DE657157C - Verfahren zur Herstellung eines hochporoesen zelligen Tonkoerpers - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines hochporoesen zelligen Tonkoerpers

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DE657157C
DE657157C DEC49274D DEC0049274D DE657157C DE 657157 C DE657157 C DE 657157C DE C49274 D DEC49274 D DE C49274D DE C0049274 D DEC0049274 D DE C0049274D DE 657157 C DE657157 C DE 657157C
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B38/00Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof
    • C04B38/02Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof by adding chemical blowing agents

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines hochporösen zelligen Tonkörpers Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines hochporösen. zelligen Tonkörpers. Man hat bereits vorgeschlagen, fein zerkleinerten Ton mit gasabgebenden Stoffen und angesäuertem Wassei zu einer plastischen Masse zu verrühren, die plastische Masse in Einzelkörper beliebiger Größe zu unterteilen und nach ihrer Erhärtung zu brennen. Bei diesen bekannten Verfahren entsteht eine plastische Masse, in welcher die Tonteilchen die Wände zwischen den Gaszellen darstellen. Der Ton saugt das Wasser an, und diese Gefahr der Absorption des Wassers besteht für längere Zeit.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren wird fein gemahlener, calcinierter Ton mit trockenen, gasabgebenden Stoffen, z. B. Dolomit. vermischt, und das angesäuerte Wasser wird der trockenen Mischung zugesetzt, um die plastische Masse zu erzeugen, welche nach Erhärtung die Unterteilung und das Brennen zuläßt. Man hat wohl schon Schamotte zur Umwandlung in einen feuerfesten, formbaren Körper ähnlich behandelt, jedoch haben die Gegenstände, die nach dem vorliegenden Verfahren erzeugt werden, Schamotte gegenüber den Vorteil der geringeren Dichte und demnach des geringeren spezifischen Gewichtes. Trotzdem wird, gerade weil calcinierter Ton beim Brennen zu Schamotte sintert, die Festigkeit des Gefüges ebenso groß sein wie jene von Steinen, die aus Schamotte in einem Sinterverfahren erzeugt worden sind. Die Stoffe, die zur Erzeugung des Gases in der plastischen Masse dienen sollen, werden dem trockenen, calciiiierten Ton zugesetzt; die Gasreaktion setzt ein, sobald diese Stoffe in Berührung mit dein angesäuerten Wasser gelangen. Die Reaktion schreitet dann fort, um schließlich Zellen der gewünschten Größe zu bilden. In diesem Zustande wird die Möglichkeit des Gleitens der Tonzellen aneinander unterbrochen. Das so entstandene zellenförinige Gebilde bleibt in der Form, die es infolge des Behälters eingenommen hat, ohne daß eine Verzerrung oder ein Zusammenfall eintritt. Der durch den calcinierten Tongebildete Körper wird getrocknet; durch zusätzliche Verdampfung wird das Wasser, das allenfalls noch in Gestalt von Hüllen an den Tonkörpern vorhanden ist, verdampft. jenes Wasser, das von den Tonteilchen während der Gasreaktion aufgenommen wurde und welclies dem Körper die Eigenschaft verlieh, seine Form bei der Trocknung beizubehalten, ohne daß eine Verzerrung oder ein Werfen zu befürchten wäre, wird erst beim Brennen im Ofen entfernt.
  • In diesem Verfahren ist es jedoch nicht nur die Menge des Wassers, das: von den Tonteilchen absorbiert wird, welche die Beschaffenheit des fertigen Körpers bestimmt; es ist auch der Fortschritt der Absorption, der von Wichtigkeit für das Verfahren ist. Die Absorption hängt ab von der Größe der Tonteilchen, d. h. von der Feinheit, bis zu welcher der Ton gemahlen wurde, und sie hängt ferner ab von der Temperatur, bei welcher die Calcinierung des Tores vorgenommen wurde. So hat man durch Versuche gefunden,: daß, ein bestimmter Ton bei ungefähr 82o° C- caIciniert wurde und auf eine Feinheit gebracht wurde, die einem Netz mit quadratischem Maschen von o;833 nßm Seitengröße der Masche entspricht. Die besten Calcinierungstemperaturen für andere Tone ändern sich je nach der Natur des Tones selbst.
  • Der zur Erzeugung des Gases in dem verflüssigten Ton dienende Stoff kann Dolomit sein. Das Wasser zur Anfeuchtung des Tones ist eine schwache Lösung, beispielsweise eine 3 °ioige Lösung von Schwefelsäure oder Salzsäure. Die Massemischung wird so lange gerührt, bis man eine glatte, sahnenartige Beschaffenheit erhält. Diese Flüssigkeit wird dann in Einzelformen gegossen oder auf einem Tisch ausgegossen, wo nun die chemische Reaktion zwischen den: Bestandteilen der Flüssigkeit einige Minuten fortgesetzt wird, bis der Körper eine Beschaffenheit erhalten hat, die eine Behandlung dieses Körpers durch den Arbeiter möglich macht: Erst dann wird dieses mit Zellen durchsetzte Tongefüge einer Temperatur ausgesetzt, ;,welche nunmehr dieses Gefüge zu einem dauernden macht.

Claims (1)

  1. PATLNTANSPRUCF3: Verfahren zur Herstellung eines hochporösen, zelligen Tonkörpers, bei welchem fein zerkleinerter Ton mit gasabgebenden Stoffen und angesäuertem Wasser zu einer plastischen Masse verrührt wird, welche in einzelne Körper unterteilt und nach Erhärtung gebrannt wird, dadurch gekennzeichnet, daB fein gemahlener, calcinierter Ton mit trockenen, gasabgebenden Stoffen, z. B. Dolomit, vermischt und das angesäuerte Wasser der trockenen Mischung beigemischt wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE962053C (de) * 1949-01-01 1957-04-18 Degussa Verfahren zur Herstellung von poroesen keramischen Formkoerpern

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