DE657282C - Verfahren zur Erzielung eines Stahles im basischen Siemens-Martin-Ofen - Google Patents

Verfahren zur Erzielung eines Stahles im basischen Siemens-Martin-Ofen

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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/04Manufacture of hearth-furnace steel, e.g. Siemens-Martin steel

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  • Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erzielung eines Stahles im basischen Siemens-Martin-Ofen In dem Patent 614 177 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Stahles mit hoher Zähigkeit und geringer Empfindlichkeit gegen Kaltsprödigkeit, Alterung und Blaubruch im basischen Sieinens-Martin-Ofen beschrieben, (las dadurch gekennzeichnet ist, daß ausgehend von einem kalkarmen, manganreichen Einsatz durch Anwendung hoher und gleichmäßiger Temperaturen und Kalkzugabe Mangan laufend aus der Schmelze reduziert, der llangangehalt des Bades ständig erhöht und der Fe 0-Gehalt des Bades und der Schlacke herabgesetzt wird, wobei es der Zugabe eines besonderen Desoxydationsmittels nicht bedarf.
  • Durch weitere Versuche ist es gelungen, das Verfahren auch auf die, Herstellung niedrig legierter Chrom-, Molybdän-, Vanadin-, Titan- und Wolframstähle in der Weise anzuwenden,' daß diese Legierungsbestandteile nicht mehr, wie üblich, als Metalle oder Fer rolegierungen kurz vor dem Abstich im Ofen oder beim Abstich in die Pfanne zugegeben werden, sondern in Form von Oxyden entweder mit dem Einsatz oder kurz nach dem Einschmelzen des Einsatzes dein Ofen zugeführt werden.
  • Durch Anwendung des in dem Patent 614 177 beschriebenen Verfahrens gelingt es dann, außer dein Mangan auch die genannten Legierungsbestandteile in Mengen bis zu etwa 2 °/o zu reduzieren und in das Metallbad überzuführen, während der FeO-Gehalt des Bades gleichzeitig herabgesetzt wird.
  • Es ist schon vorgeschlagen worden, Kupfer-oder Nickelerze beim Siemens-Martin-Verfahren mit dem Stahl einzuschmelzen und dabei im Verlaufe des Verfahrens in den Stahl überzuführen. Auch ist es bekannt, beim basischen Siemens-Martin-Verfahren kurz nach dem Einschmelzen des Einsatzes Calciuminolybclat zuzusetzen. Bei der Durchführung dieses. Verfahrens im vorliegenden Falle, d. h. in Verbindung mit der Manganreduktion nach Patent 614 177, war jedoch zu befürchten, .daß durch den gleichzeitigen Zusatz. derartiger verhältnismäßig leicht zu reduzierender Metalloxyde die Manganreduktion gestört werden würde. Ferner ist vorgeschlagen worden, beim Arbeiten im Elektroofen zur Gewinnung eines manganhaltigen Chromstahls der Schlacke Chromerze und Manganerze zuzusetzen. Bei diesem Verfahren hat man es aber für notwendig gehalten, einen Schlackenwechsel vorzunehmen, also -die bei der Frischung entstandene Schlacke zu entfernen und durch eine besondere Calciumsilicatschlacke zu ersetzen. Nach einem weiteren Vorschlage, der sich ebenfalls auf das Arbeiten im Elektroofen bezog, sollte die Reduktion von Clirom-, Wolfram- und Molybdänerzen an die Anwesenheit von Schwefelverbindungen und des im Elektroofen stets entstehenden Calciumcarbids gebunden sein. Gemäß der Erfindung werden dagegen im Siemens-Martin-Ofen, und zwar hauptsächlich durch den Einfluß der Temperatur, Verhältnisse geschaffen, unter denen die Oxyde des Chroms, Molybdäns, Vanadins, Titans und Wolframs zusammen mit den Manganverbindungen reduziert werden. Die auf dieseln Wege hergestellten legierten Stähle besitzen unter dem Einfluß der Legierungsbestandteile und der desoxydierenden Wirkung der während des ganzen Verfahrens andauernden Manganreduktion hervorragende Festigkeitseigenschaften.
  • Das Wesen der Erfindung sei an Hand von zwei Beispielen erläutert: Der Einsatz der Schmelze z. deren Schmelzverlauf aus' der Änderung der wichtigsten Bestandteile von Schlacke und Bad in Abb. I zu erkennen ist, enthielt außer 2,181/, Mangan noch 1,13'1" Chrom, die aus dem Schrot stammten. Beim Einlaufen war der Mangangehalt des Bades 1,34 °/o, der Chromgehalt o,63 °/o, ein Teildes im Einsatz enthaltenen Mangans und des Chroms waren also bereits während des Einschmelzens verschlackt worden. Mangan und Chrom werden infolge der Zugaben von Hainnierschlag während der ersten zwei Stunden wie beim normalen Siemens-Martin-Verfahren zum erheblichen Teil als Oxyde in die Schlacke überführt. Gegenüber dem Verlauf einer normalen Siemens-Martin-Schmelze treten jedoch von Probe 5 ab infolge, von Kalkzugabe und Steigerung der Temperatur wesentliche Änderungen im Verlauf der Mangan- und Chromkurve ein. Von Probe 6 bzw. 7 ab wird außer dem Mangan auch laufend Chrom aus der Schlacke reduziert und ins Stahlbad zurückgeführt. Der Chromgehalt beim Abstich beträgt 0,4' /o, was gegenüber dem Ausbringen im normalen Siemens-Martin-Verfahren einen erheblichen Erfölg bedeutet.
  • Schmelze 2, deren Schmelzverlauf in Abb. 2 wiedergegeben ist, erhielt kurz nach dem Einlaufen einer Zugabe von 26o kg gerösteten Molybdänglanz. Der Molybdängehalt des Stahles betrug sofort nach der Zugabe o, 15 °/a. Im weiteren Verlauf des Prozesses beginnt der Molybdängehalt im Stahl laufend zuzunehmen. 11,lolybdän wird also ständig aus der Schlacke reduziert. Der Molvb,dängehalt des fertigen Stahles betrug 0,45 °/a.
  • Die technologische Prüfung der unter diesen Bedingungen hergestellten Stähle ergab nach Kaltverformung und Alterung praktisch keinen Abfall der Kerbzähigkeit. Die Schmelzen waren also alterungsbeständig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erzielung eines Stahls im basischen Siemens-Martin-Ofen nach Patent 614 177 mit veredelnden Legierungsbestandteilen, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Einsatz oder kurz nach ,dein Einschmelzen des Einsatzes Chrom, Molybdän, Vanadin, Titan und Wolfram in Form von Oxyden dem Ofen -zugeführt werden.- ° _. . .. . .
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