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Haltevorrichtung für Baugerüste, aus Spannvorrichtung und Holmen bestehend
Die Erfindung bezieht sich auf eine aus Spannvorrichtung und Holmen bestehende Haltevorrichtung
für Baugerüste.
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Das Aufstellen eines Baugerüstes geschieht im allgemeinen in der Weise,
daß zunächst zwischen den Seitenwänden der Tür- und Fensteröffnungen mittels Spannvorrichtungen
zwei Holme festgeklemmt werden und mit ihrem freien Ende durch Hakenschrauben sog.
Spannschwerter verbunden werden, an denen dann die Leitern befestigt werden. Die
bekannten Einrichtungen dieser Art bestehen außer den Schwertern aus sechs Einzelteilen,
von denen keines mit dem anderen fest verbunden ist: einem Rohr, einem Schraubenbolzen,
zwei Holmen und zwei Hakenschrauben. Diese Einrichtung hat vor allem folgende :Nachteile:
Sowohl auf dem Lagerplatz als auch an der Baustelle müssen diese Teile erst zusammengesucht
werden, das Befestigen in den Fensteröffnungen kann nur durch zwei Personen geschehen,
bei unbeabsichtigtem lösen der Spannvorrichtungen fallen diese leicht auseinander
und herunter und bilden dadurch eine große Gefahr für unter denn Gerüst befindliche
Personen. Zur Verbindung der Holme mit den Spannschwertern durch Hakenschrauben
müssen in den Schwertern Löcher zum Durchstecken der Schrauben vorgesehen sein und,
infolge der stets verschiedenen Breite der Fensteröffnungen, müssen beim Aufstellen
des Gerüstes sehr oft neue Löcher gebohrt werden, die eine immer mehr zunehmende
Schwächung der Schwerter zur Folge haben.
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Gemäß der Erfindung ist daher die Haltevorrichtung in der Weise ausgebildet,
daß die Holme mit der Spannvorrichtung, deren Einzelteile gegen Auseinanderfallen
gesichert sind, zusammenhängen und daß auf den Holmen verschiebbar, aber gegen Abrutschen
gesichert, Befestigungsvorrichtungen für die Spannschwerter angeordnet sind.
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Die Haltevorrichtungen können also zusammengesetzt aufbewahrt, befördert
und an die Verwendungsstelle gebracht werden, wodurch eine große Zeitersparnis erzielt
wird. Beim Festspannen braucht nicht mehr ein Holm von einem zweiten Arbeiter in
der später einzunehmenden Lage festgehalten werden. Das Festspannen erfolgt mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung in der Weise, daß ein Mann die Holme ohne Rücksicht
auf die später erforderliche Stellung zunächst leicht anspannt, dann die Holme in
die richtige Stellung bringt und darauf endgültig festspannt.
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Erfindungsgemäß sind die Holme durch je einen mit Rechts- und Linksgewinde
versehenen Gewindebolzen mit Rohrstücken verbunden, die durch einen mit Rechts-
und Linksgewinde versehenen Gewindebolzen aus- und zueinander bewegbar sind. Auch
können die Holme durch je einen gegen Herausrutschen
gesicherten
glatten Bolzen beweglich mit Rohrstücken verbunden sein, die durch einen mit Rechts-
und Linksgewinde versehener>: Gewindebolzen aus- und zueinander bewege:; sind.
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Weiterhin kann die Haltev orrichtung l@ der Weise ausgebildet sein,
daß der eine 1-falirie unmittelbar an der Spannvorrichtung befestigt und durch diese
festspannbar ist, während der zweite Hohn mittels einer auf den Gewindebolzen der
Spannvorrichtung geführten, durch eine auf dem Bolzen laufende Mutter
-durch Brücke festspannbar ist. Ferner kann an den Enden der Spannvorrichtung
je ein Führungskasten zur Aufnahme der Holmenenden befestigt sein, die dann in dem
Kasten durch eine Druckschraube festklemmbar sind.
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Zum Halten der Spannschwerter ist die Halteeinrichtung so ausgebildet,
daß der Holm durch einen Schlitz im Steg eines U-förmigen Kastens geführt ist und
. das Spannschwert mit dem Holm durch eine im Flansch des Kastens angeordnete Druckschraube
zusammenspannbar ist.
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In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt: Fig. i die Gesamtanordnung von Spannvorrichtung, Holmen und Schwert,
Fig.2 und 3 zwei verschiedene Ausführungen der Spannvorrichtung zwischen den Fenstern
im Längsschnitt, Fig. 4 und 5 eine Spannvorrichtung für das Schwert in Schnitt und
Ansicht, Fig. 6 ein Einzelteil der Vorrichtung nach Fig. 4 und 5, Fig.7 die weitere
Ausführungsform der Spannvorrichtung zwischen den Fenstern, Fig. 8 die Gesamtanordnung
einer weiteren Ausführungsform der Spannvorrichtung zwischen den Fenstern, und Fig.
g den Schnitt nach IX-IX der Fig. B. Fig. i. Zwischen den Seitenwänden i, 2 eines
Fensters sind mittels einer Spannvorrichtung 3 zwei Holme 4 und 5 festgespannt,
auf denen verschiebbar die Spannvorrichtungen 6 und 7 zum Befestigen des Schwertes
8 angeordnet sind und durch Bolzen g, i o gegen Abrutschen gesichert.
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Fig. 2. An den Holmen ii und 12 ist je eine Platte 13, 14 mit Schraubenbolzen
15, 16 befestigt. Auf diese Schraubenbolzen 15, 16 ist je ein mit Innengewinde versehenes
Rohrstück 17, 18 geschraubt, und zwar trägt der eine Bolzen 15 Rechts- und der andere
Bolzen 16 Linksgewinde. Die Rohrstücke 17 und i 8 sind an ihren einander zugekehrten
Enden ebenfalls mit Gewinde versehen, das beispielsweise durch Aufschweißen einer
Mutter ig, 2o gebildet werden kann. Dieses Gewinde nimmt einen Schraubenbolzen auf,
der je zur Hälfte Linksgewinde 2 i und Rechtsgewinde 22 und ,_in der Mitte ein Sechskantstück
23 trägt, auf s ein Schraubenschlüssel gesteckt werden ` `-..Die Anordnung der Schraubenbolzen
15, 16 @ihät den Zweck, je nach Bedarf die Spannvorrichtung mit längeren oder kürzeren
Holmen verbinden zu können.
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Fig. 3. Bei dieser Ausführung sind an den Holmen 24, 25 Platten 27,
26 mit glatten Bolzen 28, 29 befestigt, die mit Spiel in die Rohrstücke 30, 31 eingesetzt
und gegen Herausfallen gesichert sind. Im mittleren Teil ist die Spannvorrichtung
in gleicher NVeise wie bei der Ausführung nach Fig. 2 ausgebildet. Die Ausführung
nach Fig.3 ist besonders vorteilhaft für den Fall, wo die Seitenwände ,3?, 33 nicht
genau parallel sind. Entsprechend dem Spiel zwischen Bolzen 28, 29 und den Rohren
30, 31 können sich die einzelnen-Teile gegeneinander bewegen. Damit die Abschlußplatten
34 35 der Rohre 30, 31 in diesem Falle nicht auf einer Kante der Platten 26, 27
aufliegen, sind sie an ihrer Außenfläche kugelig ausgebildet.
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Fig.4 bis 6. In diesen Figuren ist die Spannvorrichtung für das Schwert
bzw. für die übereinanderliegenden Enden zweier Schwerter 36, 37 dargestellt. Der
Holm 38 ist durch einen Schlitz 39 im Steg 41 eines U-förmigen Kastens 40, 41, 42
gesteckt, der gegen Abrutschen durch einen Bolzen 43 gesichert ist. Die Schwerter
36, 37 liegen auf dem Holm 38, und alle drei Teile werden durch einen im Flansch
4o laufenden Schraubenbolzen 44, der an seinem unteren Ende eine Platte 45 trägt,
zusammengespannt. Zum Schutz gegen Herausrutschen der Schwerter aus dieser Spannvorrichtung
sind die Platte 45 und der Flansch 42 auf ihrer dem Holz zugewandten Seite mit einer
Zahnung o. dgl. versehen, ferner liegt noch zwischen den Schwertern eine beiderseitig
mit Zahnung o. dgl. versehene Platte 46, welche um den Steg 41 herumgreift (s. Fig.
6).
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Fig. 7. An dem Hohn 47 ist, wie bei Fig. 3, eine Platte 48 mit einem
im Rohr 49 gegen Herausfallen gesicherten glatten Bolzen 5o befestigt. In dein anderen
Ende des Rohres 49 liegt ein Schraubenbolzen 51, der mit einem Kopf 52 gegen die
Fensterseitenwand 53 drückt. Eine auf dem Bolzen 51 laufende Mutter 54 stützt sich
auf die nicht mit Gewinde versehene Abschlußplatte 55 des Rohres 49 und bewirkt
das Spreizen der Spannvorrichtung. Über den Bolzen 51 ist eine Brücke 56 geschoben,
die mit ihrem einen Ende an dem zweiten Holm 57 befestigt ist und mit ihrem anderen
Ende gegen ein Ab-
standshalter 58 von der Dicke des Hohnes 57
gedrückt
werden kann, wenn eine zweite auf dem Schraubenbolzen 51 laufende Mutter 59 angespannt
wird.
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Fig. 8 und g. Diese Figuren zeigen wieder eine Ausführungsform der
Spannvorrichtung mit Auswechslungsmöglichkeit der Holme.
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Die Spannvorrichtung besteht aus einem Rohr 6o mit Abschlußplatte
61, gegen die sich die Mutter 62 des Schraubenbolzens 63 abstützt. Am Ende des Rohres
6o ist ein Kasten 64 befestigt, der mit einem eingelassenen Holzstück 65 an der
Seitenwand 66 anliegt. Eine gleiche Vorrichtung 67, 68 ist mit dem freien Ende des
Schraubenbolzens 63 verbunden. In die Verlängerung der Kästen 6.4, 67 werden die
Holme 69, 70 eingeführt und durch Druckschrauben ;1, 72 festgeklemmt.