DE656798C - Verfahren zur Steuerung von Gas- oder Dampfentladungsstrecken - Google Patents
Verfahren zur Steuerung von Gas- oder DampfentladungsstreckenInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
- H02M1/00—Details of apparatus for conversion
- H02M1/02—Circuits specially adapted for the generation of grid-control or igniter-control voltages for discharge tubes incorporated in static converters
- H02M1/04—Circuits specially adapted for the generation of grid-control or igniter-control voltages for discharge tubes incorporated in static converters for tubes with grid control
- H02M1/042—Circuits specially adapted for the generation of grid-control or igniter-control voltages for discharge tubes incorporated in static converters for tubes with grid control wherein the phase of the control voltage is adjustable with reference to the AC voltage
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Description
Es sind eine Anzahl von Steuereinrichtungen für Gas- oder Dampfentladungsstrecken
bekanntgeworden, bei denen die Zündung innerhalb jeder positiven Anodenspannungshalbwelle
durch' eine an ein Gitter gelegte Wechselspannung erfolgt, die an einem
gewünschten Punkt die Zündkennlinie des Entladungsgefäßes schneidet.
Die I^.ge dieses Schnittpunktes läßt sich
durch Wahl der Amplitude oder Phase der Steuerspannung einstellen und ist um so genauer
festgelegt, je mehr sich der Winkel zwischen den Schnittpunkttangenten an Zünd- und Gitterspannungslinie dem Betrage, von
900 nähert. Versucht man diesen Winkel durch Wahl der Gitterspannungsamplitude
auf einen günstigen Wert einzustellen, so gelangt man zu Wechselspannungen, die sowohl
im positiven wie im negativen Spannungsbereich zu unerwünschten Nebenerscheinungen,
wie starke Strombelastung des Gitterkreises, und zu unerwünschten Zündungen zwischen Gitter und Kathode des Entladungsgefäßes führen. Besonders wirken sich diese
Nachteile beim Betrieb mit hohen Anodenspannungen und dadurch bedingten hohen Gitter Spannungen aus.
Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, zur Erzielung eines steilen Verlaufs der
Gitterspannung eine oberhalb der Zündkennlinie verlaufende, ihrer Phasenlage nach unveränderliche
Steuerwechselspannung mittels eines Kontaktapparates zum plötzlichen Erscheinen zu bringen. Auch bei einer derartigen
Steuerung sind jedoch sehr hohe Amplituden der Steuerwechselspannung erforderlich,,
wenn ein großer Aussteuerungsbereich verlangt wird. Dann muß nämlich die Steuerwechselspannung bereits in der
Nähe der Nulldurchgänge der Anodenspannung so hohe Augenblickswerte aufweisen, daß bei ihrem Einschalten mit Sicherheit eine
Zündung erfolgt. Die Steuerwechselspannung muß also bei ihrem Nulldurchgang eine sehr
hohe Steigung aufweisen, woraus sich dann zwangsläufig eine verhältnismäßig große
Amplitude derselben ergibt.
Gemäß der Erfindung werden alle diese Nachteile dadurch vermieden, daß an der
Steuerelektrode zu einem wählbaren Zeitpunkt innerhalb der positiven Anodenspannungshalbwelle
eine unterhalb der Zündkennlinie verlaufende Wechselspannung von der Frequenz der Anodenspannung zum völligen
oder teilweisen Zusammenbrechen gebracht wird.
Gegenüber den bekannten Anordnungen ergibt sich damit die Möglichkeit, die Gitterspannung
auch bei einer nahezu höchsten erreichbaren Steigung im Schnittpunkt mit der
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Werner Jacobi in Berlin-Spandau.
Zündkennlinie ständig so klein zu halten, daß die oben erwähnten störenden Nebenerscheinungen
nicht mehr auftreten können. Die Steuerwechselspannung braucht dann nyß>,
noch -so groß zu sein, daß sie die ZündkeiirT-,·,
linie auf der negativen Seite gerade noch uiri-. hüllt, d. h. daß sie in allen Punkten um einen.:
kleinen Betrag unterhalb der Zündkennlinie verläuft.
ίο Um eine möglichst große Steilheit des Gitterspannungsverlaufs zu erreichen, wird
man Mittel vorsehen, die unter dem Einfluß der weniger steil verlaufenden Änderung der
Steuerspannung eine sprunghafte Spannungscharakteristik ergeben. Hierfür kommen vorzugsweise
trägheitsarme und stetig oder unstetig steuerbare Widerstände und Schalter
in Betracht. Als besonders einfach und vorteilhaft haben sich Entladungsstrecken' erwiesen,
über die die Steuerwechselspannung dem Gitter des zu steuernden Entladungsgefäßes zugeführt wird und die plötzlich zu
einem beliebig wählbaren Zeitpunkt gelöscht werden.
In Fig. ι ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. In Fig. 2 ist die Wirkungsweise
des Erfindungsgegenstandes näher erläutert, und zwar unter der Voraussetzung,
daß die Zündkennlinie fast vollständig im Negativen verläuft.
Das Gas- öder Dampfentladungsgefäß 1 in
Fig. ι soll dazu dienen, dem Verbrauchern
einen regelbaren Teil der von der Wechselstromquelle 3 gelieferten Energie zuzuführen.
Zwischen Gitter und Kathode dieses Entladungsgefäßes liegt ein Widerstand 4, dem
über den Übertrager 7 die Anode 6b und die !Cathode des Gleichrichters 6 sowie über den
Widerstand 5 eine Spannung zugeführt wird.
Diese Spannung ist in Fig. 2 durch die Kurve 3 dargestellt und verläuft, wie daraus
zu ersehen ist, in Gegenphase zur Anodenspannung ι als Umhüllende der Zündkennlinienkurve
2. Solange an diesem Spannungsverlauf nichts geändert wird, kann das Entladungsgefäß
ι nicht zur Zündung gelangen, so daß der Verbraucher 2 keinen Strom erhält.
Zur Regelbarkeit wird nun die Spannung 3 in einem gewünschten Zeitpunkt zum
Zusammenbrechen gebracht, und zwar dadurch, daß die Entladungsstrecke 6a-Kathode
des Gleichrichters 6, die ihre Speisespannung ebenfalls aus der Wechselstromquelle 3 über
einen Übertrager 8 erhält, zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Zündung gebracht wird, so
daß am Widerstand 5 eine Spannung (4 in Fig. 2) entsteht, die so groß ist, daß der
Gleichrichterweg 6* gesperrt und der Stromkreis 7, 4, 5, &>
unterbrochen wird. Sobald auf diese Weise die Gegenspannung beispielsweise im Punkt b zusammenbricht, durchläuft
die Gitterspannung darin bei a fast in einem Winkel von 900 die Zündkennlinie 2,
so daß die Entladung des Hauptgefäßes ein-' ,ySetzt, die bis zum Ende der positiven Anoden- g.
;'*spinnungshalbwelle weiterbrennt. Der dem
'"Verbraucher 2 zugeführte Energiebetrag entspricht dann dem schraffierten Teil der
Anodenhalb welle ι in Fig. 2. Durch Einstellung der Phasenlage mittels eines Phasen- 7ό
Schiebers oder anderer bekannter Schaltelemente 9 läßt sich die Lage der Punkte α
und b in der Abb. 2 festlegen. Wie Fig. 1 zeigt, wird diese phasenverschobene Spannung
nicht dem Gitter des Gefäßes χ unmittelbar, sondern mittelbar über Schaltvorrichtungen
zugeführt, die eine sprunghafte Änderung der Gittersteuerspannung bewirken.
An Stelle des im Ausführungsbeispiel als Doppelweg-Glühkathoden-Gleichrichter aus- 8i>
gebildeten Schaltmittels können auch Einzelröhren oder Trockengleichrichter verwendet
werden. Desgleichen können steuerbare Widerstände, wie z. B. Glimmlampen, thermonegative
Widerstände und elektromagnetische Relais, zur Abschaltung bzw. zum Kurzschließen
der Spannung dienen. Das beschriebene Verfahren kann zu einer stetigen, gegebenenfalls selbsttätigen Regelung benutzt
werden. Sehr geeignet ist das erfmdungsgemäße Steuerverfahren jedoch auch für
Kurzzeitschaltungen, wie sie beispielsweise bei Punktschweißmaschinen Verwendung
finden. Dort kommt es darauf an, ein Entladungsgefäß in einem ganz bestimmten Zeitpunkt
der positiven Anodenspannungshalbwelle zu zünden, ein Wiederzünden in der
darauffolgenden positiven Halbwelle jedoch zu verhindern. Besonders einfach läßt sich
das erfindungsgemäße Steuerverfahren durchführen, wenn die Zündkennlinie fast ganz im
Negativen liegt. In diesem Fall wird sie nämlich von der negativen Steuerspannungshalbwelle
nahezu völlig umhüllt. Handelt es sich nun um eine Gefäßtype, deren Zündkennlinie
nicht diese vorteilhafte Lage von vornherein besitzt, so kann man die Zündkennlinie
gegebenenfalls durch ein zweites Steuergitter in diese oder in irgendeine andere
für den betreffenden Fall zweckmäßig erscheinende Lage bringen.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Steuerung von Gas- oder Dampfentladungsstrecken, die durch Beaufschlagung einer Steuerelektrode mit einer Spannung stellen Verlaufs gezündet werden, dadurch gekennzeichnet, daß an der Steuerelektrode zu einem wählbaren Zeitpunkt innerhalb der positiven Anodenspannungshalbwelle eine unterhalb derZündkennlinie verlaufende Wechselspannung von der Frequenz der Anodenspannung zum völligen oder teilweisen Zusammenbrechen gebracht wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das plötzliche Zusammenbrechen der Gitterwechselspannung durch im Gitterkreis liegende, von einer der Phase nach regelbaren Spannung gesteuerte Widerstände oder Schalter, insbesondere Entladungsigefäße, bewirkt wird.
- 3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Gitterkreis ein Entladungsgefäß liegt, das eine Kathode und zwei Anoden besitzt und derart geschaltet ist, daß der Entladungsstrom zwischen Kathode und einer der beiden Anoden die Gitterspannung erzeugt und der von der Steuerspannung regetbarer Phasenlage erzeugte Entladungsstrom zwischen Kathode und der anderen Anode das Abreißen des ersten Entladungsstromes bewirkt.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 3, da-•durch gekennzeichnet, daß parallel zu einem zwischen Kathode und Gitter des gesteuerten Gasentladungsgefäßes (1) liegenden Widerstand (4) das zweianodige, in einem Anodenkreis von einer phasenverschobenen Spannung gesteuerte Entladungsgefäß (6) in Reihe mit einem Widerstand (5) liegt, so daß dieser Widerstand vom Entladungsstrom beider Anoden des Gefäßes (6) und der Gitterwiderstand (4) nur vom Entladungsstrom einer Anode (6a) des Gefäßes (6) durchflossen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL42525D NL42525C (de) | 1934-03-22 | ||
| DES113349D DE656798C (de) | 1934-03-22 | 1934-03-22 | Verfahren zur Steuerung von Gas- oder Dampfentladungsstrecken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES113349D DE656798C (de) | 1934-03-22 | 1934-03-22 | Verfahren zur Steuerung von Gas- oder Dampfentladungsstrecken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE656798C true DE656798C (de) | 1938-02-19 |
Family
ID=7532452
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES113349D Expired DE656798C (de) | 1934-03-22 | 1934-03-22 | Verfahren zur Steuerung von Gas- oder Dampfentladungsstrecken |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE656798C (de) |
| NL (1) | NL42525C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1143583B (de) * | 1952-12-03 | 1963-02-14 | Bbc Brown Boveri & Cie | Schaltungsanordnung zur Erzeugung von angenaehert rechteck-foermigen elektrischen Impulsen, insbesondere zur Steuerung von Stromrichtern |
-
0
- NL NL42525D patent/NL42525C/xx active
-
1934
- 1934-03-22 DE DES113349D patent/DE656798C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1143583B (de) * | 1952-12-03 | 1963-02-14 | Bbc Brown Boveri & Cie | Schaltungsanordnung zur Erzeugung von angenaehert rechteck-foermigen elektrischen Impulsen, insbesondere zur Steuerung von Stromrichtern |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL42525C (de) |
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