DE293045C - - Google Patents

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DE293045C
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    • H—ELECTRICITY
    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01K—ELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00—Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/02—Manufacture of incandescent bodies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Resistance Heating (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Ausgestaltung der im Patent 291994 zur Durchführung des dort unter Schutz gestellten Verfahrens angegebenen Vorrichtung.
Bei der Ausbildung dieses Verfahrens hat es sich gezeigt, daß die Art der Temperatursteigerung eine wesentliche Rolle spielen kann, und daß man es durch zweckmäßige Wahl des Temperaturgefälles während des ganzen Verlaufes der Erhitzung des in einen Kristall umzuwandelnden Drahtes besser in der Hand hat, den gewünschten Erfolg zu erzielen.
Um eine derartige willkürliche Beeinflussung des Temperaturgefälles während des ganzen Herstellungsverfahrens zu erreichen, hat sich der in der beiliegenden Zeichnung schematisch angegebene Apparat als vorzüglich geeignet erwiesen.
• Er besteht aus einem verhältnismäßig düninwandigen Metallrohr m, an welches sich das in Form eines Hohlkörpers, z. B. einer Kugel oder eines anderen Rotationskörpers ausgebildete Gefäß η anschließt, welches zweckmäßig aus dem gleichen Material bestehen kann wie das Rohr m.
In der Verlängerung des Rohres m ist an der gegenüberliegenden Seite das Rohr m1 angeordnet, welches bei A durch die Dichtung i2 hindurch in das Innere der Erweiterung η hineinragt. Das in das Innere ragende Rohrstück wird zweckmäßig verstellbar angeordnet, um die Entfernung des Rohrendes von dem Heizpunkt S beliebig abändern zu können.
Der auf diese Weise gebildete Apparat ist bei v1 und v2 durch Dichtungen verschlossen. Diese . Dichtungen sind durchbohlt, und durch ihre Bohrung wird der dem Verfahren zu unterwerfende Metalldraht d hindurchgeführt.
In der Erweiterung η ist zentrisch eine Heizspirale oder eine andere kurze Heizvorrichtung angebracht, welche bei α und b mit den Polen einer Stromquelle in Verbindung steht, und in welcher durch Regulieren eines Vorschaltwiderstandes die gewünschte hohe Stromstärke bzw. Temperatur eingestellt werden kann.
Dieser Hohlkörper η kann in eine Kammer eingeschlossen werden, gebildet aus den beiden Platten P1 und P2 und dem diese mit Hilfe der Dichtungen i1 verbindenden Zylinder G, welcher zweckmäßig aus einer durchsichtigen Masse besteht.
Bei w kann eine wärmeisolierende Schicht angebracht werden, welche einen kleineren oder größeren Teil des Rohres m umschließt. Durch die Rohrstutzen g1, g2 und die Öffnung der Kammer wird in zweckentsprechender Weise ein geeignetes Gas (ζ. B. Wasserstoff) ein- bzw. abgeleitet, etwa in der durch Pfeile in der Figur gekennzeichneten Weise.
Erhitzt man nun die Spirale S mittels des hindurchgeleiteten· Stromes auf hellste Weißglut, so wird sich folgender Vorgang abspielen: Die Wärmestrahlen dieses Heizpunktes werden an die innere Fläche der Kugel oder des Rotationskörpers η geworfen und von dieser Fläche
wieder nach dem heißesten Punkt reflektiert. Gleichzeitig leitet die Metallwandung einen Teil der Wärme nach dem Rohr m derart ab, daß die Temperatur von S gegen ι/1 allmählich in gleichmäßiger Weise abnimmt. Die Art des Temperaturgefälles kann durch das Anordnen oder das Weglassen größerer oder geringerer Strecken des Isoliermantels w, ferner durch einen geeigneten Wechsel der Wandstärke des Rohres m in jeder
ίο gewünschten Weise willkürlich geändert werden. Es wird auf diese Art zwischen den Punkten v1 und S, also in der Richtung, in welcher der Draht durch die Vorrichtung hindurchgeführt wird, bis zu dem Punkte höchster Erhitzung ein ganz bestimmtes, im wesentlichen allmählich ansteigendes Temperatur gefalle erzielt.
Auf dem Wege zwischen S und ü2 wird nun das Temperaturgefälle durch das in die Erweiterung hineinragende Rohrstück A in der Weise beeinflußt, daß alsbald nach der Erreichung der höchsten Temperatur bei S eine mehr oder weniger starke Abkühlung herbeigeführt werden kann. Durch geeignete Wahl der Wandstärke des Rohres bei A und durch Anordnung größerer Metallmassen an diesem Punkt, durch Verstellen des in das Innere des Hohlraumes hineinragenden Rohrstückes A, gegebenenfalls auch durch Anordnung einer besonderen Kühlvorrichtung an diesem Punkte hat man es ganz in der Hand, dafür zu sorgen, daß die Temperatur, welche der Draht in S erreicht, mehr oder weniger rasch heruntergedrückt wird. Zeigt es sich, daß die Temperaturen nicht genügen, um den gewünschten Effekt bei gewissen Drahtstärken zu erreichen, so kann natürlich ei'ne Erhöhung der Temperatur dadurch erreicht werden, daß man durch den Draht selbst Strom leitet, indem man zweckmäßig in der Nähe von v1 und v2 Kontakte anordnet.
Der beschriebene Apparat, welcher natürlich nur ein Ausführungsbeispiel darstellt, gestattet ■ in zweckmäßiger Weise, das im Hauptpatent unter Schutz gestellte Verfahren auszuführen.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Vorrichtung zur Herstellung von Metalldrähten, -fäden oder -bändern nach Patent 291994, gekennzeichnet durch einen Hohlkörper mit beiderseits angesetzten wärmeleitenden Rohren und einer achsial angeordneten kurzen Heizstelle, durch die der in einen Kristall überzuführende Draht in der Längsachse des Systems mit der erforderlichen Geschwindigkeit hindurchgezogen wird, zum Zwecke, von seiner Eintrittsstelle sehr allmählich auf die erforderliche Höchsttemperatur und nach Bildung des Kristalles wieder auf niedrige Temperatur gebracht werden zu können.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper als Rotationskörper, insbesondere als Kugel ausgebildet ist, zum Zwecke, die auf seine Innenfläche fallenden Wärmestrahlen möglichst vollständig nach dem Punkte höchster Erhitzung zurückzuwerfen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß kühlende Teile vorgesehen sind, zum Zwecke, die Temperatur des , aus dem Punkte höchster Erhitzung weitergeführten Drahtes in willkürlicher Weise herabsetzen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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