DE64784C - Rettungsgürtel - Google Patents

Rettungsgürtel

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Publication number
DE64784C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
belt
valves
cords
frame
airbag
Prior art date
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Expired
Application number
DENDAT64784D
Other languages
English (en)
Original Assignee
F. W. BÖHME und H. HOFFSÜMMER, beide in Limburg a. d. Lahn
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE64784C publication Critical patent/DE64784C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63C—LAUNCHING, HAULING-OUT, OR DRY-DOCKING OF VESSELS; LIFE-SAVING IN WATER; EQUIPMENT FOR DWELLING OR WORKING UNDER WATER; MEANS FOR SALVAGING OR SEARCHING FOR UNDERWATER OBJECTS
    • B63C9/00—Life-saving in water
    • B63C9/08—Life-buoys, e.g. rings; Life-belts, jackets, suits, or the like
    • B63C9/081—Life-buoys, e.g. rings; Life-belts, jackets, suits, or the like having compartments comprising elements which are filled with gas by deployment, e.g. sponge-like elements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 61: Rettungswesen.
in LIMBURG a. D. Lahn.
Rettungsgürtel.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. October 1891 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Rettungsgürtel, welcher sich im Nothfalle selbstthätig aufbläst. Die Construction. des Gürtels ist dabei derart, dafs derselbe, ohne' irgendwie hinderlich zu sein, beständig auf dem Körper getragen werden kann.
Die Zeichnung stellt den Rettungsgürtel dar.
Fig. ι zeigt den Gürtelrahmen in der Aufsicht; der Rahmen befindet sich in dem Zustande, in welchem er im Nichtgebrauchsfalle um den Körper herumgelegt wird.
Fig. 2 zeigt ebenfalls eine Aufsicht des Gürtelrahmens; der Gürtel befindet sich im aufgeblasenen Zustande.
Fig. 3 ist eine Vorderansicht des Gürtels.
Fig. 4 und 5 stellen ein Sprungventil, welches bei dem Rettungsgürtel zur Anwendung kommen kann, in der Vorderansicht bezw. im Querschnitt dar.
Fig. 6 stellt in vergröfsertem Maisstabe eine Aufsicht auf den vorderen Theil, den Verschlufstheil des Gürtels dar. Der Gürtel wird von Schnüren h in zusammengeprefstem Zustande gehalten.
Fig. 7 stellt eine Verschlufsconstruction dar. Die den Gürtel zusammenpressenden Schnüre h greifen mit Haken i in eine umgebogene Platte k ein, die von einem unter Federdruck stehenden Knopf / festgehalten wird.
Fig. 8 stellt in vergröfsertem Mafsstabe eine Vorderansicht des geschlossenen Gürtels dar. Zu beiden Seiten des Verschlusses sind die in Fig. 4 und 5 dargestellten Sprungventile angeordnet. Die Sperrhaken q derselben sind durch Schnüre s an den vorderen Zwischenstäben des Gürtelrahmens befestigt.
Fig. 9 stellt die Lage der Platte K dar, nachdem Knopf / fortgezogen worden ist und die Schnüre h freigegeben worden sind, also bei aufgeblasenem Gürtel.
Der aus irgend einem wasserdichten Material bestehende Luftsack ist von einem federnden Rahmen eingeschlossen. Dieser Rahmen setzt sich zusammen aus äufseren und (inneren Schienen α und b und federnden Zwischenstücken c. Man wendet nun entweder, wie in der Zeichnung dargestellt, starke Federn f an, welche den Rahmen aus einander treiben, indem sie auf scheerenförmige Zwischenglieder in den Mitten der beiden Rahmentheile I und II einwirken, oder man wendet Federn
an, welche in den Mitten gelagert sind und
deren Enden bestrebt sind, die Enden der äufseren Schienen auswärts zu treiben. Im Nichtgebrauchsfalle wird der federnde Rahmen und der von ihm eingeschlossene Luftsack auf irgend eine Weise zusammengeprefst, z. B. durch Schnüre hh, welche über die äufsere Peripherie des Rahmens herlaufen und vorn vermittelst Haken i i befestigt werden. Um daher die Federn ff lösen zu können, müssen zunächst die Schnüre gelöst werden. Hierzu bedarf es nur eines Handgriffes. Die-Schnüre h h werden nämlich in eine vorn am Rahmen befindliche drehbare Platte K eingehakt, welche in ihrer Stellung durch einen übergreifenden Knopf / festgehalten wird. Wird dieser Knopf durch Druck oder Schieben von der Platte K
entfernt, so wird diese infolge des von den Schnüren auf sie ausgeübten Zuges gedreht und die Haken i i lösen sich los. Durch eine unter der Platte K angebrachte Feder kann die Drehung der Platte noch beschleunigt werden. Damit also der Rettungsgürtel im Nothfalle sich selbst aufbläst, bedarf es nur eines Druckes auf den Knopf /. Die Schnüre werden hierdurch gelöst und die Federn f des Rahmens treiben den Luftsack aus einander, der durch ein geeignetes Ventil Luft in sich aufnimmt. Als sehr vortheilhaft haben sich sogen. Sprungventile erwiesen. Dieselben werden mit dem federnden Rahmen so verbunden, dafs auch das Schliefsen der Ventile beim Lösen der Federn// selbstthä'tig erfolgt.
Die Ventile g g werden an beliebigen Stellen an dem Luftsack angebracht, am besten in der Nähe des Druckknopfes /.
Der Ventilkörper in wird durch eine starke Spiralfeder η auf dem Ventilsitz ο gehalten. Soll das Ventil geöffnet werden, so drückt man durch den an dem Ventilkörper befestigten Bolzen ρ die Federn η zusammen und entfernt somit den Ventilkörper von seinem Sitz. Das Ventil wird in dieser Lage durch einen Sperrhaken q gehalten, welcher in eine entsprechende Oeffnung im Bolzen ρ eingreift. Eine Feder r dient zur Bethätigung dieses Sperrhakens. Es ist nun darauf zu achten, dafs die Ventile stets offen sind, wenn der Rahmen fest um den Körper anliegt, damit nicht im Nothfalle der Gürtel versagt.
Wird der Rahmen durch die Federn aus einander getrieben, so wird der mit ihm durch eine Schnur s oder dergleichen verbundene Sperrhaken q aus der Oeffnung im Bolzen q entfernt und die Feder η treibt den Ventilkörper m . auf seinen Sitz ο zurück. Der Sperrhaken tritt dann in eine zweite Oeffnung im Bolzen ρ ein, so dafs dieser nicht einwärts gedrückt werden kann und somit ein Oeffhen des Ventils unmöglich gemacht wird. Wenn auch diese Verschlufsöffnung einmal versagen sollte, so können die Ventile doch noch rechtzeitig genug durch Lösen der Sperrhaken mit der Hand geschlossen werden. Bei genauer Ausführung der Construction dürfte dieser Fall jedoch kaum eintreten.
Es ist leicht einzusehen, welche grofsen Vortheile dieser Rettungsgürtel bietet; da er bei Anwendung geeigneten Materials aufserordentlich leicht hergestellt werden kann und sich fest an den Körper anlegt, so kann er von den Matrosen und Arbeitern stets anbehalten werden, ohne dafs sie im Geringsten dadurch in ihrer Arbeit behindert würden. Wird der Gürtel auch erst im Augenblick der Gefahr angelegt, so fällt jedenfalls das bei anderen Gürteln erforderliche Aufblasen fort.
Der Rettungsgürtel kann in allen Gröfsen angelegt werden und gestattet er infolge der einfachen Construction eine billige Herstellung.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Rettungsgürtel, dadurch gekennzeichnet, dafs der aus einem wasserdichten Material hergestellte Luftsack, welcher von einem federnden Rahmen, bestehend aus äufseren und inneren Schienen (a b) und unter Federdrück stehenden mittleren Gelenkstücken (c) umschlossen wird, mittelst Schnüre zusammengehalten wird, nach dem Lösen desselben aber mittelst der Federn aus einander getrieben wird und dabei durch ein Ventil Luft in sich aufnimmt.
  2. 2. Bei dem in Anspruch i. gekennzeichneten Rettungsgürtel die Anordnung von Sprungventilen (g g) an dem Luftsack, wobei Sperrhaken (q q), welche dazu dienen, die Ventile in offenem oder geschlossenem Zustande durch Schnüre (s) festzustellen, mit dem federnden Rahmen verbunden sind, so dafs, wenn der Luftsack aufgeblasen worden ist, die Ventile sofort selbstthätig geschlossen werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT64784D Rettungsgürtel Expired DE64784C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE64784C true DE64784C (de) 1892-09-29

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ID=338633

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DENDAT64784D Expired DE64784C (de) Rettungsgürtel

Country Status (1)

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DE (1) DE64784C (de)

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