DE657563C - Vorrichtung zur hydraulischen Kraftuebertragung, aus treibendem und getriebenem Teil bestehend - Google Patents
Vorrichtung zur hydraulischen Kraftuebertragung, aus treibendem und getriebenem Teil bestehendInfo
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Description
Die Vorrichtungen zur hydraulischen Kraftübertragung bestehen aus einem treibenden,
mit der Motorwelle verbundenen Teil und einem getriebenen, auf die Abtriebswelle
arbeitenden Teil. Der treibende Teil besteht bei den hydrostatischen Kraftübertragungen
im allgemeinen aus einer Kolbenpumpe und bei den hydrodynamischen Kraftübertragungen
aus einer Kreiselpumpe.
Gemäß der Erfindung wird der treibende Teil einer hydraulischen Kraftübertragung
von einem mit hoher Umfangsgeschwindigkeit umlaufenden Flüssigkeitsbehälter und einer
ein- und ausschaltbaren Schöpfvorrichtung gebildet. Durch diese Ausbildung des treibenden
Teiles der Kraftübertragung erhält man die Möglichkeit, die zugeführte Motorenergie
zu speichern und vorübergehend ein Vielfaches der Motorleistung zu entnehmen. Aus
umlaufendem Flüssigkeitsbehälter und Schöpfvorrichtung bestehende Pumpen sind an sich,
und zwar auch bereits in Verbindung mit Flüssigkeitsgetrieben bekannt. Bei den bekannten
Ausführungen bildet diese Pumpe indessen nicht den treibenden Teil der Kraftübertragung,
sondern dient lediglich als Hilf spumpe, um die aus Kreiselpumpe und Turbine bestehende eigentliche Kraftübertragung zu
füllen. Der Verwendungszweck der Pumpe ist also dort ein änderer.
Die Speicherung der Betriebsflüssigkeit im umlaufenden Behälter erfolgt in Form von
kinetischer Energie im Betrage von mkg
pro kg Betriebsflüssigkeit, wenn u die Umf angsgeschwindigkeit im umlaufenden Flüssigkeitsbehälter
ist. Dabei besteht eine Schwierigkeit. Führt man Flüssigkeit durch Rippen, radiale Kanäle oder einfach durch Reibung
dem umlaufenden Flüssigkeitsring zu, so ist nach dem Eintritt relativer Ruhe im Behälter
nach der Turbinenhauptgleichung auf die zu-
M2
geführte' Menge ein Energiebetrag von —
pro kg Flüssigkeit übertragen worden. Die gespeicherte kinetische Energie beträgt aber
nur die Hälfte, nämlich pro kg Flüssigkeit. Infolgedessen geht bei solcher Zuführung
die Hälfte der übertragenen Energie durch Stoß und Wirbelung verloren.
Auf Grund dieser neuen Erkenntnis wird nach einem weiteren Vorschlage der Erfindung
die Vorrichtung zur Zuführung der Flüssigkeit in dem umlaufenden Behälter von vornherein
so eingerichtet, daß, abgesehen von unvermeidlichen Wandreibungsverlusten, möglichst
nur die kinetische Energie der Speiche-
M2
rung, nämlich , zugeführt wird. Dies kann
ζ. B. dadurch geschehen, daß der die Flüssigkeit in den Behälter fördernden Kreiselpumpe
eine Leitvorrichtung.nachgeschaltet wird. -.,_
Weitere Vorschläge der Erfindung befass,» sich, z. T. unter Verwendung bekannter i&eji^
elemente, mit der besonderen Ausgestali^g
und Anordnung der Schöpfvorrichtung, des
umlaufenden Behälters, des getriebenen Teiles der Kraftübertragung und schließlich der
ίο Flüssigkeitsführung vom treibenden zum getriebenen Teil, oder umgekehrt. Sie sind in
den Unteransprüchen angeführt.
Einige Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung sind nachstehend beschrieben
und zeichnerisch dargestellt.
Abb. ι der Zeichnung ist ein teilweiser Längsschnitt durch eine hydraulische Kraftübertragung,
deren treibender Teil erfindungsgemäß aus umlaufendem Behälter und Schöpfvorrichtung
besteht und deren getriebener Teil von einem Kolben gebildet wird. Abb. 2
ist eine Seitenansicht mit teilweisem Querschnitt nach Linie II-II der Abb. ι von rechts
gesehen. Abb. 3 ist ein teilweiser Schnitt durch eine Schöpfvorrichtung mit Diffusor.
Abb. 4 ist ein Schnitt nach Linie IV-IV der Abb. 3. Die Abb. 5 bzw. 6 bilden senkrechte
bzw. waagerechte Schnitte durch eine Luftabscheidevorrichtung. Die Abb. 7 und 8 erläutern
Kraftübertragungen mit senkrechter Achse. Die Abb. 9 und 10 sind Schnitte senkrecht
zur Achse günstiger Zufuhr- oder Pumpvorrichtungen. Abb. 11 ist ein Schnitt
durch den umlaufenden Behälter mit eingebauter Leitvorrichtung und Ansicht des
Motors. Abb. 12 zeigt im Schnitt eine Ausführung mit mehreren umlaufenden Behältern
und mehreren Schöpfvorrichtungen. Abb. 13 zeigt eine Kraftübertragung mit einer Turbine
als getriebenen Teil. Abb. 14 ist eine Ansicht von rechts gesehen auf Abb. 13.
Abb. 15 zeigt eine andere Ausführungsform
der in den Abb. 13 und 14 angegebenen Art. Abb. 16 ist ein Schnitt nach Linie XVI-XVI
der Abb. 15. Abb. 17 zeigt die in den Abb. 15
und 16 dargestellte Einrichtung in Verbindung mit einer Schöpfvorrichtung nach
Abb..3. In der Abb. 18 ist die in den Abb. 2
und 3 dargestellte Schöpfeinrichtung mit einer Kraftübertragung zum gegebenenfalls
selbsttätigen Ein- und Ausrücken gezeichnet. Nach Abb. 1 bezeichnen 1 den Motor 1,
2 den umlaufenden Behälter mit der Kreiselpumpe 3, 4 das Zuflußrohr, S das Abflußrohr
und 6 die Schöpfvorrichtung. Die Schöpfvorrichtung ist in den Flüssigkeitsring des
Behälters 2 ein- und ausschaltbar, und zwar gemäß der Erfindung dadurch, daß' sie z, B.
durch Verschwenkung mittels des Hebels 8
in den Flüssigkeitsring ein- und ausgetaucht wird. 7 ist ein fester Bock zur Stützung der
beiden Rohre 4 und 5. Aus dem Abflußrohr 5 gelangt die Flüssigkeit durch das feste Rohr
^io in den Schieberkasten 11 des Arbeitszylinder
s 12 und hebt dort den Kolben 13 zur Ver- ^S$&htung irgendeines Arbeitszweckes.
ti/Wird der Steuerschieber im Schieberkasten
-*ri von Hand oder durch irgendeine selbsttätige
Einrichtung mit Hilfe der S teuer stange 19 und des Hebels 14-15 auf Entleerung des
Arbeitszylinders 12 umgestellt und außerdem durch Hebel 14-16 und Lenkstange 17 die
Schöpfvorrichtung 6 aus dem Flüssigkeitsring des Behälters 2 herausgenommen, so
drückt der Kolben 13 durch sein Gewicht, durch Federwirkung oder Druckluft die Flüssigkeit
durch das Zuflußrohr 4 und gegebenenfalls durch eine in diesem angebrachte Drosselvorrichtung
18 nach der Pumpe 3 und damit in den Behälter 2 zurück. Die Flüssigkeit
wird also ähnlich wie bei den bekannten hydraulischen Kraftübertragungen im Kreislauf
geführt. Die Drosselvorrichtung 18 hat hierbei den Zweck, eine Überlastung des Motors
ι bei stoßweisem Rückfluß aus dem Arbeitszylinder
12 in die Pumpe 3 zu verhindern. Wie in der Zeichnung angedeutet ist, kann
die Schöpfvorrichtung 6 mit dem Steuerschieber 11 verbunden sein, der die Flüssigkeitszu-
und -abfuhr zum bzw. vom Arbeitszylinder steuert.
Derjenige Teil der vom Arbeitszylinder 13
weggedrückten Flüssigkeit, welcher über die Drosselvorrichtung 18 nicht in den Behälter 2 '
durchgelassen wird, findet vorübergehend im Ausgleichsgefäß 20 Raum, bevor er durch die
Drosselvorrichtung 18 gleichfalls zum Behälter 2 durchgelassen wird. Das Ausgleichsgefäß 20 kann auch durch eine Feder oder
über einen Dreiwegehahn 9 durch Druckluft o. dgl. belastet sein.
Nach Abb. 2 ist die Schöpfvorrichtung 6 in Form eines vorzugsweise schlank verjüngten
Diffusors ausgebildet; die punktierte Lage gilt nach 'teilweiser Entleerung des Behälters
2. Der Hebel 8 der Schöpfvorrichtung 6 kann für bestimmte Zwecke mit einem Gegen- :
gewicht 21 oder einer anderen Vorrichtung, z. B. Feder, Druckkolben o. dgl., versehen
sein, welche die Schöpfvorrichtung 6 nach bestimmter Entleerung des Behälters 2 selbsttätig
aus der Flüssigkeit herauszieht und ihn damit widerstandsfrei macht, so daß die Leerlaufverluste
praktisch auf Null sinken.
Die Abb. 3 und 4 zeigen ein verbessertes Ausführungsbeispiel der Schöpfvorrichtung 6.
Auf die Mündung von 6 wird von der Relativströmung ein großer Staudruck ausgeübt,
der die Schöpfvorrichtung unter die Flüssigkeitsoberfläche zu drücken bestrebt ist. Damit
dies jedoch über ein gewisses Maß hinaus verhindert wird, ist an der Schöpfvorrichtung 6
beispielsweise die gleitbootähnliche Fläche 23 angebracht, auf die die Strömung ein entgegengesetztes
Drehmoment ausübt. Zur Verringerung der Wellenbildung kann die Schöpfvorrichtung
6-23 mit Seitenscheiben 24 oder mit ähnlichen Einrichtungen versehen sein, welche z. B. durch gelochte Beruhigungsflächen, durchlässige Siebe o. dgl. die Wellen
dämpfen. Atich der Behälter 2 selbst kann mit solchen durchlässigen Flächen 27 versehen sein.
In die Schöpfvorrichtung etwa mitgerissene Luft kann vor dem Eintritt in den Arbeitsraum
gemäß Abb. 5 und 6 durch einen Windkessel 25 vorzugsweise in bekannter Art
durch Fliehkraftwirkung (Erzeugung eines Umlaufes) nach der Mitte zu abgeschieden
und durch eine Ablaßvorrichtung 26 entweder ins Freie oder in Form von Druckluft zu
irgendeiner nützlichen Verwendung, z. B. zu Brems- oder Steuerzwecken, weitergeleitet
werden. Die Achse des Behälters 2 kann gemäß Abb. 7 und 8 auch senkrecht, und zwar
entweder oberhalb oder unterhalb des Motors 1 liegen.
Ein besonders wichtiger Teil der Kraftübertragung ist die Pumpe 3 für die Flüssigkeit.
Ihre Aufgabe besteht darin, der Flüssigkeit aus den eingangs erwähnten Gründen möglichst nur die im Behälter 2 vorhandene
kinetische Energie mit bestem Wirkungsgrad mitzuteilen. Geeignete Formen der Pumpe
sind in den Abb. 9 und 10 dargestellt. 4 ist die Zuflußleitung und 3 die Pumpe, welche in
Abb. 9 als reine Gleichdruckpumpe, in Abb. 10 als Uberdruckpumpe, in beiden Fällen mit
freiem Ausfluß in die Atmosphäre und Ausströmung nach vorn in der Drehrichtung des
gekrümmten Pfeiles dargestellt ist. Um die austretende Flüssigkeit möglichst stoß- und
verlustfrei in den Flüssigkeitsring des Behälters 2 zu befördern, sind Leitvorrichtungen
28 angeordnet. Die Pumpe 3 kann abweichend von der gezeigten Ausführung mit einer Drehzahl
angetrieben werden, welche von der Drehzahl des Behälters 2 abweicht. Die zugeführte
Flüssigkeitsmenge kann auf diese Weise beliebig groß gewählt werden.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Kraftübertragung ist in Abb. 11 dargestellt,
bei der der feste Leitkranz 28 am Zufluß- - rohr 4 mittels der Scheibe 29 o. dgl. befestigt
ist. Das Zuflußrohr 4 umgibt hier gleichachsig die Welle 30 des Behälters 2. Die Verlängerung
des Zuflußrohres 4 und des Abflußrohres 5 gegen durch den festen Deckel 32, der die Öffnung des umlaufenden Behälters 2
gegebenenfalls durch eine Labyrinthdichtung abschließt.
Gemäß Abb. 12 können auch mehrere Behalter
vorteilhaft ineinander angeordnet sein.
Z. B. kann der äußere Behälter 2° zur Speicherung
großer Energien dienen, der innere Behälter 2Ä zur Speicherung kleinerer Energien,
die zur Betätigung · kleinerer Arbeitskolben oder sonstiger Vorrichtungen, haupt-
sächlich aber für Steuer- oder Schaltzwecke, ausgenutzt werden können. Demgemäß sind
zwei Schöpfvorrichtungen 6a und 66 und zwei
Äbführungsrohre 5a und 5* vorgesehen. Die
Zuflußeinrichtung 4 kann vorteilhaft die Flüssigkeit ganz oder hauptsächlich zuerst in den
inneren Behälter 2b führen, um diesen, etwa für Steuerzwecke, ständig gefüllt zu halten.
Der Überschuß läuft dann selbsttätig am besten durch eine der oben beschriebenen, hier
nicht gezeichneten Pumpen in den Hauptbehälter 2a.
In vielen Anwendungsfällen ist es erwünscht, Flüssigkeitsverluste durch Spritzen,
Undichtigkeiten usw. zu vermeiden. Zu diesem Zweck kann der umlaufende Behälter gemäß
Abb. 12 von einem Gehäuse 35 umgeben sein, das eine ringsum laufende Rinne 36
trägt, in der sich die Leckflüssigkeit sammelt. Diese wird dann durch kleine schaufelartige
Erhöhungen 37 des umlaufenden Behälters oder einfach durch die Reibung seiner aufgerauhten
Oberfläche längs der Rinne nach irgendeiner Stelle, z. B. einem höher liegenden Sammelgefäß 37", fortgeschleudert bzw.
fortgepumpt. Um den Drehzahlabfall bei der plötzlichen Entnahme großer Speichermengen
möglichst zu beschränken, kann nach Abb. 12 mit dem Mantel des Behälters eine
feste Schwungmasse 38 unmittelbar verbunden werden.
Beim Stillsetzen des umlaufenden Behälters 2 fällt der umlaufende Flüssigkeitsring
zusammen. Bei Anordnung genügend geringer Wassertiefe findet der gesamte Flüssigkeitsinhalt
alsdann in der unteren Hälfte des Behälters Raum. Bei größeren Speichermengen kann er teilweise in sonst umlaufenden,
teilweise in stets stillstehenden Räumen der Gesamteinrichtung Platz finden. Dies
gilt z. B. immer dann, wenn der Arbeitsraum (etwa 12 in Abb. 1) ganz oder teilweise tiefer
liegt als die Mitte des Behälters. Vorteilhaft kann auch für den Rest ein fester besonderer
Vorratsbehälter außerhalb des Behälters angeordnet sein. Nötigenfalls kann eine kleine
Hilfspumpe das Wasser aus diesem Vorratsbehälter nach dem Behälter oder Arbeitsraum
zurückfördern. Hierfür kann unter Umständen auch die in Abb. 12 mit 37 bezeichnete
Hilfseinrichtung allein oder zusätzlich verwendet werden.
Abb. 13 ist ein teilweiser Schnitt durch eine Kraftübertragung mit einer Turbine als
getriebenen Teil. Durch die Schöpfvorrichtungo wird die Flüssigkeit aus dem umlaufenden
Behälter 2 durch das Rohr 5 bei-
spielsweise in die Spiralturbine 45 gedruckt um hier Dreharbeit zu leisten. Auf der Welle
46 der mit hoher Drehzahl umlaufenden Spiralturbine 45 sitzt das Stirnrad 47, das mit
dem Zahnrad 48 in Eingriff steht. Durch Wahl eines großen Übersetzungsverhältnisses
zwichen 47 und 48 ist es möglich, auf die Abtriebswelle
49 große Momente zu übertragen. Die Arbeitsiiüssigkeit fließt durch das Abfiußrohr
4 der Turbine 45 über die Pumpe 3 in den umlaufenden Behälter 2 zurück. An Stelle der Spiralturbine 45 kann selbstverständlich
jede andere bekannte Turbinenart, sei es als Gleichdruck- oder als Überdruckturbine
eingebaut werden.
Abb. 14 ist eine Ansicht von rechts gesehen auf die Stirnräder 47, 48 und auf die Turbine
45 der Abb. 13. Das Ganze stellt ein neuartiges speicherfähiges Flüssigkeitsgetriebe
für hohe Momentübersetzung dar, das ähnlich den bekannten Strömungsgetrieben leicht umgesteuert
und auf höchste Zugkraft beim Anfahren gebracht werden kann.
Die Abb. 15 und 16 zeigen eine andere Ausführungsform
der in den Abb. 13, 14 gezeichneten und im zugehörigen Text beschriebenen
Einrichtungen. Die Turbine 45 wird hier durch den umlaufenden Flüssigkeitsring des
Behälters 2 unmittelbar teilweise beaufschlagt und in schnelle Drehung versetzt. Sie treibt
wieder über die Welle 46 und das Zahnräderpaar 47, 48 die Abtriebswelle 49 an. Das aus
der Turbine 45 abfließende Wasser wird über die feststehende Leitvorrichtung 28 mit Abführungstasche
50 durch die Pumpe 3, die mit dem umlaufenden Behälter 2 fest verbunden ist, in den letzteren zurückgefördert.
Durch geeignete Anordnung kann die Turbine 45 auch außer Betrieb gesetzt werden.
So kann man z. B. bei der Ausführung nach Abb. 15 und 16 die Antriebswelle 49 exzentrisch
zu der Achse der treibenden Welle 52 lagern, etwa in der Linie N-N und die nicht
umlaufenden Teile, wie das Lager der Welle 46, Leitvorrichtung 28 und Abführungstasche
50 um die neue Lage N-N von 49 drehbar machen. Durch eine Verdrehung kann dann
die Turbine 45 aus dem umlaufenden Flüssigkeitsring herausgezogen werden.
Eine andere Möglichkeit, die Turbine 45 nach Belieben in oder außer Betrieb zu setzen,
ist gemäß Abb. 17 durch Schwenkung der Schöpfvorrichtung 6 gegeben. In der ausgezogen
gezeichneten Lage ist die Schöpfvorrichtung 6 in Betriebsstellung, während sie in
der gestrichelt gezeichneten Lage außer Betrieb gesetzt ist.
Nach Abb. 18, ist die in den Abb. 2 und 3
bereits dargestellte Schöpfvorrichtung 6 mit einer Kraftsteuerung zum gegebenenfalls
selbsttätigen Ein- und Ausrücken versehen.
Wie früher beschrieben, wird auf die Mündung der Schöpfvorrichtung 6 von der Relativströmung
ein großer Staudruck ausgeübt, der die Schöpfvorrichtung unter die Flüssigkeitsoberfläche
zu drücken bestrebt ist. Die gleitbootähnliche Fläche 23 verhindert, daß dies über ein gewisses Maß hinaus geschieht.
Die Mündung der Schöpfvorrichtung wird daher stets dem Flüssigkeitsspiegel des umlaufenden
Behälters folgen. Ist dieser nun entleert, so hört der Druck auf die Mündung der Schöpfvorrichtung auf, und diese wird
durch die Feder 57 in die in Abb. 18 gestrichelt gezeichnete Lage gezogen. Die
Schöpfvorrichtung ist mit einem Drehschieber 54 versehen, der so gebaut ist, daß die Flüssigkeit
während des Betriebes ungehindert durch die Durchflußöffnungen 55 in das Abflußrohr
56 strömen kann. Im ausgeschalteten Zustand dagegen (also in der gestrichelten Lage) schließt der Drehschieber 54 die Durchflußöffnungen
55 ab, so daß die Druckflüssigkeit aus dem angeschlossenen Arbeitsraum
nicht in die Schöpfvorrichtung 6 und damit nicht in den Flüssigkeitsbehälter 2 zurücktreten
kann.
Der Drehschieber 54 ist mit einem Drehkolben 58 versehen, der sich in der Tasche 60
bewegen kann. Will man nach Wiederauffüllung des Behälters 2 die Schöpf vorrichtung
6 wieder in Betrieb setzen, so wird die untere Hälfte der Tasche 60 durch das Anschlußrohr
59 mittels eines Steuergliedes willkürlich unter Druck gesetzt, so daß der
Drehschieber 54 samt Schöpfvorrichtung 6 eine Drehung entgegengesetzt dem Uhrzeiger
macht, bis die Mündung von 6 in den umlaufenden Flüssigkeitsring eintaucht. 61 ist
eine öffnung, um Luft oder Leckwasser aus jioo
der Tasche 60 beim Betätigen des Drehschiebers zu entfernen.
Claims (20)
1. Vorrichtung zur hydraulischen Kraftübertragung,
aus treibendem Teil (Pumpe) und getriebenem Teil (Kolben, Turbine
o. dgl.) bestehend, gekennzeichnet durch die Verwendung einer an sich bekannten,
aus einem mit hoher Umfangsgeschwindigkeit umlaufenden Flüssigkeitsbehälter
(2) und einer ein- und ausschaltbaren Schöpfvorrichtung (6) bestehenden Pumpe
als treibenden Teil der Kraftübertragung.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von der
Schöpfvorrichtung (6) dem umlaufenden Flüssigkeitsbehälter (2) intermittierend
entnommene Betriebsflüssigkeit nach erfolgter Arbeitsleistung im getriebenen
Teil (13, 45) dem Behälter (2) wieder zugeführt wird.
65756?
3· Vorrichtung nach Anspruch ι und 2
mit einer Kreiselpumpe, die die Flüssigkeit dem umlaufenden Behälter zuführt, dadurch gekennzeichnet, daß die Kreiselpumpe
(3) mit einer Drehzahl angetrieben wird, welche von der Drehzahl des umlaufenden
Behälters (2) abweicht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2 mit einer Kreiselpumpe, die die Flüssigkeit
dem umlaufenden Behälter zuführt, dadurch gekennzeichnet, daß die Kreiselpumpe (3) der Betriebsflüssigkeit nur
einen der Energie des umlaufenden Flüssigkeitsringes entsprechenden Energiebetrag
mitteilt, indem z. B. der Kreiselpumpe (3) eine Leitvorrichtung (28) nachgeschaltet
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schöpf-Vorrichtung
(6) in den Flüssigkeitsring des umlaufenden Behälters (2) vorzugsweise durch Verschwenkung ein- und austauchbar
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß die Schöpfvorrichtung
(6) der sinkenden Oberfläche des im umlaufenden Behälter (2) befindlichen Flüssigkeitsringes selbsttätig folgt, indem
sie z. B. oberhalb ihrer Einströmöffnung mit einer Tragfläche (23) versehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragfläche
(2.3) der Schöpfvorrichtung (6) nach Art eines Gleitbootes ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schöpfvorrichtung
(6) zwecks Verringerung der Wellenbildung beim Eintauchen mit seitlichen Scheiben (24) versehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schöpfvorrichtung
(6) nach Zurücklegung eines bestimmten Eintauchweges selbsttätig in eine unwirksame Stellung zurückgebracht
wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schöpfvorrichtung (6) mit einem Absperrorgan (54) gekuppelt ist, das in der unwirksamen
Stellung der Schöpfvorrichtung die Verbindungsleitung (S) zum Sekundärteil (13,
45) abschließt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schöpfvorrichtung (6) selbst als Absperrorgan ausgebildet
ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schöpfvorrichtung (6) mit der die Flüssigkeitszu- und -abfuhr zum bzw. vom getriebenen
Teil (13) steuernden Vorrichtung (11) gekuppelt
ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch die Anordnung von Beruhigungsflächen (gelochte Scheiben 27) innerhalb des im umlaufenden Behälter
(2) befindlichen Flüssigkeitsringes.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Zuflußleitung (4) zum umlaufenden Flüssigkeitsbehälter
(2) eine Drosselvorrichtung (18) vorgesehen ist, welche zwecks Vermeidung
einer Überlastung des den Behälter antreibenden Motors (1) die Menge der zugeführten
Betriebsflüssigkeit beschränkt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch
gekennzeichnet, daß an die Verbindungsleitung (4) des getriebenen Teiles (13 bzw. 45) mit dem umlaufenden Flüssigkeitsbehälter
(2), und zwar in der Strömungsrichtung der Flüssigkeit, vor der Drosselvorrichtung ein Ausgleichsbehälter
(20) angeschlossen ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die in die Schöpfvorrichtung (6) etwa mitgerissene Luft in einem als Windkessel (25) ausgebildeten
Druckraum vorzugsweise durch Fliehkraft ausgeschieden wird.
17. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere umlaufende Flüssigkeitsbehälter (2«, 2δ) mit
verschieden wirksamen Radien angeordnet sind, wobei ein Behälter (2*) als möglichst
ständig gefüllter Hilfssteuerbehälter dient.
18. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der umlaufende Flüssigkeitsbehälter (2) mit einer festen Schwungmasse (38) baulich vereinigt ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der umlaufende Flüssigkeitsbehälter (2", 2b) mit feststehenden,
insbesondere schöpfrohrartigen, oder umlaufenden Über lauf einrichtungen zur Beschränkung der Flüssigkeitstiefe versehen
ist, wobei die überlaufende Flüssigkeit entweder in einen nächstäußeren umlaufenden Behälter (2a) oder in eine
rinnenförmige Vertiefung (36) eines feststehenden Schutzgehäuses (35) geführt wird.
20. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schöpfvorrichtung (6) als teilweise beaufschlagte ein- und ausschaltbare Turbine (45) ausgebildet
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF75923D DE657563C (de) | 1933-07-08 | 1933-07-08 | Vorrichtung zur hydraulischen Kraftuebertragung, aus treibendem und getriebenem Teil bestehend |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF75923D DE657563C (de) | 1933-07-08 | 1933-07-08 | Vorrichtung zur hydraulischen Kraftuebertragung, aus treibendem und getriebenem Teil bestehend |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE657563C true DE657563C (de) | 1938-03-09 |
Family
ID=7112550
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF75923D Expired DE657563C (de) | 1933-07-08 | 1933-07-08 | Vorrichtung zur hydraulischen Kraftuebertragung, aus treibendem und getriebenem Teil bestehend |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE657563C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE764378C (de) * | 1939-05-13 | 1954-05-10 | J M Voith Fa | Stroemungsgetriebe mit umlaufendem Fluessigkeitsbehaelter |
| DE977506C (de) * | 1949-03-13 | 1966-09-29 | Voith Gmbh J M | Stroemungskupplung mit Fuellungsregelung |
| DE977505C (de) * | 1949-03-13 | 1966-09-29 | Voith Gmbh J M | Stroemungskupplung mit Fuellungsregelung |
| DE977545C (de) * | 1949-03-13 | 1966-12-15 | Voith Getriebe Kg | Stroemungskupplung mit Fluessigkeitsregelung |
-
1933
- 1933-07-08 DE DEF75923D patent/DE657563C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE764378C (de) * | 1939-05-13 | 1954-05-10 | J M Voith Fa | Stroemungsgetriebe mit umlaufendem Fluessigkeitsbehaelter |
| DE977506C (de) * | 1949-03-13 | 1966-09-29 | Voith Gmbh J M | Stroemungskupplung mit Fuellungsregelung |
| DE977505C (de) * | 1949-03-13 | 1966-09-29 | Voith Gmbh J M | Stroemungskupplung mit Fuellungsregelung |
| DE977545C (de) * | 1949-03-13 | 1966-12-15 | Voith Getriebe Kg | Stroemungskupplung mit Fluessigkeitsregelung |
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