DE650419C - Verfahren zur Herstellung von Hochemissionsroehren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hochemissionsroehren

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DE650419C
DE650419C DEL81949D DEL0081949D DE650419C DE 650419 C DE650419 C DE 650419C DE L81949 D DEL81949 D DE L81949D DE L0081949 D DEL0081949 D DE L0081949D DE 650419 C DE650419 C DE 650419C
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J7/00Details not provided for in the preceding groups and common to two or more basic types of discharge tubes or lamps
    • H01J7/14Means for obtaining or maintaining the desired pressure within the vessel
    • H01J7/18Means for absorbing or adsorbing gas, e.g. by gettering
    • H01J7/186Getter supports

Landscapes

  • Manufacture Of Electron Tubes, Discharge Lamp Vessels, Lead-In Wires, And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Hochemissionsröhren Es ist bereits bekannt, in Hochvakuumröhren zur Erzielung eines besonders hohen Vakuums ein verdampfbares Metall, beispielsweise Magnesium o. dgl., zu zerstäuben. Bei den bekannten Verfahren wird gewöhnlich das verdampfbare Metall entweder mechanisch direkt auf .der Anode befestigt (etwa angeklemmt oder angeschweißt) oder chemisch mit dem Anodenmetall legiert. Infolge der innigen Berührung zwischen der Anode und dem zu verdampfenden Metall verdampft bei diesen Anordnungen das Metall, sobald die Anode auf Glühtemperatur kommt.
  • Des weiteren ist vorgeschlagen worden, das Gettermetall an demjenigen Teil der Elektrode anzubringen, der zuletzt die zur Verflüchtigung des Stoffes notwendige Temperatur annimmt. Auch in diesem Falle erfolgt die Verdampfung des Getters, sobald die gesamte Anode die Glühtemperatur aufweist.
  • Es ist nun gefunden .worden, daß die besonders hohe Emission der Glühkathode, welche ein Vielfaches derjenigen Emission beträgt, die bei normalem Hochvakuum auftritt, nur dann erzielt wird, wenn keine nachträgliche Abgabe von Gas durch die Systemteile stattfindet. Die völlige Gasfreiheit der Systemteile ist aber nur durch ergiebiges, längere Zeit andauerndes Glühen im Vakuum zu erreichen.
  • Man muß daher den Pumpvorgang derart leiten, daß die Zerstäubung des Gettermetalls erst dann einsetzt, wenn die Systemteile sich bereits längere Zeit auf der zur Verdampfung des zu zerstäubenden Metalls erforderlichen und möglichst sogar noch auf einer höheren Temperatur befinden, so daß eine weitgehende Entgasung derselben gewährleistet ist. Dieses Verfahren ist an sich bekannt.
  • Durch die Erfindung wird jedoch ein praktisch geeignetes Verfahren zur günstigsten und wirtschaftlichen Erfüllung dieser Bedingungen geschaffen; es besteht darin, daß man die Erhitzung des Getters auf die Zerstäubungstemperatur lediglich von der Wärmestrahlung der Systemteile abhängig macht.
  • Zu diesem Zweck wird die Gettersubstanz in einem zweckentsprechend bemessenen Abstand von den glühenden Systemteilen derart angeordnet, daß die Erhitzung auf die Zerstäubungstemperatur lediglich durch. Wärmestrahlung erfolgt. Die Substanz kann erfindungsgemäß an einem Träger aus vorzugsweise schlecht wärmeleitendem Material angeordnet werden, welcher entweder in der Glockenwand befestigt ist oder beispielsweise mittels einer Stütze von dem Fuß oder irgendeinem Systemteil getragen wird.
  • In der Abbildung ist eine Anordnung zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens beispielsweise dargestellt. In der Abbildung bedeutet i eine auf dem Pumpstand befindliche Vakuumröhre; der Pumpstutzen ist durch a angedeutet. Das System ist durch den Glühfaden 3, das Gitter q. und die Anode 5 dargestellt. Ein Stück der verdampfbaren Substanz 6, beispielsweise Magnesium, wird in an sich bekannter Weise auf einem Träger 7 angeordnet, welcher erfindungsgemäß aus Glas oder Metall bestehen kann und entweder in der Glockenwand befestigt ist oder mittels einer Stütze von dem Fuß 8 oder irgendeinem Teil des Systems 3, 4, 5 getragen: wird. Insbesondere im letzteren Falle wird der Träger 7 aus schlecht wärmeleitendem Stoff hergestellt. Gemäß den Gesetzen der Wärmestrahlung erfordert es dann eine geraume Zeit, bis der Körper 6 durch Strahlung von der beispielsweise durch Elektronenbombardement oder. Wirbelströme auf Glühtemperatur gebrachten Anode auf die Zerstäubungstemperatur gebracht wird. Wenn etwa dieAnode 5 innerhalb weniger Sekunden auf eine Temperatur von i2oo° gelangt, so kann man es durch geeignete Anordnung des Körpers 6 sowie richtige Bemessung des Abstandes von dem Wärmestrahler leicht so einrichten, daß mehrere Minuten erforderlich sind, bis der Körper 6 die Verdampfungstemperatur erhält. Während dieser Zeitspanne, die, wie ersichtlich, auf einfache Weise genau geregelt werden kann, erfolgt die möglichst vollständige Entgasung der Systemteile.
  • Infolge der an sich bekannten Anordnung des Getterstoffes auf einem Träger ist man in der Lage, das verdampfbare Metall 6 an einer solchen Stelle anzuordnen, daß durch die Systemteile in bekannter Weise eine derartige Schattenwirkung auf den Fuß und die Glocke ausgeübt wird, daß der Metallniederschlag auf der Glockenwand nur an bestimmten Stellen stattfindet.
  • Bei der in der Abbildung gezeichneten Anordnung z. B. schirmt das System selbst den Quetschfuß und den unteren Teil des Glaskolbens i gegen die Bildung eines Niederschlages ab.
  • Das beschriebene Verfahren ist. bei allen Vakuumröhren, auch bei solchen mit Oxyd-und sonstigen Hochemissionskathoden, sowie bei Gleichrichter-, Sende-, Ventil-, Röntgenröhren usw. anwendbar.
  • . Es hat sich gezeigt, daß durch das erfindungsgemäße Verfahren die Gasfreiheit von Elektronenröhren mit Oxydkathoden in hohem Maße gesteigert wird.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Hochernissionsröhren, bei dem zur Erzeugung eines Hochvakuums nach dem Entgasen der Elektroden eine Gettersubstanz zerstäubt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Gettersubstanz lediglich , durch die Wärmestrahlung der Systemteile auf die Zerstäubungstemperatur erhitzt wird, und zwar in der Weise, daß die Zerstäubung des Getterstoffes erst dann einsetzt, wenn das Elektrodensystem bereits längere. Zeit auf Entgasungstemperatur gehalten und infolgedessen weitgehend entgast worden ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeitpunkt der Zerstäubung der Gettersubstanz durch Wahl des Abstandes der Gettersubstanz von dem glühenden Elektrodensystem geregelt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und gekennzeichnet durch die Verwendung bei Oxydkathodenröhren.
  4. 4. Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gettersubstanz an einem Träger befestigt ist, der unmittelbar an der Glockenwand oder mittels einer Stütze am Quetschfuß oder an einem Systemteil angeordnet ist und der insbesondere in letzterem F_ alle aus einem schlecht wärmeleitenden Material besteht.
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