DE655926C - Schaltung zur Erzielung einer Verteilung des Stromes auf zwei oder mehrere Anoden von mehrphasigen, ueber Stromteilerspulen gespeisten Quecksilberdampfgleichrichtern - Google Patents
Schaltung zur Erzielung einer Verteilung des Stromes auf zwei oder mehrere Anoden von mehrphasigen, ueber Stromteilerspulen gespeisten QuecksilberdampfgleichrichternInfo
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Description
Die Erfindung betrifft das für Quecksilberdampfgleichrichter wichtige Problem der Vergrößerung
der Dauer der Stromführung der Anoden des Gleichrichters bzw. die Verteilung
des Stromes auf zwei oder mehrere Anoden. Ein bekanntes Mittel zur Lösung dieses
Problems sind die sogenannten Stromteilerdrosselspulen, die entweder in den Anodenleitungen
zwischen der Sekundärwicklung des Gleichrichtertransformators und dem Gleichrichtergefäß oder zwischen den Nullpunkten
zweier Mehrphasensysteme liegen. Im letzteren Falle werden sie vielfach als Saugdrosselspulen bezeichnet. Diese Drosselspulen
können ihre stromteilende Wirkung nur ausüben, wenn ein ausreichender Magnetisierungsstrom
der dreifachen Netzfrequenz zur Verfügung steht. Diese Ströme sind, wenn nicht besondere Hilfsmittel angewendet
werden, in ausreichender Größe nur dann vorhanden, wenn der Gleichrichter mit einem
Mindeststrom belastet ist. Sinkt die Belastung unter diesen kritischen Grenzwert, so
hört die stromteilende Wirkung auf, und wegen der damit verbundenen Änderung der
Kurvenforin der den Anoden zugeführten Spannungen steigt die vom Gleichrichter abgegebene
Spannung mit weiterer Belastungsverminderung außerordentlich steil an.
Um dieser bekannten Eigenschaft einer Gleichrichterschaltung mit Stromteilerspulen
zu begegnen, sind Mittel bekanntgeworden, die dafür sorgen, daß auch bei Belastungsströmen des Gleichrichters, die unterhalb des
kritischen Grenzwertes liegen, noch eine Stromteilerwirkung gegeben ist, daß also auch
in diesem Bereich für die erforderlichen Magnetisierungsströme dreifacher Netzfrequenz
gesorgt wird. Eines dieser bekannten Mittel besteht darin, daß an eines der beiden Mehrphasensysteme
des Gleichrichters ein Transformator angeschlossen wird, der sekundärseitig im Dreieck geschaltet ist und eine Hilfswicklung
der Saugdrosselspule speist. Diese Anordnung bedeutet eine wesentliche Verteuerung
für die Anlage, die Gleichrichterschaltung wird kompliziert und, wie die Erfahrung
gezeigt hat, ist ein verhältnismäßig großer Hilfstransformator erforderlich.
Gegenstand der Erfindung ist ein Hilfsmittel, welches das gleiche Ziel mit wesentlich
einfacheren .Mitteln erreicht. Erfindungsgemäß sind auf der Sekundärseite des Gleichrichtertransformators
die in der Phase benachbarten Wicklungsenden des Transformators über Verbraucher für Ströme dreifacher
Netzfrequenz, z. B. Drosselspulen mit hochgesättigtem Eisenkern, miteinander verbun-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Heinrich Jungmichl in Finkenkrug b. Berlin-Spandau.
den, und zwar derart, daß die Ströme dieser Verbraucher sowohl den Transformator als
auch die Stromteilerspulen durchfließen. Für die Erfindung sind demnach zwei Merkmale
von wesentlicher Bedeutung, nämlich erstens· das Merkmal, daß die Verbraucher für Ströme
dreifacher Netzfrequenz an in der Phase benachbarte Wicklungsenden des Transformators
angeschlossen sind. Das bedeutet, daß ίο sie mit solchen Wicklungsenden verbunden
werden müssen, die in der Stromführung des Gleichrichters zeitlich aufeinanderfolgen. Das
zweite Merkmal besteht darin, daß die Verbraucher für Ströme dreifacher Netzfrequenz
so an die Sekundärseite des Gleichrichtertransformators angeschlossen werden, daß die
in ihnen fließenden Belastungsströme sich über die Wicklungen des Transformators und über
die Stromteilerspulen schließen. Nur wenn diese beiden Merkmale erfüllt sind, wird für
die Saugdrosselspulen die der Stromteilung dienende Magnetisierung auch dann gesichert,
wenn der Belastungsstrom des Gleichrichters einen bestimmten Grenzwert unterschreitet.
Die Erfindung hat dabei den Vorteil, daß dieses Ziel lediglich durch hochgesättigte
Drosselspulen oder ähnliche Verbraucher für Ströme dreifacher Netzfrequenz erreicht wird,
die an zwei in der Phase benachbarte Wicklungsenden des Gleichrichtertransformators
angeschlossen sind. Transformatoren mit besonderen Sekundärwicklungen, wie bei der
bekannten Anordnung, sind nicht erforderlich, auch wird die Hilfswicklung an der
Drosselspule der bekannten Anordnung durch die Erfindung vermieden.
In der Zeichnung ist in Fig. 1 die Schaltung eines Sechsphasengleichrichters dargestellt,
bei dem die Erfindung angewendet ist. Ein Gleichrichter 2 wird aus einem Wechselstromnetz
über den Transformator 1 gespeist, an dessen Sekundärwicklung eine Stromteilerspulenanordnung
3, sogenannte Saugdrosselspulen, angeschlossen ist. Der Plusleiter 5
des Gleichstromnetzes ist mit der Kathode 4 und der Minusleiter 6 des Gleichstromnetzes
mit der Stromteilerspulenanordming 3 verbunden. Die einzelnen Klemmen der Sekundärwicklung
des Transformators 1 sind mit den Ziffern 11 bis 16 und die an diese angeschlossenen
Anoden mit den Ziffern 21 bis 26 bezeichnet. Zwischen die Anodenleitungen
von je zwei in der Phase aufeinanderfolgenden Anoden sind Drosselspulen 7, 8 und* 9
geschaltet, die mit einem hochgesättigten Eisenkern ausgerüstet sind. 0
Die Wirkungsweise der Schaltung sei an
Hand des in Fig. 2 dargestellten Diagramms näher erläutert: An den Anoden 21 und 22
des Gleichrichters 2 liegen beispielsweise die Spannungen E11 und B12, so daß für diese beiden
Anoden eine verkettete Spannung E3 gilt. Die Spannungen E11 und E12 sind um 60 elektrische
Grade gegenüber der Spannung E3 ■verschoben. Die verkettete Spannung E3 wird
in der gesättigten Eisendrossel 7 einen um * '9,0;-' elektrische Grade nacheilenden Strom J1
'hervorrufen, der eine dritte Oberwelle J3
führt. Diese dritte Oberwelle erzeugt einen Hilfsfluß, der in Phase mit dem Strom J3 ist.
Dieser Fluß erzeugt seinerseits eine um 90 elektrische Gerade nacheilende Spannung
Em von gleicher Frequenz wie der Hilfsfluß. Diese Spannung E1n verzerrt die Spannung E3
derart, daß sich ein mehr rechteckförmiger Verlauf En,' ergibt. Infolge dieser rechteckförmigent
Kurvenform verteilt sich der Strom auf zwei Anoden. Verbindet man also die mit
einem hochgesättigten Eisenkern versehenen Drosselspulen 7 bis 9 derart mit den Anodenleitungen,
daß jede Drosselpule zwischen zwei im Arbeitszyklus aufeinanderfolgenden Anoden
liegt, so wird nicht nur eine dritte Oberwelle J3 erzeugt, sondern diese Oberwelle besitzt
gleichzeitig die richtige Phasenlage zur Erzeugung des Hilfsflusses zwecks Verzerrung
der Phasenspannungen. Außerdem wird durch die erfindungsgemäße Schaltung dafür gesorgt, daß nicht nur der Gleichrichtertransformator,
sondern auch die Stromteiler spulenanordnung mit den Strömen der
dreifachen Netzfrequenz belastet wird, so daß ohne Rücksicht auf die Höhe der Belastung
des Gleichrichters stets eine Verteilung des Stromes auf zwei oder mehrere Anoden eintritt.
Es sei noch erwähnt, daß Hilfsverbraucher für Magnetisierungsströme der dreifachen
Netzfrequenz bereits vorgeschlagen worden sind, um einen Spannungsabstieg bei Lastabsenkung
oder Leerlauf eines Quecksilberdampfgleichrichters zu verhindern. Dieser
Vorschlag erstreckte sich jedoch auf solche Gleichrichter, bei denen durch Stern-Sechsphasensternschaltung
des Transformators Stromteilung erzwungen wird. Die Erfindung bezieht sich demgegenüber auf Gleichrichterschaltungen,
bei denen zur Erzielung einer Verteilung des Stromes auf zwei oder mehrere
Anoden besondere Stromteilerspulen vorgesehen sind.
Claims (1)
- Patentanspruch:Schaltung zur Erzielung einer Verteilung des Stromes auf zwei oder mehrere Anoden von mehrphasigen, über Stromteilerspulen gespeisten Quersilberdampfgleichrichtern unter Verwendung von Hilfseinrichtungen, die auch bei geringer Belastung des Gleichrichters eine ausreichende Magnetisierung der Stromteiler-spule mit Strömen dreifacher Netzfrequenz sichern, dadurch gekennzeichnet, daß sekundärseitig die in der Phase benachbarten Wicklungsenden des Transformators über Verbraucher für Ströme dreifacher Netzfrequenz, z. B. Drosselspulen mit hochgesättigtem Eisenkern, miteinander verbunden sind, durch die der Transformator und die Stromteilerspulen mit Strömen dreifacher Netzfrequenz und vorbestimmter Phasenlage zusätzlich belastet werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE655926C true DE655926C (de) | 1938-01-26 |
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1932
- 1932-07-19 DE DES105509D patent/DE655926C/de not_active Expired
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