DE1047313B - Elektrode fuer Gasentladungslampen - Google Patents
Elektrode fuer GasentladungslampenInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Elektrode für
Gasentladungslampen, deren Gasfüllung bei Normalbetrieb
einen Druck oberhalb von etwa 0,5 kg pro cm2 hat und deren Entladungsgefäß aus glasigem Material
mit sehr hohem Siliziumdioxydgehalt besteht, bei der
ein nicht aktivierter Endabschnitt eines stabförmigen Elektrodenteiles als Betriebselektrode dient, und als
Zündelektrode hinter diesem Endabschnitt des Elektrodenstabes und mit Abstand von dessen Ende ein
aus temperaturbeständigem Metall bestehender, Elektronen emittierenden Stoff enthaltender Teil großer
Wärmekapazität vorgesehen ist.
Bei den bekannten Elektroden solcher Art wird dieser auf dem stabförmigen Elektrodenteil angebrachte,
als Zündelektrode dienende, den Elektronen emittierenden Stoff tragende Teil durch eine auf den
stabförmigen Elektrodenteil aufgesetzte Drahtwendel gebildet. Diese Wendel kann ein- oder zweilagig ausgebildet
sein. Sie hat aber den erheblichen Nachteil, daß ihre Wärmekapazität im Vergleich zu dem stabförmigen
Teil der Elektrode verhältnismäßig gering ist, so daß diese Drahtwendel und der von ihr getragene
emittierende Stoff während des Betriebes der Lampe von der Betriebselektrode her in starkem Maße
aufgeheizt werden. Dies hat wiederum zur Folge, daß die Zündelektrode solcher Art in beträchtlichem Maße
Elektronen emittiert und sich dadurch die Gasentladung zumindest teilweise an diese Zündelektrode
verlagert, wodurch diese wiederum noch weiter aufgeheizt wird. In jedem Fall hat diese übermäßige
Erhitzung der Zündelektrode den Nachteil, daß der Elektronen emittierende Stoff sehr schnell verdampft
wird, so daß die Zündelektrode sehr bald ihre Wirksamkeit verliert.
Andererseits sind auch aktivierte Elektroden bekannt, die aus einem oder mehreren spiralig aufgewickelten
Metallstreifen bestehen, in deren Zwischenräumen emittierender Stoff angebracht ist.
Diese bekannten aktivierten Elektroden sind aber durchweg zugleich als Zünd- und Betriebselektroden
gedacht. Dies bedeutet, daß während des Betriebes ständig die Gasentladung von diesen Elektroden ausgeht,
so daß solche Elektroden, obgleich sie eine verhältnismäßig große Wärmekapazität aufweisen,
dennoch stark erhitzt werden. Es besteht somit auch bei solchen Elektroden die Gefahr, daß der emittierende
Stoff zumindest teilweise aus der Elektrode, verdampft wird und sich an anderen Teilen der
Lampe niederschlägt, was im Inneren des Lampenkolbens Undefinierte und nachteilige Betriebsbedingungen
hervorruft.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Elektrode zu schaffen, bei der im
Betrieb die Zündelektrode mit Sicherheit auf einer so
Elektrode für Gasentladungslampen
Anmelder:
Ste. Anonyme pour les Applications
Ste. Anonyme pour les Applications
de l'Electricite et des Gaz Rares,
Etablissements Claude-Paz et Silva,
Paris
Vertreter: Dr. H.-H. Willrath, Patentanwalt,
Wiesbaden, Hildastr. 32
Wiesbaden, Hildastr. 32
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 22. Januar 1955
Frankreich vom 22. Januar 1955
Pierre Delrieu, Paris,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
niedrigen Temperatur gehalten wird, daß ein Verdampfen des emittierenden Stoffes keinesfalls eintreten
kann.
Die Erfindung geht dabei von Elektroden für Lampen der eingangs· genannten Art aus mit einer
Zündelektrode, die die Form eines durch spiraliges Aufwickeln eines oder mehrerer Metallstreifen auf
den Elektrodenstab gebildeten Wickels hat, dessen äußere Oberfläche teilweise mit emittierendem Stoff
bedeckt ist und in dessen engen Zwischenräumen zwischen den Windungen sich ein Vorrat des emittierenden
Stoffes befindet, der in Form einer Suspension einer aktivierenden Substanz auf die Zwischenräume
des Wickels aufgetragen worden ist.
Bei Elektroden mit derartigen Zündelektroden soll durch die Erfindung jegliche Gefahr ausgeschlossen
werden, daß 'entweder durch zu starke Erhitzung des emittierenden Stoffes oder weil sich dieser auf dem
äußeren Teil der Zündelektrode befindet, die Gasentladung im Betrieb teilweise auf die Zündelektrode
übergeht.
Nach der Erfindung ist deshalb die aktivierende Substanz in der Weise auf den Wickel aufgebracht,
daß sie weder auf den Umfangsabschnitt der Außenfläche des Wickels noch auf die der Achse des Wickels
bzw. dem Elektrodenstab am nächsten Hegenden Zone des Wickels gelangt, welche sich vorzugsweise wenigstens
über die zwei am weitesten innenliegenden
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Windungen des Wickels erstreckt. Hierdurch wird einerseits eine gute Wirksamkeit der Zündelektrode
gewährleistet und andererseits vermieden, daß durch starke Erhitzung der Zündelektrode der emittierende
Stoff verdampft und das Innere der Entladungslampe verunreinigt bzw. daß die Zündelektrode vorzeitig
ihre Wirksamkeit verliert.
Um bei einer Elektrode, bei welcher an dem bzw. den Streifen Vorsprünge als1·1 Abstandshalter zwischen
den benachbarten Windungen, des Wickels vorgesehen
sind, sicherzustellen, daß im innersten Bereich des Wickels und in seinem äußSren Bereich kein emittierender
Stoff gelagert ist, kann bei der Elektrode nach der Erfindung derjenige Teil der Länge des bzw. der
Streifen, welcher beim fertigen Wickel am weitesten innen in der Nähe des Elektrodenstabes liegt, keine
Vorsprünge aufweisen, und zwar in einer Länge, die zumindest einer Windung des~ Wickels entspricht.
In bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist in dem Teil des Wickels, auf- welchen die Suspension
der aktivierenden Substanz " aufgebracht wird, die Breite des bzw. der Streifen größer als die Breite des
Streifens am äußeren Umfang und an demjenigen Abschnitt des Wickels, welcher in der Wickelachse
bzw. dem Elektrodenstab anr nächsten liegenden Zone liegt. In dieser Ausführungsform der Erfindung wird
eine besonders einfache Herstellungsweise des Zündelektrodenwickels ermöglicht. Es kann nämlich hier
dieser Wickel durch einfaches Aufwickeln, hergestellt
werden. Beim Einbringen der Suspension der aktivierenden Substanz wird durch den vorspringenden
Teil der Wickelstirnseite in einfacher Weise sichergestellt, daß keine Teile der aktivierenden Substanz
an diejenigen Steilen der Zündelektrode gelangen können, die bei der Elektrode gemäß der Erfindung
unbedingt von aktivierender Substanz frei sein sollen.
Die vorstehend beschriebene Zündelektrode bei der Elektrode nach der Erfindung eignet sich insbesondere
im Zusammenbau mit einer neuartig ausgebildeten Betriebselektrode, bei der der als Betriebselektrode
dienende Endabschnitt des Elektrodenstabes mit einer nicht aktivierten Wendel aus temperaturbeständigem
Metall versehen ist, welche mit einander berührenden Windungen straff auf den Elektrodenstab gewickelt
ist. mit diesem in ständiger gut wärmeleitender Verbindung steht und mit Abstand von dem als Zündelektrode
dienenden aktivierten Wickel endet. Durch diese Gestaltung der Betriebselektrode wird bei der
Elektrode nach der Erfindung erreicht, daß einmal die Oberfläche des als Betriebselektrode dienenden Endabschnittes
des Elektrodenstabes wesentlich vergrößert wird. Die Gasentladung wird deshalb bei einer solchen
Betriebselektrode hinreichend Elektrodenfläche finden, was eine übermäßige Erhitzung der Betriebselektrode
ausschließt, die diese Elektrode zum Verdampfen bringen und auch die Zündelektrode zu stark erhitzen
könnte. Eine weitere Sicherheit gegen diese zu starke Erhitzung der Zündelektroden ist dadurch gegeben,
daß zwischen der Zündelektrode und der auf der Betriebselektrode aufgebrachten Wendel ein Abstand
gelassen ist. Ein weiterer wesentlicher Vorteil dieser Betriebselektrodenanordnung bei der Elektrode nach
der Erfindung besteht darin, daß man der Arbeitselektrode eine genügend große Oberfläche und gleichzeitig
dem Elektrodenstab einen geringen Querschnitt geben kann, um zwischen der Arbeits- und der Zündelektrode
ein starkes TemperaturgefäUe zu erzielen. Durch den Abstand zwischen diesen beiden Körpern
wird die an der Arbeitselektrode entstehende Wärme nur in ganz geringem Maße auf die Zündelektrode
übertragen; vielmehr wird die Temperatur de>
Elektrodenstabes an der Zündelektrode merklich herabgesetzt, so daß die Zündelektrode im Betrieb der
Lampe weitgehend geschont wird. Alle Vorteile diestr
besonderen Ausbildung der Betriebselektrode bei der Elektrode nach der Erfindung sind nicht allein im
Zusammenwirken mit einer Zündelektrode zu erreichen, bei welcher der Umfangsabschnitt der Außenfläche
des Wickels und die der Achse des Wickels am
ίο nächsten liegende innerste Zone desselben von aktivierender
Substanz frei ist, sondern sie werden auch zusammen mit jeglichem andern auf dem Elektrodenstab
mit Abstand von dessen freiem Ende angebrachten, als Zündelektrode dienenden aktivierten
Wickel erzielt.
Einige Ausführungsformen der Erfindung sind in der Zeichnung beispielshalber dargestellt.
Fig. 1 und 2 zeigen eine Ausführungsform der Erfindung in Draufsicht von vorn und in Seitenansicht;
Fig. 3 zeigt einen Streifen zur Herstellung einer Zündelektrode für die Elektrode nach der Erfindung
in einer anderen Ausführungsform;
Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung in Seitenansicht.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Elektrode besitzt einen aus einem Streifen 1 aus temperaturbeständigem
Metall, z. B. Wolfram, Tantal oder Molybdän, um einen Stab 2 aus hochtemperaturbeständigem Metall,
z. B. Wolfram, gelegten Wickel 10, der als Zündelektrode
dient. Ein Ende 3 des Streifens 1 wird an den Stab 2 angeschweißt, worauf der Streifen so aufgewickelt
wird, daß eine Art Zylinder 10 entsteht, dessen Grundflächen 8 und 9 durch die Kanten des
Streifens gebildet werden. Der Wickel 10 besitzt eine bedeutende Wärmekapazität im Verhältnis zu seiner
Außenfläche, was zweckmäßig ist, da er so bei der Zündung nicht so· stark erhitzt wird. Außerdem bietet
er eine gegenüber seinem Volumen verhältnismäßig große Streifenoberfläche, so daß die Reserve an
emittierendem Stoff in einer dünnen Schicht angeordnet werden kann, welche somit gut haftet.
Ein Ende des Stabes 2, nämlich das auf dem linken Teil der Fig. 2 dargestellte, bildet den Halter der
Elektrode. Es wird an einen dünnen Molybdänstreifen angeschweißt, welcher dicht in einen der Füße der
Hülle der Lampe eingeschmolzen wird. Das andere Ende 4 ist abgerundet. An ihm setzt der Kathodenfleck an, wenn die Lampe normal oder nahezu normal
arbeitet.
Zur Aufbringung des emittierenden Stoffes auf den durch die Aufwicklung des Streifens 1 gebildeten Teil
bringt man auf die Grundflächen 8 und/oder 9 eine Suspension einer den emittierenden Stoff erzeugenden
aktivierenden Substanz, z. B. eine Suspension von Calciumkarbonat in Butylazetat. Man kann auch eine
andere Suspension aufbringen, welche z. B. ein Bindemittel enthält, oder auch Calciumoxyd oder Thoriumoxyd
an Stelle von Calciumkarbonat verwenden. Eine geringe Menge der Suspension bleibt auf den Grundflächen 8, 9, der größte Teil dringt jedoch in die
Zwischenräume 5 zwischen, den von dem Streifen gebildeten Windungen ein. Man erhält so· nach Umwandlung
der aktivierenden Substanz in emittierenden Stoff eine Reserve desselben, welche gut haftet
und in verhältnismäßig großer Menge vorbanden ist. Die Suspension soll aber bei der Elektrode nach der
Erfindung weder zwischen, die dem Stab benachbarten mittleren Windungen noch auf die Umfangsfläche des
Teiles, d. h. auf die etwa zylindrische von der Außen-
seite der letzten Windung des Streifens gebildete Fläche gebracht werden. Dk mittlere Zone wird nicht
mit emittierendem Stoff versehen, da diese infolge der Nähe des Stabes 2 während des normalen Betriebes
der Lampe die heißeste Zone des Wickels 10 ist. Die Umf angsfläche des Wickels 10 wird ebenfalls nicht mit
emittierendem Stoff versehen, da sie nicht gegen das an dieser Stelle, auftretende Ionen- bzw. Elektronenbombardement
geschützt ist und daher schnell zerstäubt würde.
Das Calciumoxyd und das Calciumkarbonat, welche
hohe Schmelztemperaturen haben, bleiben während der Herstellung der Elektrode sowie nachher an Ort
und Stelle und verunreinigen nicht die Oberflächen, welche nicht mit emittierendem Stoff versehen werden
sollen.
Die Erfahrung hat gezeigt, daß die Länge des Stabes 2 in den Figuren rechts von dem Wickel 10
einen bestimmten Mindestwert übersteigen muß, damit der Kathodenfleck von diesem Teil auf das
Ende 4 zu einem Zeitpunkt übergeht, an welchem einerseits der Wickel 10 nicht eine solche Temperatur
erreicht, daß sein emittierender Stoff erheblich verdampft, und an welchem andererseits der Stab 2 auf
eine so hohe Temperatur gekommen ist, daß er genügend Elektronen aussendet, damit bei einer
Quecksilberdampflampe unter der Berücksichtigung der erheblichen Steigerung des Quecksilber damp fdrucks
in der Lampe seine Oberfläche praktisch nicht verdämpft wird, wenn die Entladung an ihr ansetzt.
Wenn D der Abstand zwischen dem Ende 4 des Stabes und der mit emittierendem Stoff versehenen Seite 9
des Wickels ist, wobei dieser Abstand gleich dem Längenunterschied zwischen den kürzesten Entladungswegen
ist, welche von ein und demselben Punkt der anderen Elektrode ausgehen und von denen
der eine zu dem von emittierendem Stoff freien Abschnitt 2 und der andere zu dem mit emittierendem
Stoff versehenen Wickel 10 führt, muß der Abstand D so bemessen sein;, daß der Spannungsabfall in der
positiven Säule der Lampe über eine Strecke, welche gleich diesem Abstand ist, im normalen Betrieb
größer als 3,5 V ist.
Dieser Abstand zwischen dem Ende 4 und dem Wickel 10 weist noch den Vorteil auf, daß der Wickel
so weniger von der positiven Säule erhitzt wird.
Ferner muß die an dem Ende 4 von dem Kathodenfleck entwickelte Wärme einerseits dieses Ende auf
eine solche Temperatur bringen, daß es reichlich Elektronen aussendet, darf aber andererseits den
Wickel 10 nicht durch Wärmeleitung zu stark erwärmen, da hierdurch der von diesem getragene
emittierende Stoff verdampft würde, und außerdem würde man Gefahr laufen, daß der Kathodenfleck bei
normalem Betrieb an diesem Wickel ansetzt. Es hat sich gezeigt, daß hierfür die Stromdichte in dem mit 2
bezeichneten Stab 6 A/mm2 übersteigen muß, zumindest zu Beginn der Zündung, wobei angenommen
ist, daß die obige Bedingung hinsichtlich des Längenunterschieds D erfüllt ist.
Wenn man die Menge des in den Zwischenräumen 5 des Wickels in Reserve gehaltenen emittierenden
Stoffes vergrößern will, kann man an dem Streifen 1 Vorsprünge versehen. Man vergrößert so den freien
Raum zwischen benachbarten Windungen, wobei gleichzeitig die Aufwicklung des Streifens straff
bleibt. Es ist jedoch zweckmäßig, daß der Streifen keinen Vorsprung auf seiner Länge aufweist, welche
wenigstens die innerste und vorzugsweise etwa die beiden am weitesten innen gelegenen Windungen von
dem Stab 2 aus bildet, um die Aufwicklung des Streifens auf den Stab zu erleichtern. Vorsprünge in
dieser Zone wurden die Windungszahl der Elektrode verringern, da der Durchmesser derselben kleiner als
der Durchmesser des Quarzrohrs sein muß, durch welches die Elektrode hindurchgehen muß, und
welches das eine Ende der Lampe bildet. In Fig. 1 sind die Vorsprünge durch Verdickungen des spiraligen
Strichs dargestellt, welcher die vom Ende aus
ίο gesehene Fläche zwischen den Windungen des aufgewickelten
Streifens darstellt.
Fig. 3 zeigt den ausgeschnittenen Streifen 1 für eine andere Ausführungsform der Zündelektrode der
Elektrode nach der Erfindung. In dieser Ausführungs-
i"5 form ist der Streifen 1 zwischen den beiden Punkten
11 und 12 breiter als an seinen Enden 3 und 6. In gleicher Weise wie in der Au sfüh rungs form nach
Fig. 1 wird wieder das Ende 3 des Streifens 1 am Elektrodenstab 2 befestigt, beispielsweise angeschweißt,
und dann der Streifen 1 um den Stab 2 gewickelt. Beim Aufwickeln eines derartigen Streifens
bildet sein Abschnitt 11, 12 auf der entsprechenden Grundseite 8 oder 9 des Wickels 10 einen Vorsprung.
Beim Aufbringen eines Tropfens der Suspension der aktivierenden Substanz kann man es dann leicht so
einrichten, daß nur dieser Vorsprung berührt wird, wodurch nur in dem dem Abschnitt 11, 12 entsprechenden
Bereich des Wickels 10 emittierender Stoff gelagert ist, d. h. es wird verhindert, daß ein
Teil der Suspension auf die Abschnitte des Streifens geliangt, die in der Nähe seiner Enden 3 und 6 in der
mittleren Zone und am Umfang des Wickels 10 liegen.
In der Ausführungsform nach Fig. 4 weist die
Elektrode nach der Erfindung außer der oben beschriebenen
Zündelektrode einen Wolframdraht 7 auf, der straff mit einander berührenden Windungen auf
den Elektrodenstab 2 aufgewickelt ist. Diese Wendel 7 ist an ihrem rechten Ende an dem Stab 2 angeschweißt,
so daß dieses Ende 4, an welchem sieb der Kathodenfleck in normalem Betrieb bildet, dem Elektrodenstab
2 und der Wendel 7 gemeinsam ist. Das linke Ende der Wendel Hegt in einer gewissen Entfernung
E von der Fläche 9 des Wickels 10.
Diese Ausbildung des von emittierendem Stoff freien
Abschnittes 2, 7, der die Betriebselektrode darstellt, gestattet, dem Stab 2 einen verhältnismäßig geringen
Durchmesser zu geben, um die Erwärmung des Wickels 10 im normalen Betrieb zu verringern, wobei
jedoch gleichzeitig der von emittierendem Stoff freie Abschnitt 2, 7 verbreitert wird und gut kompakt
bleibt. Es wird dadurch die Kühlung des Endes 4, an das die Gasentladung ansetzt, verbessert.
Bei einer Quecksilberdampflampe mit einem Innendurchmesser
von z. B. 18 mm, welche normalerweise mit einer Stromstärke von 5 A und einem derartigen
Quecksilberdampfdruck arbeitet, daß der Potentdalgradient in der positiven Säule 9 V/cm beträgt, kann
man eine Elektrode der in Fig. 1 und 2 dargestellten Bauart mit folgenden Abmessungen benutzen: Der
Wickel 10 wird durch Aufwickeln von sechs bis sieben Windungen eines Molybdänstreifens von 50 mm
Länge, 5 mm Breite und 0,1 mm Dicke gebildet. Dieser Streifen wird auf einen Wolframstab 2 mit
einem Durchmesser von 1 mm aufgewickelt und bildet einen Zylinder von etwa 3,8 mm Durchmesser. Die
Länge D beträgt 7 mm und ist gleich der Länge der positiven Säule, längs welcher der Spannungsabfall
im normalen Betrieb 6,3 V beträgt. Beim Übergang in den Betriebszustand geht der Kathodenfleck von dem
Wickel 10 auf das Ende 4 über, wenn die Stromstärke
etwa 6 A und der Potentialgradient etwa 5 V/cm beträgt.
Für eine andere Quecksilberdampflampe mit einem Innendurchmesser von 25 mm, die normalerweise mit
einem Strom von 6,7 A und einem solchen Quecksilberdampfdruck
arbeitet, daß der Potentialgradient in der positiven Säule 10 V/cm beträgt, kann eine
Elektrode der in Fig. 4 dargestellten Bauart mit folgenden Abmessungen benutzt werden: Die Zündelektrode
wird durch einen Wickel 10 von etwa sieben Windungen eines Molybdänstreifens von 50 mm
Länge, 5 mm Breite und 0,1 mm Dicke gebildet. Dieser Streifen wird auf einen Wolframstab 2 von
0,7 mm Durchmesser aufgewickelt. Die Länge D beträgt 7 mm und ist gleich der Länge der positiven
Säule, längs welcher der Spannungsabfall im normalen Betrieb 7 V beträgt. Auf das freie Ende des Stabes 2
sind etwa zehn Windungen eines Wolframdrahtes 7 von 0,5 mm Durchmesser aufgewickelt, so daß der
Zwischenraum E zwischen der Wendel 7 und dem Wickel 10 etwa 2 mm beträgt. Beim Übergang in den
Betriebszustand der Lampe geht der Kathodenfleck von dem Teil 10 auf das Ende 4 über, wenn die
Stromstärke etwa 7,5 A und der Potentialgradient etwa 5 V/cm betragen. Wenn der Speisestromkreis der
Lampe andere Kenngrößen aufweist, kann dieser Übergang des Kathodenflecks unter anderen Bedingungen
erfolgen, z. B. bei einem Strom von 7 A und einem Potentialgradienten von 6,5 V/cm.
Die Wickel 10 beider Lampeneltktroden wurden
dadurch mit aktivierender Substanz versehen, daß mit einem Pinsel ein Tropfen z. B. einer Calciumkarbonar·
suspension auf eine Stelle der Seite 9 oder besser der Seite 8 so aufgebracht wurde, daß der Stab 2 zwischen
seinem Ende 4 und der Seite 9 nicht verunreinigt wurde.
Die benutzte Calciurakarbonatsuspension kann in der Weise hergestellt sein, daß beispielsweise 100 g
reines ausgefälltes Calciumkarbonat zusammen mit 100 g gereinigtem Butylazetat 60 Stunden lang in
einer Kugelmühle vermählen werden. Nach dem Vermählen
werden etwa weitere 250 g Butylazetat zugefügt. Vor der Inbetriebnahme der Lampe kann bei
ihrer endgültigen Fertigstellung die Formierung des mit aktivierender Substanz versehenen Wickels 10 im
Inneren des Lampenkolbens gleichzeitig mit der Entgasung des Lampenkolbens in der Weise vorgenommen
werden, daß die Gesamtheit der Lampe auf eine Temperatur oberhalb von 900° C gebracht wird, beispiel-weise
durch Einsetzen in einen Ofen, und der Lampenkolben evakuiert und bzw. oder im Inneren
111 it einem inerten Gas durchspült wild.
Es ist jedoch auch möglich, andere aktivierende Substanzen in Form von Suspension in den Wickel 10
einzubringen und auch andere Formierungsmaßnahinen vorzusehen.
Der Wickel 10 kann auch in anderer Form ausgebildet sein, als dies in der Zeichnung dargestellt ist.
Er kann beispielsweise auch durch einen Streifen gebildet sein, der in anderer Weise ausgeschnitten ist.
Es können auch mehrere Streifen aus dem gleichen
Metall oder aus verschiedenen Metallen gleichzeitig zn dem Wickel gewickelt sein.
Claims (4)
1. Elektrode für Gasentladungslampen, deren Gasfüllung bei Normalbetrieb einen Druck oberhalb
von etwa 0,5 kg pro cm2 hat und deren Entladungsgefäß aus glasigem Material mit sehr
hohem SiMziumdioxydgehalt besteht, bei der der
nicht aktivierte Endabschnitt der stabförmige!! Elektrode als Betriebselektrode dient und als
Zündelektrode hinter diesem Endabschnitt des Elektrodenstabes und mit Abstand von dessen
Ende ein aus temperaturbeständigem Metall bestehender,
Elektronen emittierenden Stoff enthaltender Teil großer Wärmekapazität vorgesehen
ist, in Form eines durch spiraliges Aufwickeln eines oder mehrerer Metallstreifen auf den Elektrodenstab
gebildeten Wickels, dessen äußere Oberfläche teilweise mit emittierendem Stoff bedeckt
ist und in dessen engen Zwischenräumen zwischen den Windungen sich ein Vorrat des
emittierenden Stoffes befindet, welcher in Form einer Suspension einer aktivierenden Substanz auf
die Zwischenräume des Wickel« aufgetragen worden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die aktivierende
Substanz in der Weise auf den Wickel aufgebracht ist, daß sie weder auf den Umfangsabschnitt
der Außenfläche des Wickels noch auf die der Achse des Wickels bzw. dem Elektrodenstab
am nächsten liegenden Zone des Wickels gelangt, welche sich vorzugsweise wenigstens über
die zwei am weitesten innenliegenden Windungen des Wickels erstreckt.
2. Elektrode nach Anspruch 1, bei welcher an dem bzw. den Streifen Vorsprünge als Abstands
halter zwischen den benachbarten Windungen des
Wickels vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß derjenige Teil der Länge des bzw. der
Streifen, welcher beim fertigen Wickel am weitesten innen in der Nähe des Elektrodenstabes liegt,
keine Vorsprünge hat, und zwar in einer Länge, welche zumindest einer Windung des Wickels
entspricht.
3. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Teil des Wickels, auf welchen
die Suspension der aktivierenden Substanz aufgebracht wird, die Breite des bzw. der Streifen
größer ist als die Breite des Streifens am äußeren Umfang und an demjenigen Abschnitt des Wickels,
welcher in der Wickelachse bzw. dem Elektrodenstab am nächsten liegenden Zone liegt.
4. Elektrode für Gasentladungslampen, deren Gasfüllung bei Normalbetrieb einen Druck oberhalb
von etwa 0,5 kg pro cm2 hat und deren Entladungsgefäß aus glasigem Material mit sehr
hohem Siliziumdioxydgehalt besteht, bei der ein nicht aktivierter Endabschnitt eines stabförmigen
Elektrodenteiles als Betriebselektrode dient und als Zündelektrode hinter diesem Endabschnitt de?
Elektrodenstabes und mit Abstand von dessen Ende ein aus temperaturbeständigem Metall bestehender,
Elektronen emittierenden Stoff enthaltender Teil großer Wärmekapazität vorgesehen
ist, in Form eines durch spiraliges Aufwickeln eines oder mehrerer Metallstreifen auf den Elektrodenstab
gebildeten Wickels, dessen äußere-Oberfläche teilweise mit emittierendem Stoff bedeckt
ist und in dessen engen Zwischenräumen zwischen den Windungen sich ein Vorrat des
emittierenden Stoffes befindet, welcher in Form einer Suspension einer aktivierenden Substanz auf
die Zwischenräume des Wickels aufgetragen worden ist, insbesondere Elektrode nach einem der
Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der als Betriebselektrode dienende Endabschnitt
des Elektrodenstabes mit einer nicht aktivierten Wendel aus temperaturbeständigem Metall ver-
sehen ist, welche mit einander berührenden Windungen straff auf den Elektrodenstab aufgewickelt
ist, mit diesem in ständiger gut wärmeleitender Verbindung steht und mit Abstand von dem als
Zündelektrode dienenden aktivierten Wickel endet.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 697 428, 880 360;
britische Patentschrift Nr. 486 138; französische Patentschriften Nr. 1050219, 834157,
5 1084 263;
schweizerische Patentschrift Nr. 197 418.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR2855264X | 1954-09-22 | ||
| FR811016X | 1955-01-22 | ||
| FR2879427X | 1955-12-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1047313B true DE1047313B (de) | 1958-12-24 |
Family
ID=32329518
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE11797A Pending DE1047313B (de) | 1954-09-22 | 1956-01-09 | Elektrode fuer Gasentladungslampen |
Country Status (4)
| Country | Link |
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| US (2) | US2855264A (de) |
| BE (1) | BE541432A (de) |
| DE (1) | DE1047313B (de) |
| GB (1) | GB811016A (de) |
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