DE655830C - Vereinigte Aufbereitungs- und Pressanlage fuer die wahlweise Herstellung von Kalksand- oder Ziegelsteinen - Google Patents

Vereinigte Aufbereitungs- und Pressanlage fuer die wahlweise Herstellung von Kalksand- oder Ziegelsteinen

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DE655830C
DE655830C DER95443D DER0095443D DE655830C DE 655830 C DE655830 C DE 655830C DE R95443 D DER95443 D DE R95443D DE R0095443 D DER0095443 D DE R0095443D DE 655830 C DE655830 C DE 655830C
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DER95443D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28CPREPARING CLAY; PRODUCING MIXTURES CONTAINING CLAY OR CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28C1/00Apparatus or methods for obtaining or processing clay
    • B28C1/10Apparatus or methods for obtaining or processing clay for processing clay-containing substances in non-fluid condition ; Plants
    • B28C1/14Apparatus or methods for obtaining or processing clay for processing clay-containing substances in non-fluid condition ; Plants specially adapted for homogenising, comminuting or conditioning clay in non-fluid condition or for separating undesired admixtures therefrom

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

  • Vereinigte Aufbereitungs- und Preßanlage für die wahlweise Herstellung von Kalksand- oder Ziegelsteinen Die Erfindung betrifft eine vereinigte Aufbereitungs- und Preßanlage, mit welcher wahlweise Kalksandsteine oder Ziegel- bzw. Klinkersteine aus Ton, Lehm, Schieferton oder ähnlichen Rohstoffen hergestellt werden.
  • Die alluvialen, diluvialen oder tertiären Ablagerungen bestehen vielfach aus wechselnden Schichten oder nebeneinanderliegenden Vorkommen von Sand, lehmigen oder tonigen Massen oder ähnlichem Verwitterungsgestein. Für die Ausbeutung war daher bisher das Hauptvorkommen maßgebend. Sofern Sand in überwiegendem Maße und ausreichenden Mengen vorhanden war, so faßte man die Herstellung von Kalksandsteinen ins Auge. Bei genügend mächtigen Lagern von Lehm oder Ton hingegen befaßte man sich mit der Herstellung von Ziegelsteinen und ließ die anderen Vorkommen unausgebeutet. Die Beschränkung der Gewinne auf das eine oder andere Vorkommen allein, bringt aber auch Schwierigkeiten im Abbau mit sich, da die nicht abzubauenden Vorkommen als Abraum und damit als wertlos gelten, wodurch eine unnötige Bewegung der Abraummassen, verbunden mit entsprechenden Kosten, gegeben ist. Selbst, wenn Sand und Lehm für getrennte Herstellung von Kalksandsteinen und Ziegelsteinen in ausreichenden Mengen vorhanden waren, so entschloß man sich bisher immer noch für die Herstellung von getrennten Anlagen, wodurch die Wirtschaftlichkeit der Einzelanlage ungünstig beeinflußt wird.
  • Es gibt aber auch Vorkommen, bei denen die in Frage stehenden Verwitterungsgesteine nur in einer solchen Mächtigkeit vorhanden sind, daß sich der Abbau und die Verarbeitung des einen oder anderen Verwitterungsgesteines nicht lohnend gestalten. Derartige gemischte Vorkommen konnten daher bisher nicht ausgewertet werden. Besonders ist dabei zu berücksichtigen, daß gerade solche Vorkommen frachtlich und auch herstellungsmäßig sehr günstig liegen. Man mußte bisher auf die Ausbeutung verzichten, da man keine Wirtschaftlichkeit errechnen konnte.
  • Die Erfindung trägt diesen Bedürfnissen Rechnung und besteht aus voneinander unabhängig arbeitenden Aufbereitungsanlagen für das Rohgut, für die wahlweise Herstellung von Kalksandsteinen und Ziegelsteinen, an die sich eine gemeinsame Preßanlage an -schließt. Nach der Aufbereitung kann das Gut in einen gemeinsamen Sammelbehälter geleitet werden, von wo es über weitere gemeinsame Förden- und Weiterverarbeitungseinrichtungen der Preßanlage zugeführt wird. Zweckmäßig bildet man den gemeinsamen Sammelbehälter gleichzeitig als Löschspeicher für das Sand-Kalk-Gemisch aus.
  • Die Erfindung ermöglicht somit selbst die Ausbeutung von gemischten Vorkommen, die bisher nicht für abbauwürdig gehalten wurden, und gewährt dazu noch folgenden wesentlichen Vorteil: .
  • Die Verarbeitung von tonartigen R 1zstoifen zu Ziegelsteinen u: dgl. verlangt stimmte Witterungsverhältnisse. In den lete. ten Jahren hat man sich davon unabhängig:, zu machen versucht, indem man besondere zusätzliche und dazu kostspielige Anlagen, z. B. Trockenkammern u. dgl., baute. Derartige größere Ziegeleien sind aber stets an große Vorkommen gebunden. DieAnlage gemäß der Erfindung ist aber von schlechten Witterungsverhältnissen vollkommen unabhängig, so daß sie das ganze Jahr hindurch betrieben werden kann. Bei schlechten Witterungsverhältnissen, wie etwa im Winter oder bei lang anhaltendem feuchtem Wetter, kann man die Anlage sogleich auf die Herstellung von Kalksandsteinen umstellen, da die Herstellung von Kalksandsteinen von den Witterungsverhältnissen unabhängig ist. Dadurch ist auch der weitere Vorteil gegeben, daß gemischte Vorkommen gleichmäßig abgebaut werden können, ohne größere Abrauinmassen zu bewegen.
  • In der Zeichnung ist die erfindungsgemäße Anlage in beispielsweiser Ausführung- dargestellt.
  • Abb. i zeigt in Ansicht die Anlage und Abb. -2 im Grundriß.
  • Ist beispielsweise die Anlage auf die Herstellung voll Kalksandsteinen eingestellt, so wird der mit Loren a hereingebrachte Sand in den Behälter b geschüttet. Gleichzeitig wird dem kleinen Behälter c gebrannter Kalk zugegeben. Aus den Behältern b und c wird das Gut über bekannte Meßvorrichtungen in die Schnecke (i geleitet, welche eine Vermischung und Anfeuchtung des Gutes herbeiführt. Voll der Schnecke d gelangt das Gernisch zum Becherwerk e, von welchem es in der gezeigten Ausführung zu einem Speicher f geleitet wird, welcher gleichzeitig als Löschspeicher ausgebildet ist. Statt des Löschspeichers kann auch eine Kalklöschtrommel eingeschaltet werden. Eine ununterbrochen arbeitende Entleerungsvorrichtung unterhalb des Löschspeichers bzw. der Kalklöschtrorninel fördert (las Gut in eine weitere Schnecke.-. wo eine innige Vermischung und Anfeuch-,,@,gng erfolgt. Das Gut wird dann über das 3zerwerk lt zu der Presse i geleitet, auf der 1`"Formgebung erfolgt. Von hier aus wer -i die hergestellten Steine auf dem Plattengen k aufgestapelt und zum anschließenden Härten weitergeleitet.
  • Bei der Verarbeitung von tonartigen Rohstoffen erfolgt die Anfuhr ebenfalls mit den Loren a. Diese werden über dem Anwurfstriehter l entleert. Die Rohrnasse gelangt dann in die Zerkleinerungsmaschine in, wie Kollergang, Walzwerk, Zerkleinerer o. dgl., voll v@o es mittels des Becherwerkes jr in eine Tasche o des Speichers f geleitet wird. Von hier gelangt das Gut unmittelbar über die Entleer ungsvorrichtung zu der Schnecke g.
  • Bei der Verwendung einer Kalklöschtrommel statt des Speichers f fördert die Ausfallrinne des Becherwerkes n das Gut in einen Massespeicher unterhalb der Löschtrommel. Die Weiterleitung und Verarbeitung des Rollgutes erfolgt dann in gleicher Weise wie bei der Herstellung von Kalksandsteinen.

Claims (1)

  1. PATEN TANSPitÜcil1:: i. Vereinigte Aufbereitungs- und Freßanläge für die wahlweise Herstellung von Kalksand- oder Ziegelsteinen, gekennzeichnet durch zwei voneinander unabhängigen Aufbereitungsanlagen für das Rollgut in Verbindung mit einer gemeinsamen Preßanlage. a. Vereinigte Aufbereitungs- und P reßanlage nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen gemeinsamen Sammelbehälter für beide Aufbereitungsanlagen zur Aufnahme des jeweils aufbereiteten Gutes, voll welchem aus das Gut über weitere Förder- und 'Mischeinrichtungen zur Preßanlage gelangt. 3. Vereinigte Aufbereitungs- und Preßanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame Sammelbehälter gleichzeitig als Löschspeicher für das Sand-Kalk--Gemisch ausgebildet ist.
DER95443D 1936-02-08 1936-02-08 Vereinigte Aufbereitungs- und Pressanlage fuer die wahlweise Herstellung von Kalksand- oder Ziegelsteinen Expired DE655830C (de)

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