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Tragriemen für Jagdgewehre Die Erfindung bezieht sich auf einen Tragriemen
für Jagdgewehre, der einerseits am Gewehrkolben und anderseits am Laufteil des Gewehres
endet.
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Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, den Träger
eines Jagdgewehres davor zu schützen, den Jagdschein zu vergessen. Bekanntlich muß
der Jäger heute stets seinen Jagdschein bei sich haben, und zwar nicht nur dann,
wenn er sich auf eine vorbereitete Jagd begibt, sondern auch dann, wenn er durch
irgendeinen Zufall ganz plötzlich vor die Notwendigkeit gestellt ist, sein Jagdgewehr
bei sich zu tragen. Erfahrungsgemäß wird gerade in letzteren Fällen der Jagdschein
sehr leicht vergessen, z. B. von einem Guts j älter, der ganz plötzlich in der Nähe
seines Hofes ein Wild erblickt und dieses erlegen will. Das Vergessen des Jagdscheines
in einem solchen Fall könnte schwerwiegende Folgen für den Jäger haben.
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Nach der Erfindung ist dieser Mangel dadurch behoben, daß ein Teil
des Riemens als Jagdscheintasche ausgebildet ist. Auf diese Weise ist eine Vorkehrung
geschaffen, die den Jäger der Sorge seines Jagdscheines wegen enthebt. Da das Jagdgewehr
immer nur mit Riemen benutzt wird, kann der Jäger den Jagdschein niemals vergessen,
auch dann nicht, wenn er beim Antritt einer Jagd auf den Jagdschein nicht besonders
geachtet hat.
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Zweckmäßig ist die Tasche an einem Riemenstück vorgeselien, das auswechselbar
am übrigen Teil des Riemens und dem Gewehr angeordnet ist. Dadurch ist erreicht,
daß auch in den Fällen, in denen ein Jäger mehrere Gewehre mit gesonderten Gewehrriemen
besitzt, die Gewähr dafür gegeben ist, daß der Jäger seinen jagdschzin mit sich
führt, denn ohne das mit der Tasche versehene Riemenstück kann er das Gewehr nicht
umhängen. Sofern er .also ein Gewehr an sich nimmt, an dem die jagdscheintasche
fehlt, wird er sofort an diesen Mangel erinnert.
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Bei einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist die
Tasche mit einem Aufdruck, den Inhalt des Jagdscheines betreffend, versehen. Ein
solcher Aufdruck kann z. B. die Schonzeittabelle darstellen.
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Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen der Erfindung als
Beispiele dargestellt.
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Fig. r zeigt schematisch ein Jagdgewehr mit normalerweise nicht lösbarem
Riemen, von dem ein Teil als jagdscheintasche ausgebildet ist.
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Fig. 2 ist in größerem Maßstab eine schaubildliche Darstellung einer
Ausführungsform der Jagdscheintasche.
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Fig. 3 zeigt ebenfalls in größerem Maßstabe ein Schaubild einer weiteren
Ausführungsform der Tasche.
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Fig. q. ist eine schematische Darstellung eines Gewehres mit abnehmbarem
Riemen. Fig. 5 zeigt eine weitere Abänderungsform der Erfindung, bei der die jagdscheintasche
vom Riemen und vom Gewehr lösbar ist. Fig.6 zeigt in größerem Maßstabe die schaubildliche
Darstellung einer weiteren Ausführungsform.
zig. 7 zeigt schematisch
eine lösbare Verankerung für den Gewehrriemen am Gewehr.
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Der Riemen i des Gewehres 2 ist nahe seinem am Schaft 3 befestigten
Ende mit einer Tasche 4 versehen, die zur Aufnahme eines Jagdscheines oder irgendeines
anderen für die Jagd wichtigen Gegenstandes dient. Die Tasche 4 ist mit einer gewöhnlichen
Lederklappe 5, die als Verschluß der Tasche dient, versehen. Bei der Ausführungsform
nach Fig. 3 ist die Tasche 4 mit einem Reißverschluß 6 versehen.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. q. ist der Riemen i mit Hilfe von
Karabinerhaken 7 leicht lösbar am Gewehrkörper 2 angeordnet. Dieser Riemen i könnte
daher für verschiedene Gewehre verwendet werden. Immer wird dabei die Tasche 4 mit.
dem Jagdschein mitgeführt, auch wenn das Bewußtsein des Jägers nicht darauf gerichtet
ist.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist die Tasche 4 an einem besonderen
Riemenstück 8 angeordnet, das seinerseits an den Riemen i anschnallbar ist. Das
Riemenstück 8 mit der Tasche 4 kann daher bequem ausgewechselt werden, was dann
von Bedeutung ist, wenn der betreffende Jäger mehrere Gewehre mit gesonderten Riemen
zur Verfügung hat. Die Tasche 4 trägt bei der Ausführungsform nach Fig. 5 noch einen
Aufdruck 9, der z. B. die Schonzeittabelle darstellt.
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Das Riemenstück 8 könnte auch in der aus Fig.6 ersichtlichen Weise
ausgebildet sein; dort ist die Tasche mit einem Reißverschluß 6 versehen. Die obere
Seite io der Tasche ist durchsichtig. Sie könnte z. B. aus Zellophan bestehen.
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Bei dieser Ausführungsform ist in der Tasche q. noch eine beispielsweise
aus Gummi, Zellophan oder einem anderen wasserundurchlässigen Stoff bestehende Hülle
i i vorgesehen, die mittels eines Kettchens 12 an der Tasche 4. festgemacht ist.
Die Hülle i i dient zur Auf- . nahme des Jagdscheines, der dadurch doppelt gesichert
ist, wenn sich die Hülle i i in der Tasche 4 befindet.
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An Stelle des Karabinerhakens 7 könnte die in Fig. 7 dargestellte
Scherenzange 13 treten.