DE653608C - Steuerung fuer mit Fluessigkeitsdruck betriebene Spritzgiessmaschinen - Google Patents

Steuerung fuer mit Fluessigkeitsdruck betriebene Spritzgiessmaschinen

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DE653608C
DE653608C DEM134821D DEM0134821D DE653608C DE 653608 C DE653608 C DE 653608C DE M134821 D DEM134821 D DE M134821D DE M0134821 D DEM0134821 D DE M0134821D DE 653608 C DE653608 C DE 653608C
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Germany
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cylinder
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control
piston
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DEM134821D
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WILHELM METZGER
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WILHELM METZGER
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D17/00Pressure die casting or injection die casting, i.e. casting in which the metal is forced into a mould under high pressure
    • B22D17/20Accessories: Details
    • B22D17/32Controlling equipment

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Steuerung für mit Flüssigkeitsdruck betriebene Spritzgießmaschinen Die Erfindung betrifft eine Steuerung für mit Flüssigkeitsdruck betriebene Spritzgießmaschinen.
  • Der Zweck der Erfindung ist, die Durchführung der dem Farmenschluß der Spritzgießmaschine nachfolgenden Arbeitsgänge, insbesondere das Aneinanderpressen der geschlossenen Form und des Spritzmundstückes sowie auch das Einspritzen des schmelzflüssiger Spritzgutes in die Form, auf rein hydraulischem Wege durchzuführen bzw. zu steuern.
  • In diesem Zusammenhange ist allerdings zu bemerken, daß es für Spritzgießmaschinen an sich nichts Neues bedeutet, die dem Forinenschluß nachfolgenden Betriebsvorgänge selbsttätig in einer bestimmten Reihenfolge vor sich gehen zu lassen. Zu diesem Zwieck:e sind bislang recht verwickelte Vorrichtungen in einer entweder rein mechanischen oder auch teils mechanischen und teils hydraulischen Ausführung verwendet worden, wobei nicht nur die verhältnismäßig verwickelte Bauart solcher Vorrichtungen als nachteilig empfunden wurde; sondern auch die Verwendung von Federn u. dgl. mechanischen Druckmitteln sich nicht als zuverlässig genug erwies. Auch haben die bekannten entweder rein mechanischen oder teils mechanischen und teils hydraulischen Vorrichtungen noch einen gewissem Nachteil insofern, als man bei. ihnen zu einer immer bestimmten gegenseitigen Anordnung der einzelnen Teile gezwungen ist. Durch die Erfindung sind alle diese Nachteile der bis jetzt bekannten Spritzgießmaschinen mit zwangsläufiger Steuerung bzw. Durchführung der nach dem Formenschluß folgenden Arbeitsgänge restlos beseitigt worden.
  • Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, den 1n1 Formenscliließzylinder nachbewirkter Schließung der Spritzgießform reinsetzenden Druckanstieg zum Zwecke der Durchführung bzw. Steuerung der nachfolgenden Betriebsvorgänge auszunutzen, und zwar gemäß der Erfindung dadurch, daß für die Spritzgießformen bzw. deren Träger und weiter auch für die Einspritzvorrichtung selbst besondere Zylinder vorgesehen werden, deren Druckräume mit dem Druckraum des Formenschließzylinders zu allen Zeiten in Verbindung bleiben und denen Kolben einem dauernden Rückzug von solcher Größenordnung unterstellt sind, daß der Vorcvlirtshub dieser Kolben immer erst nach J;rreicheneines jeweils bestimmten Formenschließdruckes einsetzen kann. Vorteilhaft wird der das Anein,anderpressen der geschlossenen Form und des Spritzmundstückes bewirkende Zylinder unmittelbar als Arbeitszylinder eingerichtet und der die Metallspritzvorrichtung beeinflussende Zylinder als Steuerzylinder zum Einschalten des Preßcylinders oder deiner Druckluftleitung ausgebildet. Dadurch wird -es erreicht, daß der die M,etallspritzvorrichtung beherrschende Steuerzylinder den zur Bewegung seines Kolbens natwendig.en Druck erst dann erhält, wenn die inzwischen schon geschlossene Form und das Spritzmundstück aneinandergepreßt worden sind. Der Form@enschließdruck wird sich stets schon vor Beginn des Einspritzens voll auswirken müssen. Rückwirkungen aus dem Preßzylinder auf den Formenschließzylinder sind unmöglich, da diese beiden Zylinder voneinander getrennt am Druckleitungsnetz hängen.
  • Es ist wohl leicht einzusehen, daß _ biei dieser rein hydraulischen Ausführung eine zwingende Notwendigkeit zu einer immer bestimmten gegenseitigen Anordnung der einzelnen Teile nicht gegebnen ist.
  • Im übrigen wäre noch darauf hinzuweisen, daß Preßgießmaschinen bekannt sind, bei denen der Druckraum des Formenschließzylinders mit einem besonderen Zylinder verbunden ist, jedoch lediglich nur zu dem Zwecke, während des Spritzvorgangcs einen erhöhten Formenschließdruck ausüben zu können. Mit dem Erfindungsgedanken, einen' im Formenschließzylinder nach bewirktem Schließen der Form einsetzenden Druckanstieg zur Durchführung bzw. Einleitung oder Steuern der dem Formenschluß nachfolgenden Arbeitsgänge der Maschine zu ver= wenden, hat die soeben erwähnte bekannte Maßnahme allerdings nichts zu tun.
  • Im folgenden sei die Erfindung an einem besonderen Ausführungsbieispiel beschrieben. Die Zeichnung veranschaulicht eine gemäß der Erfindung verbesserte Spritzgießmaschine teils im Schnitt und teils in. Ansicht. Die Darstellung ist eigne rein schematische.
  • Mit i ist der Formenschließzylinder bezeichnet, in welchem der beispielsweise unter dauerndem Rückzug stehende Kolben 2 angeordnet ist, an dessen an Zugankern 3 geführter Druckplatte q. sich die bewegliche Formhälfte 5 befindet. Die feste Formhälfte 6 ist an dem Querhaupt 7 angeordnet. Im vorliegenden Falle ist angenommen, daß das flüssige Metall aus dem Spritzmundstück 8 durch die Teilfuge der Form eingespritzt und die Presse zum Andrücken der Form an das Spritzmundstück um ein Lager 9 des feststehenden Maschinengestelles geschwenkt wird (s. strichpunktiert gezeichnete Lage der Form). Die an dem Formenschließzylinder i seitlich vorspringenden Schwenkzapfen i o dienen gleichzeitig zum Einführen der Arbeitsflüssigkeit in den Formenschließzylinder, wobei die Rohrenden in Dnehstopfbüchsen gelagert .sind. Die unmittelbar an die Druckleitung l i angeschlosselie Leitung 12 geht über einen seitlichen Kanal 13 des Zylinders i in den Ringraum des Zylinders und führt die Flüssigkeit für den dauernden Rückzug. Der Druckraurn 15 des Zylinders i ist von der gegenüberliegenden Seite leer über einen seitlichen Kanal 1 q. an eine an sich bekannte Zweiventilsteuerung 16 angeschlossen, mit Hilfe derer er zur Bewirkung des Druckhubes des Kolbens mit d;.r Druckleitung i i oder für den Rückzug des Kolbens mit dem Ablauf 17 verbunden werden kann.
  • An der zum Druckraum 15 des Formenschließzylinders i führenden Leitung 18 hängt nun gemäß der Erfindung der Druckraum i9 eines zweiten mit dem Maschinengestell fest verbundenen hydraulischen Zylinders 2o, dessen Kolben 21 ebenfalls von der Druckleitung i i her durch die Leitung 22 unter dauerndem Rückzug steht. Die Stange 23 des Kolbens 21 greift an deinem Auge 24 des Farmenschließzylinders i an, so daß beim Druckhub des Kolbens 21 die Presse um die Zapfen io gegen das Spritzmundstück 8 geschwenkt wird. Mit Hilfe eines verstellbaren Anschlages 25 der kleineren Stufte des Kolbens 21 kann der Abstand der Form von dem Spritzmundstück 8 eingestellt werdien. Der dauernde Rückzug des Kolbens 21 ist so bemessen, daß sein Druckhub und damit das Schwenken der Presse ferst beginnen kann, wenn der Formenschließzylinder die Form geschlossen und der Druck in der Leitung 18 eine bestimmte Höhe erreicht hat. Dies wird in beiden Zylindern durch eine entsprechende Abstufung des Verhältnisses des die Höhe des dauernden Rückzugs biestimmenden Ringquerschnittes zum jeweils gesamten wirksamen Kolbenquerschnitt erreicht.
  • Ferner ist an die mit dem Druckraum 15 des Formenschließzylinders i verbundene Leitung 18 der Druckraum 26 eines weiteren hydraulischen Zylinders 27 angeschlossen. Der Kolben 28 dieses Zylinders steht ebenfalls unter dauerndem Rückzug durch die von der Druckleitung i i' nach dem auf der Stangenseite b bildeten Ringraum führende Leitung 3o. Das Verhältnis des gesamten wirksamen. Kolbenquerschnitbas zum Rin-querschnitt ist hier so groß, daß der Druckhub des Kolbens erst dann möglich ist, wenn auch der Kolben 21 seinen Druckhub beendet hat, d. h. die Form 5, 6 an dem Spritzmundstück 8 anliegt, also der Druck in der Leitung 18 einen weiteren Anstieg erfahren hat. Die Stange 31 des Kolbens 28 greift an dem Kipp-.: hebel einer bekannten Zweiventilsteuerung 32 an, welche den Druckraum des Preßzylinders 33 mit der Druckleitung i i' und dem Ablauf 34 verbindet. Der Kolben 35 des Preßzylinders 33 steht durch die an die Leitung i i' angeschlossene Leitung 36 unter dauerndem Rückzug. Der Kolben 35 bewegt 11 bekannter Weise einen ,nicht gezeichneten, in dem Zylinder 37 angeordneten Kolben, welcher das flüssige Metall durch das Mundstück 8 11 die Form fördert. Die Wirkungsweise ist folgende: Wird die Ventilsteuerung 16 so gestellt, daß die Druckflüssigkeit aus der Leitung i i dem Druckraum 15 des Formenschließzylinders i zuströmt und der Ablauf geschlossen ist, so bewegt sich der Schließkolben 2 unter Überwindung des dauernden Rückzugdruckes in Pfeilrichtung, bis die beiden Formhälften 5 und 6 in der Teilfuge gegeneinander anliegen. Alsdann steigt der Druck in dem Druckraum 15 und damit in der Leitung 18, so daß nunmehr der mit einer im Verhältnis zum Formenschließzylinder i großen Rückzugkraft ausgestattete Schwenkkolben 21 in Pfeilrichtung bewegt wird und die Pressee um die Zapfen io schwenkt, bis die Eingi@eßöffnung der Form auf das Spritzmundstück 8 angepreßt wird (s. strichpunktiert .gezeichnete Lage der Form). Sobald beim Anliegen der Form an dem Spritzmundstück 8 - die Bewegung des Kolbens 21 beendet ist, findet tein weiterer Druckanstieg in der Leitung 18 statt, so daß jetzt auch der Kolben 28 mit dem für seine Vorwärtsbewegung im Pfeilrichtung notwendigen Flüssigkeitsdruck beaufschlagt wird. Durch die Bewegung des Kolbens 28 in die andere Endstellung wird die Ventilsteuerung 32 so gestellt, daß die Leitung i i' mit dem Druckraum des Zylinders 33 Verbunden und der Ablauf geschlossen wird. Inzwischen hat sich in dem ganzen an die Leitung 18 angeschlossenen System der Höchstdruck eingestellt, so daß die für die Geschlosseuhaltun.g der Formteile und das Anpressen der Farm an -das Spritzmundstück notwendigen Kräfte zur Verfügung stehen. Im weiteren Verlauf wird der Preßkolbien 3 5 iai Pfeilrichtung bewegt und bewirkt in der oben beschriebenen Weise das Einspritzen des flüssigen Metalls in die geschlossene Eorni.
  • Wird die Steuerung 16 nach Beiendigung des Spritzvorganges auf Ablauf gestellt, so vollziehen sich die einzelnen Vorgänge während des nunmehr einsetzenden Druckabfalles in der Leitung 18 in umgekehrter Reihenfolge. Zuerst bewegt sich der SteuerkOlben 28 in die gezeichnete Stellung zurück, schließt das Zulaufventil und öffnet das Ablaufventil der Steuerung 32, so daß der Preßkolben 35 durch die Wirkung des dauernden Rückzuges in die Ausgangsstellung zurückkehrt. Dann geht der Kolben 2 i zurück, wodurch die Presse und damit die Form von dem Spritzmundstück 8 unter Abreißen des Eingusstes abgeschwenkt wird. Nach weiterem Absinkeai des Druckes in der Leitung 18 kehrt schließlich auch der Kolben 2 des Formenschließzylinders i in die Ausgangsstellung zurück und öffnet die Form für die Herausnahm, des Gußstückes, worauf das Spiel von neutem beginnen kann.
  • Die Erfindung ist natürlich nicht an die beschriebene Anordnung gebunden. Es ist beispielsweise nicht notwendig, daß die Presse gegen. das Spritzmundstück geschwenkt wird und .der Einguß durch die Schließfuge der Form erfolgt. Die Presseoder das Spritzmundstück können von dem Kolben 21 auch so bewegt werden, daß das Metall in eine in der festen Formhälfte an beliebiger Stelle angeordnete Eingießöffnung eingespritzt wird. Von besonderem Vorteil ist hierbei, daß man an eine bestimmte Anordnung des Zylinders 2o nicht gebunden ist und die Anordnung dieses Zylinders stets so wählen kann, daß die Bewegungsübertragung mit einfachsten Mitteln ermöglicht wird. Auch ist die Erfindung nicht darauf beschränkt, daß das Einspritzen des Metalls durch einen hydraulischen Preßkolben bewirkt wird. Die von dem Steuerkolben 28 b@ne,i,nflußten Ventile können auch, falls . Druckluftförderung des Metalls vorgesehen sein soll, zur Steuerung einer DruckluftIeitung dienen. Daß der Leerhub des Kolbens 2 des Formschließzylindiers auch durch eine Niederdruckstufe bewirkt -werden kann, isst selbstverständlich.

Claims (2)

  1. PATENTAi`SPRÜCHE: i. Steuerung für mit Flüssigkeitsdruck betriebene Spritzgiießmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Durchführung bzw. Einleitung der dem Form@enschluß folgenden Arbeitsgänge (Anpressten des Spritzmundstückes, Einspritzen des flüssigen Metalls) besondere Zylinder (20, 27) vorgesehen sind, deren Druckräume (i 9, 26) mit dem Druckraum (15) des Formenschließzylinders (i) dauernd in Verbindung stehen, wobei deren Kolben (21, 28) unter einem derart gleichbleibenden Rückzug stehen, daß jeweils erst nach Erreichen eines gewissen Druckes im Formenschließzylinder der Vorwärtshub begimit.
  2. 2. Steuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der das Anpr@essien der geschlossenen Form (5, 6) an das Spritzmundstück (8) bewirkende Zylinder (2o) unmittelbar als Arbeitszylinder und der die Metallspritzvorrichtung beeinflussende Zylinder (27) als Steuerzylinder zwn Einschalten des Preßzylinders (33) oder einer Druckluftleitung ausgebildet ist.
DEM134821D 1936-06-14 1936-06-14 Steuerung fuer mit Fluessigkeitsdruck betriebene Spritzgiessmaschinen Expired DE653608C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE870014C (de) * 1942-08-28 1953-03-09 Eckert & Ziegler G M B H Steuereinrichtung fuer den hydraulisch betriebenen Pressstempel einer Spritzgiessmaschine od. dgl.
DE764616C (de) * 1942-10-23 1953-03-23 Eckert & Ziegler G M B H Hydraulische Einrichtung zur Steuerung der beweglichen Formhaelfte einer Spritzgiessmaschine
DE1044364B (de) * 1954-06-29 1958-11-20 Fritz Hodler Pressgiessverfahren und Maschine zu seiner Ausfuehrung
US2862266A (en) * 1955-06-23 1958-12-02 Renault Pressure diecasting machine

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