DE655692C - Einrichtung zur Verminderung der spannungsbeeinflussenden Wirkung des remanenten Magnetismus von Gleichstromerzeugern mit Verbundwicklung - Google Patents
Einrichtung zur Verminderung der spannungsbeeinflussenden Wirkung des remanenten Magnetismus von Gleichstromerzeugern mit VerbundwicklungInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K23/00—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors
- H02K23/40—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors characterised by the arrangement of the magnet circuits
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Description
Bei allen Gleichstrom-Verbund-Generatoren,
die unabhängig von der Belastung gleichbleibende Spannung halten sollen, besteht
die Schwierigkeit, den störenden Ein-Muß des remanenten Magnetismus der Maschine
auf die Spannungshaltung zu beseitigen. Dieser bewirkt nach jedem Anlauf so lange eine zu niedrige Spannung, bis die
volle Belastung einmal eingeschaltet wurde,
d. h. bis durch die Wirkung der Verbundwicklung die volle Erregung wirksam geworden
ist. Auch nachher ist die erzeugte Generatorspannung nicht eindeutig. Das bei ein und derselben Amperewindungszahl tatsächlich
entstehende magnetische Feld wird infolge der Remanenzeigenschaften des magnetischen
Pfades verschieden groß, je nachdem unmittelbar vorher die erregende Amperewindungszahl
größer oder kleiner als der augenblickliche Wert war.
Diesem Übelstand kann, wie bekannt, durch Einfügung eines magnetischen Widerstandes
im magnetischen Kreis des Stromerzeugers begegnet werden, der eine entsprechende
Erhöhung der erregenden Amperewindungen notwendig macht, gegenüber welchen dann die magnetmotorische Kraft des
remanenten Magnetismus mehr oder weniger zurücktritt. Verlegt man diesen zusätzlichen
magnetischen Widerstand in den Luftspalt, so erregt sich nachher die Maschine schwerer,
und verlegt man ihn ins Gehäuse, so steigt wieder dessen remanenter Magnetismus, weil
die betreffende Stelle infolge Einschnürung einen hohen Sättigungsgrad erreicht. Überdies
muß der Querschnitt der verengten Stelle, unter Aufwendung von Bearbeitungskosten, sehr genau eingehalten werden, weil
schon die allergeringste, unbeabsichtigte, weitere Verkleinerung der Einschnürungsstelle
den magnetischen Widerstand äußerst rasch ansteigen läßt. Nur wenn die verengte Stelle
verhältnismäßig lang gemacht wird und dadurch weniger gesättigt werden muß, ist eine
verringerte Ausführungsgenauigkeit zulässig, aber dann erhöht sich wieder die störende
Wirkung des remanenten Magnetismus auf die Spannungshaltung, die es ja zu bekämpfen
gilt.
Verlegt man erfindungsgemäß den zusatzliehen magnetischen Widerstand in die Ankerzähne,
so fällt die Verstärkung der Remanenz wegen der beim Umlauf entstehenden ständigen
Ummagnetisierungen vollständig fort, und gleichzeitig wird wie auch bei der Gehäuseschwächung
die Sicherheit der Selbsterregung der Maschine nicht beeinträchtigt. Handelt es sich um sehr schnell laufende.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Hugo Grob in Berlin.
ζ. Β. durch Dampfturbinen angetriebene
Stromerzeuger, für welche die Erfindung hauptsächlich bestimmt ist, so wird indessen
die Nutenlänge ziemlich kurz, weil das fervolumen der Ankerwicklung verh
" mäßig klein ist. |£
Zur ausreichenden Unterdrückung "der spannungsstörenden Wirkung der Gehäuseremanenz
ist eine bestimmte Größe des ίο künstlich eingefügten magnetischen Widerstandes
notwendig. Ist die Zahnlänge, innerhalb der dieser Widerstand erzeugt werden muß, sehr kurz, so wird die Anwendung einer
sehr hohen Sättigung notwendig, deren genaue Einhaltung wegen der großen Wirkung
von Abmessungs- oder Eisengüteabweichungen sehr schwierig ist.
Die Erfindung hat eine solche Bemessung des Eisenweges in den Ankerzähnen zum
Gegenstand, daß die planmäßige Hervorrufung der gewünschten Größe des magnetischen
Ankerzahnwiderstandes viel -sicherer möglich ist als bei den bisherigen Ausführungen.
Der Grundgedanke besteht darin, in den Fällen geringen Kupfervolumens das
Zahnprofil -künstlich so zu verlängern, daß man. den Nutenraum größer macht, als dies
durch den Platzbedarf der Wicklung bedingt wäre. Dann wird je Längeneinheit' des
Zahnes ein geringerer magnetischer Widerstand, also auch die Anwendung einer geringeren
magnetischen Sättigung, notwendig, und so wird es möglich, den entstehenden
magnetischen Widerstand viel sicherer im voraus zu berechnen, als wenn die Zahnlänge
kurz ist. Überdies spielen bei der auf diese Weise vergrößerten Nutenform auch Ungenauigkeiten in den Abmessungen oder
in der magnetischen Eisengüte nicht mehr die große Rolle.
Ankernuten, deren Raum größer ist, als durch den Platzbedarf der Wicklung bedingt
wäre, sind zwar schon bekanntgeworden. In diesen Fällen wurde aber die Raumvergrößerung
ausnahmslos durch rein mechanische und nicht durch magnetische Gründe veranlaßt.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich indessen darauf, zwecks Verlängerung der
Ankerzähne den Nutenraum größer zu machen, als durch den Platzbedarf und die
Befestigung der Wicklung oder durch Rücksichten auf die Ankerentlüftung bedingt
wäre.
Die Abbildung zeigt ein Ausführungsbeispiel. A ist das Ankerblech mit den Nuten B.
Erfindungsgemäß ist durch die Verlängerung des Zahnprofils der Raum dieser Nuten-5
größer bemessen, als dem Platzbedarf der Wicklung C entsprechen würde, um zu erreichen,
daß die Zahnlänge α ein gewisses Maß nicht unterschreitet. Der durch die
Wicklung nicht in Anspruch genommene Nutenraum wird mit nichtmagnetischem Baustoff
£ ausgefüllt.
.-'Durch die Verlängerung des Zahnprofils
werden die Zahneisenverluste etwas erhöht. ■*Wegen der Kleinheit des Zahneisenvolumens,
das von der zusätzlichen Sättigung betroffen wird, spielen aber diese Verluste keine große
Rolle. Sie können auch durch eine Vergrößerung der Kupferquerschnitte, für die nun
Platz vorhanden ist, wettgemacht werden, doch würde eine volle Ausfüllung des Nutenraumes
mit Kupfer, besonders bei zweipoligen Maschinen, eine nicht unerhebliche Steigerung des Platzbedarfes der beiden
Wicklungsköpfe im Gefolge haben.
Zur Verbesserung der Stromwendung werden die Drähte möglichst nahe der Anker,-oberfläche
angeordnet."
Wenn die Art der Wicklung eine Lage der Drähte bedingt, bei der sie mehr übereinander-
statt nebeneinanderliegen, so kann der durch diamagnetischen Werkstoff auszufüllende
nicht benutzte Nutenraum auch neben den Drähten vorgesehen werden.
Die Erfindung besitzt auch große Bedeutung für die Sicherheit der Selbsterregung
von Gleichstrommaschinen niedriger Spannung. Bekanntlich erregt sich ein Stromerzeuger
um so schwerer, je kleiner beim magnetischen Kreis das Verhältnis zwischen
dem magnetischen Widerstand beim Anlauf und demjenigen bei voller Spannungserzeugung
ist. Aus Gründen einer ausreichenden Unterdrückung der störenden Wirkung des remanenten Magnetismus auf die Höhe der
erzeugten Spannung war man bisher genötigt, einen erheblichen Teil des Widerstandes des
magnetischen Kreises in den remanenzlosen Luftraum zu verlegen, der jedoch auch beim
Anlauf noch in vollem Maße vorhanden ist und die Sicherheit der Selbsterregung stark
beeinträchtigt. Bei der erfindungsgemäßen Verlegung des notwendigen zusätzlichen magnetischen
Widerstandes in die ebenfalls völlig remanenzlosen Ankerzähne hingegen ist dieser zusätzliche Widerstand beim Anlauf
praktisch gar nicht vorhanden und übt also auch keine erschwerende Wirkung auf
die Selbsterregung aus.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Einrichtung zur Verminderung der spannungsbeeinflussenden Wirkung des remanenten Magnetismus von Gleichstromerzeugern mit Verbundwicklung bei stark schwankender Belastung, insbesondere Niederspannungsmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetische Widerstand der Ankerzähne künstlich erhöhtwird, und zwar durch Verlängerung des für eine ziemlich hohe Sättigung berechneten Zahnprofils ohne Rücksicht auf die Ausnutzung des Nutenraumes durch die Ankerwicklung.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut vor der inneren, dem Ankermittelpunkt zugekehrten Grenzfläche der Wicklung (C) an noch weiter nach dem Ankermittelpunkt zu verlängert ist und der so entstehende überschüssige Raum durch diamagnetischen Werkstoff (E) ausgefüllt wird.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß unter entsprechender Vergrößerung des Nutenquerschnittes längs der ganzen Nutentiefe links und rechts neben der Wicklung Schichten aus diamagnetischem Werkstoff eingelegt werden.Hierzu 1 Blati Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN32370D DE655692C (de) | 1931-07-14 | 1931-07-14 | Einrichtung zur Verminderung der spannungsbeeinflussenden Wirkung des remanenten Magnetismus von Gleichstromerzeugern mit Verbundwicklung |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE655692C true DE655692C (de) | 1938-01-27 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEN32370D Expired DE655692C (de) | 1931-07-14 | 1931-07-14 | Einrichtung zur Verminderung der spannungsbeeinflussenden Wirkung des remanenten Magnetismus von Gleichstromerzeugern mit Verbundwicklung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE655692C (de) |
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1931
- 1931-07-14 DE DEN32370D patent/DE655692C/de not_active Expired
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