DE6512C - Neuerungen an Apparaten zur Behandlung von Celluloid und Vulkanit zur Erzeugung von Platten für künstliche Gebisse und andere Artikel, die unter Druck und Hitze im geschlossenen Räume geformt werden - Google Patents

Neuerungen an Apparaten zur Behandlung von Celluloid und Vulkanit zur Erzeugung von Platten für künstliche Gebisse und andere Artikel, die unter Druck und Hitze im geschlossenen Räume geformt werden

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DE6512C
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DE
Germany
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plates
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crucible
articles
celluloid
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DENDAT6512D
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Original Assignee
R. BREWSTER in London
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00Dental prostheses; Making same
    • A61C13/12Tools for fastening artificial teeth; Holders, clamps, or stands for artificial teeth
    • A61C13/14Vulcanising devices for artificial teeth

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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Heating, Cooling, Or Curing Plastics Or The Like In General (AREA)

Description

1879.
Klasse
ROBERT BREWSTER in LONDON;.
Neuerungen an Apparaten zur Behandlung von Celluloid und Vulkanit zur Erzeugung von Platten für künstliche Gebisse und andere Artikel, die unter Druck und Hitze im geschlossenen
Raum geformt werden.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. Januar 1879 ab.
Diese Erfindung bezieht sich auf Neuerungen an Apparaten zum Vulkahisiren, Kochen und Formen von Celluloid, Kautschuk, Vulkanit etc. Diese Apparate bestehen aus einer Heizvorrichtung, einer Presse und einem eingeschlossenen Kessel oder Tiegel. Letzterer ist mit Schalen versehen, in welchen sich die Modelle und Platten von Celluloid, Vulkanit und dergl. befinden. ■ ■ :.
Ein Hauptvorzug: dieser. Neuerungen besteht erstlich darin, dafs der nöthige Druck nur auf die Schalen, die: die Modelle enthalten, und nicht zugleich auf- die Wände des Tiegels ausgeübt wird, welch letzterer diesen Druck um so weniger auszuhälten fähig ist, je stärker er erhitzt wird.
Ferner ist der: neue Apparat handlicher construirt und erleichtert das Kochen der Gebifsplatten, indem man die Schalen während des Kochens schliefsen und den Druck auch dann noch fortdauern lassen kann, wenn die Schalen nebst dem Rahmen, in dem sie sich befinden, aus dem Kessel entfernt sind, um einer anderen Garnitur von Schalen Platz zu machen.
In beiliegender Zeichnung ist:
Fig.. ι Ansicht des Apparates.
Fig. 2 Verticaldurchschnitt durch die Mitte der Fig. 1.
Fig. 3 Unterseite des Deckels des Tiegels.
Fig. 4 Ansicht des Bügels, der den inneren Prefsrahmen bildet.
Fig. S Grundrifs oder Ansicht von oben der
Fig._4-
Fig. 6 Ansicht des Rahmens mit zwei Schalen, fertig zum Einsetzen in den Tiegel.
A ist eine Heizkammer aus Eisenblech. In diese Kammer ist der Tiegel oder Kessel B von oben eingesetzt. Im unteren Theile ist die Heizvorrichtung C, ein Bunsen'scher oder beliebig construirter Brenner angebracht.
Der Tiegel oder Kessel B ist mit einem Sicherheitsventil D und auch mit einem Thermometer T versehen. E ist ein um Zapfen drehbarer Bügel, F ein Deckel, auf dessen Mitte die Schraube E1 des Bügels drückt.
So weit ist der Apparat den gewöhnlichen Vulkanisirapparaten gleich, nur dafs die bessere Anordnung der Theile die Verwendung der nachfolgend beschriebenen Schraubenpresse erleichtert und den Apparat für den Gebrauch bequemer macht.
Die Mittelschraube E1 des Bügels E hat, wie schon erwähnt,, blos den Zweck, den Deckel F auf dem Tiegel festzuhalten, jedoch wird vermittelst derselben kein Druck auf die Schale des Modells, wie bisher üblich war, ausgeübt. Infolge dessen werden die Wände des Tiegels von dem übermäfsigen Druck befreit, dem sie (abgesehen von dem Dampfdruck) ausgesetzt wären. ,
Der verbesserte Prefsrahmen und Träger G für die Aufnahme der Modellschalen, welcher in den Tiegel eingesetzt wird, ist auf folgende Weise construirt.
Ein Rahmen G aus Metall, hier in der Form eines Bügels gebildet, ist mit einer Fufsplatte G' versehen. Auf dieser letzteren ruht die Schale, in welcher sich die zu pressenden Modelle und Platten befinden.
Durch das mit Muttergewinde versehene Auge G2 des Bügels G geht eine Prefsschraubei/, deren Kopf IP. vierkantig oder T-förmig gestaltet ist. Diese Schraube drückt in senkrechter Richtung auf die Schale bezw. auf eine über dieser befindliche Platte.
In den Fig. 2 und 4 liegt diese Prefsplatte H* auf der Fufsplatte G1 des Bügels G. Es kann aber auch die Platte lose am unteren Ende der Preisschraube befestigt sein, so dafs sie die Umdrehung der Schraube gestattet, ohne sich selbst mitzudrehen. Es ist klar, dafs der Druck, der auf die Schale durch die Schraube H ausgeübt wird, ganz vom Bügelrahmen G ausgehalten wird und auf denselben beschränkt bleibt.
Zum Zudrehen der Schraube H dient der Schaft N, zu welchem Zwecke man den doppelarmigen Hebel Q, der auch zur Bedienung der Schraube E benutzt wird, auf das Viereck N1 aufsteckt. Das Ende des Schaftes N trägt ein konisches Rädchen M. Dieses greift in ein Rädchen L, das auf einem, im Deckel festgeschraubten Stifte K sich drehen kann. Die verlängerte Nabe / dieses Rädchens bildet den
Schlüssel für die Schraube ■ H des inneren Bügels G. Der Schaft JV geht durch eine Stopfbüchse O. Selbstverständlich kann die Form des Deckels eine beliebige sein· und die Stopfbüchse O sowie der Schaft N einen beliebigen Winkel mit dem Schlüssel / bilden.
Um das Drehen des Bügelrahmens G beim Anziehen der Stellschraube zu verhindern, bringt man irgend eine geeignete Vorrichtung an, z. B. einen Anschlag- P, Fig. 2.
Wenn der Apparat beim Gebrauch auf den gewünschten Grad erhitzt ist, was durch einen, an dem Apparat angebrachten Thermometer oder Manometer angezeigt wird, so wird der Druck auf die darin befindliche Schale oder Schalen mit dem Modelle ausgeübt, indem man den Schaft JV dreht. Die den Schlüssel bildende Nabe / mufs lang genug sein, damit der Kopf der Schraube H, auch wenn sie tief genug in den Bügel eingeschraubt ist, noch umfafst bleibt. In Fig. 2 ist die Nabe / mit Schlitzen versehen, welche die beiden Flügel des Kopfes If' der Schraube H umfassen.
Dreht man an dem Schaft JV, so dreht sich das Rädchen L (vermöge des Eingriffs in M) auf dem Stift K, und die lange Nabe / mit den Schlitzen nimmt den Kopf der Schraube mit herum. Infolge dessen prefst dieselbe auf die Platte H'2 und dadurch auch auf die in den Schalen befindlichen Gegenstände. Man sieht hieraus, dafs der Druck gänzlich innerhalb des Rahmens G, d. h. zwischen dem Schraubenende H und der Fufsplatte G J stattfindet.
Nach Bedürfnifs kann man zum Kochen und Formen eine oder mehrere Schalen in den Prefsrahmen einsetzen. Da die zu formenden Gegenstände dem Druck auch nach Entfernung aus dem Kessel unterworfen bleiben, bis sie abgekühlt sind und feste Form angenommen haben, so kann man eine beliebige Zahl von Einsätzen (Prefsrahmen, Schalen und Platten) nach einander in dem Tiegel behandeln, wodurch an Zeit und Heizmaterial gespart wird, und die zu formenden Gegenstände beim Entfernen aus dem Kessel keinen Schaden nehmen können.
Dieser Prefsrahmen mit fortdauerndem Druck kann in folgender - Weise modificirt werden :
Die Prefsplatte H- wird mit Sperrklinken versehen, die durch Federdruck oder ihr Gewicht in eine an den verticalen Schenkeln des Prefsrahmens angebrachte Verzahnung eingreifen. Während der Druck auf die Platte U1 ausgeübt wird, gleiten die Sperrklinken an der Verzahnung entlang und stellen sich beim Aufhören desselben fest, so dafs die Pressung bei dem Herausnehmen und Abkühlen der zu formenden Gegenstände fortdauert.
Diese Anordnung des Rahmens ist namentlich auch für die gebräuchlichen Vulkanisirapparate mit directer Pressung anwendbar.
Eine andere Anordnung ist folgende:
An den Untertheil der Schale auf zwei gegenüberstehenden Seiten derselben werden federnde Fingerstücke angenietet, deren oberes Ende einen starken Haken besitzt. Dieser Haken federt nach innen und fafst über den Rand des Deckels der Schale und hält den Deckel geschlossen. Auch auf diese Weise kann die Pressung fortdauernd gemacht werden.
Ein Thermometer, Fig. 2, oder ein Manometer ist auf dem Deckel oder auf einem anderen passenden Theile des Kessels angebracht, welcher den Grad der Hitze oder des Dampfdrucks (event, beide) und damit auch den Zeitpunkt anzeigt, wann die Pressung zu geschehen hat.
Ist die Oeffnung und somit der Verschlufs des Tiegels an der Seite des Apparates angebracht, wie im Gartreirsehen Apparat, so kommt der Schaft JV in die Mitte zu stehen und bildet alsdann einen Theil des Schlüssels /. Es ist die Wirkung somit eine directe, statt mittelst Getriebe, wie oben beschrieben worden. Ji ist ein Ring, der das Aufheben des Deckels F erleichtert.
Dieser Apparat zum Erhitzen und Pressen kann mit geringer Veränderung der inneren Behältnisse oder Schalen zur Bereitung von Tincturen und Extracten benutzt werden und da in vielen Fällen der im Innern des Tiegels entstehende Dampfdruck ein sehr geringer ist und kein directer Druck auf denselben ausgeübt wird, sondern nur auf den darin befindlichen Prefsrahmen, so kann eventuell der Tiegel aus Glas, Porcellan oder Steingut gemacht werden.

Claims (3)

Pa tent-An Sprüche:
1. Die Combination einer Heizkammer, eines Kessels oder Tiegels, die innere Prefsvorrichtung G G1 G\ H JP, welche in Bewegung gesetzt wird durch einen Schlüssel I, der auf den Kopf der Schraube der inneren Prefsvorrichtung pafst und direct oder mittelst des Getriebes des Schaftes JVJV1 gedreht wird, alles wie beschrieben und in den Zeichnungen, Fig. 2, 3, 4, 5, dargestellt.
2. Ein Vulkanisirapparat, um Gebissplatten oder andere Artikel mittelst Druck und Hitze zu behandeln, construirt und angeordnet in Verbindung mit einem inneren Prefsapparat, wie hier erklärt und in den Zeichnungen dargestellt ist.
3. Die Verwendung einer inneren Prefsvorrichtung mit Vorrichtungen zur dauernden Erhaltung des Drucks auf die zu formenden Gegenstände auch nach dem Herausnehmen aus dem Kessel oder Tiegel und bis zu ihrer Abkühlung.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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