DE656146C - Verfahren zur Herstellung von kristallisiertem, hochkonzentriertem Natriumhydrosulfid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kristallisiertem, hochkonzentriertem Natriumhydrosulfid

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DE656146C
DE656146C DEI54849D DEI0054849D DE656146C DE 656146 C DE656146 C DE 656146C DE I54849 D DEI54849 D DE I54849D DE I0054849 D DEI0054849 D DE I0054849D DE 656146 C DE656146 C DE 656146C
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sodium
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sodium hydrosulfide
highly concentrated
sulphide
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DEI54849D
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Dr Johann Schneider
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/22Alkali metal sulfides or polysulfides
    • C01B17/32Hydrosulfides of sodium or potassium
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2006/00Physical properties of inorganic compounds
    • C01P2006/60Optical properties, e.g. expressed in CIELAB-values

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von kristallisiertern, hochkonzentriertem Natriumhydrosulfid Bei der üblichen Herstellung von Natriumhydro,sulfid durch Einleiten von Schwefelwasserstoff in Natriumhydroxyd- bzw. Natriumsulfidlösung werden nul- etwa 3o%ige viscose NaSH-Lösungün erhalten. Ein hieraus gewonnenes festes Salzhydrat ist an der Luft' sehr zerfließlich und spaltet leicht Schwefelwasserstoff ab. Man hat daher vorgeschlagen, zur Gewinnung eines wasserfreien, pulverigen Natriumhydrosulfids bei etwa 3oo' C sauerstofffreies Schwefelwasser-Stoff- "as über festes, pulveriges Schwefelnatrium, sog. Rohschmelze, zu leiten. Das erhaltene Produkt enthält jedoch von der Darstellung des Natriumsulfids her Verunreinigungen, hauptsächlich fein verteilte Kohle und die Aschehestandteile der zur Reduktion des Sulfats verbrauchten Kohle. Ein solches Pro#dukt ist aber unverwendbar, wenn es sich um den Zusatz des festen Hydrosulfids zu Stoffen handelt, wie z. B. zu Farbstoffen, die nach der Auflösung kein-er Filtration mehr unterworfen werden sollen.
  • Es wurde nun 'gefunden, daß man auf einem einfachen Wege zu reinen kristallisierten Hydraten des Natriumhydrosulfids von hohem Na SH-Gehalt gelangen kann, ausgehend von der Beobachtung, daß die hochkonzentrierten Schmelzen von w-asserhaltigem Natriumhydrosu-l-fid beim Abkühlen nicht einheitUch erstarren, sondern im Verlaufe der Abküh- lung in eine feste und flüssige Phase sich scheiden, von denen die erstere an Na S H wesentlich reicher, die flüssige wesentlich ärmer ist als die Ausgangsschmelze. Nach unseren Beobachtungen verläuft die Kun-e der Schmelzpunkte der wasserhaltigen Natriumhydrosulfidschmelze in Abhängigkeit vom Wassergehalt von i 5o' C an (24 #`o H. 0) ungefähr geradlinig bis etwa 3 5 o' C (wasserfreie Scluntlz.e). Schmelzen aus diesem Gebiet der MTassergehalte ergeben um so größere Anteile an hochprozentigem festem Hydrosulfid, je höher die Anfangsgehalte der Ausgangsschmelzen an Na S H sind. So kann beispielsweise aus einer bei i 5o' C flüssigen Schmelze mit 760/'o Na SH durch Abkühlen auf etwa 8JC rund die Hälfte des Na SH als ein kristallines Sulfhydrat mit 82,50jo NaSH ausgeschieden und gewonnen werden, während die andere Hälfte als Schmelze mit 70,5 % Na S H in Umlauf verbleibt, indem sie zur Auflösung von Na. S verwendet wird und durch H. S-Zufuhr wiiderum auf Na S H verarbeitet wird.
  • Für die Herstellung der Schmelze kann sowohl die gewöhnliche sog. Rohschinelze von Schwefelnatrium verwendet werden, welche noch auf Grund ihrer Herkunft fein verteilte Kohle- und Aschebestandteile enthält, als auch das poröse, durch Reduktion mit Wasserstoff nach der Patentschrift 559 314 hergestellte wesentlich reinere Schwefelnatrium. In beiden Fällen scheiden sich ini-Verlaufe der fortschreitenden 1\TaSH-Bildu#i.jy"
    die oxy schen und sulfidischen Verunrüm,
    nigungen zum größten Teil aus, so daß diiidE,
    Filtration eine klare, fast farblose Schr:h17, ,
    erhalten werden kann.
    Beispiel 5oo Teile Wasser werden unter Rühren zunächst in etwa 6oo Teile gepulvertes, wasserfreies Sch-wefelnatrium eingetragen, worauf Schwefehvasserstoffgas eingeleitet wird, bis die Hauptmenge des Schwefelnatriums in Na S H übergeführt ist. Hierauf werden erneut 5oo Teile Schwefelnatrium zugesetzt und -wiederum H# S eingeleitet, so lange, bis kein Na2 S in deiSchmelzernehr nachgewiesen werden kann. Man arbeitet hierbei zweckmäßig am Rückflußkühler, um bei der durch die Reaktionswärme auf etwa 15 o' C sich steigernden Teinperatur Verdampfungsverluste zu vermeiden. Die Schmelze mit einer Temperatur von mindestens i so' C wird dann mit Hilfe von Stickstoff oder Druckluft als Preß,-,o,as vom Unlöslichen abgetrennt, wobei je nach Rückstandsmenge Filtersteine oder Filtergewebe verwendet werden können. Die Schmelze wird in !einem Gefäß aufgenommen, in welchem sie unter genauer Regelting der Temperatur abgekühlt wird bis zu dem der Ausscheidung eines Sulfhydrats vom ge-C wünschteaWassergehaltentsprechendenGrade; hierauf werden, z. B. in einer zweckmäßig vor--gewärmten Zentrifuge, Kristalle und Schmelze %>,vc>neinancler getrennt. Die Schmelze dient in Pdern weiteren Arbeitsgange an Stelle von ",..Wasser zur Auflösung neuer Mengen Schwe-#,#elnatrium.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von reinem, hochkonzentriertem, kristallinischem Natriumhydrosulfid durch Einwirkung von Schwefelwasserstoff auf hochkonzentrierte Lösung-en von Schwefelnatrium, dadurch Clekennzeichnet, daß man durch Auflösen ZD von wasserfreiern Schw-efelnatrium in Wasser hergestellte Lösungen mit Schwefelwasserstoffgas behandelt und diese oder in den Betrieb zurückgenommene verarmte i\Tatriumhydrosulfidschmelzen durch Nachspeisung von Schwefel-natrium anreichert tuid unter Zufuhr von Schwefelwasserstoff bei Temperaturen oberhalb 100' C, vorzugsweise oberhalb 150' C auf einen Gehalt von mehr als 7o 1/" Na S H bringt, hierauf in einem Druckfilter von unlöslichen Bestandteilen befreit, in der Schmelze Krist Ile von Natriumsulfhydrat vom gewünschten Mindestgehalt an Na S H. durch begrenzte Abkühlung zur Ausscheidung bringt *und diese von der verarrnten Schmelze abtrennt.
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