DE657170C - Einrichtung zum Lichtbogenschweissen, bei der bei Unterbrechung des Schweissstromes selbsttaetig die Betriebsspannung auf eine fuer den Arbeiter ungefaehrliche niedrige Spannung umgeschaltet wird - Google Patents
Einrichtung zum Lichtbogenschweissen, bei der bei Unterbrechung des Schweissstromes selbsttaetig die Betriebsspannung auf eine fuer den Arbeiter ungefaehrliche niedrige Spannung umgeschaltet wirdInfo
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- DE657170C DE657170C DES119310D DES0119310D DE657170C DE 657170 C DE657170 C DE 657170C DE S119310 D DES119310 D DE S119310D DE S0119310 D DES0119310 D DE S0119310D DE 657170 C DE657170 C DE 657170C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K9/00—Arc welding or cutting
- B23K9/10—Other electric circuits therefor; Protective circuits; Remote controls
- B23K9/1006—Power supply
- B23K9/1012—Power supply characterised by parts of the process
- B23K9/1031—Reduction of the arc voltage beneath the arc striking value, e.g. to zero voltage, during non-welding periods
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Description
Bei Einrichtungen zum Lichtbogenschweißen wendet man häufig eine Sicherheitsschaltung
an, mittels deren die verhältnismäßig hohe Schweißspannung auf eine niedrige Spannung selbsttätig umgeschaltet wird, sobald
der Schweißstrom unterbrochen wird. Auf diese Weise wird der Schweißer davor geschützt, bei den Handhabungen der Einrichtung,
insbesondere beim Auswechseln der Elektroden, versehentlich mit einem die hohe Schweißspannung führenden Teil in Berührung
zu kommen. Derartige Einrichtungen sind insofern mit einem Nachteil behaftet,
als die Umschaltung von der hohen auf die niedrige Spannung selbsttätig erfolgt, auch
wenn nur die kleinste Unterbrechung des Lichtbogens auftritt, so wie sie sich beim
Schweißen häufiger einzustellen pflegt. Es muß dann bei dem neuen Ziehen des Lichtbogens
wieder die Umschaltung auf die hohe Spannung vorgenommen werden, wodurch Zeitverluste entstehen können oder mindestens
die Umschalteinrichtung unnötig oft in Tätigkeit gesetzt und damit stark abgenutzt
wird.
Gemäß der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch beseitigt, daß die Spannungsumschaltungen
mittels einer verzögert wirkenden Schaltvorrichtung ausgeführt werden, die aus einem an sich bekannten Zeitrelais mit
zwei Wicklungen besteht, die unter dem Einfluß von dem Schweißstromkreis zugeordneten
Relais einzeln oder gleichzeitig von Strom durchflossen werden.
In der'Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Der Schweißtransformatör
10 ist mit seiner Primärwicklung 11 an die Wechselstromquelle 12 angeschlossen.
Die Sekundärwicklung 13 speist über die Leitungen 14 und 15 den zwischen
der Elektrode 16 und dem Werkstück 17 gebildeten
Schweißlichtbogen 18. Zum Schließen dieses Stromkreises dient das Schütz 21.
Das Schütz besteht aus der Erregerspule 22, den Arbeitskontakten 23 und den Ruhekontakten
24. Die Erregung dieser Spule erfolgt über das mit 26 bezeichnete Verzögerungsrelais.
Dieses Relais hat eine Hauptspule 2y und eine Gegenwicklung 28. Wenn die
Hauptwicklung 27 erregt ist, werden die Kontaktglieder 29 geschlossen und damit der
Erregerkreis für die Spule 22.
Eins der Kontaktglieder 29 ist auf einem Schalthebel 30 angeordnet, der durch eine
Feder 31 beeinflußt wird. Die Zugkraft der Feder kann durch das Verstellorgan 32 ver-
ändert werden und ist ein Maßstab für die Abschaltdauer der Kontakte.
Die Gegenwicklung 28 liegt an dem Spannungsteiler 33, der in Reihe mit dem Widejfc;^
stand 34 angeordnet ist. Beide liegen an |fe|*5
Gleichstromanschlüssen des Gleichrichters'■■%$*■
Da die Wicklung 28 der Wicklung 27 ent-' gegenwirkt, ist bei gleicher Größe des Flusses
kein magnetischer Fluß vorhanden, der den Hebel 30 in der geschlossenen Stellung halten
kann. Die Einschaltzeit kann also entweder durch die Änderung der Federspanrtung beeinflußt
werden oder durch Änderung der Erregung der Wicklung 28 durch den Spannungsteiler
33.
Der Gleichrichter 35 ist an die Anzapfung 36 der Sekundärwicklung 13 des Schweißtransformators
angeschlossen, andererseits an die Leitung 14. Wenn die Schweißelektrode
16 das Werkstück 17 berührt, wirkt eine
kleine Wechselspannung auf den Gleichrichter 35, die der Spannung zwischen der Leitung
15 und der Klemme 36 entspricht. Diese
Spannung wirkt über den Gleichrichter auf die Gegenwicklung 28 und die Hauptwicklung
2j, erregt dadurch das Zeitrelais 26, welches
seinerseits das Schütz 21 über den Schaltanker 30 betätigt.
Durch die Betätigung dieses Schützes werden die Ruhekontakte 24 geöffnet, so daß
dieses so lange erregt wird, wie der Schweißvorgang dauert. Hierzu dient das Stromrelais
40, dessen Erregerwicklung 41 von einem Stromwandler 42 gespeist wird. Die
Schaltkontakte43 des Relais 40 liegen in Reihe
mit den Ruhekontakten 24 des Schützes 21.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Es soll davon ausgegangen werden,
daß die Sekundär spannung des angeschlossenen Schweißtransformators 100 bis 140 Volt
.beträgt, während die Spannung zwischen der Leitung 14 und der Klemme 36 ungefähr
30 bis 40 Volt ist. Die übrigen Apparate sollen sich in der Ruhestellung befinden, wie
in der Zeichnung dargestellt. Unter diesen Voraussetzungen wird eine verhältnismäßig
niedrige Spannung an den Leitungen 14 und 15 liegen, da an ihnen nur die Spannung
zwischen 15 und der Klemme 36 anliegt. Die Berührungsspannung ist dann so gering, daß
eine Gefahr für den Arbeiter nicht auftreten
kann.
Wenn jetzt der Arbeiter mit den Schweißarbeiten beginnen will, bringt er die Schweißelektrode
16 mit dem Werkstück 17 in Berührung. Infolgedessen fließt ein Strom
durch den Gleichrichter ,35. Dieser wird in ; einen Gleichstrom umgewandelt und wirkt
ΐ%αί die Wicklung 28 und die Hauptwicklung
-jzjf, des Zeitvergrößerungsrelais 26. Wenn der
durch die Wicklung 27 erzeugte Strom größer ist als der durch die Wicklung 28 erzeugte,
wird der Hebel 30 in die geschlossene Stellung gebracht, und die Kontaktglieder 29
bewirken die Erregung der Wicklung 22 des Schützes 21. Dann werden die Arbeitskontakte
23 dieses Schützes geschlossen, und die volle Arbeitsspannung liegt am Schweißkreis.
Trotz des öffnens der Ruhekontakte 24 bleibt die Wicklung 21J erregt, da mit An- "70
wachsen des Stromes die Kontakte 43 des Stromrelais 40 geschlossen werden. In dem
Augenblick aber, wo der Strom unterbrochen wird, wird1 die Erregerwicklung 41 des
Stromrelais 40 entregt und die Arbeitskontakte 43 dadurch geöffnet. Hierdurch wird
der Erregerkreis für die Hauptwicklung 27 des Zeitverzögerungsrelais geöffnet. Infolge
der Zeitverzögerungscharakteristik des Relais 26 werden nun seine Kontaktglieder 29 nicht
sofort geöffnet, und infolgedessen wird das Hauptschütz 21 eine gewisse Zeit lang in der
geschlossenen Lage gehalten. Wenn während dieses Zeitraumes der Arbeiter wieder einen
neuen Stromschluß im Schweißstrom bewirkt, wird wieder das Relais 40 erregt und dadurch
wieder die Erregerwicklung 27 neu erregt. Wenn jedoch der Schweißstromkreis
in der vorhergesehenen Zeit nicht wieder geschlossen wird, werden die Kontaktglieder 29
geöffnet, dadurch die Erregerwicklung des Schützes 21 stromlos. Hierdurch wird das
Schütz abgeschaltet und die Berührungsspannung herabgesetzt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Einrichtung zum Lichtbogenschweißen, bei der bei Unterbrechung des Schweißstromes selbsttätig die Betriebsspannung auf eine für den Arbeiter ungefährliche niedrige Spannung umgeschaltet wird, gekennzeichnet durch eine verzögert wirkende Schalteinrichtung, die aus einem Zeitrelais mit zwei Wicklungen besteht, deren Erregung über zwei dem Schweißstromkreis zugeordnete Relais gesteuert wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US657170XA | 1934-08-15 | 1934-08-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE657170C true DE657170C (de) | 1938-02-25 |
Family
ID=22064620
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES119310D Expired DE657170C (de) | 1934-08-15 | 1935-08-07 | Einrichtung zum Lichtbogenschweissen, bei der bei Unterbrechung des Schweissstromes selbsttaetig die Betriebsspannung auf eine fuer den Arbeiter ungefaehrliche niedrige Spannung umgeschaltet wird |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE657170C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE963092C (de) * | 1948-10-02 | 1957-05-02 | Licentia Gmbh | Schaltanordnung fuer die Wechselstrom-Lichtbogenschweissung zur kurzzeitigen Erhoehung der Schweiss-Spannung nach Unterbrechung der Spannung |
| DE1019414B (de) * | 1952-07-08 | 1957-11-14 | Philips Nv | Schutz-Schaltanordnung zum Verringern der Leerlaufspannung beim Wechselstrom-Lichtbogenschweissen |
-
1935
- 1935-08-07 DE DES119310D patent/DE657170C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE963092C (de) * | 1948-10-02 | 1957-05-02 | Licentia Gmbh | Schaltanordnung fuer die Wechselstrom-Lichtbogenschweissung zur kurzzeitigen Erhoehung der Schweiss-Spannung nach Unterbrechung der Spannung |
| DE1019414B (de) * | 1952-07-08 | 1957-11-14 | Philips Nv | Schutz-Schaltanordnung zum Verringern der Leerlaufspannung beim Wechselstrom-Lichtbogenschweissen |
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