DE649592C - Einrichtung zur Verminderung der Empfindlichkeit von Reglern - Google Patents

Einrichtung zur Verminderung der Empfindlichkeit von Reglern

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DE649592C
DE649592C DE1930649592D DE649592DD DE649592C DE 649592 C DE649592 C DE 649592C DE 1930649592 D DE1930649592 D DE 1930649592D DE 649592D D DE649592D D DE 649592DD DE 649592 C DE649592 C DE 649592C
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DE1930649592D
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Dipl-Ing Erich Dahnken
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05FSYSTEMS FOR REGULATING ELECTRIC OR MAGNETIC VARIABLES
    • G05F1/00Automatic systems in which deviations of an electric quantity from one or more predetermined values are detected at the output of the system and fed back to a device within the system to restore the detected quantity to its predetermined value or values, i.e. retroactive systems

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  • Automation & Control Theory (AREA)
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Description

  • Einrichtung zur Verminderung der Empfindlichkeit von Reglern Im Hauptpatent 568 442 ist eine Einrichtung zur Verminderung der Empfindlichkeit von Reglern behandelt, bei denen eine dem Istwert der zu regelnden Größe entsprechende Geschwindigkeit mit einer dem Sollwert der zu regelnden Größe entsprechenden Geschwindigkeit verglichen wird. Um. die Empfindlichkeit solcher Regler zu vermindern, ist gemäß dem Hauptpatent eine Vorrichtung vorgesehen, die den Unterschied der von den Vergleichsgliedern zurückgelegten Wege periodisch aufhebt. Die Vergleichsglieder werden hierbei in Abhängigkeit von einem Schalter periodisch in die Nullage gebracht.
  • Die Erfindung hat eine Verbesserung der Einrichtung nach -dem Hauptpatent zum Gegenstand. Erfindungsgemäß wird das Schaltorgan, welches die Vergleichsglieder periodisch in die Nullage bringt, auch dazu benutzt, um den Regelschritt zu beendigen. Hierdurch ist es auf einfache Weise möglich, durch das Schaltorgan die Größe des Regelschrittes in Abhängigkeit von der Differenz zwischen Ist- und Sollwert zu ändern und außerdem den mittleren Regelgeschwindigkeiten einen bestimmten Verlauf zu geben. Unter mittlerer Geschwindigkeit wird dabei die Regelgeschwindigkeit verstanden, durch die bei ununterbrochener Regelung die gleiche Veränderung der zu regelnden Größe herbeigeführt wird wie durch das zeitweise In= gangsetzen der Verstellanordnung. Zum besseren Verständnis der Einrichtung und ihrer Wirkungsweise soll zunächst an Hand der Fig. T, 2, 3 und 5 der zeitliche Verlauf der Regelgeschwindigkeit v sowie der mittleren Regelgeschwindigkeit v. bei den im Hauptpatent bezeichneten Reglern (Integrationsreglern) erläutert werden, bei denen eine dein Istwert der zu regelnden Größe entsprechende Geschwindigkeit mit einer dem Sollwert der zu regelnden Größe entsprechenden Geschwindigkeit verglichen wird. Bei diesen Reglern ist der Abstand der Regelimpulse nicht konstant, sondern umgekehrt proportional der Differenz zwischen Ist- und Sollwert. Trotzdem die Geschwindigkeit, mit der die zu regelnde Größe verstellt wird, unabhängig von der Differenz zwischen Ist- und Sollwert ist, ist doch die mittlere Regelgeschwindigkeit von dieser Differenz abhängig, und zwar ist die Regelgeschwindigkeit bei großen Diferenzen groß, bei kleinen Differenzen zwischen Ist- und Sollwert dagegen klein.
  • 1n den Fig. r und 2 ist diagrammatisch der zeitliche Verlauf der Regelgeschwindigkeit--v sowie die mittlere Regelgeschwindigkeit für einen Integrationsregler dargestellt, find zwar für die Fälle, daß erstens die Abweichung zwischen Ist- und Sollwert klein und zweitens die Differenz zwischen Ist-und Sollwert groß ist.
  • In den Figuren ist angenommen, daß im Zeitpunkt a. die Vergleichsanordnung Kontakt macht und den Verstellmotor für die zu regelnde Größe in Gang setzt und daß gleichzeitig die Vergleichsanordnung in ihre -Nulllage geführt wird. Nach Ablauf einer bestimmten vorgeschriebenen Zeit wird die Verstellanordnung stillgesetzt (Zeitpunkt &). Da zwischen den Zeitpunkten a. und b je Zeiteinheit die zu regelnde Größe um einen bestinnnten Betrag verändert wird, so ist die Regelgescliwindigkeit zwischen diesen beiden Punkten konstant. Es ist angenommen, daß im Zeitpunkt a1 ein neuer Regelimpuls gegeben Cird und der Regelvorgang in der gleichen Weise verläuft, wie bereits beschrieben. Die mittlere Regelgeschwindigkeit ist durch die strichpunktierte und mit r"1 bezeichnete Linie dargestellt.
  • Fig. 2 zeigt das gleiche Diagramm für den Fall, daß die Regelimpulse in wesentlich kürzeren Zeitabständen aufeinanderfolgen. Aus dein Diagramm ist zu ersehen, daß bei kleinen Differenzen zwischen Ist- und Sollwert (Fig. r) die mittlere Regelgeschwindigkeit klein, bei großen Differenzen zwischen Ist-und Sollwert dagegen groß ist.
  • Der Regelvorgang bei Anordnungen der zuletzt beschriebenen Art verläuft, sofern ein einziger Regelimpuls nicht ausreicht, um die zu regelnde Größe dem Sollwert anzupassen, in der Weise. daß nach dem Auftreten einer Differenz zwischen Ist- und Sollwert ein Regelimpuls gegeben wird, der die Veränderung der zu regelnden Größe um ein bestimmtes Maß herbeiführt, so daß die Differenz zwischen Ist- und Sollwert sich verkleinert. In einem Zeitabstand, welcher der jetzt bestehenden Differenz zwischen Ist- und Sollwert entspricht, wird der nächste Regelimpuls gegeben, -der abermals eine Verkleinerung zwischen Ist- und Sollwert herbeiführt. Die Zeitdauer, die bis zum nächsten Regelimpuls vergeht, wird also noch größer sein als die Zeitdauer zwischen den beiden vorangehenden Regelimpulsen.
  • In Fig. 3 ist -der Verlauf der Regelung dargestellt. Aus der Abbildung ist zu ersehen, daß der Abstand der Regelimpulse allinälilich größer wird. Dies hat zur Folge, daß die mittlere Regelgeschwindigkeit, die durch die strichpunktierte Linie dargestellt ist, sinkt. Wenn man auch leicht einsehen kann, daß bei Anordnungen, die mit konstanter :Regelgeschwindigkeit arbeiten, leicht ein Überregeln eintritt, so ist es nicht ohne weite--res erkennbar, daß eine Cberregelung auch bei solchen Anordnungen auftreten kann, bei welchen die Regelgeschwindigkeit bei sinkender Differenz zwischen Ist- und Sollwert ebenfalls kleiner wird. Tatsächlich tritt aber auch bei solchen Reglern mitunter ein Cberregeln auf. Der Grund hierfür ist offenbar darin zu suchen, daß die Änderung der zu regelnden Größe dem vom Regler gegebenen Konnnando (Reglerimpuls) ziemlich stark, gelegentlich sogar uni -mehrere Sekunden nacheilt und daher der Regler noch Regelimpulse, cl. 1i. Kommandos zur Veränderung der zu regelnden Größe gibt, wenn bereits die Verstellvorrichtung so weit beeinfußt ist, daß sie auch ohne weitere Verstellung eine ausreichende Veränderung der zu regelnden Größe herbeiführen würde, außerdem wird ein dauerndes Pendeln um den Sollwert hervorgerufen, dadurch, daß die Regelimpulse eine bestimmte Größe haben, während die Vergleichseinrichtung auch auf sehr kleine Differenzen noch anspricht.
  • Die oben beschriebenen -Nachteile können durch die Verminderung der Empfindlichkeit der Regelanordnung beseitigt «-erden, und zu diesem Zweck ist im Hauptpatent eine Einrichtung vorgesehen, die durch ein Schalt organ die Kupplung des einen Vergleichsgliedes mit seinem Antrieb periodisch löst und das entkuppelte Glied unter der Einwirkung von Federn dein anderen Vergleichsglied gegenüber in eine Mittellage bringt. Während nun im Hauptpatent ein besonderes Zeitwerk oder die Unterbrechung der Kontaktgebung zwischen den Vergleichsgliedern den Regelvorgang beendet, wird gemäß der vorliegenden Erfindung das die Vergleichsglieder periodisch in die -Nullage bringende Schaltorgan gleichzeitig auch zum Beendigen des Regelvorganges verwendet. Durch diese Maßnahme ist es möglich, nicht nur die Gefahr des Überregelns zu vermeiden, sondern auch auf einfache Weise durch das Schaltorgan die Größe des Regelschrittes und den Mittelwert der Regelgeschwindigkeit je nach der Größe der Differenz zwischen Ist- und Sollwert stetig zu ändern oder auf einem bestimmten Wert konstant zu halten.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. ,1 dargestellt.
  • Mit i ist eine an sich bekannte Vergleichsanordnung für den Soll- und Isti-ert bezeichnet. Sie enthält das Fortschaltwerk 2, welches über die magnetische Kupplung 3 den Kontaktarm 4 antreibt. Es sei angenommen, daß die Umlaufgeschwindigkeit des Kontaktarmes. der Leistungsabgabe eines Stromerzeugers proportional ist. Der Kontaktarm 4. spielt zwischen der Gabel des Kontaktarmes 5, die von dem Motor 6 angetrieben wird und deren Umlaufgeschwindigkeit dem Sollwert der Leistung entspricht. Die Kontakte der Kontaktgabel 5 sind mit den Wicklungen des Relais 7 verbunden. Sobald der Kontaktarm 4 mit einem der Kontakte der Kontaktgabel 5 in Berührung kommt, wird'das Relais 7 erregt und schließt einen der Stromkreise der Relais 8 und g. Diese Relais sind mit Selbsthaltekontakten io und ii sowie je einem weiteren Kontakt 12 und 13 ausgerüstet. Die Kontakte i2, 13 steuern den Erregerstromkreis der eigentlichen Steuerrelais 14 und 15. Die Kontakte 16 und 17 dieser Steuerrelais sind in Reihe geschaltet und liegen im Stromkreis der Magnetkupplung 3. Die Kontakte 18 und ig liegen im Stromkreis des Hilfsmotors 2o, durch den die zu regelnde Größe, z. B. die Dampfzufuhr zu einer einen Stromerzeuger antreibenden Maschine, verstellt wird. Um die Vergleichsglieder periodisch in die Nullage zu bringen und auch den Regelvorgang zu beendigen, ist die mit 21 bezeichnete Vorrichtung vorgesehen, die das umlaufende Schaltorgan 22 enthält, das die Vergleichsglieder periodisch in die Nullage bringt und gemäß der Erfindung auch den Regelvorgang durch Stillsetzen des Motors 2o beendet. Dadurch, daß der Arm 22 mehrere Funktionen erfüllt, ist es möglich, mit einer einfachen und übersichtlichen Schaltung auszukommen, die auch betriebssicher arbeitet, weil die Anzahl der erforderlichen Kontakte auf einen kleinen Wert gebracht werden kann. Der Arm 2a wird über die Differentialgetriebe z3 und 24 vom Motor 25 mit einer konstanten, vorzugsweise durch den Widerstand 26 einstellbaren Geschwindigkeit angetrieben. Der umlaufende, aus Isoliermaterial bestehende Arm 22 läuft zwischen dem Kontaktpaar 27 hindurch und öffnet daher periodisch die Kontakte, die im Haltestromkreis der Relais-8 und 9 sowie der Magnetkupplung 3 liegen. Durch die periodische Öffnung der Kontakte 27 wird erreicht, daß die Regelanordnung nur beim Überschreiten einer bestimmten Differenz zwischen Ist- und Sollwert . anspricht und daher unnötige Regelimpulse vermieden werden. Wenn nämlich die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen dem Hebelarm 4 und der Kontaktgabel 5 nicht so groß ist daß während eines Umlaufs des rotierenden Armes 22 der Kontaktweg zwischen dem. Arm 4 und der Gabel 5 durchlaufen ist, so kann kein Kontaktschluß zustande kommen, weil unter dem Einfluß des Armes 22 vorher die magnetische Kupplung 3 gelüftet wird und der Kontaktarm 4 unter der Wirkung der Feder 28 gegenüber der Gabel 5 seine Ruhelage einnimmt. Die Umlaufgeschwindigkeit des Arrnes 22 und damit die Grenze, bei der der Regler anspricht; kann durch Veränderung der Geschwindigkeit des Motors 25 geändert werden.
  • Für das weitere Verständnis der Wirkungsweise des Ausführungsbeispiels ist es notwendig, darauf hinzuweisen, daß der Winkel, den der Kontaktarm 22 nach dem Unterbrechen der Kontakte 27 durchläuft und der in der Figur beispielsweise durch den Pfeil29 bezeichnet ist, der Differenz zwischen Ist- und Sollwert umgekehrt prc,-portional ist, und zwar aus folgendem Grunde: Da der Arm 22 mit konstanter Geschwindigkeit umläuft, so ist der Winkel, den dieser Arm vom Beginn der durch das Schließen der Kontakte 12, 13 eingeleiteten Vergleichsperiode (Schließen der Kupplung 3) bis zum Ansprechen der Vergleichsanordnung zurücklegt, ein Maß für die Zeitdauer, die der Kontaktarm 4, zum Durchlaufen des Kontaktweges benötigt. Diese Zeitdauer ist umgekehrt proportional der Differenz zwischen Ist-und Sollwert, und es ist daher auch der durch den Pfeil 29 bezeichnete Winkel ebenfalls umgekehrt proportional der Differenz zwischen Ist- und Sollwert.
  • Um eine konstante Regelgeschwindigkeit zu erhalten, muß man bei Reglern der 'in der Fig.4 dargestellten Art dafür sorgen, daß bei rascher Aufeinanderfolge der Regelimpulse, d. h. bei einer großen Differenz zwischen Ist- und Sollwert, die Dauer, während der der Motor 20 umläuft, klein, also umgekehrt proportional der Differenz zwischen Ist- und Sollwert ist. Die Abhängigkeit der Regelgeschwindigkeit für diesen Fall ist in Fig. 5 schematisch dargestellt. Mit Hilfe der Vorrichtung 21 läßt sich dies in einfacher Weise erreichen. Wie weiter oben erläutert ist, ist nämlich der Winkel, der durch den Arm 22 vom Beginn der Vergleichsperiode bis zum Ansprechen des Reglers durchlaufen ist (Pfeil 29), umgekehrt proportional der Differenz zwischen Ist- und Sollwert. Wenn man daher nach dem Ansprechen der Vergleichsanordnung den Arm in umgekehrter Richtung mit konstanter Geschwindigkeit laufen läßt, so ist die Zeit, die er vom Beginn der Umkehr seiner Drehrichtung bis zum Öffnen des Kontaktpaares 27 benötigt oder, mit ,anderen Worten, die er zum Durchlaufen des Winkels 29 in entgegengesetzter Richtung benötigt, umgekehrt proportional dir Differenz zwischen Ist- und Sollwert. Da durch öffnen der Kontakte 27 die Anordnung in die Ruhelage geführt und auch der Motor 2o stillgesetzt wird, so wird dadurch erreicht, daß die Dauer, während der der Motor 20 durch jeden Regelimpuls in Umlauf versetzt wird, umgekehrt proportional der Differenz zwischen Ist- und Sollwert ist. Dies ist aber, wie oben erläutert, die Bedingung dafür, daß die mittlere Regelgeschwindigkeit konstant ist. Eine Umkehr der Drehrichtung des Armes 22 beim Ansprechen der Vergleichsanordnung kann man mit Hilfe der in Fig. 4 dargestellten Vorrichtung2r leicht erreichen, wenn man mit Hilfe der Relais 14 und 15 durch die Kontakte 30 und 31 den Stromkreis für den Rückstellmotor 32 steuert, dessen L?ntlaufgescltwindigkeit zweckmäßig durch den Widerstand 33 eingestellt werden kann. Die Umlaufrichtung und Drehgeschwindigkeit dieses Motors ist so gewählt, daß er imstande ist, den Arm 22 entgegen seiner bisherigen Drehrichtung zu bewegen; sobald einer der Kontakte 30 oder 31 geschlossen wird. Wenn nach der Umkehr der Drehrichtung der Arm 22 den Kontakt 27 trennt, so werden die Haltestromkreise für die Relais S und 9 unterbrochen und die gesamte Anordnung in die Ruhelage geführt.
  • Die Regelgeschwindigkeit soll in Abhängigkeit von der Differenz D zwischen Ist- und Sollgeschwindigkeit den in der Fig. 6 dargestellten Verlauf nehmen, und zwar soll sie sich unterhalb der mit K bezeichneten Differenz zwischen Ist-'und Sollwert nach der Linie 37 stetig mit dieser Differenz ändern, während sie oberltalbvon K auf einem bestimmten Wert konstant gehalten wird. Der konstante Teil ist durch die Linie 35 dargestellt. Dieser Verlauf wird durch die Vorrichtung 21 wie folgt erreicht: Wie weiter oben bewiesen wurde, ist der Winkel, den der Arm 22 vom Beginn "der Vergleichsperiode periodisch bis zum Ansprechen der Vergleichsanordnung zurücklegt (Pfeil 29), der Differenz zwischen Ist- und Sollwert umgekehrt proportional. Der übrigbleibende Winkel, der durch den Pfeil 36 bezeichnet ist, entspricht daher der Differenz zwischen Ist- und Sollwert. Wenn man daher nach dem Ansprechen der Regelvorrichtung die Drehrichtung des Armes 22 nicht umkehrt, so ist die Zeit, die nach dem Ansprechen der Regelanordnung bis zum iüffnen des Kontaktpaares 27, d. h. bis zur Stillsetzung des Motors 2o vergeht, oder mit anderen Worten, es ist dann die Laufdauer des Motors 2o proportional der Differenz zwischen Ist- und Sollwert. Bei kleinen Differenzen zwischen Ist- und Sollwert läuft daher der Motor 2o kurze Zeit, bei großen Differenzen dagegen während längerer Zeit. Es wird dadurch die gewünschte Abhängigkeit zwischen der Laufdauer des Motors 20 und der Differenz zwischen Ist-und Sollwert herbeigeführt. Im allgemeinen wird es zweckmäßig sein, nach dem Ansprechen der Regelanordnung die Geschwindigkeit des Armes 22 zu erhöhen.
  • Um bei der in Fig.4 mit 21 bezeichndten Vorrichtung von einer bestimmten Differenz zwischen Soll- und Istwert an den Arm 22 beim Ansprechen der Regelanordnung in der gleichen Richtung aber gegebenenfalls mit veränderter Geschwindigkeit laufen zu lassen, ist in der Bahn des umlaufenden Armes 22 ein verstellbarer Kontakt 39 angeordnet. Da der Winkel, den der Arm 22 vom Kontaktpaar 27 bis zum Kontakt 39 durchlaufen muß, umgekehrt proportional der Differenz zwischen Ist- und Sollwert ist, d. h. also, daß der Kontakt 39 nur vom Arm 22 erreicht wird, wenn die Differenz zwischen Ist-und Sollwert über einen diesem Winkel entsprechenden Betrag liegt, so kann man mit Hilfe des Kontaktes 39 die Einrichtung derart beeinflussen, daß nach dem Erreichen des Kontaktes 39 die Drehrichtung des Armes 22 nicht geändert wird, wenn die Vergleichsanordnung anspricht. Zu diesem Zweck ist der Kontakt 39 mit einem Relais 40 in Reihe geschaltet, welches mit einem Selbsthaltekontakt 41 ausgerüstet ist. Das Relais ist mit einem Doppelumschaltkontakt versehen, durch welchen nach dem Ansprechen des Relais an Stelle des Motors 32 der Motor 42 eingeschaltet wird, dessen Geschwindigkeit zweckmäßig durch den Widerstand 43 regelbar ist.
  • Die Anordnung arbeitet nun in der Weise, daß beim Überschreiten einer bestimmten Differenz zwischen Ist- und Sollwert, deren Größe durch Verändern der Lage des Kontaktes 39 eingestellt werden kann, beim Ansprechen der Regelanordnung die Drehrichtung des Armes 22 umgekehrt wird, während die Drehrichtung beibehalten wird, wenn diese Differenz zwischen Ist- und Sollwert nicht erreicht wird. Da die Zeitdauer, wäh; rend der der Motor 2o umläuft, mit der Laufzeit übereinstimmt, die der Arm 22 benötigt, um nach dem Ansprechen der Vergleichsanordnung in Richtung des Pfeiles 34 das Kontaktpaar 27 zu erreichen, und diese Laufzeit von der Umdrehungsgeschwindigkeit des Armes 22 in Richtung des Pfeiles 34 abhängt und diese Geschwindigkeit der Umlaufgeschwindigkeit des Motors 32 entspricht, so kann man durch Verändern der Umlaufgeschwindigkeit dieses Motors die Größe der konstanten Regelgeschwindigkeit einstellen. Diese Geschwindigkeit ist in Fig.6 mit P bezeichnet. Da die Zeit, welche der Arm 22 nach dem Schließen des Kontaktes 39 in Richtung des Pfeiles.45 bis zum öffnen des Kontaktpaares 27, d. h. bis zum Stillsetzen des Motors 20 benötigt, von der Umlaufgeschwindigkeit des Motors 42 abhängt, so kann man durch Regeln der Geschwindigkeit dieses Motors die Form der Kurve 37 (Fig. 6) verändern, man kann ihr beispielsweise die durch die strichpunktierte Linie 37' dargestellte Form geben. 'Für die Grenze, an der die Regelgeschwindigkeit von der Kurve 37 auf die Linie 35 springt, ist, wie bereits erwähnt, die Lage des Kontaktes 39 maßgebend. Durch Verschieben des Kontaktes längs der Bahn des ArmE's 22 kann also die Differenz zwischen Ist- und Sollwert, bei der sich die Regelgeschwindigkeit sprunghaft ändert, beliebig eingestellt werden.
  • Der in Fig. 6 mit G bezeichnete Wert der Differenz zwischen Ist- und Sollwert, unterhalb welchem -die Regelanordnung überhaupt nicht arbeitet, ist abhängig von der Geschwindigkeit, die dem Arm 22 durch den Motor 25 erteilt wird, und entspricht der Zeitdauer, die zwischen dem periodischen Öffnen des Kontaktpaares 27, liegt, falls innerhalb dieser Zeit die Vergleichsanordnung nicht angesprochen hat.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung sei im folgenden die Wirkungsweise der Anordnung erstens für den Fall beschrieben, daß die Abweichung zwischen Ist- und Sollwert gering und zweitens daß die Abweichung zwischen Ist- und Sollwert groß ist. Es sei angenommen, daß durch den entgegen dem Uhrzeigersinn umlaufenden Arm 22 durch Öffnen der Kontakte 27 die gesamte Anordnung in die Ruhelage geführt ist und auch die Kupplung 3 gelöst wurde. Sobald die Kontakte 27 geschlossen sind, wird die Kupplung 3 erregt, und es beginnt der "Vergleich zwischen Ist- und Sollwert. Es sei angenommen, daß der Kontaktarm 4 zum Durchlaufen des Kontaktweges eine so große Zeit benötigt, daß der rotierende Arm 2a die durch die Linie 44 dargestellte Lage erreicht hat. Der Hebelarm 22 hat dabei kurzzeitig den Kontakt 39 geschlossen, so daß das Relais 40 erregt wurde, das sich über den SelbsthaltekOntakt 41 hält. Dadurch wurde der Stromkreis des Motors 42 vorbereitet. Es sei angenommen, daß nun durch Schließen eines Kontaktes an der Vergleichsanordnung das Relais 8 erregt wird. Dieses Relais zieht seinen Anker an und schließt damit den Selbsthaltekontakt zo sowie den Kontakt 12, durch welchen das Steuerrelais 14 erregt wird. Dieses Relais zieht ebenfalls seinen Anker an und öffnet den Kontakt 16, der im Stromkreis der Magnetkupplung 3 liegt. Durch Lüften dieser Kupplung wird die Vergleichsanordnung in die Nullage geführt und bleibt zunächst für die Dauer, während der der durch den Kontakt 18 eingeschaltete Motor 2o die Regelgröße verstellt, in dieser Nullage. Durch den" Kontakt 3o wird der durch das Relais 40 vorbereitete Stromkreis zum Motor 42 geschlossen und dadurch dem Arm 22 eine Zusatzgeschwindigkeit erteilt. Sobald der Arm 22 wieder die Kontakte 27 öffnet, wird die Gesamtanlage wieder in die Ruhelage geführt. Wenn man annimmt, daß durch den beschriebenen Vorgang die Differenz zwischen Ist- und Sollwert wohl verringert, aber noch nicht aufgehoben wird, -so wird bei dem nun folgenden Regelvorgang, der sich in der gleichen Weise abspielt, der Arm 22 beispielsweise die durch die Linie 46 gekennzeichnete Lage Beinnehmen. Da der Winkel, den der Arm 22 nun nach dem Ansprechen der Vergleichsanordnung durchläuft, kleiner ist als beim vorangehenden Regelvorgang, so ist die Zeit, die zwischen dem Ansprechen der Vergleichsanordnung und dem Öffnen der Kontakte 27 liegt, kleiner, d. h. also die Laufdauer des Verstellmotors 20 ist kürzer.
  • Wenn die Differenz zwischen Ist- und Sollwert so groß ist, daß beim Ansprechen der Vergleichsanordnung der Kontaktarm 22 den Kontakt 39 noch nicht berührt hat, so wird einer der Kontakte 30 oder 31 geschlossen, bevor noch das Relais 40 umschalten konnte. Es wird daher an Stelle des Motors 42, der Motor 32 in Gang gesetzt, der den Arm 22 nun in umgekehrtem Sinne umlaufen läßt. Wie bereits früher beschrieben, ist dann die Laufdauer des Verstellmotors umgekehrt proportional der Differenz zwischen Ist- und Sollwert. Im übrigen arbeitet die Anordnung in der gleichen Weise, wie bereits. beschrieben.
  • Bei dem in Fig.4 dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung beginnt die neue Vergleichsperiode erst, nachdem der Verstellmotor 20 durch Öffnen des Kontaktpaares 27 stillgesetzt worden ist, denn erst dann wird die magnetische Kupplung 3 wieder eingeschaltet.
  • In Fig. 8 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, bei dem nach dem Ansprechen der Vergleichsanordnung t sofort eine neue Vergleichsperiode einsetzt. Die mit der Fig.4 übereinstimmenden Teile der Fig. 8 tragen die gleichen Zahlen. Zur periodischen Lüftung der Kupplung 3 bei der Anordnung nach Fig. 8 dient das als Nockenscheibe 5o ausgebildete Schaltorgan, welches bei seiner Bewegung in der Richtung des Pfeiles 51 nacheinander das Kontaktpaar 127 öffnet und das Kontaktpaar 139 schließt. Das Kontaktpaar i27 entspricht dem Kontaktpaar 27, das Kontaktpaar 139 entspricht dem Kontaktpaar 39 nach Fig. 4. Die Nackenscheibe 5o besteht aus zwei gegeneinander verdrehbaren Teilen; die je einen Nocken tragen. Durch Verdrehung der beiden Scheiben kann der Abstand zwischen den Nocken eingestellt werden. Die Nockenscheibe 5o wird durch den -Motor 25 mit konstanter Geschwindigkeit mit Hilfe des Sperrades 52 und der Feder 53 angetrieben. Bei jeder Umdrehung der Nockenscheibe wird das Kontaktpaar 127 einmal geöffnet und dadurch die Kupplung 3 gelüftet, so daß die Vergleichsanordnung in die Ruhelage geht. Während bei der Einrichtung nach Fig.4 beim Ansprechen der Vergleichsanordnung dem Hebelarm 22, dessen Funktion der Nockelischeibe ;o nach Fig. 8 entspricht, eine Zusatzgeschwindigkeit erteilt wurde, derart, daß in einer der Differenz zwischen Ist- und Sollwert entsprechenden Zeit das Kontaktpaar 27 geöffnet und damit die Regelanordnung in die Ruhelage gebracht wurde, wird leim Ansprechen der Vergleichsanordnung bei der Einrichtung nach Fig. 8 die Nockenscheibe ;o festgebremst, dagegen aber die den Kontaktpaaren 27 und 39 entsprechenden Kontaktpaare 1-27 und 139 in Umlauf versetzt. Wenn die Differenz zwischen Ist- und Sollwert einen bestimmten Betrag überschreitet und daher die Zeit, welche vom Beginn der Vergleichsperiode bis zum Ansprechen der Vergleichsanordnung vergeht, unterhalb eines gewissen Wertes liegt. der durch den Winkel zwischen den Nocken 55 und 61 bestimmt ist, so werden beim Ansprechen der Vergleichsanordnung die Kontaktpaare 127 und 139 in Richtung des Pfeiles 51 verdreht. Spricht die Vergleichsanordnung aber erst an, wenn bereits das Kontaktpaar 139 durch den Nocken 55 geschlossen wurde, so «-erden die Kontaktpaare 127 und 139 entgegen der Richtung des Pfeiles 51 verdreht. In dein zuerst erwähnten Fall ist die Zeitdauer, während der der Motor 2o Strom erhält, aus den bereits hei der Beschreibung der Fig. 4 erwä hiiten Gründen der Differenz zwischen Ist- und Sollwert umgekehrt proportional. Wenn dagegen das ILontaktpaar 139 geschlossen «-orden ist, so ,viird in der gleichen Weise wie durch das Kontaktpaar 39 nach Fig. 4 an Stelle des Motors 3,2 der 'Motor 42 eingeschaltet, der die Kontaktpaare 127 und 139 entgegen der Richtung des Pfeiles 51 umlaufen läßt. Damit nach dein Ansprechen der Vergleichsanordnung und Lösen der Kupplung 3 mit Hilfe der Kontakte 16 bzw. 17 die neue Vergleichsperiode sofort «-feder eingeleitet wird, ist das Verzögerungsrelais 56 vorgesehen, das im Stromkreis der Kontakte 57, 58 liegt. Die Stromzufuhr zu den Stromkreisen der Kontakte ih, 17, 57 und 58 führt über die Kontakte des Relais Co, (las vom Kontaktgeber 127 gesteuert wird. Sobald dieses Kontaktpaar durch den Nocken 61 unterbrochen wird, läßt das Relais 6o seinen Anker fallen und öffnet den Stromkreis der Magnetkupplung 3 und des Relais 56. Durch das kurzzeitige Lüften der Kupplung 3 wird eine neue Vergleichsperiode eingeleitet.
  • Wenn innerhalb der Vergleichsperiode jedoch der Regler zum Ansprechen gebracht «-orden ist, so werden nach dem Ansprechen des Reglers sowohl die Kontakte 16 und 57 bzw. 17 und 58 geöffnet und danrit die Vergleichsanordnung in die Ruhelage geführt. Eine kurze Zeit nach dem Ansprechen des Reglers läßt aber das Verzögerungsrelais 56 seinen Anker los und schließt damit einen Überbrückttngsstronikreis für die Kontakte 16 und 17. Es wird dadurch die Kupplung 3 wieder erregt, und die \'erglciclisperiode läuft von neuem. Da beim Ansprechen des Reglers die Nockenscheibe 50 mit Hilfe des Elektromagneten 62 festgebremst wurde, so ist eine Zeitmessung mit Hilfe dieser Nockenscheibe nicht mehr durchführbar. Als Zeitmaß wird jetzt die Verdrehung des Sperrades 52 verwendet. Dieses verdreht sich gegenüber der Nockenscheibe und spannt dadurch die Feder 53. Sobald nun der Regelvorgang dadurch beendet worden ist, daß das Kontaktpaar 127 mit dem Nocken 61 in Berührung gekommen ist, wird auch die Bremse 62 gelüftet, so daß nunmehr die Nockenscheibe 5o unter dem Einfluß der Feder 53 in die jeweilige Lage des Sperrades 52 springt. Es wird also ge= wisserinaßen die Nockenscheibe 5o nachträglich auf den Wert eingestellt, den sie einnehmen würde, wenn ihre Bewegung nicht durch die Bremse 6 2 gehemmt worden wäre.
  • Die Anordnung arbeitet nun in folgender Weise Es sei angenommen, daß durch den Nocken 61 das Kontaktpaar 127 eben geöffnet worden ist. Durch dieses Öffnen werden die Haltestromkreise für die Relais 8, 9 und 40 unterbrochen. Ferner wird <las Relais 6o während der Unterbrechung des Kontaktpaares 127 stromlos. Die Unterbrechung der Haltestromkreise der Relais 8 und 9 hat zur Folge, daß <las Relais 14 bzw. 15 seinen Anker fallen läßt und dadurch der Motor 20 stillgesetzt wird. Ferner läßt das Relais 4ö seinen Anker fallen, sofern er während der vorhergehenden Vergleichsperiode angezogen worden ist. Durch die Unterbrechung des Stromkreises des Relais 6o wird der Stromkreis der magnetischen Kupplung 3 sowie des Verzögerungsrelais ;(i unterbrochen. Die Verzögerung dieses Relais ist aber so groß, daß es w iilirend der kurzzeitigen Unterbrechung des Kontaktpaares 127 noch nicht seinen Anker fallen lassen kann. Durch das Unterbrechen des Kontaktpaares 127 ist also die ganze Regelanordnung in die Ruhelage geführt worden. Sobald der Nocken 61 das Kontaktpaar 127 verlassen hat, so daß die Kontakte wieder einander berühren, wird dem Relais 6o wieder Strom zugeführt. Dieses Relais zieht seinen Anker an. Dadurch erhält die Kupplung 3 sowie das Verzögerungsrelais 56 wieder Strom. Durch das Erregen der Kupplung wird eine Vergleichsperiode ieingeleitet. ' Es sei angenommen, daß die Vergleichsanordnung einen ihrer Kontakte schließt, wenn der Nocken 61 die in der Figur dargestellte Lage erreicht hat. Durch das Schließen eines der Kontakte der Vergleichsanordnung i ist eines der Relais 8 oder 9, z. B. das Relais 8, erregt worden. Es hält sich selbst über den Haltekontakt io und schließt den Kontakt des Steuerrelais 1q.. Dieses Relais zieht seinen@Anker an und setzt dadurch den Tourenverstellmotor 2o in Umlauf. Durch dieses Relais wird gleichzeitig mit Hilfe des Kontaktes 3o die Wiciclung der Bremse 62 erregt und über den unteren. Kontakt des Relais q.o dem Motor 32 Strom zugeführt. Ferner wird der Kontakt 16 geöffnet, so daß der Stromkreis zur Magnetkupplung 3 unterbrochen wird. Ferner wird der Kontakt 57 geöffnet und dadurch das Verzögerungsrelais 56 stromlos. Nach einer bestimmten Zeit fällt der Anker dieses Relais jedoch ab und schließt den Kontakt 59, über welchen nunmehr die Magnetkupplung 3 wieder Strom erhält, so daß der Vergleichsvorgang von neuem beginnt.
  • Durch das Erregen der Bremse 62 wird die Nockenscheibe 50 festgebremst. Die Sperrscheibe 52 bewegt sich nun gegenüber der Nockenscheibe in Richtung des Pfeiles 5i. Der Verdrehungswinkel gegenüber der Nockenscheibe ist dann der Zeit proportional, die seit dem Ansprechen des Reglers vergeht. Da diese Zeit, sich nur um die Verzögerungszeit des Relais 56 von der Zeit unterscheidet, die seit Beginn (Schließen der Kupplung 3) der neuen Vergleichsperiode vergeht, so ist der Verdrehungswinkel der Nockenscheibe mit genügender Genauigkeit auch der Zeitdauer proportional, .während der ein neuer Vergleich zwischen Ist- und Sollwert stattfindet.
  • Nach dem Ingangsetzen des Motors 32 mit Hilfe des Kontaktes 3o des Relais 14 bewegen sich die Kontaktpaare 127 und 139 im Sinne des Pfeiles 51 -und durchlaufen den Winkel, den die Nockenscheibe vom -Beginn der Vergleichsperiode bis zum Ansprechen des Reglers zurückgelegt hatte. Die Zeitdauer, die die Kontakte zum Durchlaufen der Wegstrecke brauchen, ist daher umgekehrt proportional der Differenz zwischen Ist- und Sollwert. Sobald nun das Kontaktpaar 127 gegen den Nocken 61 läuft und die Kontakte geöffnet werden, wird der Haltestromkreis für das Relais 8 stromlos. Dadurch wird der Kontakt 12 unterbrochen, und das Steuerrelais 14 läßt seinen Anker fallen. Dadurch wird der .Motor 2o stillgesetzt. Außerdem wird der Kontakt 30 geöffnet, so daß der durch den Motor 32 und die Magnetbremse 62 fließende Strom unterbrochen wird: Die Bewegung der Kontaktpaare 127 und 139 hört damit auf. Durch das Lüften der Bremse 62. schnappt nun unter dein Einfluß der Feder 53 die Nockenscheibe 5o in die Stellung, die inzwischen die Sperrscheibe 52 eingenommen hat. Dadurch wird die Lage der, Nockenscheibe 5o gewissermaßen korrigiert, so daß ihre Stellung gegenüber der Lage der Kontaktpaare 127 und 137 der Zeitdauer entspricht, die seit dem letzten Ansprechen der Vergleichsanordnung vergangen ist, denn die Lage der Kontaktpaare 127 und 139 stimmt nun mit der Lage der Nockenscheibe 5o überein, in der sie beim Ansprechen der Vergleichsanordnung durch die Bremse 62 festgehalten wurde. Sobald die Vergleichsanordnung von neuem anspricht, arbeitet die gesamte Anordnung in der gleichen Weise.
  • Wenn die Differenz zwischen Ist- und Sollwert klein ist, so wird vor dem Ansprechen des Reglers das Kontaktpaar 139 durch den Nocken 55 geschlossen und damit das. Relais 4o erregt. Dieses schaltet nun an Stelle des Motors 32 den Motor 4.2 in den Stromkreis des Kontaktes 30.
  • Wenn nun die Vergleichsanordnung anspricht, so verläuft der Schaltvorgang in der gleichen Weise, wie bisher beschrieben, nur mit dem Unterschied, daß an Stelle des Motors 32 nun der Motor .42 in Gang gesetzt wird und daß die Kontaktpaare 127, 139 nicht. in Richtung des Pfeiles 51, sondern entgegen der Richtung des Pfeiles 51 verdreht werden. Diese Bewegung entspricht der Erhöhung der Drehgeschwindigkeit des Armes 22 in Richtung des Pfeiles 45 bei der Einrichtung nach Fig. q.. Durch Öffnen des Kontaktpaares 127 durch den Nocken 61 wird die gesamte Anordnung wieder in die Ausgangslage zurückgeführt.
  • Die Form des Verlaufs der Regelgeschwindigkeit kann durch Verändern der Drehgeschwindigkeit der Motoren 32 und 42 in der gleichen Weise eingestellt werden wie bei der Einrichtung nach Fig. q.. Die zulässige Abweichung zwischen Ist- und Sollwert, bei der der Regler noch nicht anspricht, kann durch Beeinflussung der Drehgeschwindigkeit des Motors 25 verändert werden. Dadurch, daß man die Umlaufgeschwindigkeit der Motoren 32 bzw. .12 abhängig von der Differenz zwischen Ist- und Sollwert macht, indem man beispielsweise in der Bahn des Armes 22 weitere Kontakte anordnet, bei deren Ansprechen Widerstände in die Stromkreise der :Motoren ein- bzw. ausgeschaltet werden, kann man die Abhängigkeit, in der die Regelgeschwindigkeit bzw. -mittlere Regelgeschwindigkeit von der Differenz zwischen Ist- und Sollwert besteht, in weiten Grenzen beeinflussen. Man kann beispielsweise den durch die in Fig.7 eingezeichnete Kurve dargestellten Verlauf erteilen. Den mit 46 bezeichneten Teil der Kurve kann man beispielsweise erhalten, wenn man die Umlaufgeschwindigkeit des Motors .I2 von einer gewissen Differenz zwischen Ist- und Sollwert an ändert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Einrichtung zur Verminderung der Empfindlichkeit von Reglern, bei denen eine dem Istwert der zu regelnden Größe entsprechende Geschwindigkeit mit einer dem Sollwert der zu regelnden Größe entsprechenden Geschwindigkeit verglichen und der Unterschied der von den Vergleichsgliedern zurückgelegten Wege periodisch aufgehoben wird, nach Patent 568 .I42, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltorgan (z2), das die Vergleichsglieder periodisch in die Nullage bringt, auch den Regelvorgang beendigt. Einrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltorgan (22) zur Beendigung des Regelvorganges und Rückstellung der Vergleichsglieder in die Nullage umlaufend ausgebildet ist, und daß seine Umlaufgeschwindigkeit gegenüber der zugehörigen Kontaktanordnung beim Ansprechen der Vergleichsanordnung erhöht wird. 3. Einrichtung nach Anspruch :2, dadurch gekennzeichnet, daß sich beim Überschreiten einer bestimmten. Differenz zwischen Ist- und Sollwert die Drehrichtung des umlaufenden Armes gegenüber der zugehörigen Kontakteinrichtung beim Ansprechen der Vergleichsanordnung umkehrt. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb einer bestimmten Differenz zwischen Ist- und Sollwert die Umlaufgeschwindigkeit des Armes gegenüber der zugehörigen Kontaktanordnung erhöht wird. 5. Einrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß als Maß für eine bestimmte Differenz zwischen Ist-und Sollwert der Verdrehungswinkel des umlaufenden Schaltgliedes dient, den dieses Schaltglied vom Beginn bis zum Ende der Vergleichsperiode (Ansprechen der Vergleichsanordnung) durchläuft. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang der Bahn des beweglichen Schaltorgans eine Kontaktvorrichtung vorgesehen ist; die von diesem Schaltorgan gesteuert wird und welche einen Stromkreis vorbereitet, welcher die dem umlaufenden Schaltorgan beim Ansprechen des Reglers zu erteilende Zttsatzgescpwindigkeit nach Größe und Richtung bestimmt. 7. Einrichtung nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar nach dem Ansprechen der Vergleichsanordnung der Vergleich zwischen Ist-und Sollwert von neuem wieder eingeleitet wird. B. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit einer Antriebsvorrichtung federnd gekuppeltes Schaltorgan (Arm, Nockenscheibe 5o), welches die Laufdauer des Verstellmotors begrenzt, beim Ansprechen der Vergleichsanordnung festgebremst und die zugehörige Kontaktanordnung gegenüber dem Schaltorgan so lange in Bewegung gesetzt wird, bis das Schaltorgan mit der Kontaktanordnung in Berührung kommt und die Stromzufuhr zum Verstellmotor unterbricht.
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