DE1812901B2 - Vorrichtung an einer Filterpresse zum Verschieben der jeweils vordersten Filterplatte - Google Patents
Vorrichtung an einer Filterpresse zum Verschieben der jeweils vordersten FilterplatteInfo
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Description
Die Erfindung betrint eine Vorrichtung an einer
Filterpresse zum Verschieben der jeweils vordersten Filterplatte einer R-jihe längs einer Führung beweglicher
Filterplaiten, mit einem Mitnehmer, der an einem längs der Führung in Plattentransportrichtung
und zurück beweglichen Schlitten schwenkbar gelagert ist und jeweils bei der Rückbewegung durch
Auflaufen auf einen Vorsprang der vordersten Filterplatte
geschwenkt wird und hinter diesem Vorsprung einrastet, und mit einem Antrieb für den Schlitten,
der jeweils beim Überschreiten eines bestimmten Bewegungswiderstandes die Bewegungsrichtung selbsttätig
umkehrt.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Gattung (deutsche Patentschrift 1 199 236) ist als schwenkbarer
Mitnehmer :in Zahnsegment mit zwei Zähnen vorgesehen, und von jeder der nacheinander zu verschiebenden
Filterplatten ragt als Vorsprung ein Bolzen parallel zur Schwenkachse des Zahnsegments
weg. Bei jeder Rückbewegung des Schlittens zur Reihe der Filterplatten hin greift der Bolzen der jeweils
vordersten Filterplatte in die Zahnlücke zwischen den beiden Zähnen des Zahnsegments ein, und
dieses wälzt sich an dem Bolzen ab, bis es gegen den Widerstand einer am Zahnsegment angreifenden Feder
in eine Anschlagstellung gelangt, in der die hintere Flanke des hinteren Zahns am Bolzen der nächsten
Filterplatte anschlägt. Dadurch wird die Rückbewegung des Schlittens beendet, und dessen Antrieb
kehrt die Bewegungsrichtung um. Bei der anschließenden Bewegung in Plattentransportrichtung kehrt
das Zahnsegment unter der Wirkung der an ihm angreifenden Feder im Zwischenraum zwischen den
Bolzen der ersten und der zweiten Filterplatte in seine Normalstellung zurück, so daß nun die vordere
Flanke des vorderen Zahns von hinten her gegen den Bolzen der vordersten Filterplatte stößt. An diesem
Bolzen kann sich das Zahnsegment, da sein Schwenkbereich begrenzt ist, nicht erneut abwälzen,
so daß die vorderste Filterplatte in Plattentransportrichtung mitgenommen wird. Die Endstellung der
vordersten Filterplatte ist durch einen ortsfesten Anschlag festgelegt; sobald die vorderste Filterplatte
diesen Anschlag erreicht, wird der Schlitten von seinem Antrieb erneut selbsttätig umgesteuert.
Diese bekannte Vorrichtung arbeitet zufriedenstellend, wenn die Filterplatten sich leicht voneinander
lösen. Haften die Filterplatten dagegen fest aneinander, dann besteht die Möglichkeit, daß der Schlitten
nicht nur die jeweils vorderste Filterplatte, sondern zwei oder mehrere Filterplatten gleichzeitig mitnimmt
oder — wenn eine größere Anzahl von Filterplatten fest aneinander haftet — seine Bewegung in
Plattentransportrichtung durch vorzeitiges Umsteuern seines Antriebs beendet, ohne daß die vorderste
Filterplatte ihre Endstellung erreicht hat.
Das Problem, daß versehentlich mehrere Filterplatten gleichzeitig mitgenommen werden können, ist
bei einer anderen bekannten Vorrichtung zum Verschieben von Filterplatten (deutsche Patentschrift
I 144 689) dadurch vermieden, daJA sämtliche Filterplutten
durch schwenkbare Riegel miteinander gekuppelt sind und nur die jeweils vorderste Filterplatte
entkuppelt wird, ehe hie von einem im einer
Transponkette schwenkbar gelagerten Mitnehmer S mitgenommen wird. Der Mitnehmer weist zu diesem
Zweck einen Bolzen auf, der den Riegel der jeweils
vordersten Filterplatte in eine unwirksame Stellung bringt, wenn der Mitnehmer hinter einem Vorsprung
der vordersten Filterplatte einrastet. Diese Lösung des Geschriebenen Problems ist jedoch ohne den zusätzlichen,
für das Kuppeln der Filterplatten erforderlichen Bauaufwand nicht denkbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Verschieben der jeweils vordersten
Filterplatte einer Reihe längs einer Führung beweglicher, nicht miteinander gekuppelter Filterplatten zu
schaffen, mit der sich die Filterplatten auch dann mit Sicherheit einzeln fortbewegen lassen, wenn sie aneinanderhaften.
Diese Aufgabe ist. ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung, erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß ein Gegenhalter am Schlitten in Plattentransportrichtung geführt und,
bezogen auf die Rückbewegung, vor dem Mitnehmer as am Schlitten angeordnet ist, sowie ebenfalls durch
Auflaufen auf den Vorsprung der vordersten Filterplatte von diesem in eine Stellung abschwenkbar ist,
in der er sich bei fortgesetzter Rückbewegung des Schlittens am Vorsprung der zweiten Filterplatte
abstützt und eine am Schlitten angeordnete Feder spannt.
Damit wird erreicht, daß am Ende jeder Rückbewegung des Schlittens im Gegenhalter eine Gegenhaltekraft
entsteht, die auf die jeweils zweite Filterplatte, nicht aber auf die vorderste Filterplatte einwirkt.
Daher ist die zweite Filterplatte, und mit ihr jede weitere Filterplatte, daran gehindert, der vordersten
Filterplatte zu folgen, wenn diese vom Schlitten mitgenommen wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Gegenhalter einen Winkelhebel auf,
der am freien Ende einer am Schlitten geführten Stange schwenkbar gelagert und von einer Feder in
einer Stellung gehalten ist, in der sein erster Arm in Richtung der Rückbewegung des Schlittens weist und
sein zweiter Arm bei der Rückbewegung gegen den Vorsprung der vordersten Filterplatte stößt, sein erster
Arm durch die dadurch hervorgerufene Schwenkung des Winkelhebels in den Zwischenraum zwisehen
dem Vorsprung der vordersten und der zweiten Filterplatte greift und den Gegenhalter am Vorsprung
der zweiten Filterplatte abstützt. Dadurch wird eine zuverlässige Abstützung des Gegenhalters
bei einfacher Gestaltung der Vorsprünge der Filterplatten erreicht.
Wenn der Mitnehmer in bekannter Weise (deutsche
Patentschrift 1144 689) als Klinke mit einer an der jeweils vordersten Filterplatte abgleitenden Nase
ausgebildet ist, dann ist es zweckmäßig, wenn der Mitnehmer erfindungsgemäß einen in der Nähe der
Nase gelagerten Anschlaghebel aufweist, der beim Einrasten der Nasj hinter der ersten Filterplatte gegen
diese stößt und dadurch gegen eine ihn vorbelastende Kraft in eine Schwenkstellung gelangt, in
der eine an ihm ausbildete Anschlagfläche bei weiter fortgesetzter Rückbewegung des Schlittens an
Stelle der Nase gegen die zweite Filterplatte stößt.
Wenn die Anschlagfläche gegen die zweite Filterplatte stößt, tritt im Antrieb des Schlittens ein plötzlicher
Drehmomentanstieg auf, und dadurch ist gewährleistet, daß die Bewegungsrichtung des Schlittens
umgekehrt wird, ohne daß die Klinke die Möglichkeit hat, den Vorsprung der zweiten Filterplatte
zu überspringen.
Schließlich ist die im Vorstehenden beschriebene Ausführungsform vorzugsweise dadurch weitergebildet,
daß der Nase hinter der letzten fortzubewegenden Filterplatte ein weiteres Hindernis zugeordnet
ist, das bei einer letzten Rückbewegung des Schlittens eine größere Schwenkung des Mitnehmers hervorruft
als die einzelnen Filterplatten und daß der Mitnehmer eine Rast aufweist, in die bei dieser größeren
Schwenkung ein Riegel eingreift, der den Mitnehmer in einer Schwenkstellung festhält, in der er
an den zuvor bewegten FiI'erplatten vorbeibewegbar
ist. Die Vorrichtung kann so-.iit selbsttätig in ihre ursprüngliche
Ausgangsstellung zurückkehren, in der sie die erneute Benutzung der Filterplatten nicht behindert
und für ein späteres Vereinzeln der wieder gefüllten Filterplatten bereitsteht.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Filterpresse in geöffnetem
Zustand,
F i g. 2 den Schnitt H-II in F i g. 1,
F i g. 3 einen vergrößerten Ausschnitt aus F i g. 1,
F i ε. 4 eine Draufsicht zu F i g. 3,
F i g. 5 den Schnitt V-V in F i g. 3,
F i g. 6 den Schnitt VI-VI in F i g. 4,
Fig. 7. 8 und 9 Ausschnitte ähnlich Fig. 3 in verschiedenen
Betriebsstellungen.
Bei der in F i g. 1 dargestellten Filterpresse sind zwischen einem Kopfständer 1 und einem Endständer
zwei waagerechte Reitstangen 3 angeordnet. Zwischen einem verschiebbaren Kopfstück 4 und einem
feststehenden Endstück 5 läßt sich eine Serie von Filterplatten SO, 51, 52 mittels einer hydraulischen Vorrichtung
6 zusammenpressen. Die Filterplatten ruhen mit seitlichen Schultern 7 oder Tragrollen auf den
Reitstangen 3 und müssen einzeln verschoben werden, um Filterkuchen herauszunehmen, die sich zwischen
den Filterplatten gebildet haben. In Fig. 1 ist eine Filterplatte 50 schon verschoben worden; von
den noch nicht verschobenen Filterplatten ist die vorderste mit 51 und die zweite mit 52 bezeichnet.
Als Angriffspunkt für die im folgenden beschriebenen Verschiebevorrichtung weist jede Filterplatte an
einer ihrer Schultern 7 einen Vorsprung 17 bzw. 27 auf.
Von ein^m Motor 8 mit umkehrbarer Drehrichtung
ist ein Antriebsrad 9 antreibbar. Zwischen dem Antriebsrad 9 und einem Umlenkrad 10 am Kopfende
der Filterpresse ist eine Kette 11 oder ein anderes Zugmittel ausgespannt, dessen oberer Strang
mit einem Schlitten 12 verbunden ist.
Der Schlitten 12 ist auf einer waagerechten Führungsstange 13 geführt, die im dargestellten Beispiel
Sechseckquerschnitt hat und mit Haltern 16 (F i g. 2) an der Reitstange 3 befestigt ist. Zur Führung des
Schlittens 12 längs der Führungsstange 13 dienen mehrere Doppelkegelrollen 14, die auf Lagerzapfen
15 oberhalb und unterhalb der Führungsstange 13 am Schlitten 12 gelagert sind. Am Schlitten 12 ist ein
Mitnehmer 20 mit einem Anschlaghebcl 29. ein Gegcnhalter
35 bis 43 und eine Sperreinrichtung 45 bis 49 angeordnet.
Quer zu der Führungsstangc 13 erstreckt sich ein
mit dem Schlitten 12 fest verbundener Schwenkbolzen 18 (Fig. 6), auf dem mittels eines Rohrstücks 19
der Mitnehmer 20 schwenkbar gelagert ist. Der Mitnehmer 20 steht unter der Wirkung einer Feder 21.
die sich an einem Widerlager 22 am Schlitten 12 abstützt. Eine Verlängerung 25 des Mitnehmers 20
weist eine Schraube 23 auf. die als einstellbarer Anschlag gegenüber einem Widerlager 24 am Schlitten
I?. dient. An dem von der Verlängerung 25 abgewandten
Kopfende des Mitnehmers 20 ist eine Nase 26 ausgebildet, die gemäß Fig. 6 eine schräge Gleitfläche
37 und eine vertikale Mitnehmerfläche 28 aufweist. Für die Nase 26 steht nahezu der ganze Zwischenraum
zwischen den Vorsprüngen 17 und 27 zweier benachbarter FilterplaUcn 51. 52 zur Verfügung,
so daß der Mitnehmer 20 kräftig bemessen wcr'lcn kann.
Der am Kopfende des Mitnehmers 20 gelagerte Anschlaghebel 29 ist um einen waagerechten Bolzen
30 schwenkbar und steht unter der Wirkung einer Feder 31. die in den Mitnehmer 20 eingebaut ist. Der
Anschlaghebel 29 weist eine /vnschlagfläche 32 auf, die mit dem Vorsprung 27 der zweiten Filterplatte 52
und jeder folgenden Filterplatte zusammenwirkt. Die Feder 31 ist bestrebt, den An.schlaghebel 29 gegen
einen Zapfen 33 zu drücken.
Im folgenden wird der Aufbau des Gegenhalters 35 bis 43 beschrieben. Der Schlitten 12 weist eine Führung
34 auf. in der eine Stange 35 verschiebbar ist. Das" eine Ende der Stange 35~ist mit einem Stift 36
verschen, an dem eine Feder 40 angehängt ist. Die Feder 40 ist anderseits an einem am Schlitten 12 befestigten
Stift 38 angehängt. Das andere Ende der Stange 35. das als Kopfende 39 bezeichnet sei, trägt
einen schwenkbaren Winkelhebel 41, 42, an dem eine Feder 43 angreift. Bei der in Fig. 3 und 4 dargestellten
Ausgangsstellung des Gegenhalters befindet sich der aufrecht stehende Arm 41 des Winkelhebels
41. 42 in Höhe des Vorsprungs 17 der ersten Filterplatte 51.
Am Schlitten 12 ist als Sperreinrichtung für den Mitnehmer 20 mittels eines Bolzens 44 ein Riegel 45
angelenkt, der sich mit einer Flanke 46 unter der Wirkung der Feder 47 gegen einen an der Verlängerung
25 des Mitnehmers 20 befestigten Stift 48 legt. In einer angehobenen Stellung des Mitnehmers 20
(F i g. 9) vermag der Stift 48 in eine Aussparung 49 des Riegels 45 einzurasten, wodurch der Mitnehmer
20 in einer neutralen Stellung festgehalten wird.
Die im vorstehenden beschriebene Vorrichtung ist an beiden Längsseiten der Filterpresse je einmal vorhanden.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende: Der Schlitten 12 ist in F i g. 1 bei der mit
einem Pfeil 53 angedeuteten Rückbewegung entgegen der Plattentransportrichtung dargestellt, wobei
der Gegenhalter 35 bis 43 vorauseilt. Die vorderste noch nicht verschobene Filterplatte 51 soll abgeholt
werden, die zweite Filterplatte 52 soll dabei zunächst festgehalten werden. Der Gegenhalter 35 bis 43 und
die mit dem Mitnehmer 20 verbundenen Teile sind dabei in ihrer Ausgangslage, die in F i g. 1 und deutlicher
in F i g. 3 und 4 erkennbar ist. Der Arm 41 des Winkelhebels 41, 42 steht aufrecht, die Stange 35 des
Gegenhaltcrs schaut größtenteils links aus ihrer Führung 34 heraus, und die Feder 40 hat ihre gcringstmöglichc
Länge. Die Nase 26 des Mitnehmers 20 nimmt ihre obere Stellung ein. und der Anschlaghcbei
29 ist durch die Wirkung der Feder 31 schräggestellt.
Bei weiterer Rückbewegung des Schlittens 12 in Richtung des Pfeils 53 stößt zunächst der aufrechl
stehende Arm 41 des Winkelhebsls 41, 42 gegen den
ίο Vorsprung 17 der vordersten Filterplatte 51. so da(J
der Winkelhcbel 41, 42 in die in Fig. 7 gezeichnete
Stellung geschwenkt wird und sein Arm 42 sich gegen den Vorsprung 27 der zweiten Filterplatte 52
legt und damit den Gegcnhaltcr 35 bis 43 an diesel zweiten Filterplatte 52 abstützt.
Der Schlitten 12 bewegt sich ungehindert weiter wobei die Feder 40 gespannt wird und die stillstehende
Stange 35 sich relativ zu ihrer sich mit deir Schlitten 12 bewegenden Führung 34 verschiebt. Ehe
der Schlitten 12 die in Fig. 8 gezeichnete Lage erreicht, trifft die schräge Gleitfläche 37 der Nase 2f
gegen den Vorsprung 17 der vordersten Filterplatte 51. Das Kopfende des Mitnehmers 20 wird dadurch
so weit abwärts gedrückt, daß die Nase 26 sich untci dem Vorsprung 17 hindurchbewegt. Hinter dem Vorsprung
17 springt die Nase 26 unter Wirkung der Feder 21 nach oben. Der Anschlaghebel 29, der während
der freien Rückbewegung des Schlittens 12 ent sprechend Fig. 3 und 7 eine Schräglage eingenom
men hat, ist dadurch ebenfalls an dem Vorsprung 1" vorbeigelangt und wird durch diesen Vorsprung 1"
nun in einer Stellung gehalten, in der seine Anschlag fläche 32 in aufrechter Lage gegen den Vorsprung 2"
der zweiten Filterplatte 52 trifft. Durch das Auftref fen der Anschlagfläche 32 auf den Vorsprung 2"
wird eine weitere Verschiebung des Schlittens 12 un möglich gemacht. Im Antriebssystem 8.9, 10 dei
Verschiebeeinrichtung tritt daher plötzlich ein star ker Drehmomentanstieg auf, der die Drehrichtungs·
umkehr des Motors 8 bewirkt.
Es ist auch möglich, die Richtungsumkehr des An triebssystems von einer Endstellung des Gegenhalten
35 bis 43 abhängig zu machen. Beispielsweise kanr der Weg des Schlittens 12 dadurch begrenzt werden
daß eine Stirnfläche 54 der Führung 34 auf eine Fläche 55 am Kopfende 39 des Gegenhalters 3ς bi:
43 auftrifft. Auch dann tritt der entsprechende plötz
liehe Drehmomentanstieg auf. Man kann diese zweit« Schaltmöglichkeit als Reserve für die vorher geschil
derte Auslösung der Umschaltung benutzen.
Unmittelbar nach dem Ende der Rückbewegunj
des Schlittens in Pfeilrichtung 53, also beim Begini der Bewegung in Plattentransportrichtung 56, lös
sich die Anschlagfläche 32 vom Vorsprung 27, um die Mitnehmerfläche 28 der Nase 26 des Mitnehmer:
20 legt sich gegen die Rückseite des Vorsprungs 1' der Filterplatte 51. Dabei übergreift die Nase 2(
einen Stift 58 (F i g. 6), der die Lage des Mitnehmer: 20 sichert. Bei der weiteren Bewegung des Schlitten
12 in Plattentransportrichtung 56 wird die Filter platte 51 durch die beiderseits angreifenden Mitneh
mer 20 mitgenommen.
Die zweite Filterplatte 52 wird dabei entspreche™
F i g. 8 durch den Gegenhalter 35 bis 43 so lange zu rückgehalten, bis die Feder 40 sich auf ihre Anfangs
länge entspannt hat und der Arm 42 des Winkelhe bels 41, 42 sich vom Ansatz 27 der zurückgehaltene!
Filterplatte 52 löst. Bis dahin kann der Schlitten l:
bereits einen Weg von beispielssveise mehreren Dezimetern zurückgelegt haben. Während der Verschiebung
der Filterplatte 51 wird der Filterkuchen, der sich zwischen den Filterplatte)! 51 und 52 gebildet
hat'·:, in der üblichen Weise ausgeräumt. Die Richtungsumkehr
des Antriebs am Ende der Verschiebung in Plattcntransportriclitung wird durch das
Auftreffen der verschobenen Filterplatte 51 auf das Kopfstück 4 oder, im dargestellten Beispiel, auf die
bereits verschobene Filterplatte 50 herbeigeführt.
Damit die Vorrichtung nach dem Verschieben aller FiItJi platten selbsttätig in eine betriebsbereite
Anfangsslellung zurückkehren kann, ist am Findstück 5 der Filterpresse ein weiteres Hindernis 57 angeordnet,
dessen Unterkante etwas tiefer liegt als die Unterkanten der Vorsprünge 17 und 27 der Filterplatten.
Der Mitnehmer 20 wird daher bei dem Auftreffcn der schrägen Gleitfläche 37 auf das Hindernis
57 am Finde eier letzten Rückbewegung des Schlittens
12 um einen etwas größeren Winkel geschwenkt als bei den normalen Arbeitsspielen. Die Verlängerung 25
des Mitnehmers 20 wird durch die stärkere Schwenkung so weit angehoben, daß der Stift 48 in die Ausnehmung
49 des Riegels 45 einrastet (Fig. 9). Bei der anschließenden letzten Bewegung in Platicntransportrichtung.
die der Schlitten ohne Filterplatte ausfahrt, bleibt die Nase 26 außer Eingriff mit den Vorsprüniien
17, 27 der verschobener Filterplatte!!.
Kurz vor dem Ende der letzten Rückbewegung ist der Winkclhebcl 41. 42 durch Anstoßen am Hindernis
57 geschwenkt worden und kurz darauf in seine in F i g. 3 gezeichnete Lage zurückgeschwenkt, da aul
das Hindernis 57 kein weiterer Vorsprung mehl folgt. Bei der letzten Bewegung des Schlittens 12 ir
Plattentransportriehtung wird der vorher aufrcclr stehende Arm 41 des Winkelhebels 41, 42 in die ir
Fig.") gezeichnete waagerechte Lage geschwenkt. Ir
dieser Lage rutscht der Winkclhebcl 41, 42 unter allen Vorsprüngen 57, 27, 17 wirkungslos durch.
ίο Da also Mitnehmer 20 und Gegenhaltcr 35 bis 4:
bei der letzten Bewegung des Schlittens 12 in Plat tenlransportrichtung56 wirkungslos sind, bewegt siel
der Schlitten 12 ohne Filterplatte und ungchinder längs der Rcitstange 13. F i g. 9 zeigt die zuerst vcr
schobene Filterplatte 50 und den Schlitten 12 kur; vor Beendigung der letzten Bewegung in Platten
Iransportrichtung 56. Der Schenkel 41 des Winkelhc bels 41, 42 wird in diesem Augenblick noch durcl
den Ansatz der Platte 50 niedergehalten. Am End< i:r letzten Bewegung des Schlittens 12 in Platten
transportrichtung trifft die Flanke 46 des Riegels 4f gegen einen nicht dargestellten Anschlag, so daß de
Riegel aus seiner Sperrstcllung (Fig. 9) gegen dii
Wirkung der Feder 47 in seine Frcigabestellunj
»5 (Fig. 6) geschwenkt wird. Der Stift 48 gelangt da
durch aus der Ausnehmung 49, und der Mitnehme 20 schwenkt unter der Wirkung der Feder 2! in seini
normale Ausgangsstellung zurück. Damit ist die Vei schiebevorrichtung ohne äußeren Eingriff wieder vol
betriebsbereit.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
309 586/3
Claims (4)
1. Vorrichtung an einer Filterpresse zum Verschieben der jeweils vordersten Filterplatte einer
Reihe längs einer Führung beweglicher Filterplatten, mit einem Mitnehmer, der an einem
längs der Führung in Plattentransportrichtung und zurück beweglichen Schlitten schwenkbar gelagert
ist und jeweils bei der Rückbewegung durch Auflaufen auf einen Vorsprung der vordersten
Filterplatte geschwenkt wird und hinter diesem Vorsprung einrastet, und mit einem Antrieb
für den Schlitten, der jeweils beim Überschreiten eines bestimmten Bewegungswiderstandes die Bewegungsrichtung
selbsttätig umkehrt, dadurch Gekennzeichnet, daß ein Gegenhalter
(35 bis 43) am Schlitten (12) in Plattentransportrichtung geführt und, bezogen auf die
Rückbewegung, vor dem Mitnehmer (20) am ao Schlitten (12) angeordnet ist, sowie ebenfalls
durch Auflaufen auf den Vorsprung (17) der vordersten Filterplatte (51) von diesem in eine Stellung
abschwenkbar ist, in der er sich bei fortgesetzter Rückbewegung des Schlittens (12) am
Vorsprung (27) der zweiten Filterplatte (52) abstützt und eine am Schlitten (12) angeordnete Feder
(40) spannt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenhalter (35 bis 43)
einen Winkelhebel (41, 41) aufweist, der am
freien Ende einer am Schlitten (12) geführten Stange (35) schwenkbar gelagert und von einer
Feder (43) in einer Stellung (Fi g. 3) gehalten ist,
in der sein erster Arm (42) in Richtung der Rückbewegung des Schlittens weist und sein
zweiter Arm (41) bei der Rückbewegung gegen den Vorsprung (17) der vordersten Filterplatte
(51) stößt, sein erster Arm durch die dadurch hervorgerufene Schwenkung des Winkelhebels
(41, 42) in den Zwischenraum zwischen dem Vorsprung (17, 27) der vordersten und der zweiten
Filterplatte (51, 52) greift und den Gegenhalter (35 bis 43) am Vorsprung (27) der zweiten
Filterplatte (52) abstützt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, deren Mitnehmer als Klinke mit einer an der jeweils
vordersten Filterplatte abgleitenden Nase ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer
(20) einen in der Nähe der Nase (26) gelagerten Anschlaghebel (29) aufweist, der beim
Einrasten der Nase (26) hinter der ersten Filterplatte (51) gegen diese stößt und dadurch gegen
eine ihn vorbelastende Kraft (Feder 31) in eine Schwenkstellung (Fig. 6) gelangt, in der eine an
ihm ausgebildete Anschlagfläche (32) bei weiter fortgesetzter Rückbewegung des Schlittens (12)
an Stelle der Nase gegen die zweite Filterplatte
(52) stößt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Nase (26) hinter der letzten
fortzubewegenden Filterplatte ein weiteres Hindernis (57) zugeordnet ist, das bei einer letzten
Rückbewegung des Schlittens (12) eine größere Schwenkung des Micnehmers (20) hervorruft
als die einzelnen Filterplatten (51, 52), und daß der Mitnehmer eine Rast (48) aufweist, in die bei
dieser größeren Schwenkung ein Riegel (45) eingreiii,
der den Mitnehmer in einer Sclnvenkstcllung
festhält, in der er an den zuvor bewegten Filterplatien (51, 52) vorbeibewegbar ist.
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| DE1812901C3 DE1812901C3 (de) | 1978-06-29 |
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| US5106499A (en) * | 1986-11-28 | 1992-04-21 | Envirotech Corporation | Apparatus for shifting filter plates in a filter press |
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-
1968
- 1968-12-05 DE DE19681812901 patent/DE1812901C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1812901A1 (de) | 1970-08-06 |
| DE1812901C3 (de) | 1978-06-29 |
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