DE655672C - Verfahren zur Herstellung von Bimetallrohren durch Schweissplattierung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Bimetallrohren durch SchweissplattierungInfo
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Classifications
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- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
20. JANUAR 1938
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 491 GRUPPE
in Duisburg
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. April 1935 ab
Die Plattierung von Eisen mit Kupfer hat in der Praxis, eine ziemliche Bedeutung erlangt,
weil die hohe Korrosionsbeständigkeit des Kupfers und die hohe mechanische Festigkeit
des Eisens auf diese Weise kombiniert wurden. Im allgemeinen wurde dabei so vorgegangen,
daß das Kupfer in flüssigem. Zustand unter Einhaltung einer Schutzgasatmosphäre
um die sorgfältig gereinigte Eisenoberfläche angegossen wurde. · Hierbei verband
sich das Kupfer oberflächlich sehr innig mit dem Eisen, und ein nachfolgendes Auswalzen
des bimetallischen Werkstückes streckte beide Metalle gleichzeitig aus und vierschweißte säe
dabei noch besser. Bei derartigen Verbundgußstücken muß nun allerdings die Dicke der
Kupferschicht ein gewisses Maß betragen, da andernfalls eine vollkommen gleichmäßige
Haftung nicht erzielbar ist. Um auch durch Walzen eine gute Verbindung herbeizuführen,
hat man zu besonderen Maßnahmen gegriffen. So ist es bekannt, Kupfer und Eisen in eine Schutzhülle einzuwickeln, welche den
Zutritt von Luft verhindert. Es ist auch vorgeschlagen, die zu plattierenden Stoffe, z. B.
Bleche, aufeinanderzulegen und an den Rändern durch eine ringsum laufende Schweißnaht
zu verbinden. Es sind jedoch mit Hilfe des Verwalzens Bimetallrohre dieser Art bisher
nicht hergestellt.
Bei der Herstellung von Rohren war man beispielsweise so vorgegangen, daß ein dünnwandiges
kaltes Kupferrohr über einen Dorn in ein -hocherhitztes Eisenrohr gesteckt und
dann alles zusammen ausgewalzt wurde. Dabei sollte die in dem Eisen vorhandene
Wärme das Kupfer an der Oberfläche zum Schmelzen bringen und durch den zwischen Dorn und Walzen auftretenden Druck eine
Schweißverbindung entstehen. Man wird hierbei aber niemals eine einwandfreie Schweißverbindung
erhalten, weil die hohe Erhitzung des Eisens die Möglichkeit mindestens stellenweiser
Oxydation der Oberfläche unvermeidbar macht und überdies irgendwelche Maßnahmen zur Vermeidung der Oxydation nicht
vorgesehen sind und auch bei der Art des ganzen Verfahrens nicht vorgesehen werden
können. Man hat weiterhin vorgeschlagen, Rohre aus zwei oder mehreren Lagen herzustellen,
indem . man einen erhitzten Blechstreifen über ein gleichfalls zur Schweißhitze erhitztes Rohr biegt und durch Ziehen in
einem Ziehkopf ein Doppelrohr bildet, bei dem der Blechstreifen gleichzeitig so innig
an 'die Wandungen des fertigen Rohres gepreßt wird, daß eine Verschweißung der einzelnen
Rohrlagen eintritt. Auch dieses Verfahren eignet sich für das Aufplattieren von
Kupfer auf Eisen nicht, da es unmöglich sein würde, die Oberfläche des bereits fertigen
hocherhitzten Rohres gegen Oxydation zu schützen. Gerade dieser Punkt hat aber
die größte Bedeutung, da nur dann, wenn
jede Oxydation der zu verbindenden Oberflächen vermieden wird, eine allseitig gute
Verschweißung möglich ist.
Man hat schließlich auch vorgeschlagen, hohle. Metalldrähte aus einem rohrförmigen'
Rohling herzustellen. Hierbei wird jedoch von einem vorher bereits fertig plattierten
Metallblech ausgegangen, aus dem man z. B. durch Tiefziehen zunächst einen Hut herstellt
ίο und diesen dann zum Rohr weiter verarbeitet.
Ein Verschweißen der Kupferauflage während des Walzens oder Zieheins ist jedoch nach
diesem Verfahren weder beabsichtigt noch möglich.
i"5 Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung von Bimetallrohren,
die aus Eisen als Grundlage und einem korrosionsfesten
Metall, z. B. Kupfer, als Decklage bestehen, durch Sehweißplattierung. Zu
diesem Zwecke wird ein gereinigtes Kupferrahr über ein zweckmäßig ebenfalls oberflächlich
gereinigtes Eisenxohr gesteckt und dann an beiden Enden die Übergänge von
Eisen zu Kupfer in der an sich bekannten Weise so fest verbunden, daß der Luftzutritt
zwischen beiden Metallen ausgeschlossen ist. Dies kann bei etwa gleicher Länge der Rohre
durch Verschweißen bzw. Verlöten der Enden "erfolgen. Nach einer weiteren Ausführungsfo-rm
kann aber auch ein Kupferrohr von größerer Länge über das Eisenrohr gezogen
und die hohlen Enden des Kupferrohres zusammengeschlagen und nur in sich
fest miteinander verbunden werden. Hierauf werden die ineinandergesteckten Rohre auf
Schweißtemperatur erhitzt und gewalzt. Das besondere Kennzeichen des Verfahrens, in
dem das eigentlich Neue besteht, liegt nun darin, daß das Walzen in der Wärme ohne
Dorn in völlig geschlossenen runden Kalibern erfolgt. Ein Ziehen der Rohre hat sich nicht
als durchführbar erwiesen, weil hierfür der erforderliche Sehweiß druck nicht ausgeübt
werden kann. Auch das Walzen in den üblichen Kalibern ergibt kein gutes Ergebnis,
geschweige denn ein Walzen oder Ziehen in der Kälte.
Abgesehen von Kupferplattierungen für
Eisenrohre lassen sich mit Hilfe des beschriebenen Verfahrens auch Plattierungen von
Kupferlegierungen:, Nickel, Nickellegierungen u. dgl. herstellen.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Bimetallrohren durch Sehweißplattierung,
bei denen die Rohre aus Eisen als Grundlage und einem korrosionsfesteren Metall, „
z. B: -Kupfer, als Decklage bestehen und vor der mechanischen Bearbeitung an den
Außenrändern durch Verschweißung- fest miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die im. übrigen lediglich ineinandergesteckten Rohre in geschlossenen runden Kalibern verschweißt werden.
2. Ausführungsforni des Verfahrens gemäß
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Überzugsrohr an beiden Seiten
über das Kernrohr übersteht und nach Breitschlagen der überstehenden Enden eine Verschweißung zur Abdichtung gegen
Luftzutritt nur am Ende des Überzugsrohres
erfolgt/
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV31727D DE655672C (de) | 1935-04-05 | 1935-04-05 | Verfahren zur Herstellung von Bimetallrohren durch Schweissplattierung |
| DEV31745D DE682362C (de) | 1935-04-05 | 1935-04-10 | Verfahren zur Herstellung von Bimetalldraehten |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV31727D DE655672C (de) | 1935-04-05 | 1935-04-05 | Verfahren zur Herstellung von Bimetallrohren durch Schweissplattierung |
| DEV31745D DE682362C (de) | 1935-04-05 | 1935-04-10 | Verfahren zur Herstellung von Bimetalldraehten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE655672C true DE655672C (de) | 1938-01-20 |
Family
ID=32471378
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV31727D Expired DE655672C (de) | 1935-04-05 | 1935-04-05 | Verfahren zur Herstellung von Bimetallrohren durch Schweissplattierung |
| DEV31745D Expired DE682362C (de) | 1935-04-05 | 1935-04-10 | Verfahren zur Herstellung von Bimetalldraehten |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV31745D Expired DE682362C (de) | 1935-04-05 | 1935-04-10 | Verfahren zur Herstellung von Bimetalldraehten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE655672C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750040C (de) * | 1940-05-29 | 1945-01-12 | Plattierung der Flaechen und Seitenkanten von Blechen, Staeben und Roehrenstreifen | |
| DE940886C (de) * | 1950-03-21 | 1956-03-29 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Herstellung von Rohren |
| DE968361C (de) * | 1949-01-01 | 1958-02-06 | Gewerkschaft Reuss | Verfahren zur Herstellung verschleissfester, nahtloser Verbundstahlrohre fuer den hydraulischen oder pneumatischen Bergeversatz od. dgl. |
-
1935
- 1935-04-05 DE DEV31727D patent/DE655672C/de not_active Expired
- 1935-04-10 DE DEV31745D patent/DE682362C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750040C (de) * | 1940-05-29 | 1945-01-12 | Plattierung der Flaechen und Seitenkanten von Blechen, Staeben und Roehrenstreifen | |
| DE968361C (de) * | 1949-01-01 | 1958-02-06 | Gewerkschaft Reuss | Verfahren zur Herstellung verschleissfester, nahtloser Verbundstahlrohre fuer den hydraulischen oder pneumatischen Bergeversatz od. dgl. |
| DE940886C (de) * | 1950-03-21 | 1956-03-29 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Herstellung von Rohren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE682362C (de) | 1939-10-13 |
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