DE654089C - Hochleistungsroentgenroehre mit rotierender Antikathode und mehrfacher Ausnutzung des Prinzips der projektiven Brennfleckverkuerzung - Google Patents

Hochleistungsroentgenroehre mit rotierender Antikathode und mehrfacher Ausnutzung des Prinzips der projektiven Brennfleckverkuerzung

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DE654089C
DE654089C DEI53410D DEI0053410D DE654089C DE 654089 C DE654089 C DE 654089C DE I53410 D DEI53410 D DE I53410D DE I0053410 D DEI0053410 D DE I0053410D DE 654089 C DE654089 C DE 654089C
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BORIS RAJEWSKY DR
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INST PHYSIKALISCHE GRUNDLAGEN
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J35/00X-ray tubes
    • H01J35/24Tubes wherein the point of impact of the cathode ray on the anode or anticathode is movable relative to the surface thereof
    • H01J35/26Tubes wherein the point of impact of the cathode ray on the anode or anticathode is movable relative to the surface thereof by rotation of the anode or anticathode

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  • X-Ray Techniques (AREA)

Description

Die Wärmebelastung der Antikathode in der Diagnostikröntgenröhre ist eine außerordentliche,, da die geometrische Zeichenschärfe einen kleinen Brennfleck und die Vermeidung der Bewegungsunschärfe eine möglichst kurze Belichtungszeit, d. h. möglichst große Momentanintensität, verlangen. Zur Lösung dieser Aufgabe sind vornehmlich drei Wege angegeben worden:
i. Der Strichfokus, bei dem durch geeignete räumliche Anordnung die effektive Brennfleckgröße für die Bildentstehung kleiner ist als die tatsächliche.
2. Das Kegelstrahlprinzip nach der schweizerischen Patentschrift 176473, bei dem durch eine geeignete Formgebung der Antikathode günstigste Kühlverhältnisse und projektive Brennfleckverkleinerurig miteinander verbunden sind.
3. Die Drehanode, bei der der Brennfleck im zeitlichen Ablauf auf immer neue kalte Stellen der rotierenden Anode verlagert wird.
Eine Verbesserung des Drehanodenprinzips
ist gemäß der deutschen Patentschrift 619 562 dadurch versucht worden, daß die brennfleckbelegte Fläche mit schneidenförmigen Erhöhungen versehen wird. Es vermeidet jedoch auch diese Form nicht die folgenden prinzipiellen Nachteile der bisher bekannten Drehanodenkonstruktionen: Die, vom Drehmittelpunkt aus betrachtet, inneren Teile des Brennflecks sind wegen des kleineren Radius und der dadurch bedingten kleineren Umlaufslänge thermisch höher belastet als die äußeren. Dies Mißverhältnis wird gerade bei langen und schmalen Brennflecken, wie sie zur ausgiebigen Benutzung des Strichfokusprinzips erforderlich sind, besonders kraß. Ferner sind bei solchen Konstruktionen die umlaufenden Massen unnötig groß, indem noch Material außerhalb der brennfleckbelegten Fläche mit größerem Radius umlaufend vorhanden ist. Diese Nachteile werden gemäß dem Erfindungsgedanken dadurch vermieden, daß der Brennfleck sich auf den beiden Flächen der zugeschärften äußersten schmalen Kante des umlaufenden Anodenkörpers ausbildet. Eine beispielsweise Ausführung des Erfindungsgegenstandes zeigen die Figuren. In Fig. ia und ib bedeutet 11 eine Antikathode, die in bekannter Weise durch ein Drehfeld in Rotation versetzt wird. Ihr gegenüber steht die Glühkathode 12, die in Fig. ib aus der Zeichenebene heraus nach oben bzw. unten verschoben zu denken ist. Die Antikathode 11 trägt als wirksame Brennfleckfläche eine Schneide 13, zu der die Kathode 12 derart angeordnet ist, daß in der Projektionsrichtung, von der Kathode aus betrachtet, der Brennfleck ein langgestrecktes, schwach gekrümmtes Rechteck darstellt. Dieses Rechteck ist in Fig. 2, welche die Anti-
kathode, von der Kathode aus betrachtet, darsteEt, noch einmal gesondert schraffiert angedeutet. Durch eine passende Wahl des Strahlenaustrittsfensters (Blende 14) entsteht für die Strahlenrichtung 15 nochmals eine wei- ■ tere Verkürzung des BrennfLecks zu einem ; Quadrat und damit eine weitere Erhöhung" der Zeichenschärfe.
Aus diesen Darlegungen geht hervor, daß die angegebenen Nachteile der bisher bekannten Drehanoden durch die Ausführung gemäß dem Erfindungsgedanken vermieden werden; vor allem ist die Radialerstreckung des Brennflecks auf dem umlaufenden Anodenkörper sehr viel geringer, ferner sind die umlaufenden Massen weitgehend verringert. Außerdem entstehen weitere Vorzüge: Durch die Krümmung der Schneidenkante entsprechend ihrem Verlauf auf dem runden Antikathoden- - 20 körper entsteht außer der durch die Schrägprojektion entstehenden Brennfleckverkürzung eine weitere Verkürzung. Ferner ist bei Wahl einer sehr starken Brennfleckverkürzung durch nahezu tangentiale Anordnung des Zentralstrahls zur Schneidenkante die Einstellung weniger kritisch als bei geradlinig verlaufenden Brennfleckanordnungen oder beispielsweise der geradlinig verlaufenden Schneidenkante des Drehanodenkörpers der deutschen Patentschrift 619 562.
Bei Röhren gemäß dem Erfindungsgegenstand wird es gegebenenfalls zweckmäßig sein, die Glühkathode in zwei parallele Wendeln aufzulösen, um eine besonders gleichmäßige Belegung der Brennfleckfiäcne zu erzielen. Ferner ermöglicht eine nach dem Erfindungsgegenstand ausgebildete Anode in besonders einfacher Weise die Anbringung von Mitteln, um für Aufnahmen mit kleineren '■Kilowattsekundenwerten die belegte Brennflecklänge zu verkürzen, oder auch die Anbringung von mehreren wahlweise benutzbaren Glühkathoden.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Hochleistungsröntgenröhre mit rotierender Antikathode und mehrfacher Ausnutzung des Prinzips der projektiven Brennfleckverkürzung durch Schrägstellung, Neigung und Krümmung der Brennfleckfläche gegenüber der Richtung des Zentralstrahls, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennfleck sich auf den beiden Flächen der zugeschärften äußersten schmalen Kante des umlaufenden Anodenkörpers ausbildet.
2. Hochleistungsröntgenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung der Aufnahmeschärfe bei Aufnahmen kleinerer Kilowattsekundenzahl Mittel vorgesehen sind, um die belegte Brennflecklänge zu verkürzen.
3. Hochleistungsröntgenröhre nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß für Aufnahmen mit verschiedenen Kilowattsekundenzahlen zwei oder mehrere wahlweise einschaltbare Kathoden an verschiedenen Stellen des Antikathodenschneidenringes angebracht sind, die eine verschiedene Länge des belegten Schneidenteils aufweisen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEI53410D 1935-10-15 1935-10-15 Hochleistungsroentgenroehre mit rotierender Antikathode und mehrfacher Ausnutzung des Prinzips der projektiven Brennfleckverkuerzung Expired DE654089C (de)

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Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE868638C (de) * 1941-05-29 1953-02-26 Siemens Reiniger Werke Ag Drehanodenroentgenroehre fuer die Materialuntersuchung
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CN104641447A (zh) * 2012-09-21 2015-05-20 西门子公司 具有阳极以生成x射线的装置

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