DE66020C - Selbstthätiger Weichenverschlufs - Google Patents

Selbstthätiger Weichenverschlufs

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DE66020C
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DE
Germany
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switch
rail
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lever
automatic switch
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT66020D
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English (en)
Original Assignee
th. winkler in Rauschwalde bei Görlitz
Publication of DE66020C publication Critical patent/DE66020C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L5/00Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
    • B61L5/10Locking mechanisms for points; Means for indicating the setting of points

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Railway Tracks (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Der vorliegende Apparat ist hauptsächlich zum Verschliefsen von Handweichen bestimmt, also zu solchen Weichen, welche in Neben-, Rangir- und Anschlufsgeleisen liegen.
Auf beiliegender Zeichnung ist die Erfindung zur Veranschaulichung gebracht. Fig. 1 zeigt den Weichenverschlufs in seitlicher, und Fig. 2 in oberer Ansicht; Fig. 3 ist ein. Schnitt nach Linie x-x (Fig. 2), Fig. 4 eine obere Ansicht der Hauptschienen und Weichenschienen.
Auf der Weichenblockschwelle W, Fig. 4, ist seitlich von den Schienen ein Gehäuse A angebracht. In diesem Gehäuse sind zwei Federbolzen B und B1, Fig. 2, gelagert, deren Spitzen in eine von den Leisten α α1 gebildete Gleitbahn oder Nuth hineinragen, zu welchem Zwecke die den Bolzen B B' zugekehrte Leiste a1 entsprechende Durchlochungen aufweist. In der Gleitbahn zwischen den Leisten a a1 gleitet eine Schieberstange S, welche ebenfalls mit Durchlochungen s bezw. s1 versehen ist, in welche die Spitzen der Federbolzen eingreifen, je nachdem die Schiene S eingestellt und der eine oder andere Federbolzen losgelassen ist.
Die Bethätigung der Federbolzen B bezw. -B1 erfolgt mit Hülfe des um e mittels Schlüssels f verstellbaren dreiarmigen Hebels c c1 d. Die Arme cc1 greifen in Schlitze b bezw. bl der hinteren Bolzenenden ein, während der Arm d auf einer Feder g aufliegt, durch deren Knaggen g 1 derselbe in der rechten oder linken Endstellung festgehalten wird. Mit Hülfe eines federnd gelagerten Druckknopfes i läfst sich die auf den Stift h aufgehängte Feder g so weit niederdrücken, dafs der Arm d frei über den Knaggen g1 hinweg passiren kann.
Mit der Schiene 5 ist durch den Abscheerstift k, dessen Zweck weiter unten erläutert werden soll, eine zweite Schiene S1 verbunden, welche zusammen mit der Schiene S zwischen den Leisten α und a1 verschoben werden kann. An die Schiene S1 ist mit Hülfe einer Stellschraube R eine zweite Schiene oder Stange T angeschlossen, welche an der Zungenschiene Z der Weiche befestigt ist. Das Gehäuse A wird zweckmäfsig durch einen Deckel nach oben hin abgeschlossen.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Anordnung liegt die Zungenschiene Z an der Backenschiene C an und wird in dieser Stellung durch den Federbolzen B1 festgehalten, der in die Schiene S eingreift, welche, wie oben erläutert, durch die Theile k S1 R und T in unmittelbarer Verbindung mit der Zungenschiene Z steht. Ein zufälliges oder unbefugtes Umstellen der Zungenschiene ist daher unmöglich gemacht.
Soll nun die Weiche umgestellt werden, so mufs man zunächst den durch den Bolzen B1 bewirkten Verschlufs lösen. Hierzu drückt man mittelst des Knopfes i die Feder g nieder und dreht den Arm d über den Knaggen g1 hinweg , so dafs der dreiarmige Hebel c c' d die in Fig. 2 punktirte Stellung einnimmt, in welcher derselbe wiederum durch den vorspringenden Knaggen g1 festgehalten wird. Durch diese Drehung des Hebels c c1 d wird der Federbolzen B1 durch den Arm c1 aus der Schiene S heraus und in die Stellung zurückgezogen, welche vorher der Bolzen B inne hatte. Der nicht länger von dem Arm c
zurückgehaltene Federbolzen B dagegen wird durch die Einwirkung seiner Feder gegen die Schiene S vorgedrückt, die jetzt lose in der Gleitbahn liegt ' und einer Umstellung der Zungenschiene keinerlei Hindernifs mehr entgegenstellt.
Wird jetzt die Weiche umgestellt, in diesem Falle also die Zungenschiene Z von der Mutterschiene C abbewegt, so führt auch die Schiene S in dem Gehäuse A zwischen den Leisten a a1 eine in Richtung des Pfeiles nach rechts gerichtete Bewegung aus. Sobald nun die Zungenschiene ihre rechte Endstellung erreicht, ist auch die Schiene S so weit nach rechts bewegt worden, dafs sich das Loch s den Bolzen B gegenüber befindet, der dann sofort durch seine Feder in dieses Loch s vorgeschnellt wird und die Schiene S und damit auch die Weiche selbstthätig feststellt. Will man die Weiche wieder zurückstellen, so hat man umgekehrt zu verfahren und den Hebel c cl d in die mit. ausgezogenen Linien gezeigte Stellung Fig. 2 zurückzubringen, worauf nach erfolgter Umstellung der Weiche der Federbolzen B1 wieder selbstthätig in die Schiene S eingreift.
Würde bei der in Fig. 2 gezeigten Stellung der Theile ein Fahrzeug die Weiche aufschneiden, so müfste infolge der starren Verbindung der einzelnen Theile nothwendigerweise ein Bruch oder eine sonstige Beschädigung der Verschlufsvorrichtung stattfinden. Um derartige Vorkommnisse zu vermeiden, ist die Verbindung zwischen den Schienen 5 und S1 durch einen Abscheerstift k hergestellt. Dieser Stift k ist fest genug, um für gewöhnliche Verhältnisse dem Umstellen der Weiche einen ausreichenden Widerstand entgegenzustellen; sobald aber ein Fahrzeug durch Aufschneiden die Weiche umstellt, bricht derselbe ab, und die Schiene S' kann unabhängig von der festgestellten Schiene 5 eine Bewegung ausführen. Der selbstthätige Weichenverschlufs kann bei den verschiedensten Profilen der Weichen angebracht und angewendet werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein selbstthätiger Weichenverschlufs, bei welchem mittels Hebel c cl d zu bethätigende Federbolzen B B1 eine mit der Weiche verbundene Gleitschiene 5 in der einen oder der anderen Weichenlage festhalten, so dafs erst nach Auslösung der Schiene S durch Umschalten des durch Federknaggen g gl gesicherten Hebels c c1 d eine Umstellung der Weiche erfolgen kann, nach deren Ausführung der der Endlage entsprechende Bolzen B bezw. B1 wieder in die Schiene S vorschnellt und dadurch die Weiche selbstthätig verschliefst.
  2. 2. Bei dem unter 1. gekennzeichneten selbstthätigen Weichenverschlufs zum Zwecke einer löslichen · Verbindung zwischen Gleitschiene S und Weiche eine besondere Schubschiene S1, welche mit der Gleitschiene S durch Abscheerstift oder eine gleichwerthige Einrichtung derart verbunden ist, dafs, wenn die Weiche durch ein Fahrzeug aufgeschnitten wird, sich die Verbindung zwischen den Schienen S und S1 löst und letztere unabhängig von Schiene S der Bewegung der Weiche folgen kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT66020D Selbstthätiger Weichenverschlufs Expired - Lifetime DE66020C (de)

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