DE649202C - Verfahren zur Gewinnung von oestrogenen Stoffen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von oestrogenen Stoffen

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DE649202C
DE649202C DESCH101439D DESC101439D DE649202C DE 649202 C DE649202 C DE 649202C DE SCH101439 D DESCH101439 D DE SCH101439D DE SC101439 D DESC101439 D DE SC101439D DE 649202 C DE649202 C DE 649202C
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estrogenic substances
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estrogenic
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K36/00Medicinal preparations of undetermined constitution containing material from algae, lichens, fungi or plants, or derivatives thereof, e.g. traditional herbal medicines
    • A61K36/18Magnoliophyta (angiosperms)
    • A61K36/185Magnoliopsida (dicotyledons)
    • A61K36/48Fabaceae or Leguminosae (Pea or Legume family); Caesalpiniaceae; Mimosaceae; Papilionaceae

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Description

  • Verfahren zur Gewinnung von östrogenen Stoffen In der Literatur finden sich Angaben über Follikelhormonzubereitungen, die ihre volle Wirkung nur bei parenteraler Zufuhr entfalten. Über die Wirksamkeit bei peroraler Darreichung gehen die Meinungen auseinander, doch wird durchwegs eine meist bedeutende Abschwächung der Wirksamkeit angegeben. Z. B. findet Loewe (Deutsche Medizinische Wochenschrift, 1926, Nr.8) ein Verhältnis der subcutanen zur peroralen Wirksamkeit wie i ::2o, L a q u e r (Klinische Wochenschrift; 1926, Nr. d) ein Verhältnis i : Zoo, B an t i (Ref. Südamerikanische Endokrinologie, 1929, 12, 9) ein Verhältnis i ::24, Schoeller, Dohrn, Hohlweg (Medizinisches Journal Recueil, 1930, S. 487) im günstigsten Falle i : 4.
  • Es wurde nun gefunden, daß es gelingt, östrogene Stoffe mit ausgezeichneter peroraler Wirksamkeit in großen Mengen zu gewinnen, wenn man als Ausgangsmaterial gewisse Arten tropischer Leguminosen, nämlich Pflanzen der Gattung Butea, wie sie in Siam unter dem Namen Kwao Kua bekannt sind, verwendet. Besonders die mit Knollen versehenen Wurzeln dieser Pflanzen sind reich an pro os .gut wirksamen östrogenen Stoffen. Das ist von größter wirtschaftlicher und technischer Bedeutung. Es war bisher nicht möglich, bestimmte therapeutische Maßnahmen, zu welchen große Hormonmengen (etwa ioo ooo Mäuseeinheiten) notwendig waren, durch perorale Zufuhr des Follikelhormons durchzuführen; es mußten die notwendigen Hormonmengen vielmehr in mehreren Injektionen dargereicht werden (Kaufmann, Zentralbl. f. Gynäkol. 1932, Nr. 34). Durch vorliegend es,Verfahren können nunmehr Präparate gewonnen werden, mit denen auch die. schwersten Fälle pro os zu behandeln sind.
  • Das neue Ausgangsmaterial ist so reich an den pro os wirksamen östrogenen Stoffen, daß schon z. B. durch einfache Extraktionsverfahren Präparate gewonnen werden können, die direkt in der Therapie zu verwenden sind. Als Extraktionsmittel kommen in Betracht vor allen Dingen sowohl wasserlösliche organische Lösungsmittel, wie Alkohol und Aceton, als auch wasserunlösliche Lösungsmittel, wie Chloroform u. a. m. Die erhaltenen Extrakte sind wohlriechend.
  • Nach den in den Patentschriften 517 761, 546 750 und 556 526 beschriebenen Verfahren wurden zwar bereits durch Extraktion aus Stoffen pflanzlicher Herkunft weibliche Sexualhormonpräparate, sog. Tokokinine, in geringer Menge und von peroral nur schwach östrogener Wirksamkeit hergestellt. Die schwache perorale Wirksamkeit dieser Tokokinine ist darauf zurückzuführen, daß sie, wie von B u t e n a n d t (Zeitschr. physiol. Chemie Bd. 2i8, S. 1,o4 ff) nachgewiesen wurde, dem Follikelhormon in ihren chemischen, physikalischen und physiologischen Eigenschaften entsprechen. Von diesen Tokokininen unterscheidet sich das nach dem vorliegenden Verfahren aus einem neuen Ausgangsstoff in unerwartet großer Menge erhaltene Produkt nicht nur durch seine stark perorale Wirksamkeit, sondern auch durch seine ganz andere chemische Konstitution, die
    dadurch bewiesen ist, daß es durch saure o
    alkalische Hydrolyse im Gegensatz zu .@ z
    bislang bekannten Tokokininen leicht ;
    stört wird. Auch in Hagers Handbuch
    Bd. 2 S. 4.03, und Funk, Die Vitamine, 19241 S. 176, wurde bereits die Herstellung eines Leguminosen- (Bohnen-) Extraktes beschrieben, jedoch ohne daß sich dabei wie bei Verwendung von Buteapflanzen überhaupt ein östrogener Wirkstoff isolieren ließ.
  • s Beispiel 9 kg Knollen von Butea superba werden zerschnitten, getrocknet und gepulvert. Das erhaltene Trockenpulver im Gewicht von iSoog wird mit Alkohol extrahiert. Der Alkohol wird filtriert und abgedampft. Es hinterbleibt ein Rückstand von 285g einer dunkelbraunen malzartigen Masse, die auch einen angenehmen malzartigen Geruch zeigt. Die Auswertung an der kastrierten Ratte ergibt, daß o,175 mg subcutan und 0,35 mg pro os Volloestrus erzeugen. i g Extrakt enthält daher 5700 Ratteneinheiten bei subcutaner Auswertung bzw. 285o Ratteneinheiten bei peroraler Testierung. i kg Knolle (frisch) enthält i8o ooo sul>crrtan wirksame Ratteneinheiten bzw. clo ono pro os wirksame Ratteneinheiten. Da i Ratteneinhcit etwa 5 Mäuseeinheiten entspricht, so ergeben sich c)oo ooo subcutan wirksame Mäuseeinheiten
    bzw. 450000 pro os wirksame Mäuseeinhei-
    >n pro Kilogramm.
    @@,`@'3 Zum Vergleich sei gesagt, daß Harn träch-
    'fger Stuten, der bisher als hochwertigstes
    Ausgangsmaterial für östrogen wirksame Stoffe galt, pro Kilogramm höchstens 3000 pro os wirksame Ratteneinheiten, das sind etwa 15 000 pro os wirksame Mäuseeinheiten, enthält..
  • Zur Gewinnung der östrogenen Stoffe kann man auch von geeigneten Zubereitungen oder Abfallprodukten der Leguminosen ausgehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung von östrogenen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, claß man Pflanzen der Gattung Butea, wie sie in Siarn unter dem Namen Kwao Kua bekannt sind, vornehmlich deren Knollen bzw. geeignete Zubereitungen oder Abfallprodukte - derselben als Ausgangsmaterial verwendet. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man das Ausgangsmaterial, zweckmäßig nach Zerkleinerung und Trocknung, mit wasserlöslichen oder auch wasserunlöslichen organischen Extraktionsmitteln behandelt.
DESCH101439D 1933-06-14 1933-06-14 Verfahren zur Gewinnung von oestrogenen Stoffen Expired DE649202C (de)

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