<Desc/Clms Page number 1>
Gewehrflltteral für zerlegbare Gewehre.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gewehrfuttera. l für zerlegbare Gewehre, das dadurch neu und eigenartig ist. dass es aus zwei voneinander getrennten, jedoch übereinanderklappbaren und einzeln verschliessbaren Futteraltaschen zur Aufnahme der Läufe und des Schaftes besteht, die mit der-
EMI1.1
geschobenen Gewe. hrteilen bequem über der Schulter getragen und nach Herausnehmen der Waffenteile auch als Leibgürtel verwendet werden kann.
Dabei besitzt die Futteraltasche für die Aufnahme des Gewehrkolbens an einer Seite einen Patronengurt sowie ein oder mehrere Packtaschen, die beim Transport des Gewehres im Gewehrfutteral von der Futteraltasche für die Aufnahme der Gewehrläufe völlig verdeckt werden. wodurch gleichzeitig ein Herausfallen der Patronen aus dem Patronengurt verhindert wird. während bei Verwendung des Gewehrfutterals als Gürtel, Patronengurt und Packtaschen an der Körpervorderseite in bequemer Greiflage sich befinden. Die Futteraltasche für die Aufnahme des Gewehr- kolbens kann einseitig oder beiderseitig aufklappbar sein.
Bei beiderseitiger Aufklappbarkeit kann diese Futteraltasche, nachdem das ganze Gewehrfutteral als Gürtel umgeschnallt ist, als Jagdmuff dienen.
Zu diesem Zweck wird das Innere der Futteraltasche für den Gewehrkolben zweckmässig mit wärmenden Stoffen, z. B. Wolle. Pelz od. dgl., gefüttert. Durch dieses Abfüttern der Futteraltasche wird aber auch die Schaftpolitur bei hochwertigen Waffen sehr geschont. Unterhalb des Patronengurtes auf der Futteraltasche für den Gewehrkolben kann eine lange horizontal liegende weitere Tasche vorgesehen sein. die zur Aufnahme eines zerlegbaren Putzstockes oder eines Jagdfernrohres zweckmässig verwendet wird.
Die seitlich des Patronengurtes vorgesehenen Packtaschen, in denen ein kleiner Imbiss, Putzmaterial. Patronen u. dgl. mitgetragen werden, sind in ihrem Inneren zweckmässig so ausgestattet, dass an einer
EMI1.2
andern Längsseite der Tasche in einer Lasche geführt wird und an seinem losen Ende mit einem kleinen Knebel versehen ist.
Durch Anziehen des Knebels werden in der Tasche längsgelagerte Patronen ans derselben herausgehoben und können leicht und bequem mit den Händen erfasst werden, was besonders
EMI1.3
An der Futteraltasehe für den Gewehrlauf, die bei Gürtelverwendung des Gewehrfutterals um den Leib geschnallt wird. sind rechts und links Ösen oder Schlaufen derart angeordnet, dass dieselben rechts und links des Körpers geeignete Tragstellen für sogenannte Hühnergalgen. Jagdstöcke. Hundeleinen od. dgl. bilden. Der Schulterriemen. mit welchem das Gewehrfutteral mit dem Gewehr beim Transport über der Schulter getragen wird. dient bei Gürtelverwendung des Gewehrfutterals als Tragriemen für denselben.
Zu diesem Zweck sind in der ungefähren Lage der Packtaschen zwischen den beiden Futteraltaschen zwei Ösen oder Ringe angeordnet, in welche der Tragriemen nach Umschnallen des Gewehrfutterals mit geeigneten Haken, z. B. Karabinerhaken, leicht und bequem eingehängt werden kann. Durch die Einrichtungen eines Gewehrfutterals nach vorliegender Erfindung werden ausserordentliche Vorteile erzielt. Erstmalig kann das Gewehr in einfacher und unauffälliger Weise getragen und in Fahrzeugen aller Art untergebracht werden. Zum andern bietet sie dem Jäger den ausserordent-
EMI1.4
muss, um das dort, wie bisher üblich, zurückgelassene, grosse und unhandliche Gewehrfutteral wieder abzuholen.
Diese bekannten Gewehrfutterale, sowohl diejenigen aus entsprechender Leinwand oder Leder als auch die sogenannten Schinkenfutterale konnten doch niemals wegen ihrer Unhandlichkeit und Unbequemlichkeit mit auf eine Jagd genommen werden. Der Jäger war dementsprechend auch
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Futteral abzuholen. Zur Jagd selbst musste er immer noch besonderen Patronengurt. Taschen für Reserve- munition. auch Muff u. dgl. besonders mitnehmen. Auf dem Wege zur Jagd hatte er also ausser seinem Gewehr im Futteral auch noch diese genannten Gegenstände besonders mitzutragen.
Diese Nachteile alle vermeidet das Gewehrfutteral vorliegender Erfindung eben dadurch, dass es ausser einer Umhüllung für das Gewehr, auch noch gleichzeitig einen äusserst bequemen Gürtel abgibt.
EMI2.2
erreichen, unterbringt. Am Sammelplatz der Jagd nimmt der Jäger einfach die Waffenteile aus dem Futteral, setzt sein Gewehr zusammen und schnallt sich. nachdem er die beiden Futteraltaschen so übereinandergeklappt hat, dass Patronengurt und Packtaschen nach aussen liegen, das Gewehrfutteral einfach als Gürtel um den Leib. Er kann dann in bequemer Weise die Patronen aus dem Gurt nehmen und an die Packtaschen gelangen, um aus denselben einen kleinen Imbiss oder Reservemunition zu nehmen.
Nach Beendigung der Jagd ist er sofort imstande, sein Gewehr durch das in der unter dem Patronengurt vorgesehenen Tasche befindliche Putzzeug zu putzen und das Gewehr selbst wieder in dem Gewehrfutteral zu bergen, was besonders bei nassem Wetter von ausserordentlicher Wichtigkeit für die Instant- haltung und Erhaltung der Waffe ist. Auch bei kaltem Wetter, besonders auf dem Anstand bietet das
EMI2.3
EMI2.4
Die Futteraltasche 1 dient der Aufnahme der Gewehrläufe und wird durch die Klappe 2 mittels des Riemens J und der Schnalle 4 verschlossen. Der Riemen : ; kami so lang gehalten sein. dass er beim Umlegen der Fntteraltasche 1 um den Leib reicht und in die Gürtelschnalle J auf der Rückseite der Tasche 1 eingeschnallt werden kann. Die Fntteraltasche 6 dient zur Aufnahme des Gewehrschaftes und besitzt die beiden Versehlussklappen 7 und 8, die mittels der Riemen 9, 10 und der Schnallen tria. ?. M' !
EMI2.5
Haken, beispielsweise Karabinerhaken, eingehängt werden kann.
Auf der einen Seite der Futteraltasche 6 ist in deren Glitte ein Patronengurt j ? J vorgesehen und zu beiden Seiten desselben ein oder mehrere Paek- taschen 16. Unterhalb des Patronengurtes- ? J ist die lange Tasche 17 angebracht, die der Aufnahme eines zerlegbaren Putzstoekes oder eines Jagdfernrohres dienen kann. Die Packtaschen 16 sind in ihrem Inneren derart ausgerüstet, dass an der inneren Längsseite derselben ein Lederriemen 18 befestigt ist. der mit seinem freien Ende durch eine Schlaufe 19 an der Taschenvorderseite führt und in einem Knebel endet, derart, dass durch Anziehen des Knebels 20 lang in der Tasche gelagerte Patronen 21 von dem Lederriemen. M aus der Tasche 16 nach oben gehoben werden.
Die der Aufnahme des Gewehrkolbens dienende Futteraltasche 6 ist mit einem wärmenden Futter 6a, beispielsweise aus Wollstoff oder Pelz. versehen und kann demnach bei offenstehenden Klappen 7, 8 als Muff benutzt werden. Die Riemen dienen bei eingelegtem Gewehr dem Zusammenhalt beider Futteraltaschen 1 und 6. Bei umgeklappten Futteral, wenn dasselbe als Gürtel benutzt wird, werden die losen Enden der Riemen in die
EMI2.6
EMI2.7
mit eingeschobenen Gewehrteilen über der Schulter getragen und nach Herausnahme der Waffenteile auch als Leibgürtel verwendet werden kann.