DE327491C - Kunstarm - Google Patents

Kunstarm

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DE327491C
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/50Prostheses not implantable in the body
    • A61F2/54Artificial arms or hands or parts thereof
    • A61F2/58Elbows; Wrists ; Other joints; Hands

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Description

  • Kunstarm. Die Erfindung bezieht sich auf einen Kunstarm, der aus einer Oberarm- und einer Unterarrnhülse mit daran zu befestigender, die Hand und Finger tragender Handhülse besteht die auf die Unterarmhülse aufschiebbar ist, wobei sowohl die mit letzterer. kugpelbare Handhülse als auch deren Finger von der Schulter atis durch je ein. besonderes Zugorgan bewegt werden, um das Beugen im Ellbogengelenk, das Verdrehen der Hand und das Strecken und Krümmen der Finger zu bewerkstelligen.
  • Die Erfindung besteht in der Anordnung einer unverschieblich, aber drehbar in der Unterarmhülse gelagerten Hohlwelle, welche den. Kuppelteil für die Handhülse, die aus zwei gelenkig verbundenen Teilen gebildet ist, trägt und von einer Torsionsfeder umgeben ist, welche die Rückdrehung der durch das eine Zugorgan bis etwa z2o° einwärts drehbaren Handhülse bei entlasteter Hohlwelle veranlaßt,- während bei festgestellter Hohlwelle durch das erwähnte Zugorgan die Beugung des Armes im Ellbogengelenk veranlaßt wird.
  • Das andere zum Krümmen der Finger dienende Zugorgan, durchzieht die Hohlwelle ihrer Länge nach, so daß die Zugorgane sich gegenseitig nicht behindern.
  • Die Kupplung ist eile solche, daß sie jederzeit das Abnehmen der Handhülse leicht ermöglicht, wenn z. B. die Kunsthand durch ein Greifwerkzeug ersetzt werden soll. Die Handhülse ist in' Bedarfsfalle gegen Drehung festzustellen, und die Oberarmhülse ist durch ein besonderes Tragorgan an der Schulter derart angebracht, daß sie durch. den Armstumpf nach allen Seiten bewegt werden kann.
  • . Sperrvorrichtungen in der Unterarmhülse und in der künstlichen Hand, die auch spannschloßartig in die bezüglichen Zugorgane eingeschaltet sein können, ermöglichen die Feststellung des Ellbogengelenkes bei der Beugung des Armes sowie die Feststellung der Finger in der Beugelage.
  • Die Zeichnung veranschaulicht einen derartigen Kunstarm in beispielsweiser Ausführung.
  • Fig, r zeigt denselben in der Außenansicht. Die Fig. 2 und 3 stellen in zwei zueinander senkrecht geführten Längsschnitten durch die Unterarmhülse, Handhülse und Hand - die innere Einrichtung des Kunstarmes, und_ zwar in größerem Maßstabe, dar.
  • Fig. za zeigt eine für das Zugorgan der Finger bestimmte Kupplungsvorrichtung. Fig. 4-ist ein Schnitt durch die Handhülse und zeigt die zur. Begrenzung, der Drehbewegung dieser letzteren vorgesehene Vorrichtung. Die Fig. 5 und 6 sind Seiten- und Oberansicht der in die Unterarmhülse eingebauten selbsttätigen, doppelt wirkenden Sperrvorrichtung, die mit dem- zum Beugen des Ellbogengelenkes dienenden Zugorgan in Verbindung gesetzt ist.
  • Die Fig. 7 und 8 veranschaulichen in- gleichen Ansichten eine in die künstliche.Hand eingebaute einfach wirkende Sperrvorrichtung.
  • Die Fig. g und io zeigen in Seitenansicht, zum Teil im Schnitt, und in' Endansicht eine in- jedes der verwendeten Zugorgane einschaltbare, nach Art eines Spannschlosses wirkende Sperrvorrichtung.
  • Der Kunstarm für den Oberarmstumpf besteht aus der zur Aufnahme für den Stumpf bestimmten Oberarmhülse i (Fig. 1,:2 und 3), aus der daran unter Bildung des Ellbogengelenkes 2 angelenkten Unterarmhülse 3, aus einer die Fortsetzung des Unterarmes bildenden, an der Hülse 3 verdrehbar gelagerten Handhülse 4, 4' und aus der im Handgelenk 5 an letzterer beweglichen Hand 6.
  • Der Stumpf sitzt in dem korbartig durchbrochenen oberen Endteil 1' der Oberarmhülse (Fig, i) und ist durch Gurten festgehalten, während der Korb mittels Bänder an der Achselplatte 7 befestigt ist.
  • Die Unterarmhülse 3 ist im Ellbogengelenk 2 mittels Bolzen drehbar, bildet bei gestrecktem Arm die Fortsetzung der _Oberarmhülse i und schließt sich . an diese längs der äußeren Hälfte ihres Umfangs unmittelbar an, so daß die einander zugekehrten Ränder der beiden Hülsen 1 und 3 an dieser Seite aneinanderliegen und die Auswärts- bzw. Streckbewegung begrenzt erscheint (Fig. i). Längs der inneren Umfangshälfte der Unterarmhülse 3 ist zwischen dieser und der Oberarmhülse ein Spielraum gelassen, und die Hülsenränder verlaufen schräg so daß die Beugung ermöglicht ist und hierbei die Unterarmhülse über das vorstehende Ende der Oberarmhülse sich aufschieben kann.
  • Die Handhülse 4, 4' ist mittels einer Muffe 8 auf die Unterarmhülse 3 aufgeschoben und wird durch eine in der Längsachse des Armes liegende Hohlwelle 9 (Fig. 2 und 3) in später beschriebener Weise an der Hülse 3 gehalten; diese Hohlwelle 9 ist in Lagern der Stege io und i i in der Unterarmhülse 3 drehbar und trägt eine Schnurrolle 12, welche an dem Lager r1 anliegt und die Hohlwelle gegen Längsverschiebung sichert. Die Hohlwelle 9 dient zum Drehen der Handhülse 4, 4' mittels des Zugorgans 13, das: an der Schnurrolle 12 befestigt und um diese herumführt, sodann über eine Führungsrolle 14 geleitet und längs der Oberarmhülse 1 zu einem biegsamen Metallrohr 15 (Fig. i) geführt ist, in dem es Führung findet; das Rohr 15 ist einerseits mittels einer Hülse 16 an der Oberarmhülse i, andererseits mittels einer Hülse 17 an der Achselplatte 7 befestigt. Das aus der Hülse 17 austretende. Zugorgan 13 ist zu einer an der Achselplatte gelagerten Rolle 18 geleitet.
  • Durch Ziehen des Zugorgans 13 wird die Schnurrolle 12 gedreht und damit auch die Hohlwelle 9, die ihrerseits die Handhülse 4, 4' vermittels einer Kappe 23 um, den mit dem Steg io verbundenen Lagerring 1g dreht. Hierbei wird eine um die Hohlwelle gewundene Schraubenfeder 2o gespannt, welche nach Freigabe des Zugorgans 13 die Hohlwelle g und somit auch die Handhülse 4, 4' in die Anfangslage zurückdreht.
  • Durch Führung des- Zugorgans 13 über den halben Umfang der Rolle 12 wird eine Drehung der Handhülse um 18o° ermöglicht.
  • Um die Hand 6 durch Aufstützen gegen eine feste Unterlage auch seitlich nach innen schwenken zu können, ist die Handhülse 4, 4' in zwei Teile geteilt, welche durch .eine parallel zur Ellbogengelenkachse 2 liegende Achse 21 drehbar miteinander verbunden sind, so daß der. die Hand tragende Teil 4' der Handhülse entgegen der Wirkung einer Feder 22 (Fig. 2) aus der in Fig. 1 gestreckt gezeichneten Lage zur Seite gedreht werden kann, bis er mit seiner abgeschrägten Innenkante auf die gegenülßerliegende Kante des anderen Hülsenteiles 4 trifft und an. einer weiteren Drehung gehindert wird.
  • Das untere Ende der Unterarmhülse 3 ist durch die schon genannte kegelförmige Kappe 23 abgeschlossen, welche mit ihrem Wulstrande in einer Ausdrehung des Lagerringes 1 g drehbar lagert. Auf die Kappe 23 ist der Teil- 4 der Handhülse aufgeschoben, deren richtige Lage mit Bezug auf. die Unterarmhülse dadurch ermöglicht wird, daß eine an der Kappe vorgesehene Nase in einen Einschnitt in der Handhülse eintritt.. -Die Hand befindet sich alsdann in solcher Stellung, daß ihre innere Fläche dem Körper zugewendet ist. Zum Kuppeln der Handhülse mit der Kappe 23 dienen zwei Bolzen 25 (Fig. 2), die in der Handhülse an einem Quersteg 26 verschiebbar sind, und deren äußere Enden druckknopfartig aus Öffnungen der Handhülse vorstehen. Jeder Bolzen hat einen Haken 27, der in eine an dein Kappenboden vorstehende Öse 28 aufschiebbar ist und unter der Wirkung einer Feder 29 in Eingriff erhalten wird.
  • Um die Handhülse abzunehmen, genügt ein Druck auf die beiden äußeren Enden der Bolzen, bei deren Einwärtsschieben die Haken außer Eingriff mit den Ösen gebracht werden.
  • Um beim Aufschieben der Handhülse 4, 4' ein selbsttätiges Kuppeln der zur Bewegung der Finger dienenden Vorrichtung mit einem durch die Hohlwelle 9 geführten Zugorgan 3:0 zu erreichen, ist letzteres an einem in der Hohlwelle verschiebbaren Gleitstück 3 i (Fig. 2, 2a) befestigt, das beispielsweise vier Blattfedern 32 trägt; an-welchen Kupplungshaken 33 sitzen, die beim Austreten aus der Hohlwelle nach außen federn und dadurch das Einführen eines Bundes 34 einer im Steg 26 der Handhülse begrenzt verschiebbar gelagerten und mit der Fingerbetätigungsvorrichtüng verbundenen Stange 35 zwischen die Haken 33 ermöglichen. Beim Aufschieben der Handhülse kommt' der den zweiten. Kupplungsteil bildende Bund 34 mit den Haken 33 in Eingriff; weil das Gleitstück 31 durch die Stange 35 in der Hohlwelle einwärts verschoben wird. Demnach ist die Stange 35, die die Fingerbetätigungsvorrichtung beeinflußt, mit dem Zugorgan 30 verbunden. Wenn an letzterem gezogen wird, so wird eine zwischen dem Gleitstück 31 und einem die Hohlweile abschließenden Ring 36 eingelagerte Feder 37 (Fig.2) gespannt, die beim Nachlassen des Zuges die Stange 35 wieder auswärtsschiebt, um das Strecken der Finger bzw. bei Abnehmen der Handhülse das Loskuppeln zu ermöglichen.
  • Das Zugorgan 30 geht zwischen zwei Führungsrollen 38 (Fig. z und 3) über eine Rolle 39 aus der Oberarmhülse i. heraus und ist ähnlich wie das Zugorgan 13 durch ein biegsames Metallrohr 4o (Fig. i) geführt, das einerseits in eine Hülse- 41 eingesetzt, andererseits an. der Schulterplatte 7 befestigt ist. -Die aufgeschobene Handhülse 4 ist außer mit diesem Zugorgan 3o durch die Kappe 23 mit der Hohlwelle 9 auf-Drehung-gekuppelt, so daß sie an einer Drehnug der Hohlwelle durch das Zugorgan 13, welches auch das Heben des Unterarmes zu bewirken hat, teilnimmt.
  • Die Drehung der Handhülse 4, 4' bzw. der Hand aus ihrer Normallage kann wahlweise auf eine Vierteldrehung nach der einen oder anderen Richtung oder. auf eine halbe Umdrehung eingeengt werden.
  • Zu diesem Zweck ist auf der Innenseite der Kappe 23 ein die Hohlwelle 9 konzentrisch umgebender, innen verzahnter Kranz 42 (Fig. 4) vorgesehen, der sich über einen- halben Kreisumfang erstreckt und dessen beide Endzähne 43 über die übrigen Zähne vorstehen, so daß sie als Anschläge dienen können, während der mittlere Zahn 44 ebenfalls über die übrigen Zähne vorsteht, jedoch kürzer als die Endzähne ist.
  • Durch Einstellung eines am Lagerstege io der Hohlwelle drehbaren Winkelhebels 45 (Fig. 2 und 3), dessen einer Arm aus einer Öffnung in der Unterarmhülse 3 herausragt;, kann der andere Arm in die Bahn des mittleren Zahnes 44 eingestellt und dadurch die Drehung der Handhülse auf den zwischen diesem Zahn und einem der Endzähne liegenden Viertelkreis beschränkt werden, wobei je nach Einstellung des Hebelarmes auf der einen oder anderen Seite des Zahnes 44 die- Drehrichtung bestimmt ist; der Arm des Winkelhebels 45 kann auch aus der Bahn dieses mittleren Zahnes gebracht werden., so daß er nur in die Bahn der etwas höheren Endzähne 43 hineinragt, die die Handverdrehung auf eine halbe-Umdrehung begrenzen. Wird hingegen der Hebelarm zwischen zwei der übrigen Zähne des Zahnkranzes 42 eingedrückt, so ist die Handhülse in der jeweils eingestellten Läge festgestellt.
  • Damit die Oberarmhülse i durch den Armstumpf nach allen Seiten hin bewegt werden kann, ist sie in eine aus. einem Tragorgan 46 und Metallrohren 47 gebildete Schleife (Fig. i) eingehängt, deren Endstücke in Befestigungshülsen 48 an der Achselplatte -7 ihren Halt finden. Das Organ 46 ist über am Korbe i' .gelagerte.Führungsrollen 49 geleitet, durch Führungshülsen 5o hindurch in die Metallrohre 47 eingeführt und nach Austritt aus deren an der Oberarmhülse befestigten Führungshülsen 51 um eine gleichfalls an der Oberarmhülse gelagerte Tragrolle 52 gelegt.
  • Das Anziehen des Zugorgans 13 zum- Heben. der Unterarmhülse und zum Drehen der Hand wird durch Heben der dem Stumpf zugehörigen Schulter bewirkt; das Anziehen des Zugorgans 30 zum Betätigen der in der Hand eingebauten. Bewegungsvorrichtung durch Krümmen des Rückens.
  • Zur Feststellung des Ellbogengelenkes ist in der Unterarmhülse 3 eine selbsttätig und doppelt wirkende Sperrvorrichtung (Fig. 2, 3, 5 _ und 6) eingebaut, die aus zwei parallel stehenden Zahnbogen 68, 69 mit entgegengesetzt gerichteten Sperrzähnen und aus den Sperrklinken 7o, 71 (Fig. 3, 5 und 6) besteht. Letztere sind um eine gemeinsame Achse, 72 drehbar, die in Tragplatten 73 (Fig.2 und 6) gelagert ist. In einer dieser Tragplatten ist ein Arm 74 drehbar, an dem ein Schalthaken 75 angelenkt ist, der in ein Schaltrad 76 (Fig. 3 und 5) eingreift. Dieses sitzt fest auf einer Welle 76', welche zwei parallele Exzenter 77, 77' (Fig. 5 und 6) trägt, die mit den Sperrklinkenarmen 70', 71' zusammenarbeiten, und zwar so, daß immer eine Klinke außer Eingriff mit ihrem Zahnbogen steht, wenn die andere in Eingriff mit dem .ihr zugehörigen. Zahnbogen ist. Beide Sperrklinken sind- unter der Wirkung einer Feder 78 bestrebt, in Eingriff mit ihren Zahnbogen zu bleiben. 'Der Drehzapfen 79 des Schalthakens 75 ist mittels einer Zugfeder 8o mit einer an der Unterarrnhülse 3 befestigten Öse 81 verbunden, so daß der Arm 74. stets in seiner Ruhelage. gehalten wird und der Schalthaken 75 nicht außer Eingriff mit dem Schaltrad 76 kommen kann.
  • Der Arm 74 ist noch durch eine Zugfeder 82 mit einem Winkelhebel 83 (Fig.3) verbunden, dessen anderer Arm die Rolle 14 trägt, über welche das zur Betätigung des Ellbogengelenkes dienende Zugorgan 13 läuft.
  • Angenommen, daß die Un.terarmhülse 3 in der dem gestreckten Arm entsprechenden Lage sich befindet und die Sperrklinke 71 in ihren Zahnbogen 69- eingerückt ist, so erfolgt bei Betätigung des Zugorgans 13 eine Drehung des Winkelhebels 83 bis zum Anschlag 84. (Fig. 3), wobei die Feder 82 vorgespannt wird.. Nach Anheben der Unterarmhülse 3 wirkt die in der Feder 82 aufgespeicherte Kraft auf den mit ihr verbundenen Arm 74, der nach außen gedreht wird. Dieser Arm nimmt entgegen der schwächeren Feder 8o den Schalthaken 75 mit, der das Schaltrad 76 um einen Zahn weiterdreht. Dadurch wird eine Drehung der Welle 76' und der Exzenter 77, 77' bewirkt. Das letztgenannte Exzenter gelangt in seine Ruhelage, das Exzenter 77 dagegen in die wirksame Stellung, so daß die Sperrklinke 7i in unbelastetem Zustand entgegen der Wirkung der Feder 78 außer Eingriff mit dem Zahnbogen 69 kommt, ohne aus demselben gewaltsam herausgerissen werden zu müssen, während die Sperrklinke 70 unter der Wirkung der Feder 78 den Zahnbogen 68 sperrt. Wenn an dem Zugorgan 13 weiter gezogen wird, bis der untere Arm des Winkelhebels 83 gegen den Anschlag 84 (Fig.3) stößt, kann die Aufwärtsdrehung des Kunstarmes im Ellbogengelenk ungestört vor sich gehen; denn da der Winkelhebel 83 nunmehr festgestellt ist, bewirkt das Zugorgan- 13 die Aufwärtsbewegung der Unterarmhülse 3 um das Scharnier 2. -Ist die Unterarmhülse in die gewünschte Lage gebracht, so wird das Zugorgan 13 entspannt,. der Winkelhebel 83 kehrt unter der Wirkung der Feder 82 in die Ruhelage zurück, und die dadurch entspannte Feder gibt den Arm 74 frei, der unter Wirkung der Feder 8o in seine Ruhestellung.zurückgeht,- so daß der Schalthaken 75 mit dem nächsten Zahn des Schaltrades 76 in Eingriff kommt.
  • Durch eine als Bremse wirkende Blattfeder 85 (Fig.5 und 6) wird die Drehung des Schaltrades geregelt und gleichzeitig dessen Rückdrehung verhindert.
  • In ähnlicher Weise kann durch die Betätigung des Zugorgans 13 die Aufwärtsbewegung gesperrt und die Abwärtsbewegung freigegeben werden, wobei letztere entweder unter der Wirkung der Schwerkraft der auf die Hand wirkenden Last oder auf andere .Weise stattfinden kann.
  • Die beschriebene Sperrvorrichtung kann auch vollständig ausgeschaltet werden, - in welchem Falle das Ellbogengelenk mittels des Zugorgans 13 nach beiden Richtungen frei verstellbar ist. Zu diesem Zwecke ist in den Tragplatten 73 eine Welle 86. gelagert, die aus der Unterarmhülse 3 herausragt und eine Handkurbel 87 (Fig.2) trägt. Auf dieser Welle sitzen zwei Nocken 88 (Fig. 5), die mit den Sperrklinkenarmen 70' und 71' zusammen arbeiten und in der Ruhelage außer -Berührung mit diesem Arm stehen; während sie,. bei Drehung der Handkurbel gegen diese Arme drücken und die Sperrklinken 70, 71 außer Eingriff mit den Zahnbogen 68, 69 bringen.
  • An der Handhülse 6 ist ebenfalls eine Sperrvorrichtung (Fig. 2, 3, 7 und 8) angebracht, die an das zum Betätigen der Fingerglieder bestimmte Zugorgan 3o angeschlossen ist und" die Finger in der jeweils. eingestellten gebeugten Läge hält.
  • Sie ist einfach wirkend und besteht aus einem halbkreisförmigen Zahnbogen 89 und der Sperrklinke go, deren Arm go' unter der Wirkung eines Exzenters gi steht (Fig.7). Die Welle gi' dieses Exzenters trägt ein Schaltrad 92, in. welches eine Klinke 93 eingreift, die an einem Winkelhebel 94 drehbar ist und unter Federdruck steht. Der Winkelhebel 94. ist bei 95 an einem Arm 96 drehbar, welcher durch eine Querstange 97, an der das Zugorgan 3o angreift, mit einem zweiten Arm 96' in Verbindung gebracht ist (Fig.8). Beide Arme sind mit der Welle 98 drehbar, an der die Zugorgane für die Finger angreifen. Der eine Arm, 96 ist mittels einer. Zugfeder 9c9. mit dem- Winkelhebel 94 verbunden, so daß letzterer stets in einer bestimmten Lage verbleibt. Auf der Welle 98 sitzen- fest zwei Platten ioo, die mit Anschlägen ioi für die Arme 96, 96' und mit Haltearmen io2 für die Federn 103 versehen sind, welch letztere die Platten ioo entgegen _ der Wirkung des Zugorgans 3o in einer bestimmten Lage halten. Auf der Welle.98 sind noch Hebel 1/J4 befestigt, die mit den T-Stücken 105 verbunden sind, an welchen die zu den Fingern führenden Zugorgane io6 (Fig.2 und 3) hängen. Wird das Zugorgan 3o gezogen, so schleift die Sperrklinke go über den Zahnkranz -89 frei hinweg, um bei Aufhören des Zuges -nach Beugen der Finger - in den Zahnkranz einzufallen.
  • Zwecks Streckens der Finger wird das Zugorgan 3o neuerlich betätigt, bis das Armpaar 96 an die Anschläge ioi gelangt. Dadurch bewegt die gespannte Feder 99 infolge ihres Zuges an dem Winkelhebel 94 die Schaltklinke 93, welche das Schaltrad 92 und das Exzenter gi dreht, wodurch die Sperrklinke go ohne Herausreißen in unbelastetem Zustande ausgelöst wird. Die Sperrwirkung ist nun aufgehoben, und die Verstellung der, Fingerglieder in ihre Strecklage ist erfolgt.
  • Da die Platten ioo sämtliche Drehzapfen der Sperrvorrichtung trägen.,' so kann die Drehung dieser Platten um die -Welle 98- eine gegenseitige Verschiebung der Sperrorgane nicht im Gefolge haben, so daß ein Wiedereinfallen der Sperrklinke go in den Zahnbogen 89 in dieser Lage nicht erfolgen kann. Dieses findet nur in dem Augenblick statt, wenn durch Aufheben der Zugwirkung der Platten ioo, die Arme 96; 96' und somit auch die Schaltklinke 93 und :das Schaltrad 92 samt dem Exzenter gi in die Ruhelage zurückkehren: Auf- diese Weise können die Finger in beliebige Lagen gebeugt und in "diesen Lagen festgehalten bzw. wieder gestreckt werden.
  • Eine andere, in den Fig.9 und i@o dargestellte Ausführungsform der - Sperrvorrichtung, die nach Art eines Spannschlosses in jedes Zugorgan -eingeschaltet werden kann und keinen festen Stützpunkt braucht, besteht aus einem vierseitigen Rahmen io7, an dessen wagerechten Teilen zwei Winkelhebel io8 drehbar sind, die mit je einem Schlitz ver= sehen sind und durch einen mit Zugorgan 30 verbundenen Stift iog ' zusammengehalten werden. -Auf dem Zugorgan ist -eine Hohlwelle i ro drehbar, die an zwei gegenüberliegenden Seiten mit Sperrverzahnungen i i i versehen - ist, in welche Sperrklinken 112 eingreifen. Befindet sich die Hohlwelle in der in Fig. g. dargestellten Lage, so- sind -die Klinken wirksam, und eine Verschiebung des Klinkenträgers 113 gegen den Rahmen 107 ist ausgeschlossen. Um eine derartige Bewegung zu ermöglichen, muß die Hohlwelle i i o um go° gedreht werden, damit ihre Verzahnungen außer Eingriff mit den * Sperrklinken 112 kommen. Diese Drehung wird selbsttätig mit Hilfe der an den Winkelhebeln io8 angelenkten Blattfedern 114 herbeigeführt, deren Nasen 115 (Fig. io) mit den Zähnen des mit der Hohlwelle i io fest verbundenen Schaltrades 116 zusammenwirken. Dies geschieht in folgender Weise: Wird das -Zugorgan 30 verstellt, so bewirkt die Verschiebung des Stiftes zog ein Ausschwenken der Winkelhebel 1o8 und dadurch eine Bewegung der Blattfedern 11q., deren Nasen die gewünschte Vierteldrehung der Welle 'i io-und somit die Auslösung der Sperrvorrichtung herbeiführen. Läßt der Zug auf das Zugorgan nach, so kehren die Blattfedern in ihre ursprüngliche Lage zurück. Bei dem nächstfolgenden Verstellen des Zugorgans a findet abermals eine Vierteldrehung der Welle -iio statt, die auf diese Weise wieder in die .Sperrlage gelangt.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Aus einer Oberarmhülse, daran-angelenkter Unterarmhülse und mit dieser kuppelbarer Handhülse b2stehender Kunstarm, dessen Finger ebenso wie die Handhülse durch gesonderte, von 'der Schulter ausgehende Zugorgane bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß in der Unterarmhülse eine unverschieblich, aber drehbar gelagerte Hohlwelle (9) angeordnet ist, die an ihrem unteren Ende eine Kappe (23) zum Aufschieben und Kuppeln der aus gelenkigen Teilen bestehenden Handhülse trägt, von einem zu den Fingern geführten Zugorgan. (3.0) durchzogen wird und durch ein zweites Zugorgan (13) entgegen der Wirkung einer die Hählwelle umgebenden Torsionsfeder (20) gedreht werden kann, uni der Kappe (23) und der mit derselben gekuppelten Handhülse eine Drehung'mit Bezug auf die Unterarmhülse zu erteilen bzw. bei gegen Drehung festgestellter Hohlwelle die Beugung des Armes im Ellbogengelenk zu bewirken.
  2. 2. Kunstarm nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet; daß die an der Kappe (23) in richtiger- Stellung gehaltene Handhülse (4, 4') mit dieser Kappe mittels zweier verschiebbarer' Bolzen (25) küppelbar ist (Fig.2), wobei mit dem Aufschieben der Handhülse äuf die Kappe gleichzeitig ein Kuppeln der zur Fingerbetätigung dienenden Vorrichtung mit dem zugehörigen Zugorgan (3o) dadurch bewirkt wird, daß ein in der Hohlwelle (9) verschiebbares, unter Federdruck stehendes Gleitstück (31) (Fig.2a), das auseinander federnde Haken (33) trägt, mit diesen Haken beim Eindrücken derselben in die Hohlwelle einen; Bund (34) einer in der Handhülse verschiebbar gelagerten und mit der Fingerbetätigungsvorrichtung verbundenen Stange (35) erfaßt.
  3. 3. Kunstarm nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in deer Kappe (23) ein innen verzahnter, halbkreisförmiger Kranz (42) mit längeren Endzähnen (43) und einem kürzeren, jedoch über die übrigen Zähne vorstehenden- Mittelzahn (44) angeordnet ist (Fig.4), während in der Unterarmhülse (3) ein von außen zu betätigendes Einstellorgan (45) gelagert ist (Fig. 2), durch dessen Einstellung in die Bahn der Endzähne bzw. des Mittelzahnes oder in die niedrigen Zähne die Verdrehung der Handhülse auf eine halb° bzw.. Viertelumdrehung eingeengt oder aber die Feststellung der Handhülse in der jeweils eingestellten Lage bewirkt werden kann. .
  4. 4. Kunstarm nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberarmhülse (i) in eine aus einem Tragorgan (46) gebildete Schleife eingehängt ist (Fig. i), welche von -der Schulterplatte (7) über an der Oberarmhülse gelagerte Führungsrollen (49) geführt und um eine Tragrolle (52) an dieser Hülse gelegt ist, so daß diese letztere durch den. Armstumpf nach allen Seiten bewegt werden kann.
  5. 5. Kunstarm nach Anspruch i, Bekennzeichnet durch eine zur Feststellung des Ellbogengelenkes dienende, selbsttätig wirkende Sperrvorrichtung in der Unterarmhülse (3), bestehend aus zwei Sperrverzahnungen (68, 69) und gemeinsam drehbaren Sperrblinken (70, 71) (Fig. 5 und 6) sowie aus einem drehbaren Arm (74) mit aasgelenktem Schalthaken (75), der in ein Schaltrad (76) eingreift,- dessen Welle zwei mit den Sperrklinken zusammenwirkende Exzenter (77, 77') trägt, wobei der Arm (74) federnd mit einem Winkelhebel (83) verbunden ist (Fig. 3), der durch das das Ellbogengelenk betätigende Zugorgan (i3) beeinflußt wird und bei seiner Verdrehung den Arm samt Schalthaken zwecks Verdrehung -- des Schaltrades und der Exzenter betätigt, von denen das eine die zugehörige Sperrklinke außer Eingriff mit ihrer Verzahnung bringt, so daß die Unterarmhülse bei erreichter Endstellung des Winkelhebels (83) durch den fortgesetzten Zug am Zugorgan aufwärts bewegt werden kann, um nach Entspannung des letzteren durch den einfallenden Schalthaken (75) in seiner angehobenen Lage festgehalten zu werden.
  6. 6. Kunstarm nach Anspruch i und 5, gekennzeichnet durch mit den Sperrklinken (70, 71) zusammenwirkende Ausschaltnocken (88) (Fig.5), die an einer aus -der Unterarmhülse (3) herausragenden, von Hand verdrehbaren Welle (86) sitzen und bei ihrer Verstellung beide Klinken aus deren Verzahnungen (68, 69). ausgehoben erhalten, so daß die Sperrvärrichtung. unwirksam bleibt.
  7. 7. Kunstarm nach Anspruch i, mit aus einer Verzahnung und einer Sperrklinke bestehender Sperrvorrichtung zur Feststellung der Finger in der gebeugten Lage, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (9o, 9o') unter der Wirkung eines Exzenters (9i) steht (Fig.7 und 8), dessen Welle durch- ein Schaltwerk .(92, 93) verstellbar ist, wobei die Klinke dieses Schaltwerks an einem Winkelhebel (94) drehbar gelagert ist, der seinerseits an einem Arm (96) drehbar ist, welcher im Verein mit einem zweiten Arm (961-) an einer, auf die Zugorgane der Finger einwirkenden Welle (98) schwenkbar ist und durch das von der Schulter ausgehende Zugorgan (3o) beeinflußt wird, wobei um diese Welle gewundene Federn (1o3) zwei Platten (ioo) entgegen. 'der Wirkung des Zugorgans in bestimmter- Lage- erhalten. B. Kunstarm nach Anspruch i, gekennzeichnet -durch eine nach Art eines Spannschlosses -in -ein Zugorgan einschaltbare Sperrvorrichtung, bestehend aus einem Rahmen (io7) mit zwei daran aasgelenkten. Winkelhebeln (io8) und aus einer auf dem Zugorgan drehbar angeordneten, mit zwei gegenüberliegenden Sperrverzahnungen versehenen Hohlwelle (iio), die durch Verstellung der mit dem Zugorgan verbundenen Winkelhebel unter Vermittlung federnder Nasen (i 15) und eines Schaltrades (1i6) jeweils eine Vierteldrehung erfährt und dadurch in oder außer Eingriff mit die Verschiebung' verhindernden Sperrklinken (1i2) gebracht wird (Fig. 9 und io).
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2637042A (en) * 1951-07-27 1953-05-05 Northrop Aircraft Inc Elbow lock and alternator for actuating the same
US5800571A (en) * 1997-02-24 1998-09-01 University Technology Corporation Locking mechanism for voluntary closing prosthetic prehensor

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