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Schutzvorrichtung gegen Brandbomben Gegenstand der Erfindung ist eine
Schutzvorrichtung zum Auffangen von Brandbomben in Gebäuden, z. B. auf den Böden
von Wohnhäusern.
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Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, deal ganzen Fußboden des Speichers
oder ähnlicher oben gelegener Räume oder mindestens den am meisten gefährdeten Teil
des Raumes mit in besonderen Gestellen aufgehängten, mit Sand gefüllten Trichtern
zu 'bedecken, die an sich .aus beliebigem Werkstoff, zweckmäßig .aus nachgiebigem
Stoff, z. B. Segelleinwand, bestehen.
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Die Trichtergestelle sind leicht zusammenklappbar oder auseinandernehmhar
ausgebildet, so daß bei Nichtbenutzung die Sandbehälter nebst den Gestellen im zusammengeklappten
Zustand einen verhältnismäßig geringen Platz einnehmen und z. B. in einer Ecke des
zu schützenden Raumes aufbewahrt werden, so daß der Raum in seiner normalen Gebrauchsfähigkeit
nicht beeinträchtigt wird.
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Die klappbaren Gestelle können auch so ausgebildet sein, daß sie zur
Aufnahme mehrerer Sandtrichter oder Sandsäcke gleichzeitig dienen.
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Die Trichterform der Sandschutzbehälter bietet den Vorteil, daß die
in ihnen aufgefangenen leichten Brandbomben in einer verhältnismäßig tiefen Sandmasse
aufgenommen werden, und daß die Fläche des geringsten Widerstandes, nämlich die
freie Oberfläche _ des Sandes, verhältnismäßig groß ist, so daß bei Explosionen
der Bombe, wodurch der Sand nach oben herausgeschleudert wird, der Behälter selbst
aber nicht erheblich beschädigt wird. Der Füllsand kann mit die Wirkung des Brandsatzes
der Bombe abschwächenden Chemikalien usw. imprägniert sein.
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In der Zeichnung ist .eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
beispielsweise dargestellt.
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Abb. i zeigt ein Gestell mit Sandtrichtern in Seitenansicht, Abb.2
einen Grundriß.
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Abb.3 läßt in schematischer Übersicht die Anordnung der Schutztrichter
auf dem Fußbodeneines Bodenraumes erkennen, während Abb.4 im einzelnen die Befestigung
der Trichter am Gestell und Abb.5 eine Einzelheit des Erfindungsgegenstandes angibt.
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Abb. 6 zeigt eine besondere Anordnung der Querverbindungen des Gestells.
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In Abb. i bezeichnen i, 2, 3 Stäbe, die z. B. aus Metall bestehen
und durch Gelenke 4, 5, 6 miteinander verbunden sind. Diese Stäbe bilden ein nach
Art einer Nürnberger Schere zusammenklappbares und ausziehbares Gestell. Sie sind
gemäß Abb. 2 auf beiden Seiten der Sandtrichter angeordnet. Die Endstäbe i und 7
sind noch durch Querstäbe 8, 9 miteinander verbunden, so daß das ausziehbare Gestell
in der Querrichtung genügend versteift ist. Die Querstäbe 8, 9 können auch gemäß
Abb. 6 gelenkig miteinander und mit den Längsstäben i bzw. 7 verbunden sein, so
daß sich das Gestell z. B. nach Lösen
eines Gelenks 9a auch in der
Querrichtung wie in der Längsrichtung zusammenklappen läßt. Die Gestelle sind gemäß
Abb. q. mit Haken i o, I I oder ähnlichen zur Befestigung der Sandtrichter
dienenden Vorsprüngen vea:-sehen, an denen die Trichter 12,13 mit Hilfe von vorstehenden
Leisten oder Rändern 14, 15 und an diesen angeordneten Löchern 16, 17 aufgehängt
sind. Die Trichter ragen über die Haken und Gestelle hinaus, so daß ihre oberen
Ränder bei 18 dicht zusammenliegen.
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Die Trichter werden bei Ingebrauchnahme nach Aufstellung der Gestelle
bis zum Rand mit Sand gefüllt.
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Abb.5 zeigt einen Bodenraum, bei welchem die ganze Fläche mit derartigen
Trichtergestellan i9, 2o ausgesetzt und geschützt ist. Gegebenenfalls kann auch
das Treppenhaus 21 oder wenigstens der obere Teil desselben sowie der Treppenpodest
22 in ähnlicher Weise mit Schutztrichtern versehen sein.
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Die beschriebene Schutzvorrichtung kann mannigfach im Rahmen der Erfindung
ausgestaltet sein. So kann man z. B. an Stelle von Trichtern, die aus biegsamem
Werkstoff bestehen, auch z. B. aus Metall bestehende "Trichter anwenden, die bei
Nichtgebrauch aus den Gestellen ausgehängt und übereinandergesetztwerden. Anstatt
zusammenklappbarer Gestelle kann man auch feste Gestelle verwenden :oder solche,
die aus auseinandernehmbaren Einzelteilen zusammengesetzt, z. B. zusammengesteckt
werden, so daß ihre Aufstellung ebenfalls wenig Zeit in Anspruch nimmt, während
sie andererseits in auseinandergenommenem Zustand nur wenig Platz beanspruchen.
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:Die Abmessungen des Gestells wie der eingehängten Säcke sind beliebig.
An Stelle der Trichter kann man auch netzförmige Behälter anordnen, in denen mehrere
Sandsäcke untergebracht sind.
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Ferner können die Trichter auch, wie in Abb.5 gezeigt, mit einem erhöhten
oberen Randtei123 versehen sein, so daß über dem trichterförmigen Sandkasten noch
eine stärkere Sandauflage möglich ist.