die Schneidbewegung (Pfeil c) durch Drehung um seine Achse, wobei er sich mit
dem Rohling verschraubt.
2. Eine körperliche Abwälzbewegung (Pfeil §·) durch Schwenkung um den Planradmittelpunkt
O herum.
3. Die das Verfahren kennzeichnende zusätzliche Werkzeugverschiebung in Richtung
der Berührungslinie des Fräsers mit der Planradebene (Doppelpfeil d) auf einer Geraden,
die einen zum Planradmittelpunkt O konzentrischen
Kreis berührt.
Die zusätzliche Werkzeugverschiebung im Sinne des Doppelpfeiles d kann das Werkzeug
einmal durchführen oder auch mehrmals hin- und her gehend wirken, während der Fräser
die Abwälzbewegung um den Planradmittelpunkt herum unter ständig schneidender Verschraubung
mit dem Rohling ausführt.
Die drei Bewegungen des Werkzeuges bestimmen auch die Umlaufzahl des Werkstückes. Die Drehung des Rohlings aus der
Verschraubung des Werkzeuges mit dem Werkstück und aus der Schwenkung des Werkzeuges um den Planradmittelpunkt herum
wirken während der Bearbeitung im unveränderlichen Drehsinn, dazu kommt die Einwirjamg
der ihre Richtung wechselnden zusätzlichen Werkzeugverschiebung. Verläuft die
Verschiebung mit den beiden ersten Drehungen im selben Sinne, so wird die Gesamtdrehung
des Rohlings schneller; verläuft die Verschiebung gegen die andern, so wird die
Gesamtdrehung langsamer. In der Grenzstellung außen muß der nach außen liegende Durchmesser des Fräsers mindestens den
Außendurchmesser des Rades berühren oder besser über ihn hinausragen. In der Grenzstellung
innen muß der innenliegende Durchmesser des Fräsers den Innenkreis des Rades
berühren oder um ein kleines Stückchen nach innen überragen. Die vorteilhafte Vermehrung
der Hüllschnitte in Richtung der Zahnlänge kommt dadurch zustande, daß die
schneidenden Zahnkanten infolge der Verschiebung in Richtung des Doppelpfeiles d die
Schnittspur verbreitern. Je häufiger die Verschiebung durchgeführt wird, um so vollkornmener
werden die zwischen zwei Schneidspuren stehengebliebenen Erhöhungen fortgeschnitten,
man wird also durch die Zusatzbewegungen von der Anzahl der Fräserschneiden unabhängig. Wie schon dargelegt,
hat die beanspruchte Zusatzbewegung nicht nur Bedeutung bei der Verwendung schrau-
benförmiger, sondern auch bei der Verwendung scheibenförmiger Werkzeuge (Abb.3, 4
und 5). Das Abwälzen muß dann naturgemäß im Einzelteilverfahren vor sich gehen. Die
das neue Verfahren kennzeichnende zusätzliche Werkzeugverschiebungbleibt die gleiche.
Ihre Länge wird dabei so weit vergrößert, daß das scheibenförmige Werkzeug während des
Abwälzvorganges die ganze Zahnbreite bestreicht und in der Richtung des Doppelpfeiles
d in den Abb. 3 und 5 mindestens einen Weg zurücklegt von den Grenzstellungen A
bis C (Abb. 3). In Abb. 3 verläuft die zusätzliche Verschiebung des Werkzeuges in Rieh'S
tung seiner Berührungslinie mit der Planradebene. In Abb. 5 verläuft diese Verschiebung
unter einem Winkel zu der Berührungslinie. Man kann dadurch eine Veränderung der
Zahnkrümmung erreichen. Zur Erzielung einer genügenden Überdeckung bei kleinen Zähnezahlen und Zahnbreiten ist eine starke
Krümmung mit größerem Spiralwinkel wünschenswert (Verzahnung nach Abb. 3). Bei großen Zahnbreiten und großem Umfangsdruck
ist zur Verminderung des Axialdruckes ein kleiner Spiralwinkel anzustreben (Verzahnung
nach Abb. 5).
Als Beispiel für eine Maschine zur Ausführung des Verfahrens ist in Abb. 6 eine Kegelradfräsmaschine
dargestellt. Der Antrieb des Fräsers 22 auf der Werkzeugspindel 21 kommt
vom Motor 1 aus über die in Abb. 6 dargestellten Getrieberäder. Das Werkstück 46 aitf
der Werkstückspindel 45 wird vom Kegelradpaar 23 und 24 aus über den in Abb. 6 verfolgbaren
Getriebezug angetrieben. Der Antrieb für die Abwälzbewegung des Fräsers im ideellen Planrad geht von der Schnecke
47a auf Welle 6 aus über die in Abb. 6 verfolgbaren Getriebeteile bis zum Schneckenrad
52 auf Planscheibenzylinder 53 und dreht diesen um seine waagerechte Achse 6.
Auf der Planfläche dieses Zylinders 53 ist eine Schlittenführung 54 um einen Zapfen 70,
dessen Achse exzentrisch und parallel zur Mittelachse des Planscheibenzylinders 53 liegt,
schwenkbar. Auf der Schlittenführung 54 ist ein Schlitten 55 durch eine mit dem Maschinengetriebe
verbundene Gewindespindel 68 zwangsläufig verschiebbar. Auf dem Schlitten 55 ist der Werkzeugträger 56 befestigt.
Dieser Schlitten ermöglicht es, dem Werkzeug die das Verfahren kennzeichnende Verschiebung
in Richtung des Doppelpfeiles d (Abb. 1 und 2) zu erteilen.
Der Antrieb dieser Verschiebung wird von dem Druckölkolben 7S0 erzeugt. Das Drucköl
wird durch eine Pumpe gefördert und durch ein an sich bekanntes Steuerventil gesteuert.
Ro Die Anzahl der Hinundhergänge des Kolbens
7S11 kann beliebig gewählt werden und
ist abhängig von dem gewählten Öldruck und dem Schneidwiderstand des Werkzeuges. Da
diese hin und her gehende Bewegung sich, wie bereits beschrieben, mit der Abwälzbewegung
überlagert, wirkt der Druckölkolben y8a über
eine damit fest verbundene Zahnstange auf das Gehäuse eines Differentialgetriebes 78 auf
Welle 30. Auf dem Gehäuse des Differentials 78 ist ein Stirnrad 80 angebracht, das über
Wechselräder 81 und 82 mit dem um den Planscheibenzylinder 53 herum drehbaren
Zahnkranz 62 in Verbindung steht und die Drehung des Differentials über die Stirnräder
62 bis 65 und Kegelräder 66 und 67 auf die Leitspindel 68 überträgt. Die dieser Drehung
entsprechende zusätzliche Drehung des Rohlings wird über die Getriebeteile 3Oa und
31 bis 45 "übertragen. Begnügt man sich bei Wälzfräsern mit einer kurzen Verschiebung,
so geht ihr Antrieb von der Differentiaischneckenwelle 47 aus über die Wechselräder
48 bis 50 sowie 3^ und 58, Kegelräder 59 und 60, Stirnräder 61 bis 65, Kegelräder 66 und
67 auf Gewindespindel 68, die den Schlitten 55, auf welchem das Fräserdrehteil 56 befestigt
ist, verschiebt. Bei Verwendung eines Scheibenfräsers ist eine Teilvorrichtung bekannter
Art zum Weiterschalten des Rohlings von Zahn zu Zahn nach jedem Vor- und Rücklauf
des Fräsers auf der Schlittenführung 54 mit der Welle 39^ (Abb. 7) durch eine Kupplung
verbunden. Zur Einschaltung der Teilvorrichtung (Abb. 7) wird durch die Kupplung
39ft die Verbindung der Welle 39„ mit
dem Kegelrad 39 gelöst und das Rad 39,. mit Welle 39^ verbunden. Außerdem werden
die Wechselräder 40 bis 42 abgenommen und die Teilschnecke mit der Welle 39d durch
Wechselräder 90 und 9Oa verbunden (Abb. 8).
Eine vom Differentialgetriebe 26 o'der 78 ausgehende Drehung der Welle 37 wird nun über
das Gehäuse 84, Klinke 85 und Teilscheibe 83 auf Welle 39^ übertragen und über die Wechselräder
90 und 9Oa sowie das Teilschneckengetriebe
43, 44 dem Werkstück erteilt. Bei hin und her gehender zusätzlicher Werkzeugverschiebung·,
wie sie das Verfahren kennzeichnet, würde durch das Spiel der Antriebsteile eine unzulässige Verdrehung zwischen
Werkzeug und Rohling bei jeder Bewegungsumkehr auftreten. Diese Verdrehung wird durch die nachstehend beschriebene Vorrichtung
ausgeglichen. Um die Gleichzeitigkeit der Bewegungsumkehr und der Betätigung des Spielausgleiches zu gewährleisten, werden
beide durch gleichzeitig betätigte hydraulische Kolben angetrieben.
Die Schnecke 43 des Teilschneckenrades 44 ist zum Spielausgleich zwischen einstellbaren
Grenzen axial verschiebbar gelagert (Abb. S). Ein als Ölzylinder 91 ausgebildetes Gehäuse
umschließt den mit der Schneckenwelle fest verbundenen Kolben 92, der zwischen der Gehäusewand
als der einen Grenze und der durch Gewinde verschiebbaren anderen Zylinderwand
93 als der anderen Grenze verschiebbar ist. Die Bewegungsgrenzen für die Korrekturdrehung werden daher so eingestellt,
daß das Werkzeug wieder richtig zu den zu fräsenden Zahnlücken steht.
ίο Die Schlittenführung 54 ist an ihrem einen
Ende mit einem Druckölzylinder 94 (Abb. 9 und 10) versehen, in dem ständig ein Öldruck
zwischen der Zylinderwand und dem Kolben 95 herrscht. Dadurch wird der Schlitten 55
dauernd fest gegen die Gewindegänge der Mutter gezogen, und ein Spiel in den Gewindegängen
kann nicht eintreten.
Die zur Erzeugung der das Verfahren kennzeichnenden Bewegungen von Werkzeug und
Werkstück in bezug auf oben beschriebene Anordnung von Planscheibenzylinder,
schwenkbarer Schlittenführung und Drehteilen auf dem Schlitten ermöglicht es, dem
Werkzeug jede beliebige Lage in bezug auf seine Verschiebungsrichtung in der Planradebene zu geben und diese in jeder beliebigen
Richtung über die Planscheibe zwangsläufig zu verschieben. Dadurch ist die Maschine
nicht nur dazu geeignet, das im vorhergehenden beschriebene Verfahren auszuführen, sondern
kann auch darüber hinaus als Universalmaschine zur Verzahnung von Stirn- und Kegelrädern
nach anderen bekannten Wälzfräsverfahren benutzt werden.
Hierzu können auf dem Schlitten 55 zwei verschiedene auswechselbare Drehteile 56 und
56a, die als Werkzeugträger ausgebildet sind,
befestigt werden. Diese Werkzeugträger unterscheiden sich dadurch, daß der eine, ζ6α, zur
Aufnahme von zylindrischen, der zweite, 56, zur Aufnahme von Fräsern mit kegeliger
oder konkav gekrümmter Teilmantelfläche eingerichtet ist.
Außerdem können die beiden auswechselbaren Werkzeugträger an Stelle von Fräsern
auch mit Schleifscheiben entsprechend dem beschriebenen Verfahren ausgerüstet werden.
Der Werkstückträger 71, auf welchem das Werkstück 46 auf Welle 45 befestigt ist, kann
auf einem Schlitten 72 durch Gewindespindel 73 senkrecht verschoben werden, umKegelräder
mit versetzten Achsen verzahnen zu können. Der Schlitten 72 ist auf einem Rundsupport
74 radial zu dessen Drehpunkt von Hand verstellbar und zwangsläufig verschiebbar.
Der Rundsupport 74 ist um Achse 75 bis 900 schwenkbar, so daß jedes Werkstück (Kegelrad,
Stirnrad, Schnecken oder andere Werkstücke) immer so eingestellt werden kann, daß
die Teilmantellinie in die gemeinsame Erzeugungsebene 75 zu liegen kommt.
Bei der Verzahnung von Kegelrädern mit gekrümmten Zähnen mittels Wälzfräser nach
Abb. ι ist das Kegelrad 39 (Abb. 7) mit der Welle 39a durch die Kupplung 39^ verbunden,
wodurch die Teilvorrichtung ausgeschaltet ist. Welle 39a steht dabei durch die Wechselräder
40 bis 42 mit dem Teilschneckengetriebe 43, 44 in zwangsläufiger Verbindung, so daß
das Werkstück eine fortlaufende Drehung im richtigen Verhältnis zu der Werkzeugdrehung
ausführen kann. Die Schlittenführung 54 ist ·
auf der Planscheibe in die der Fräserstellung (Abb. 1) entsprechende Lage eingestellt und
befestigt. Die Kolben 100 und 95 (Abb. 6 und 10) stehen während des Arbeitsvorganges :'»
dauernd unter gleichmäßigem Druck. Der Kolben 100 drückt das Fräsergehäuse dauernd
gegen die Endmaße iO2i( bzw. gegen die Anschlagspindel
103, der Kolben 95 in der Schiittenführung 54 drückt zur Aufhebung des
Spiels die Mutter im Schlitten 55 gegen die Leitspindel 68. Der Kolben 7%a im Differential
78 wird zur Bewegung des Fräsers in Pfeilrichtung d bei jedem Wechsel der Ver-Schiebungsrichtung
des Werkzeuges umgesteuert, ebenso der Kolben 92 (Abb. 8) zur
Korrekturdrehung des Teilrades.
Zur Verzahnung von Kegelrädern mit zylindrischem
Wälzfräser nach Abb. 2 sind die go hydraulischen Kolben genau so gesteuert wie
für das Verzahnen nach Abb. 1. Der einzige Unterschied besteht darin, daß auf der Maschine
an Stelle des Fräskopfes 56 für kegelige Fräser ein solcher, 56,,, für zylindrische
aufgespannt wird.
Bei den Verzahnungsvorgängen mit scheibenförmigem Werkzeug nach Abb. 3 und 5 ist
die Schlittenführung 54 in der der gewünschten Zahnkrümmungskurve entsprechenden Stellung
auf dem Planscheibenzylinder 53 festgespaimt. Der Zylinder 7 8a am Differential 78
und die Zylinder 94 und 100 stehen miteinander durch das erwähnte Steuerventil in Verbin
dung. Die Zylinder 94 und 100 erhalten einen während des ganzen Verzahnungsvorganges
gleichbleibenden Öldruck. Der Zylinder 100 erhält das Drucköl durch das Rohr
101 und drückt dadurch das Werkzeugspindelgehäuse
76 mitsamt der Steuerkurve 102 stan- no
dig gegen die Schraubspindel 103, die mit Hilfe des Schneckengetriebes 104 durch dazwischengelegte
Endmaße io2fl auf die gewünschte Zahntiefe eingestellt werden kann.
Das Steuerventil steht mit dem Schlitten 55 so in zwangsläufiger Verbindung, daß das
Drucköl in dem Zylinder 7 8a umgesteuert wird, wenn der Fräser jeweils die ganze Zahnbreite
durchlaufen hat, so daß die Verschiebungsrichtung des Fräsers in diesem Augenblick
durch die Umsteuerung des Zylinders 78a umkehrt. Ferner ist die Teilvorrichtung
eingeschaltet, wobei der Flüssigkeitsmotor 88 der Teilvorrichtung unter dauerndem Druck
in gleichbleibender Richtung steht. Außerdem ist auch der Kolben 92 durch das Steuerventil
so gesteuert, daß er bei jedem Hubwechsel des Werkzeuges eine durch das Getriebespiel
erzeugte Verschiebung der Lage vom Werkzeug zum Werkstück korrigiert.
Zur Verzahnung von Stirnrädern mit schraubenförmigem Wälzfräser wird der gleiche
Fräskopf \rerwendet wie beim Verzahnen von
Kegelrädern nach Abb. 2. Die hydraulischen Kolben werden genau so gesteuert wie bei
den Verzahnungsvorgängen für Kegelräder mit Wälzfräsern nach Abb. 1 und 2. Der Werkstücksupport
74 ist um die Achse 75 so herumgeschwenkt, daß die Werkstückachse und die Gewindespindel 105 parallel zur Ebene
der Planscheibe 53 liegt. In dieser Einstellung wird das Wechselrad 106 auf der Gewindespindel
105 am Rundsupport 74 mit einem Wechselrad auf Welle 107 in Eingriff
gebracht. Die Leitspindel 105 dient dann zur Erzeugung der Vorschubbewegung in Richtung
der Werkstückachse, wie sie beim Verzahnen von Stirnrädern üblich -ist. Die Welle
107 wird von der Welle 108 aus über den in Abb. 6 eingezeichneten Getriebezug angetrieben.
Auf Schneckenwelle 108 ist eine Kupplung bekannter Art angebracht, mit deren
Hilfe entweder die Schnecke 51 zum Antrieb des Planscheibenzylinders 53 oder das Kegelrad
109 zum Antrieb der Welle 110 und damit
der Leitspindel 105 mit der Welle 108 gekuppelt
werden kann. Die Antriebe des Werkstückes 46 und des Vorschubes des Rades in Achsrichtung sind durch die beschriebenen
Differentiale zwangsläufig miteinander verbunden.
Die Hinundherbewegung des Kolbens 78,,
zur Verschiebung des Fräsers an dem Schlitten 54 in Richtung des Doppelpfeiles d wird
durch das zweite Differential 78 auf die Welle 3oa und damit auch auf das Werkstück
übertragen. Die Hinundherbewegung des Kolbens 7S3 bewirkt die Drehung des Gehäuses,
des Differentials 78 und des Rades 80.
Diese Drehung wird durch die Räder 81, 82, 62 bis 6j auf die Leitspindel 68 übertragen
-0 und dadurch der Schlitten 55 auf der Schlittenführung
54 im Sinne des Doppelpfeiles d bewegt.
Zur Anwendung des vorbeschriebenen Verfahrens auf die Herstellung von Zahnrädern
mit in Längsrichtung balligen Zähnen, bei denen die Balligkeit durch Veränderung der
Frästiefe erzielt wird, besitzt die Maschine gemäß Erfindung eine drehbare Kurvenscheibe
102, die beispielsweise als Exzenter ausgebildet ist. Sie ist an dem Werkstückspindelgchäuse
befestigt und wird vom Antrieb für die Verschiebung des Werkzeuges in Richtung des Doppelpfeiles d (Abb. 3 und
7 sowie ι und 2) aus über Wechselräder um einen bestimmten Winkelausschlag hin und
her gedreht. Das ganze Werkzeugspindelgehäuse j6 wird dadurch in Richtung der Zahnhöhe
hin und her geschoben. Die Einstellung und Bewegung der Kurvenscheibe 102 ergibt
folgende Wirkung:
In Stellung A (Abb. 3) steht das Werkzeug 22 ein wenig tiefer als auf volle Zahntiefe
(volle Zahntiefe = 2,16 · Modul). Auf dem Weg nach B wird das Werkzeug aus der
Zahnlücke so weit herausgezogen, daß es in Stellung B auf der normalen Zahntiefe steht.
Auf dem Weg von B nach C wird das Werkzeug wieder etwas tiefer in die Zahnlücke
hineingeführt, bis es die gleiche Tiefe erreicht hat wie in Stellung A. Auf dem Rückweg von
C nach A wiederholt sich die gleiche Zahntiefenveränderung.
Mit der Zahntiefe wird auch die Lückenweite der Zähne verändert, und zwar wird in
der Mitte die Zahnlücke schmaler, an den Enden dagegen weiter. Bei gekrümmten Zähnen ergibt sich dadurch, daß die Zahnlängskrümmung
auf der konvexen Radflanke stärker gekrümmt wird als auf der konkaven Radflanke. Umfang und Tempo der Entfer- go
nung und Annäherung kann bestimmt werden, je nachdem wohin man die Balligkeit auf der
Zahnbreite legen will.
Eine hydraulische Vorrichtung 100 drückt das Werkstückspindelgehäuse 76 gegen einen
mittels Endmaßen und Schraube 103 einstellbaren Anschlag. Die Einstellung der Frästiefe
mit Hilfe von Endmaßen hat gegenüber der bisherigen Einstellung mittels Gewindespindel
und Skala den Vorteil, daß auch ungelernte Arbeiter die Einstellung fehlerlos ausführen
können und man nicht von der Aufmerksamkeit des Arbeiters abhängig ist. Es ist dadurch die Gewähr gegeben, daß für
jeden Fräser gleichen -Moduls unbedingt immer dieselbe Frästiefe eingehalten wird.
Zum Fräsen von Stirnrädern mit schrägen Zähnen nach dem Tangential-Wälzfräsverfahren wird bei gleicher Einstellung von Werkstück
und Fräser zueinander die durch die Planscheibenmitte gehende Schlittenführung 54 durch Drehen des Planscheibenzylinders 53
senkrecht gestellt und der Fräser tangential an dem Teilzylinder des Werkstückes vorbeibewegt.
Der Fräser wird durch Drehen des drehbaren Fräskopfes $6a um Achse 16 in die
richtige Stellung zum Rad gebracht.
Claims (12)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Bearbeitung der Zahnflanken von Kegelrädern mit längs gekrümmten Zähnen mittels schrauben-förmigeti Werkzeuges (Schneckenfräser, Schleifschnecke), das bei gleichzeitiger Verschraubung mit dem Kegelradwerkstück um den Planradmittelpunkt geschwenkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß dem Werkzeug eine zusätzliche geradlinige Bewegung in der Planradebene erteilt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch ίο gekennzeichnet, daß die zusätzliche Werkzeugverschiebung in Richtung der Berührungslinie des Werkzeuges mit der Planradebene verläuft.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, 15. dadurch gekennzeichnet, daß während eines Durchschwenkvorganges das Werkzeug mehrmalig vor- und rückwärts verschoben wird.
- 4. Maschine, insbesondere zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer drehbaren Planscheibe (53) eine in der Ebene dieser Scheibe beliebig ein- und feststellbare Führung (54) und darauf ein selbsttätig verschiebbarer Schlitten (55) mit einem als Drehteil ausgebildeten Werkzeugträger (56, 56a) für das umlaufende Werkzeug (22) angeordnet ist.
- 5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Teilvorrichtung für das Werkstück vorgesehen ist zu dem Zweck, mit scheibenförmigen Werkzeugen im Teilverfahren arbeiten zu können.
- 6. Maschine nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß für den Werkzeugschlitten (55) ein gesonderter Antrieb vorgesehen ist, wobei dieser außerdem auf ein in den Getriebezug vom Werkzeug (22) zum Werkstück (46) eingebautes DIfferentialgetriebe (78) einwirkt (Abb. 6).
- 7. Abänderung der Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bewegung des Werkzeugschlittens (55) ein vom Hauptantrieb abgeleiteter, den Getriebezug vom Werkzeug (22) zum Werk- stück (46) über ein Differentialgetriebe (26) beeinflussender Getriebezug (48, 50, 57 bis 68) vorgesehen ist (Abb. 6).
- 8. Maschine nach den Ansprüchen 4 bis7, dadurch gekennzeichnet, daß die Plan-Scheibe (53) feststellbar ausgebildet ist, so daß das Werkzeug (22) unter Ausschaltung seiner Schwenkbewegung tangential am Werkstück (46) entlang geführt werden kann.
- 9. Maschine nach den Ansprüchen 4 bis8, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugträger (56, 56a) auf seinem Schlitten auswechselbar angeordnet ist,so daß wahlweise ein Werkzeugträger für zylindrische oder kegelige Werkzeuge eingesetzt werden kann.
- 10. Maschine nach den Ansprüchen 4 bis 9, gekennzeichnet durch eine in Abhängigkeit von der zusätzlichen Werkzeugverschiebung angetriebene Kurvenscheibe (102), welche den Werkzeugspindelstock (76) während des Bearbeitungsvorganges in Richtung der Planradachse verschiebt, so daß das Werkzeug auf den verschiedenen Strecken der Zahnlänge unterschiedlich tief in das Werkstück eindringt.
- 11. Maschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Kurvenscheibe (102) und einer am Bett angeordneten Gewindespindel (103) der Frästiefe entsprechende Endmaße angeordnet sind. ■
- 12. Maschine nach den Ansprüchen 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zum Antrieb der Vorschubspindel (105) des Werkstücksupportes (74) bei Parallelstellung der Werkzeugspindelachse (45) zur Ebene der Planscheibe (53) ein besonderer Getriebezug (107, 108) vorgesehen ist, der mit der Vorschubspindel (105) durch Wechselräder (106, 107)-verbunden ist. -Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK133223D DE662162C (de) | 1934-02-17 | 1934-02-17 | Verfahren zur Bearbeitung der Zahnflanken von Kegelraedern mit laengs gekruemmten Zaehnen mittels schraubenfoermigen Werkzeuges |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK133223D DE662162C (de) | 1934-02-17 | 1934-02-17 | Verfahren zur Bearbeitung der Zahnflanken von Kegelraedern mit laengs gekruemmten Zaehnen mittels schraubenfoermigen Werkzeuges |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE662162C true DE662162C (de) | 1938-07-06 |
Family
ID=7247828
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK133223D Expired DE662162C (de) | 1934-02-17 | 1934-02-17 | Verfahren zur Bearbeitung der Zahnflanken von Kegelraedern mit laengs gekruemmten Zaehnen mittels schraubenfoermigen Werkzeuges |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE662162C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19829880A1 (de) * | 1998-07-04 | 1999-08-26 | Klingelnberg Soehne Gmbh | CNC-gesteuerte Zahnradbearbeitungsmaschine und dafür geeignete kegelige Schleif- oder Honschnecke |
-
1934
- 1934-02-17 DE DEK133223D patent/DE662162C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19829880A1 (de) * | 1998-07-04 | 1999-08-26 | Klingelnberg Soehne Gmbh | CNC-gesteuerte Zahnradbearbeitungsmaschine und dafür geeignete kegelige Schleif- oder Honschnecke |
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