DE654471C - Mit Selbstzuendung arbeitende Brennkraftmaschine - Google Patents
Mit Selbstzuendung arbeitende BrennkraftmaschineInfo
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- DE654471C DE654471C DEI53778D DEI0053778D DE654471C DE 654471 C DE654471 C DE 654471C DE I53778 D DEI53778 D DE I53778D DE I0053778 D DEI0053778 D DE I0053778D DE 654471 C DE654471 C DE 654471C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L13/00—Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
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- High-Pressure Fuel Injection Pump Control (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf mit Selbstzündung arbeitende Brennkraftmaschinen, die
beim Anlassen unter Einschaltung eines zusätzlichen, beim Normalbetrieb abgeschal
teten Verdichtungsraumes mit einem Gemisch von Luft und leichtflüchtigem Brennstoff betrieben
werden. Die Verdichtung muß sehr hoch sein, namentlich, wenn beim Anlassen
der kalten Maschine durch die Verdichtung die Zündung herbeigeführt werden soll. Maschinen
,der passenden Größe für Zugmaschinen und ähnliche Zwecke erfordern aber in
diesem Fall eine so hohe Verdichtung, daß ein Durchdrehen von Hand entweder unmöglich
oder unpraktisch ist. Für Schiffszwecke hat man in diesem Fall Maschinen mit Lufteinspritzung
verwendet, d. h. Maschinen, bei denen durch verdichtete Luft die Maschine zunächst so lange angetrieben wird, bis eine
genügend hohe Geschwindigkeit erreicht wird, um mit Verdichtungszündung laufen zu
können.
Andererseits sind auch Maschinen bekannt, bei denen zunächst das Verdichtungsverhältnis
herabgesetzt und ein flüchtiger Brennstoff mit' Luft gemischt eingeführt und dieses Gemisch
dann durch Fremdzündung zur Verbrennung gebracht wird. Solche Maschinen können von
Hand durchgedreht werden und arbeiten dann zunächst mit Fremdzündung, bis dann schließlich
ein tibergang auf die Verdichtungszündung erfolgt.
Auch sind bereits Maschinen vorgeschlagen worden, bei denen ein Umschaltgetriebe verwendet
wird, um nach einer bestimmten Anzahl von Umdrehungen die Umschaltung vom
Anlaßbetrieb auf den Normalbetrieb herbeizuführen. Die Anzahl der Umdrehungen, nach denen die Umschaltung erfolgt, wird
aber jeweils von dem Fahrer bestimmt, und wenn auch an sich solche Maschinen verhältnismäßig
zufriedenstellend arbeiten, so ist doch zweifellos der Nachteil vorhanden, daß der Fahrer nach seinem Willen in den Betrieb
der Maschine eingreifen kann, so daß die Möglichkeit besteht, daß die Umschaltung
nicht im günstigsten Zeitpunkt vorgenommen wird.
Es ist ferner bekannt, den Heizbrenner abzustellen, sobald die Maschine nach dem Ingangsetzen
durch die heißen Ausströmgase der Luft genügend vorgewärmt ist, und dieses
Abstellen in Abhängigkeit von der steigenden Lufttemperatur durch einen Thermostaten bewirken
zu lassen, der dann über ein Gestänge den Heizbrenner abschaltet.
Erfindungsgemäß wird die zur Umschaltung vom Anlaßbetrieb auf den Normalbetrieb dienende
Vorrichtung selbsttätig, und zwar erst dann ausgelöst, wenn die Maschinenwärme oder die Maschinengeschwindigkeit oder sowohl
die Maschinengeschwindigkeit als auch die Maschinenwärme eine bestimmte Höhe erreicht haben. Zum Inbetriebsetzen der Auslösevorrichtung
kann eine Steuerstange dienen, die von einer sich auf- und abwärts
bewegenden Stange dann verschoben wird, wenn ein an der Steuerstange schwenkbar an-
gebrachter Hebelansatz in den Weg der sich auf- und abwärts bewegenden Stange gebracht
ist, wobei zur Verschiebung des Hebelansatzes eine Stange dient, die mittels eines
auf der Brennstoffpumpenregelwelle angeordneten Nockens verschoben werden kann; £
kann andererseits aber auch ein am Brennraum angeordneter Thermostat für diesen'
Zweck Anwendung finden, der bei Erwärtnung eine die Auslösevorrichtung in ihrer
Ruhestellung haltende Klinke verschiebt.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele für derartige selbsttätig arbeitende
Vorrichtungen dargestellt.
Fig. ι ist eine Seitenansicht des Maschinenkopfes mit einer Anlaß vorrichtung nach der Erfindung.
Fig. ι ist eine Seitenansicht des Maschinenkopfes mit einer Anlaß vorrichtung nach der Erfindung.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch die Einspritzpumpe mit zum Inbetriebsetzen d
Auslösevorrichtung in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Maschine dienendem
Steuergestänge.
■ Fig. 3 zeigt in Ansicht die Steuervorrichtung, gesteuert von einem Thermostaten.
Fig. 4 ist eine teilweise geschnittene Ansicht einer Brennstoffpumpe mit einer Steuervorrichtung.
Fig. 5 ist ein Querschnitt durch den Maschinenkopf mit einer Hilfsverbrennungskammer
und mit einem Thermostaten als Steuervorrichtung.
In Fig. ι ist der obere Teil der Maschine mit dem Zylinderkopf 11 und dem Ventildeckel
12 dargestellt, und zwar ist angenommen, daß die Maschine mit obenliegenden
Ventilen arbeitet. Eine seitlich aus dem Zylinderkopf herausragende Welle 13 ist die Umschaltwelle,
auf der starr eine Hülse 14 mit einem Handgriff 15 angebracht ist, so daß die
Welle gegen die Wirkung einer Zugfeder 16, die einerseits am Handgriff und andererseits
an einem Lagerbock 17 befestigt ist, bewegt werden kann. An der Hülse 14 sitzt ferner
ein Nockenglied 18, welches mit der Nase 19 in eine Nut eines Hebels 20 eingreifen kann,
der ebenfalls an dem Lagerbock 17 gelagert ist. Die Verbindung der Umschaltsteuerung
mit dem Hebel 20 wird später ausführlicher beschrieben werden.
In Fig. 5 ist die Welle 13 im Hintergrund hinter dem anderen Teil angedeutet. Ein
Schneckengetriebe 21 auf der Welle 13 steht
in Eingriff mit einem Schneckenrad 22 auf der Welle 23, die sich längs durch den Deckel
12 erstreckt, wobei* zu beachten ist, daß die Maschine natürlich mehrere Zylinder besitzt,
und daß an jedem Zylinder die gleiche Konstruktion wie bei dem im Schnitt dargestellten
vorhanden ist. Auf der Welle 23 sitzen Nocken 24, von denen jeder mit einem Schwenkhebel 25 in Eingriff steht. Das eine
Ende dieses Schwinghebels liegt an einer Feder 26 an, die in einer Ausnehmung des
Zylinderkopfes untergebracht ist. Das andere ,.Ende des Schwinghebels liegt gegen die obere
-%iäche eines Gliedes 27 an, welches auf eine
Ventilspindel 28 aufgeschraubt ist. Dieses
i^ehtil regelt die Verbindung zwischen dem
• Häuptverbrennungsraum 29 der Maschine und der Hilfsverbrennungskammer 30, die
zum Zwecke der Verdichtungssenkung beim Anlassen benutzt wird. Die Feder 31, die
um das obere Ende der Ventilstange 28 gelegt ist, hält das Ventil gewöhnlich geschlossen,
und ein öffnen kann nur dann herbeigeführt werden, wenn der Schwinghebel 25
durch den Nocken 24 heruntergedrückt wird. In dem Hilfsverbrennungsraum 30 ist auch
eine Zündkerze 32 vorgesehen, welche die Fremdzündung beim Anlassen erzeugt. Die
Ausführung der obenliegenden Ventile ist zwar angedeutet, braucht jedoch nicht weiter
beschrieben zu werden.
In Fig. S ist ferner auf der unteren rechten
Seite ein Teilschnitt durch den Lufteinlaß und die Vergasungsvorrichtungen angegeben.
Eine Steuerwelle 33 steht über einen Hebel 34 und eine Gelenkstange 35 mit einem
Hebel 36 in Verbindung, welcher ebenfalls auf der Schaltwelle 13 befestigt ist. Ein einfächer
Vergaser 33' ist angedeutet, dem der Brennstoff durch die Leitung 37 zugeführt
wird. Die Welle 33 trägt ein Ventil, durch welches Luft der Lufteinlaßleitung zugeführt
oder aber für das Anlassen Brennstoffluftge- $5
misch vom Vergaser 33' geführt werden kann. Es ist in Fig. 5 ferner ein Vorverbrennungsraum
39 angedeutet, und zwar mit punktierten Linien zur Veranschaulichung der inneren Höhlung in diesem Raum. In
diese Vorverbrennungskammer wird, wie es bei Verdichtungszündung üblich ist, Brennstoff
eingeführt. Die sich hierbei ergebenden Verbrennungsprodukte werden durch die öffnung 40 in die Hauptverbrennungskammer
29 geleitet, und in einem Maschinenzylinder sind gegenüber der Verbrennungskammer bestimmte
Stellen vorhanden, die besonders leicht ein Arbeiten mit Verdichtungszündung
herbeizuführen gestatten. Bei dem dargestellten Beispiel ist eine auf die Temperatur ansprechende
Vorrichtung 41 in Form eines Thermostaten angedeutet, welcher eine empfindliche,
ausdehnbare Flüssigkeit oder ein solches Gas enthält. Dieser Thermostat ist
in einer Vertiefung 42 des Zylinderkopfes untergebracht. Um die in der Nähe der
öffnung 40 herrschende Temperatur schnell auf den Thermostaten zu übertragen, sind in
den Zylinderkopf Kupferstifte 43 eingesetzt, die sich bis dicht an den Verbrennungsraum
heran erstrecken. Es ist jedoch zu beachten,
daß das wärmeempfindliche Element an jeder beliebigen Stelle angebracht werden kann, an
welcher ein schnelles Übertragen der Wärme aus der Verbrennungskammer möglich ist.
Mit dem Thermostaten 41 ist starr einZap~
fen 44 verbunden, der sich durch den isolierten Deckel 45 erstreckt und gelenkig mit einem
Hebel 46 in Verbindung steht, der an einem Lagerbock 47 etwa in seiner Mitte gelagert
ίο ist. Am oberen Ende ist der Hebel 46 mit
einer hakenförmigen Klinke 48 versehen, welche sich auf die obere Kante des Hebels 20
legen kann, wenn der Hebel 20 mit der Umschaltwelle in Verbindung steht, d. h. wenn
diese Welle die der Fremdzündung entsprechende Stellung, einnimmt.
An dieser Stelle kann die Wirkungsweise des Thermostaten am besten beschrieben werden.
Wenn die Temperatur im Verbrennungs-
ao raum in der Nähe der Öffnung 40 eine Höhe erreicht, bei welcher der.Thermostat 41 arbeitet,
wird der Hebel 46 gedreht und von dem Hebel 20 abgehoben, so daß dieser nun von der
Umschaltwelle getrennt werden kann. Bei der Ausführung gemäß Fig. 3 tragen die entsprechenden
Teile die gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 1. Der Hebel 20 ist mit einem
Ansatz 49 versehen, an dem eine an den Lagerbock 17 angeschlossene Feder angreift.
Bei dieser Ausführungsform versucht die Feder 50 den Hebel 20 zu heben, wenn der
Haken 48 zurückgeschoben wird, worauf dann die Feder 16 die Schaltwelle so verdreht, daß
der Hilfsverbrennungsraum abgeschlossen und auch die übrigen Teile auf Verdichtungszündung
umgestellt werden.
Wie es sich aus Fig. 2 und 4 ergibt, ist die Maschine mit einer Brennstoffpumpe in einem
an einer Seite des Maschinenblockes 10 vorgesehenen Gehäuse 51 versehen. Dieses Gehäuse
umschließt den Pumpenmechanismus und eine Steuervorrichtung dafür. Diese Steuervorrichtung steuert auch das im Pumpengehäuse
enthaltene Umschaltgetriebe. Eine von der Kurbelwelle aus angetriebene Pumpenwelle
52 erstreckt sich in der Längsrichtung durch das Pumpengehäuse 51. Diese
Welle ist mit mehreren Nocken 54 besetzt, von denen jeder auf einen Brennstoffkolben55
über ein beliebiges Zwischengetriebe einwirkt. Bei der Ausführung besteht das Zwischengetriebe
aus einem Hebelarm 56, der drehbar auf einer Welle 56' gelagert ist. Eine an dem
Hebel 56 befestigte Rolle 57 steht mit dem Nocken auf der Welle 52 in Verbindung, und
die Bewegung wird durch den Hebel auf eine Stange 58 übertragen, welche den Pumpenkolben
55 treibt. Wie es bei derartigen Pumpen üblich ist, kann eine veränderliche Fördermenge
dadurch herbeigeführt werden, daß der Zeitpunkt des Öffnens eines Nebenventils
59 verändert wird. Das wird durch einen Hebel 60 herbeigeführt, welcher drehbar auf
einem Exzenter 61 sitzt, welches von einer Steuerwelle 62 getragen wird. Das andere
Ende des Hebels 60 wird von der den Kolben treibenden Stange 58 gestützt. Durch winklige Verdrehung der Steuerwelle 62 kann
der Zeitpunkt des Öffnens des Umgehungsventils verändert werden.
An dem einen Ende des Gehäuses 51 trägt die Welle 52 ein Glied 63, welches auf parallelen
Achsen zwei diametral einander gegenüberliegende Reglergewichte 64 trägt. Diese Gewichte sind mit radial nach innen ragenden
Ansätzen 65 versehen, durch welche Stifte 66 hindurchgehen. Die Stifte 66 tragen gelenkig
eine Brücke 67, die in einem ringförmigen Kanal zwischen Bünden 68 einer Hülse 69 liegen. Die Hülse 69 sitzt gleitbar auf
einem Ansatz der Welle 52, und der von den Reglergewichten auf die Hülse 69 ausgeübte
Druck wird durch ein Kugellager 70 auf einen Zylinderteil 71 übertragen, welcher an einem
Ende mit einem radial abstehenden Flansch versehen ist, mit dem er gegen das Kugellager
anliegt. Eine Druckfeder 72 ist in dem Zylinder 71 angeordnet und legt sich gegen
einen Flanschring 73, der mit dem inneren Flanschende des Zylinders 71 in Berührung
steht. Am anderen Ende stützt sich die Feder gegen einen Anschlag 74, von dem nur
ein Teil angedeutet ist. Die Feder gleicht das ■ Gewicht der Reglergewichte aus.
Der Zylinder 71 ist mit Flanschen 75 versehen, die eine Nut bilden, in welcher Stifte
oder andere Führungsglieder eines Kniehebels 76 laufen. Eine Bewegung des Zylinders bewirkt
eine Winkelbewegung des Kniehebels 76, welcher, an einem Stift yy am Gehäuse 1™
gelagert, etwa rechtwinklig zur Welle 52 steht.
Der Winkelhebel 76 ist mit einem Arm 78 versehen, an dem Zähne vorgesehen sind, die
mit einem Kegelrad 79 auf der Reglerwelle 62 in Eingriff stehen. Es ergibt sich hieraus,
daß eine Bewegung der Reglergewichte die Welle 62 verdreht, so daß auf diese Weise die
Winkelstellung des Exzenters 61 verändert wird, um auf diese Weise die Fördermenge
der Brennstoffpumpe zu regeln. »0
Mit Hilfe eines Schneckenrades 80 auf der Pumpenwelle 52 und eines Schneckenrades 81
auf einer dazu senkrecht stehenden Welle 82 im Gehäuse 51 wird auf die Welle eine dauernde
Winkeldrehung übertragen. Durch eine Schnecke 83 wird diese dauernde Umdrehung weiter übertragen und damit über ein Schnekkenrad
84 auf die Welle 85, die wiederum rechtwinklig zur Welle 83, also etwa waagerecht
angeordnet ist.· Die Welle 85 trägt einen Nocken 86, welcher gegen eine Stange 87
anliegt, die in einem Ansatz des Maschinen-
gehäuses verschiebbar gelagert ist und unter der Wirkung einer Feder 88 steht, welche,
gegen einen Flansch der Stange 87 anliegend, diese dauernd nach unten gegen den Nocken
86 zu drücken sucht. Eine senkrecht am Maschinenblock vorgesehene Stange 89 geht durch
den Hebel 20 hindurch, und zwar gleitbar, wobei eine Mutter 90 auf das obere Ende der
Stange über den Hebel aufgeschraubt ist.
Diese Mutter bildet ein Einstellmittel und ist mit Vorrichtungen versehen, um die Stange
89 zu heben, wenn der Nocken 18 den Hebel 20 berührt. Die Stange 89 ist in bezug auf
das Gehäuse gleitbar angeordnet und steht in der Verlängerung der Stange 87. Um Winkeldrehungen
der Stange 89 während der Aufundabverschiebung zu verhindern, ist ein Keil
91 vorgesehen. Das untere Ende der Stange 89 liegt in einem gewissen Abstand über der
Stange 87 und ist mit einem Schwinghebel 92 versehen, welcher unter gewissen Geschwindigkeitsbedingungen
der Maschine mit der Stößelstange 87 in Eingriff kommt, um den Schaltmechanismus zu betätigen.
Eine Ouerwelle 93 ist in einem Teil des Gehäuses gleitbar angeordnet und mit einem
Kopf 94 versehen, der an einem auf der Reglerwelle 62 starr befestigten Nocken 95
anliegt. Dieser Nocken ist winklig zur Reglerwelle so versetzt, daß er die Ouerwelle 93
in der Richtung auf den Hebel 92 hin verschiebt, wenn die Geschwindigkeit der Maschine
eine bestimmte Höhe erreicht hat, bei welcher die Maschine mit hoher Verdichtung
und Verdichtungszündung arbeiten kann. Ein hohler Stößel 96 ist am abgesetzten Ende der
Welle 93 gleitbar gelagert, und eine Druckfeder97
legt sich gegen das flanschartige Ende des Stößels 96 und gegen eine Unterlagscheibe,
die auf das abgesetzte Ende der Welle 93 aufgeschoben ist. Der Flansch des Stößels 96
legt sich gegen einen abgerundeten Ansatz 99 des Hebels 92, und eine Feder 100 ist um den
Lagerzapfen des Hebels 92 derart herumgeschlungen, daß der Hebel 92 gewöhnlich in der
gezeichneten Stellung gehalten wird, in welcher die Stößelstange 87 nicht mit dem Hebel
92 in Eingriff kommen kann.
Die Einzelheiten der Pumpe und des Einspritzsystems sind weder dargestellt noch beschrieben.
Es sind nur Brennstoffzuführleitungen 101 angedeutet, welche die Pumpe mit
dem Zylinderblock verbinden, in den sie mit Einspritzdüsen münden, die ihrerseits in die
Vorverbrennungskammer 39 gehen.
Die Wirkungsweise des Mechanismus, bei welcher das Umschalten lediglich in Abhängigkeit
von der Temperatur erfolgt, ist bereits in Verbindung mit Fig. 3 beschrieben worden.
Wie es sich aus Fig. 2 ergibt, arbeitet aber die von der Temperatur abhängige Vorrichtung
zusammen mit der von der Geschwindigkeit abhängigen Vorrichtung. Wenn die Maschine
eine Geschwindigkeit angenommen hat, bei welcher nach der Einstellung die Umschaltung
von der Fremdzündung auf die Verdichtungszündung erfolgen kann, wird der Nokken 95 gedreht, um die Welle 93 genügend
weit zu verschieben, so daß der Hebel 92 im Wege des Stößels 87 liegt. Da dieser Stößel
dauernd etwas hin und her bewegt wird, ist es möglich, daß die Maschinengeschwindigkeit,
bei welcher die seitliche Bewegung der Welle 93 erfolgt, den Hebel 92 gerade bewegt,
wenn der Stößel 87 sich in seiner oberen Stellung befindet. Aus diesem Grunde ist die
nachgiebige Ausbildung des Gliedes 96 mit der Druckfeder 97 vorgesehen. Diese Feder
kann sich nämlich dann zusammendrücken. Sobald jedoch nun der Stößel 87 sich wieder
nach unten bewegt, kann sich der Hebel 92 genau in die Verlängerung der Achse der
Stößelstange und der Stange 89 einstellen, und beim nächsten Hub des Stößels 87 wird
die Stange 89 nach oben angehoben, wobei sie auf den Hebel 20 einen Druck ausübt. Wenn
die Temperatur der Maschine in diesem Augenblick so hoch ist, daß durch den Thermostaten
41 die Klinke 48 zurückgezogen worden ist, wie es mit punktierten Linien in Fig. 5 angedeutet
ist, dann wird der Hebel 20 sofort bewegt. Sobald die Welle 13 freigegeben wird,
dreht sie sich unter Wirkung der Feder 16, und auf diese Weise wird die Umsteuerung
vorgenommen. _
Unter gewissen Betriebsbedingungen kann es vorkommen, daß die Temperatur noch nicht
die nötige Höhe erreicht hat, wenn auch die Geschwindigkeit schon hoch genug geworden
ist. Um auch für diesen Fall die Einrichtung brauchbar zu machen, ist ein Anschlag 102 an
der Stange 89 unterhalb des Hebels 20 vorgesehen, und eine Druckfeder 103 legt sich
einerseits gegen die Unterseite des Hebels 20, andererseits gegen den Anschlag 102. Solange
die Klinke48 noch eingerückt ist, wird die Stange 89 nur gegen die Wirkung der Feder
103 hin und her bewegt. Sobald aber die Klinke 48 ausgerückt Wird, wird auch die Umschal
twelle betätigt. Unter gewissen Umstän- n°
den kann auch die von der Temperatur abhängige Steuerung fortfallen, so daß dann
nur die Steuerung in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit erfolgt.
Die von der Geschwindigkeit abhängige Vorrichtung ist mit dem Pumpenregler versehen,
und während des Arbeitens der Vorrichtung ist die Belastung des Reglers ausreichend,
um eine genügend feine Regelung vorzunehmen. Sobald jedoch der Hebel 20 ausgelöst
ist, hebt der Nocken 18 den Hebel und die Stange 89 so hoch, daß eine Verbindung
mit der Stößelstange 87 nicht mehr besteht. Der Druck der Feder 100 ist genügend gering
zu halten, so daß auf den Nocken 95 kein wesentlicher Druck ausgeübt wird, welcher
sich auf den Regler auswirken könnte.
Bei einer Dieselmaschine, welche mit niedriger Verdichtung angelassen wird, ist es
sehr zweckmäßig, wenn Vorrichtungen vorgesehen werden, die ein übermäßig langes Laufen mit niedriger Verdichtung verhindern.
So kann z. B. die Ventilsteuerverbindung zwischen der Hilfskammer 30 und der
Hauptkammer 29 durch einen schnellen Durchgang verbrannter Gase leicht beeinträchtigt
werden. Es sind auch andere Gründe maßgebend, welche ein Umschalten von Fremdzündung
auf Dieselbetrieb so 'schnell wie möglich herbeizuführen erfordern. Ein Versuch
jedoch, die Umschaltung vorzunehmen, bevor die Maschine die richtigen Zustände erreicht
hat, ergibt nur ungünstige Beeinflussung des Betriebes und bedingt einen wesentlich
höheren Brennstoffverbrauch. Wenn demzufolge mit der Erfindung der Vorschlag gemacht
wird, den Zeitpunkt der Umschaltung von gewissen Maschinenzuständen in Abhängigkeit
zu bringen und so theoretisch genau den günstigsten Umschaltzeitpunkt herbeizuführen,
so wird hierdurch ein wesentlicher Fortschritt erreicht.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Mit Selbstzündung arbeitende Brennkraftmaschine für Schweröl, die beim Anlassen unter Einschaltung eines zusätzlichen, beim Normalbetrieb abgeschalteten Verdichtungsraumes mit einem Gemisch von Luft und leichtflüchtigem Brennstoff betrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Umschaltung vom Anlaßbetrieb auf den Normalbetrieb dienende Vorrichtung selbsttätig, und zwar erst dann ausgelöst wird, wenn die Maschinenwärme oder die Maschinengeschwindigkeit oder sowohl die Maschinengeschwindigkeit als auch die Maschinenwärme eine bestimmte Höhe erreicht haben.
- 2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Inbetriebsetzen der Auslösevorrichtung (20, 13, 18, 16) eine Steuerstange (89) dient, die von einer sich auf- und abwärts bewegenden Stange (87) dann verschoben wird, wenn ein an der Steuerstange (89) schwenkbar angebrachter Hebelansatz (92) in den Weg der sich auf- und abwärts bewegenden Stange (87) gebracht ist, wobei zur Verschiebung des Hebelansatzes (92) eine Stange (93) dient, die mittels eines auf der Brennstoffpumpenregelwelle (62) angeordneten Nockens (95) verschoben werden kann.
- 3. Brennkraftmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Inbetriebsetzen der Auslösevorrichtung (20, 13, 18, 16) ein am Brennraum angeordneter Thermostat (41) dient, der bei Erwärmung eine die Auslösevorrichtung in ihrer Ruhestellung haltende Klinke (48) verschiebt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI53778D DE654471C (de) | 1935-11-30 | 1935-11-30 | Mit Selbstzuendung arbeitende Brennkraftmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI53778D DE654471C (de) | 1935-11-30 | 1935-11-30 | Mit Selbstzuendung arbeitende Brennkraftmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE654471C true DE654471C (de) | 1937-12-23 |
Family
ID=7193691
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI53778D Expired DE654471C (de) | 1935-11-30 | 1935-11-30 | Mit Selbstzuendung arbeitende Brennkraftmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE654471C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1043708B (de) * | 1952-12-04 | 1958-11-13 | Moteurs Goiot | Gemischverdichtende Zweitakt-Brennkraftmaschine |
| DE1231952B (de) * | 1961-04-15 | 1967-01-05 | Hans List Dipl Ing Dr Techn | Einrichtung zur Umschaltung der Kraftstoffzufuhr einer Brennkraftmaschine |
-
1935
- 1935-11-30 DE DEI53778D patent/DE654471C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1043708B (de) * | 1952-12-04 | 1958-11-13 | Moteurs Goiot | Gemischverdichtende Zweitakt-Brennkraftmaschine |
| DE1231952B (de) * | 1961-04-15 | 1967-01-05 | Hans List Dipl Ing Dr Techn | Einrichtung zur Umschaltung der Kraftstoffzufuhr einer Brennkraftmaschine |
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