DE616107C - Verfahren zur Herstellung hochemittierender Gluehkathoden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hochemittierender Gluehkathoden

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DE616107C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J9/00Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps
    • H01J9/02Manufacture of electrodes or electrode systems
    • H01J9/04Manufacture of electrodes or electrode systems of thermionic cathodes
    • H01J9/042Manufacture, activation of the emissive part

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Discharge Lamp (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung hochemittierender Glühkathoden Wissenschaftliche Untersuchungen, bei welchen die Emissionfähigkeit von mit metallischem Calcium überzogenen Platinfäden geprüft wurde, haben bekanntlich ergeben, daß Erdalkalimetalle unter gewissen *Umständen wesentlich bessere Emissionseigenschaften aufweisen als die anderen Metalle.
  • Es wurde festgestellt, daß Vakuumröhren mit thoriumhaltigen Wolfratnfäden eine erhöhte Emission zeigen, wenn während des Pumpvorganges eine gewisse Menge eines Leichtmetalls, z. B. Magnesium, verdampft wird. Bei diesem Vorgang bildet sich jedoch ein spiegelnder Belag auf der Glasoberfläche, welcher insbesondere bei Herstellung von Hochleistungsröhren die Wärmeableitung von den Anoden verhindert und daher die Belastbarkeit der Röhren herabsetzt. Aus diesem und anderen Gründen ist es erwünscht, den metallischen Niederschlag auf der Glasv,rand zu vermeiden.
  • Erfindungsgemäß wird ein mit einem verdampfbaren überzug eines Leichtmetalls, wie z. B. Magnesium, versehener Glühfaden nach seinem Einbau in die Röhre und nach Herstellung des Vakuums in der Röhre derart zum Glühen gebracht, daß das Leichtmetall abdampft und die Aktivierung des Fadens erfolgt, wobei das Leichtmetall gleichzeitig als Getter dient.
  • Durch die besondere Anordnung des Leichtmetalls wird dabei gleichzeitig erreicht, daß der größte Teil der Röhrenwandung von dem Niederschlag frei bleibt.
  • Erfindungsgemäß werden die Glühfäden vor Einbau in die Röhre einer Sonderbehandlung unterzogen, welche die Entstehung eines metallischen Niederschlages an der Glaswand zu vermeiden gestattet. Die Glühfäden werden in einen Vakuumofen gebracht, dort bis zur Glühhitze erhitzt und gleichzeitig entgast. Dann wird eine gewisse Menge eines Leichtmetalls, z. B. Magnesium, in dem Vakuumraum verdampft, so daß sich auf den Glühfäden eine Schicht von Leichtmetall bildet. Die so vorbehandelten. Glühfäden werden bei der Herstellung der Röhren wie normale Glühfäden weiterverarbeitet.
  • Weiter kann nun verschieden vorgegangen werden, indem entweder der Glühfaden überhaupt beim Pumpvorgang nicht beansprucht wird, sondern die Systementgasung beispielsweise durch Hochfrequenzglühung vorgenommen wird. Nach vollkommener Entgasung der Systetnteile wird die Röhre abgeschlossen und erst nach Abschmelzen der Röhre der Glühfaden zum Glühen gebracht. Hierbei zerstäubt der den Glühfaden umhüllende Leberzug aus verdampfbarem Material, ohne einen wesentlichen Beschlag der Glaswand zu ergeben.
  • Das Verfahren hat gleichzeitig den Vorteil, daß die zerstäubende Substanz die letzten Spuren von Gas aus der Röhre absorbiert.
  • Andererseits kann auch auf der Pumpe selbst bereits der Glühfaden zum Glühen gebracht werden, wobei ebenfalls die Substanz verdampft und die Aktivierung des Glühfadens erfolgt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE' i. Verfahren zur Herstellung hochemittierender Glühkathoden, bei denen dem schwer schmelzbaren Fadenmaterial ein hochemittierendes Metall in solcher Form eüiverleibt ist, daß es zur Erreichung seiner hohen Emission erst einer aktivierenden Behandlung bedarf, dadurch gekennzeichnet, daß der Glühfaden vor dem Einbau in die Röhre mit Magnesium oder einem Metall überzogen wird, das bezüglich der reduzierenden und gasbindenden Eigenschaften sowie des Dampfdruckes dem Magnesium ähnlich ist, und daß der Glühfaden nach Einbau in die Röhre sowie nach Herstellung des Vakuums zum Glühen gebracht wird, bis das Überzugsmaterial verdampft und die Aktivierung des Fadens sowie die Bindung der Gasreste erfolgt. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Glühkathode zum Glühen gebracht wird, während sich die Röhre noch auf der Pumpe befindet. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Glühfaden während des Pumpvorganges nicht oder nicht wesentlich erhitzt wird, daß vielmehr die Befreiung des Glühfadens von dem Niederschlage und die Aktivierung erst nach dem Abschmelzen der Röhre erfolgt. .4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Glühfaden vor Einbau in die Entladungsröhre in einem Vakuumofen entgast und mit einem Überzug eines Leichtmetalls versehen wird. 5. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Glühkathode einerseits und die übrigen Systemteile andererseits unabhängig voneinander, und zwar derart entgast werden, daß der Glühfaden beim Pumpvorgang nicht beansprucht wird.
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