DE656370C - Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von stabfoermigen Leiterelementen, z. B. Hochohmwiderstaenden - Google Patents
Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von stabfoermigen Leiterelementen, z. B. HochohmwiderstaendenInfo
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Description
Bei der Massenherstellung von stabförmigen Leiterelementen, wie sie insbesondere
in Form von Hochohmwider ständen oder auch von Stabkondensatoren vorwiegend für die
Fabrikation von drahtlosen Empfangsgeräten benötigt werden, wird vielfach in der Weise
verfahren, daß stabförmige Tragkörper in kontinuierlichem Zuge einer hinter dem anderen
durch einen Ofen ο. dgl. geschoben werden, wo nach einem der bekannten Verfahren die Niederschlagung
einer dünnen leitenden Schicht auf dem Träger erfolgt. Vielfach wird dieses Prinzip z. B. bei der Herstellung ν,οη Hochohmwiderständen
angewandt, die aus einem stabfö-rmigen Tragkörper aus einem Isolierstoff, z. B. aus Porzellan, bestehen, auf dem
eine Hartkohleschicht niedergeschlagen wird. Das Niederschlagen dieser Hartkohleschicht
erfolgt durch die sog. Dissoziation des Kohlenwasserstoffes;
es werden dabei die Stäbe unter Luftabschluß durch eine Atmosphäre eines vorzugsweise durch ein neutrales Gas
verdünnten Kohlenwasserstoffes, z. B. Benzindampf, unter Erhitzen auf eine Temperatur
von etwa iooo0 bewegt. Dabei schlägt sich reiner Kohlenstoff in atomartiger Schicht
auf den Tragkörpern aus Porzellan nieder.
Die Anordnung, die zur Ausführung eines
solchen Verfahrens benutzt wird, ist für gewöhnlich folgendermaßen 'beschaffen: Im
Innern eines vorzugsweise aus Quarz bestehenden Behälters oder Rohres, der von
einer Kohlenwasserstoffatmosphäre erfüllt ist, verläuft ein Rohr, das zum Transportieren
der zu überziehenden stabförmigen ' Leiter dient, die durch eine Vorschubvorrichtung
einer nach dem anderen hindurchbewegt werden. Dieses innere Rohr hat an einer Stelle,
vorzugsweise in der Mitte des Raumes des äußeren Behälters oder Rohres, eine Unterbrechuiigsstelle.
An dieser Stelle, an der zugleich die zur Dissoziation notwendige Temperatur herrscht, werden die durchbewegten
Stäbe von dem Kohlenwasserstoffgas umspült und erhalten dabei ihren Kohlenieder-schlag.
Nun muß zur Erzielung eines bestimmten Widerstandswertes, d. h. zur Erzielung einer
bestimmten Schichtdicke des Kohlenstoffes, jede Stelle des stabförmigen Trägers eine
bestimmte Zeit von der Kohlenwasserstoffatmosphäre umgeben sein. Man darf also
die Unterbrechungsstelle des Rohres, eine bestimmte Durchlaufgeschwindigkeit der Stäbe
vorausgesetzt, nicht zu kurz bemessen, da sonst jeder einzelne Stab der Kohlenstoffatmoisphäre
eine zu kurze Zeit ausgesetzt . wird. Andererseits aber darf die Unterbrechungsstelle
des Innenrohres natürlich nicht länger sein als die Länge eines einzelnen
durchbewegten Porzellanstabes, da sonst diese Stäbe aus der Unterbrechungsstelle herausfallen
und« nicht in die Fortsetzung des Transportrohres gelangen würden. Aus diesem Grunde ist von der Erfinderin bereits
vorgeschlagen worden, bei dem gesamten Herstellungsverfahren den einzelnen durch
das Transportrohr zu schiebenden Stäben
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eine größere Länge zu geben, als es der
Länge der endgültigen stabförmigen Widerstandselemente entspricht. Z. B. hatten die
durch den Ofen transportierten Stäbe die fünf- Older auch achtfache Länge eines späteren
Einzelstabes und waren vorher durch Rillen so unterteilt, daß nach dem Überziehen
mit HartkoMe: durch eine einfache Schlagvorrichtung die Zerlegung des Gesamt-Stabes
in die emzelnen endgültigen stabförmigen Widerstandselemente erfolgen
konnte.
Beim Arbeiten mit derartigen ein Mehrfaches der endgültigen Widerstandslänge betragenden
Stäben stellten sich aber in der Fabrikation allmählich gewisse Nachteile heraus:
Die langen Stäbe können aus Gründen keramischer Fabrikationsmethoden niichtimmer
ganz genau geradlinig hergestellt werden, zumal nicht, wenn sie eine Länge von etwa
20 bis 30 cm benötigen. Die Folge davon
war, daß viele Stäbe beim Transportieren durch die Innenröhren zerbrachen, wobei
gleichzeitig die Gefahr auftrat, daß die Transprotröhren selbst mitbeschädigt würden.
Außerdem kommt es zuweilen vor, daß infolge von Unregelmäßigkeiten des Gasstromes
die eine oder die andere Stelle des Gesamtstabes nicht richtig und gleichmäßig
mit Hartkohle überzogen wird. In diesen Fällen war es zumeist nötig, den Gesamtstab als Ausschuß zu behandeln.
Die Erfindung vermeidet die genannten Nachteile durch folgende Maßnahme: Die
einzelnen später zu bildenden Stabelemente werden nicht mehr, wie oben beschrieben,
zu einem einzigen festen Stab, der lediglich rillenförmige Einschnitte besitzt, verbunden,
sondern sie sind bereits vor Beginn der Fabrikation einzeln vorhanden, d.h. in Stäben von einigen Zentimetern Länge. Diese
Stäbe smd^nun erfindungsgemäß hohl und werden, damit nach wie vor der Durchtransport
durch den Ofen aus den oben angegebeneu Gründen in Form von längeren stabförmigen
Gebilden erfolgen kann, zu mehreren hintereinander vor dem Einführen in den Ofen auf einen besonderen Stab aufgereiht.
Die Länge dieser Hilfsstäbe mag wieder so sein, daß sich je nach der Größe der einzelnen
Stabelemente etwa 5 bis 8 Stück auf sie aufreihen lassen. Die Hilfsstäbe können entweder
ausgewählte Stäbe aus Porzellan oder einem anderen keramischen Material sein; sie können gegebenenfalls aber auch aus
einem bei den Dissoziationstemperaturen nicht weich werdenden Metall, z. B. Wolfram
oder Molybdän, bestehen. Es ist darauf zu achten, daß diese Stäbe absolut gerade sind
und keine Krümmungen aufweisen. Ihr Durchmesser soll so sein, daß sich die rohrförmigen
Einzelstab elemente ohne zu großen Spielraum^ aber auch ohne Zwang bequem
auf sie aufreihen lassen.
Nach dem Überziehen der äußeren, hohlen Stabelemente, d. h. nach dem Austritt aus dem
Ofen, werden diese von dem Hilfsstab abgestreift; dieser kann immer wieder yvon
neuem für die Fabrikation weiterer Widerstandselemente benutzt werden.
Es hat sich herausgestellt, daß bei dem beschriebenen neuen Verfahren infolge geringeren
Ausschusses und auch infolge der hohlen Ausbildung der einzelnen Stabelemente
eine 'etwa 33°/oige Materialersparnis eintritt,
die bei einem Massenartikel, wie es ein Widerstand ist, von allergrößter Bedeutung
ist und am Gesamtpreis des Widerstandes eine Ersparnis von rund 10 0/0 zur Folge hat.
- Durch die Zeichnung wird der Erfindungsgedanke beispielsweise erläutert: Abb. 1 zeigt,
wie die einzelnen Widerstandselemente rl bis rb, die als kleine Röhren aus Porzellan
o. dgl. hergestellt sind, auf einen Hilfsstab s hintereinander aufgereiht sind.
Die Durchbewegung des Hilfsstabess mit seinen Einzelröhren geht aus Abb. 2, die
einen Teil eines Herstellungsofens schematisch zeigt, hervor: In einem Behälter oder
einem weiten Quarzrohr q befindet sich ein vorzugsweise durch ein neutrales Gas, z. B.
Stickstoff, verdünntes Kohlenwasserstoffgas, das in langsamem Strom von einem Ende
zum anderen*, z. B. von der Öffnung O1 bis zur
Öffnungöo, die sich in Abschlußscheiben ax
und #0 befinden, durchgeleitet wird. Durch
das im Innern dieses Rohres q verlaufende Transportrohi·, das aus den durch die Unterhrechungsstelle
u getrennten Teilen tx und t2
besteht, werden nun die emzelnen Stäbe S1, S2
usw. in Richtung des Pfeiles mittels einer (nicht gezeichneten) Vorschubvorrichtung bewegt.
In dem Beispiel nach Abb. 2 möge jeder einzelne Hilfsstab 8 einzelne Widerstandselemente
'enthalten. Aus dem in der Abb. 2 diargestellten Beispiel ist ersichtlich, daß die
Unterbrechungsstelle die Länge von reichlich zwei Einzelwiderstandselementen besitzt;
sie könnte aber selbstverständlich auch noch größer sein, z. B. vier oder fünf von acht
Einzelwiderständen gleichzeitig der Kohlenwasserstoffatmosphäre aussetzen. Das bedeutet
selbstverständlich eine erhebliche Vergrößerungsmöglichkeit der Transportgeschwindigkeit,
verglichen etwa mit dem Fall, daß die Unterbrechungsstelle u nicht langer sein
dürfte als ein einzelnes stabförmiges Widerstandselement.
Das Rohr q, das ebenso wie die Transportrohre
tx und 4 vorzugsweise aus Quarz oder
einem anderen feuerbeständigen Material besteht, wird von außen elektrisch oder auch
Claims (2)
- durch Gasflammen auf die .erforderliche Dissoziationstemperatur erhitzt.Die Erfindung eignet sich nicht nur zur Herstellung von hochohmigen Widerständen, sondern beispielsweise' auch zur Herstellung von stab- oder rohrförmigen Festkondeiisatoren, bei denen die Aufgabe vorliegt, die Außenfläche des Rohres mit einer als die eine Belegung dienenden leitenden Schichtίο zu versehen. In sinngemäßer Abwandlung des bisher Beschriebenen kann auch die in dem Gefäß herzustellende leitende Schicht aus einem anderen Stoff als Kohle bestehen bzAV. nach einem anderen Verfahren als dem der Dissoziation aufgebracht werden, z. B. durch Zerstäuben, Verdampfen 0. dgl.Pa ten τα ν s PRÜ c H E:i. Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von stabförmigen Leiterelementen, /.. B.· Hochohmwiderständen, bei dem diez. B. aus keramischen Stoffen bestehenden Tragkörper für die Leiterschicht unter fortlaufendem Vorschieben durch ein Rohr transportiert werden, das an einer Stelle eine Unterbrechung aufweist, an der auf die Tragkörper allseitig aus einer Atmosphäre aus einer erhitzten gasförmigen Kohlenstoffverbindung eine leitende Schicht, z. B. Hartkohle, niedergeschlagen wird, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erzielung einer größeren Länge der Transportrohrunterbrechungsstelle im Verhältnis zur Länge des einzelnen stabförmigen Tragkörpers jeweils mehrere als Röhren auegebildete Tragkörper, z. B. 5 bis 8 Stück, auf einen gemeinsamen, nur bei der Her- · stellung benutzten Hilfsstab hintereinander aufgereiht werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch der Hilfsstab aus einem keramischen Stoff, z. B. Porzellan, besteht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEH142644D DE656370C (de) | 1935-02-03 | 1935-02-03 | Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von stabfoermigen Leiterelementen, z. B. Hochohmwiderstaenden |
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| DEH142644D DE656370C (de) | 1935-02-03 | 1935-02-03 | Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von stabfoermigen Leiterelementen, z. B. Hochohmwiderstaenden |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE656370C true DE656370C (de) | 1938-02-07 |
Family
ID=7178985
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| DEH142644D Expired DE656370C (de) | 1935-02-03 | 1935-02-03 | Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von stabfoermigen Leiterelementen, z. B. Hochohmwiderstaenden |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE656370C (de) |
-
1935
- 1935-02-03 DE DEH142644D patent/DE656370C/de not_active Expired
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