DE655005C - Insbesondere zum Aussenden von Strahlen dienende elektrische Hochdruckmetalldampfentladungsroehre - Google Patents

Insbesondere zum Aussenden von Strahlen dienende elektrische Hochdruckmetalldampfentladungsroehre

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DE655005C
DE655005C DEN39467D DEN0039467D DE655005C DE 655005 C DE655005 C DE 655005C DE N39467 D DEN39467 D DE N39467D DE N0039467 D DEN0039467 D DE N0039467D DE 655005 C DE655005 C DE 655005C
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DE
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space
discharge
discharge tube
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auxiliary
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DEN39467D
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English (en)
Inventor
Dr Willem Elenbaas
Dr Gilles Holst
Dr Aart Van Wijk
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Philips Intellectual Property and Standards GmbH
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Philips Patentverwaltung GmbH
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J61/00Gas-discharge or vapour-discharge lamps
    • H01J61/02Details
    • H01J61/24Means for obtaining or maintaining the desired pressure within the vessel
    • H01J61/28Means for producing, introducing, or replenishing gas or vapour during operation of the lamp

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  • Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)

Description

  • Insbesondere zum Aussenden von Strahlen dienende elektrische Hochdruckmetalldampfentladungsröhre Es ist bekannt, die in einer Hochdruckduecksilberdampfentladungsröhre befindliche Quecksilbermenge derart zu dimensionieren, daß beim normalen Betrieb die ganze Quecksilbermenge verdampft und der Quecksilberdampf überhitzt wird, so daß der Dampf ungesättigt ist. Die Brennspannung einer Hochdruckduecksilberdarnpfentladungsröhrenimmt mit steigendem Dampfdruck zu. Enthält nun die' Röhre einen Überschuß flüssigen Quecksilbers, so wird bei zeitlicher Erhöhung der Speisespannung oder Verringerung der Wärmeabfuhr ein zusätzlicher Teil des Quecksilbers verdampft. Mit dieser Erhöhung des Dampfdruckes ist, wie angegeben, eine Steigerung der Brennspannung verknüpft. Sinkt nun die Speisespannung wieder auf ihren normalen Wert, so wird der Dampfdruck infolge der Wärmeträgheit der Röhre und somit die Brennspannung nicht sofort, sondern erst langsam ihren normalen Wert annehmen können. Es besteht dann die Gefahr, daß die gesunkene Speisespannung die Entladung nicht aufrechterhalten kann, so daß die Röhre erlischt. Diese Gefahr eines labilen Betriebes kann dadurch vermieden werden, daß die Quecksilbermenge in der oben angegebenen Weise derart beschränkt wird, daß der Quecksilberdampf beim Betrieb ungesättigt ist.
  • Diese Bemessung der Quecksilbermenge wird in der Regel dadurch erhalten, daß eine genau abgewogene oder abgemessene Menge flüssigen Quecksilbers in die Hochdruckentladungsröhre eingebracht wird. Bei fabrikmäßiger Herstellung einer großen Anzahl von Hochdruckentladungsröhren macht sich der Übelstand geltend, daß der Metalldampf in den verschiedenen Entladungsröhren beim Betrieb nicht s$ets die gleiche Dichte besitzt, was durch die Verschiedenheit des Inhaltes des Entladungsraumes der Röhren verursacht wird. Es ist einleuchtend, daß beim Einbringen von gleichen Quecksilbermengen die Entladungsröhre mit dein größten Inhalt des Entladungsraumes die geringste Dampfdichte und bei gleicher Strombelastung die geringste Brennspannung besitzt. Zum Erhalt eines gleichmäßigen Produktes sind daher nur sehr geringe Toleranzen in dem Inhalt der Entladungsräume zulässig, was die Herstellung erschwert, insbesondere wenn die Entladungsröhren aus einem hochschmelzenden Material, insbesondere aus Quarz, hergestellt werden. Da dieses Material sich schwerer als gewöhnliches Glas bearbeiten läßt, sind die bei fabrikmäßiger Herstellung auftretenden Unterschiede in dem Inhalt der Entladungsräume in der Regel größer, als wenn die Röhren aus einem leichter bearbeitbaren Glas mit niedrigerem Schmelzpunkt hergestellt «erden. Es ist gleichfalls bekannt, die erwünschte Ouecksilbermenge dadurch in die Hochdruckentladungsröhre einzubringen, daß letztere mit einem Quecksilber enthaltenden Behälter; verbunden und OOuecksilber aus diesem Be@:, hälter in die Hochdruckentladungsröhre, i'ri' der gleichzeitig eine Entladung stattfindet,' hinüberdestilliert wird. Während dieses Destillierungsvorganges nimmt die Brennspannung der Entladung beim Ansteigen des Quecksilberdampfdruckes zu. Das Hinüberdestillieren wird so lange fortgesetzt, 'bis die Brennspannung einen bestimmten Wert erreicht hat, worauf der Quecksilberbehälter abgeschmolzen wird. Dieses Verfahren zum Einbringen der gewünschten Metallmenge ist jedoch umständlich und zeitraubend.
  • Die Erfindung, die sich auf eine insbesondere zum Aussenden von Strahlen dienende Hochdruckmetalldampfentladungsröhre bezieht, hat den Zweck, eine Bauart zu schaffen, bei der die mit dem ungesättigten Metalldampf verbundenen Vorteile erzielt werden, ohne daß eine genaue Bemessung der in den Entladungsraum eingeführten Metallmenge erforderlich ist.
  • Die Entladungsröhre gemäß der Erfindung weist einen an den Entladungsraum grenzenden Hilfsraum auf, in dem sich eine Gasfüllung und eine Flüssigkeit befinden, die einen die kälteste Stelle des Entladungsraums bildenden Teil der Wand dieses Raumes berührt, und der Hilfsraum ist derart ausgebildet, daß der Dampf der Flüssigkeit, wenn letztere infolge der durch die Entladung entwickelten Wärme zum Sieden gebracht wird, auf einem Wandteil kondensiert, der nicht mit der Wand des Entladungsraumes zusammenfällt, wobei dafür Sorge getragen wird, daß das Kondensat zu dem Flüssigkeitsvorrat zurückfließt.
  • Die durch die Entladung entwickelte Wärme erhitzt die Trennwand zwischen dem Entladungsraum und dem Hilfsraum und daher die im letztgenannten Raum vorhandene Flüssigkeit. Diese Flüssigkeit nimmt jedoch keine höhere Temperatur als ihre Siedetemperatur an, da, wenn sie diese Temperatur erreicht hat, die weiter noch zugeführte Wärme von dem entwickelten Dampf zu demjenigen Teil des Hilfsraumes abgeleitet wird, in dem der Dampf kondensiert. Die Temperatur der Trennwand zwischen dem Entladungsraum und dem Hilfsraum wird auf diese Weise auf einem praktisch konstanten Wert gehalten. Da dafür Sorge getragen wird, daß diese Trennwand die kälteste Stelle des Entladungsraumes ist, bestimmt die Temperatur dieser Trennwand den Dampfdruck des im Entladungsraum befindlichen Metalls, das im Überschuß, d. h. beim Betrieb nicht ausschließlich in Dampfform, vorhanden, ist. Da diese Temperatur praktisch konstant ist, wird ein gleichbleibender ,oder wenigstens sich nur wenig än-@rnder Dampfdruck im Entladungsraum er-@'ten.
  • Die Siedetemperatur der im Hilfsraum vorhandenen Flüssigkeit und daher der Druck des Metalldampfes im Entladungsraum sind von der Wahl der Flüssigkeit und des Druckes der Gasfüllung im Hilfsraum abhängig. Durch geeignete Wahl der Flüssigkeit und des Gasdruckes hat man also den Metalldampfdruck im Entladungsraum in der Hand.
  • Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Entladungsröhre besteht darin, daß durch Änderung des Druckes der Gasfüllung im Hilfsraum und/oder durch Verwendung einer anderen Siedeflüssigkeit der Betriebsdampfdruck im Entladungsraum geändert werden kann, ohne daß der Entladungsraum geöffnet zu werden braucht.
  • Ist es erwünscht, die Entladungsröhre in verschiedenen Lagen zu benutzen, so ist der Hilfsraum derart auszubilden, daß die in diesem Hilfsraum befindliche Flüssigkeit bei jeder in Frage kommenden Betriebslage der Entladungsröhre mit der Trennwand zwischen dem Entladungsraum und dem Hilfsraum in Berührung ist. Für manche Zwecke ist es z. B. erwünscht, die Entladungsröhre sowohl in waagerechter als auch in senkrechter Lage des Entladungsraumes benutzen zu können. Der Hilfsraum wird in diesem Falle derart ausgebildet, daß in beiden Lagen die im Hilfsraum befindliche Flüssigkeit zu der Trennwand fließt. Bei Verwendung eines zylindrischen Entladungsraumes kann der Hilfsraum aus einem Behälter bestehen, der etwa zylindrisch oder kegelförmig ausgestaltel sein kann und an eine Endfläche des zylindrischen Entladungsraumes derart anschließt, daß die Achse des Hilfsraumes und die Verlängerung der Achse des Entladungsraumes einen spitzen Winkel (etwa 25 bis 65°) einschließen.
  • Um die im Hilfsraum vorhandene Flüssigkeit leichter zum Sieden zu bringen, ist es vorteilhaft, in der Flüssigkeit einen oder mehrere Gegenstände anzubringen, welche die Bildung von Dampfblasen erleichtern. Dies kann bekanntlich mit.Hilfe von Gegenständen erreicht werden, die scharfe Ränder oder Spitzen aufweisen. Der Hilfsraum kann z. B. mit einem an der Wand dieses Raumes befestigten Röhrchen versehen werden, dessen offenes Ende in die*Flüssigkeit eintaucht und vorzugsweise kurz vor der Trennwand endet. Auch kann man sogenannte Siedesteinchen verwenden. Falls die Flüssigkeit aus Quecksilber besteht, kann man hierzu z. B. kleine Wolframkörper benutzen.
  • Der Überschuß des im Entladungsraum vorhandenen Metalls setzt sich auf der Trennwand zwischen dem Entladungsraum und dem Hilfsraum ab. Bei dazu geeigneten Lagen der Entladungsröhre würde dieses Metall tropfenweise in die Entladungsbahn fallen können, z. B. wenn die Röhre geschüttelt wird, wodurch die Entladung unterbrochen werden könnte. Zur Vermeidung dieses Übelstandes kann zwischen der Trennwand und der Entladungsbahn ein Schirm angeordnet werden.
  • Dieser Schirm ist zweckmäßig derart ausgebildet, daß die Trennwand dem unmittelbaren Einfluß der in dem Entladungsraum auftretenden Konvektionsströme entzogen ist. Der Einfluß dieser Konv ektionsströme könnte sonst bei verschiedenen Lagen der Entladungsröhre verschieden sein, wodurch bei einer Änderung der Lage der Entladungsröhre das Auftreten von Änderungen in dem im Entladungsraum herrschenden Dampfdruck erleichtert werden könnte.
  • Es ist selbstverständlich, daß der Raum zwischen der Trennwand und dem Schirm in offener Verbindung mit dem übrigen Teil des Entladungsraumes steht. Es ist vorteilhaft, den Schirm derart auszubilden, daß flüssiges Metall, das sich zwischen dem Schirm und der Trennwand befindet, bei einer Änderung der Lage der Entladungsröhre nicht zu der Entladungsbahn fließen kann. Wird diese .Verbindung durch eine im Schirm vorgesehene Öffnung gebildet, so kann diese Öffnung von einem Kragen umgeben werden, der in den Raum zwischen dein Schirm und der Trennwand vorspringt.
  • Es ist bekannt, Metalldampfentladungsröhren mit einem Filter zu umgeben, das nur einen Teil der von der Entladung erzeugten Strahlen durchläßt. Wird die Entladungsröhre gemäß der Erfindung von einem solchen Filter umgeben, so wird es vorzugsweise derart um die Röhre herum angeordnet, daß es zwar den Entladungsraum umgibt, aber wenigstens denjenigen Teil des Hilfsraums, in dem die Flüssigkeit kondensiert, frei läßt. I?s wird auf diese Weise verhütet, daß die Wärmeabgabe des Hilfsraums von dem die Röhre umgebenden Filter beeinflußt wird.
  • Die Erfindung wird nachstehend an Hand der ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert, in der Fig. i beispielsweise einen Schnitt einer Entladungsröhre gemäß der Erfindung in senkrechter Lage darstellt.
  • Fig.2 zeigt ein Ende dieser Röhre in waagerechter Lage.
  • Fig.3 ist eine schematische Darstellung einer Bestrahlungsvorrichtung mit einer Röhre gemäß Fig. i.
  • Die Entladungsröhre nach Fig. i weist eine aus Quarz bestehende zylindrische Wand i auf, an deren oberes Ende ein gleichfalls aus Quarz bestehender Behälter 2 angeschmolzen ist, der den obenerwähnten Hilfsraum bildet. Dieser Hilfsraum ist durch eine Trennwand 3 von dem Entladungsraum 4 getrennt: er enthält eine Quecksilbermenge 5 und ist ferner mit Argon unter einem Druck (bei Zimmertemperatur) von 20 cm Quecksilbersäule gefüllt. An die Innenseite des Behälters 2 ist ein Quarzröhrchen 6 angeschmolzen, dessen offenes Ende bis nahe an die Trennwand 3 reicht.
  • Im Entladungsrauen 4 sind zwei an sich bekannte Glühelektroden 7 und 8 angeordnet, die z. B. aus schraubenförmig gewickelten Wolframdrähten bestehen, auf denen sich ein Gemisch von Bariumoxyd und Strontiumosyd oder ein anderer stark Elektronen emittierender Stoff befindet. Die Stromzuführungsdrähte 9 und io der Glühelektrode 7 sind von Röhrchen i i aus Isolierstoff umgeben und zusammen mit den Stromzuführungsdrähten der Glühelektrode 8 an einem Ende der Röhre durch die Wand hindurchgeführt. Dieses Röhrenende ist mit einem aus Quarz bestehenden Ansatz 12 versehen, an dein der Sockel 13 befestigt ist, der vier Kontaktstifte 14 trägt, mit deren Hilfe den Elektroden ; und 8 die Heizströme und der Entladungsstrom zugeführt werden können. Es ist nicht immer notwendig, die Glühelektroden durch besondere Heizströme zu erhitzen. Die Elektroden können auch derart ausgebildet sein, daß sie durch die Entladung erhitzt werden: in diesem Fall braucht jede Elektrode nur mit einem einzigen Stromzuführungsdraht versehen zu sein.
  • Im Entladungsraum befindet sich zwischen der Trennwand 3 und der Glühelektrode 7 ein aus Quarz bestehender und an die Wand des Entladungsraumes angeschmolzener Schirm 15. Dieser Schirm weist eine Öffnung 16 auf, die von einem Kragen 17 umgeben.ist. Die Glühelektrode 7, die nahe am Schirm 15 angeordnet ist, wird noch von zwei schraubenförmig gewickelten Wolframdrähten i8 gehaltert, die an einem Ende in die Röhrenwand eingeschmolzen sind. Das obere Ende der zylindrischen Röhre ist auf der Außenseite mit einer Platinschicht i9 überzogen, welche die Wärmeabgabe dieses Wandteiles herabsetzt.
  • Der Entladungsraum 4 ist mit Edelgas, z. B. Argon, unter einem Druck (bei Zimmertemperatur) von 5 mm Quecksilbersäule gefüllt; in diesen Raum ist außerdem Quecksilber eingebracht, und zwar in solcher Menge, daß bei dem Betrieb der Entladungsröhre das Quecksilber nicht vollkommen verdampft, so daß dann im Entladungsraum außer Quecksilberdampf auch noch flüssiges Quecksilber vorhanden ist. Die Quecksilbermenge ist also nicht derart dosiert, daß Quecksilberdampf beim Betrieb ungesättigt ist. Sämtliche in dieser Dosierung verbundenen Übelstände sind infolgedessen beseitigt.
  • Das im Hilfsraum 2 vorhandene Quecksilber 5 wird durch die von der Entladung entwickelte Wärme erhitzt. Hat dieses O_uecksilber seine Siedetemperatur erreicht, so fängt es unter Beibehaltung dieser Temperatur zu sieden an. Der entwickelte Quecksilberdampf führt die dem Quecksilber zugeführte Wärme ab und kondensiert wieder auf dem übrigen Teil der Wand des Hilfsraumes, wobei die Verdampfungswärme wieder frei wird und an die Umgebung abgegeben wird. Die Trennwand 3 wird auf diese Weise auf einer praktisch konstanten Temperatur gehalten. Der Entladungsraum ist derart ausgebildet, daß die Trennwand 3 beim Betrieb die kälteste Stelle dieses Raumes ist, so daß der Druck des Quecksilberdampfes im Entladungsraum durch die konstante oder nahezu konstante Temperatur der Trennwand bedingt ist. Auch dieser Quecksilberdampfdruck wird infolgedessen auf einem praktisch konstanten Wert gehalten, mit dem eine sich nur wenig ändernde Brennspannung einhergeht.
  • Die Siedetemperatur des Quecksilbers 5 ist von dem Druck der Gasfüllung im Behälter 2 abhängig. Bei niedrigerem Gasdruck ist auch der Siedepunkt niedriger. Durch Änderung dieses Gasdruckes kann die Siedetemperatur und .daher der Betriebsquecksilberdampfdruck im Entladungsraum geändert werden. Der erforderliche Gasdruck kann in einfacher Weise experimentell bestimmt werden. Es ist bemerkenswert, :daß der Betriebsquecksilberdampfdruck im Entladungsraum durch eine leicht durchzuführende Regulierung .des Druckes des Gases im Hilfsraum eingestellt wird. Der Metalldampfdruck kann selbstverständlich auch durch Verwendung einer anderen Siedeflüssigkeit im Behälter 2 geändert werden. Anstatt Quecksilber kann z. B. auch Benzylbenzoat oder Cethylalkohol verwendet werden.
  • Das imEntladungsraum vorhandeneOuecksilber setzt sich auf der Trennwand 3 ab. Der Schirm 15 verhindert, ,daß dieses Quecksilber bei nicht waagerechter Lage .des Entladungsraumes tropfenweise in die Entladungsbahn fällt, denn dies könnte eine Unterbrechung der zwischen den Elektroden 7 und 8 stattfindenden Hochdruckentladung zur Folge haben. Der Schirm 15 verhindert außerdem, daß die im Entladungsraum auftretenden Konvektionsströme längs :der Trennwand 3 streichen. Die ,durch diese Konvektionsströme herbeigeführte Erhitzung der Trennwand dürfte bei verschiedenen Lagen der Entladungsröhre verschieden sein können, wodurch das Entstehen von Unterschieden in dem Temperaturabfall in der Trennwand und somit in, der Temperatur der dem Entladungsraum zugekehrten Seite der Trennwand gefördert werden würde. Der Kragen oder Ring 17 dient dazu, zu verhindern, daß das oberhalb des Schirmes 15 befindliche flüssige Quecksilber bei einer Änderung der Lage der Entladungsröhre in die Entla;dungsbahn fließt.
  • Das im Quecksilber 5 befindliche Röhrchen 6 fördert das Entstehen vonDampfblasen und erleichtert das Sieden des Quecksilbers. Es können zu diesem Zweck auch andere geeignete Gegenstände, z. B. kleine Stückchen Wolfram, in das Quecksilber eingebracht werden.
  • Wie aus Fig. r ersichtlich ist, `fällt die Achse des etwa konisch verlaufenden Behälters 2 nicht mit der Verlängerung der Achse des Entladungsraumes zusammen, sondern schließt mit dieser einen spitzen Winkel ein. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist dieser Winkel etwas kleiner als 45°. Diese Lage des Hilfsraumes in bezug auf den Entladungsraum macht .es möglich, die Entladungsröhre auch in anderen Lagen zu benutzen.
  • In Fig. 2 ist ein Ende der Röhre bei waagerechter Lage des Entladungsraumes dargestellt. Auch bei dieser Lage ist das Quecksilber 5 mit der Trennwand 3 in Berührung, ebenso wie dies bei allen Winkellagen zwischen der Lage nach Fig. z und der nach Fig. 2 der Fall ist.
  • Die Entladungsröhre wird zum Aussenden von Strahlen., insbesondere von von der Ouarzwand durchgelassenen Ultraviolettstrahlen benutzt. Ist es erwünscht, nur einen Teil der ausgesandten Strahlen zu benutzen, was z. B. bei Verwendung der Röhre für Körperbestrahlung häufig der Fall ist, so kann der Entladungsraum von einem (in Fig. z in punktierten Linien angegebenen) zylindrischen Schirm 2o umgeben werden, der lediglich die erwünschten Strahlen, z. B. die langwelligen Ultraviolettstrahlen, durchläßt. Ist es erwünscht, die Entladungsröhre mit und ohne Filter benutzen zu können, so ist es vorteilhaft, -den Behälter :2 wenigstens teilweise aus .dem Filter vorspringen zu lassen; so daß letzteres die Wärmeabgabe des Behälters nicht stört.
  • Fig. 3 stellt schematisch eine Bestrahlungsvorrichtung dar, in der eine Entladungsröhre nach Fig. i angeordnet ist. Es ist aus dieser Figur ersichtlich, daß die Entladungsröhre im Reflektor derart angeordnet wird, daß bei nach unten gerichtetem Reflektor und bei waagerechter Lage des Entladungsraumes die Achse des Behälters 2 nicht in 'der senkrechten Ebene liegt, sondern daß die durch die Achse des Entladungsraumes und die Achse des Behälters verlaufende Ebene und die senkrechte Ebene einen spitzen Winkel, z. B. von 45°, einschließen. Dies macht es möglich, den Reflektor nebst der Entladungsröhre in der Pfeilrichtung über mehr als 9o° zu drehen, ohne daß das Quecksilber 5 von der Trennwand 3 abfließt. Da, wie bereits erwähnt wurde, der Entladungsraum auch eine senkrechte Lage einnehmen kann, gibt die beschriebene Anordnung des Hilfsraumes in bezug auf den Entladungsraum eine große Freiheit in der Anordnung der Entladungsröhre, so daß jede zu Bestrahlungszwecken erwünschte Richtung des ausgesandten Strahlenbündels erreichbar ist.
  • Die Entladungsröhre kann gegebenenfalls derart angeordnet werden, daß der Behälter a -wenigstens teilweise aus dem Reflektor Herausragt, -wodurch die Wärmeabgabe des Behälters erleichtert wird. Um zu verhindern, daß die von dem Entladungsraum ausgestrahlte Wärme den Kondensationsraum trifft, kann auch außerhalb der Entladungsiölire zwischen diesem Raum und dem Entladungsraum ein Schirm angeordnet -werden, der z. B. senkrecht zur Achse des Entladungsraumes stehen kann.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRÜCHi;: i. Insbesondere zum Aussenden von Strahlen dienende Hochdruckmetalldampfentladungsröhre, dadurch gekennzeichnet, daß die Röhre einen an den Entladungsraum grenzenden Hilfsraum aufweist, in dein sich eine Gasfüllung und eine Flüssigkeit befinden, die einen die kälteste Stelle des Entladungsraumes bildenden Teil der Wand dieses Raumes berührt, und daß der Hilfsraum derart ausgebildet ist, daß der Dampf der Flüssigkeit, wenn letztere durch die von der Entladung entwickelte Wärme zum Sieden gebracht wird, auf einem Wandteil des Hilfsraumes kondensiert, der nicht mit der Wand des Entladungsraumes zusarninenfällt, während das Kondensat zu dem Flüssigkeitsvorrat zurückfließt. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsraum derart ausgebildet ist, daß bei verschiedenen Lagen (etwa sowohl hei waagerechter als auch bei senkrechter Lage) des Entladungsraumes die Siedeflüssigkeit die Trennwand zwischen dein Entladungsraum und dem Hilfsrauen berührt. 3. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch 2 mit zylindrischem Entladungsraum, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsraum aus einem etwa zylindrischen oder kegelförmigen Behälter besteht, der an eine Endfläche des zylindrischen Entladungsraumes derart anschließt, daß die Achse des Behälters und die Verlängerung der Achse des Entladungsraumes einen spitzen Winkel von etwa 25 bis 65° einschließen. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch i, z oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich in der Siedeflüssigkeit ein oder mehrere das Sieden erleichternde Gegenstände befinden. 5. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, daß an der Wand des Hilfsraumes ein Röhrchen (6) befestigt ist, dessen offenes Ende in die Siedeflüssigkeit eintaucht und vorzugsweise kurz vor der Trennwand endet. 6. 'Elektrische Entladungsröhre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich zwischen der Trennwand und der Entladungsbahn ein Schirm (i5) befindet. 7. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dali der Schirm derart ausgebildet ist, daß er die Trennwand dem unmittelbaren Einfluß der im Entladungsraum auftretenden Konvektionsströme entzieht. B. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schirm derart ausgebildet ist, daß flüssiges Metall, das sich zwischen dem Schirm und der Trennwand befindet, bei einer Änderung der Lage der Entladungsröhre nicht zur Entladungsbahn fließen kann. 9. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schiren (i5) eine Öffnung (i6) aufweist, die von einem in den Raum zm-ischen dein Schirm und der Trennwand vorspringenden Kragen (17) umgeben ist. io. Elektrische Entladungsröhre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Entladungsraum von .einem Strahlenfilter (2o) umgeben ist, das wenigstens denjenigen Teil des Hilfsraumes, in dein die Flüssigkeit kondensiert, frei 1ä ßt. i i. Elektrische Entladungsröhre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, claß außerhalb der Entladungsröhre zwischen dem Hilfsraum und dem Entladungsraum ein etwa senkrecht zu der Achse des Entladungsraumes stehender Schirm angeordnet ist. 1z. Elektrische Entladungsröhre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie derart in einem Reflektor angeordnet ist, daß wenigstens ein Teil des Hilfsraumes aus dem Reflektor herausragt.
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