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Rundstrickmaschine mit umlaufendem Nadelzylinder und Umlegefadenführern
Die Erfindung bezieht sich auf eine Rundstrickmaschine mit einem umlaufenden Nadelzylinder
und mit einem Träger für die Umlegefadenführer, -%yelcher mit dem Nadelzylinder
umläuft.
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Es sind Rundstrickmaschinen zur Herstellung von fortlaufend gearbeiteten
Diagonalstreifen bekanntgeworden, bei denen nicht nur der Nadelzylinder versetzt
und die die Musterfäden tragenden Werkzeuge stillstehen bzw. in kinematisch umgekehrter
Bewegungsrichtung der .Nadelzylinder stillsteht und die die _ Musterfäden tragenden
Werkzeuge bewegt werden, sondern daß gleichzeitig der Nadelzylinder und auch die
die Musterfäden tragenden Werkzeuge rela-, tiv oder absölut zueinander bewegt werden.
Für diese bekannten Maschinen sind aber ständig umlaufende Schloßteile notwendig,
die sich um den Nadelzylinder und gleichfalls um den Streifenkopf herum bewegen
und dazu dienen, auf die Nadeln und Umlegefadenführer, die von dem Kopf getragen
werden, einwirken.- Die hierbei ausgeführten Bewegungsstufen weisen einen Winkelbetrag
auf, der gleich' dem Winkelabstand zwischen benachbarten Nadeln oder vielleicht
etwas mehr ist, wenn die Stufen sehr groß ausfallen.
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Es sind auch Maschinen der angegebenen Art bekänntgeworden, bei denen
zum Arbeiten von Versatzmustern die Musterfäden sowie die die letzteren tragenden
Werkzeuge still stehen, dafür aber der unter diesen stehende Nadelzylinder nach
Arbeiten einer beliebigen Anzahl von Reihen um eine bzw. mehrere Nadeln versetzt
wird. Bei diesen bekannten Maschinen werden wiederum die Nadeln von Schloßteilen
betätigt, die sich in einem Schloßgehäuse befinden, das seinerseits von einem Kegelrad
in Bewegung gesetzt wird. Von diesem Kegelrad wird aber der Nadelzylinder nicht
angetrieben, dessen Bewegungen allein von einer Klinke abgeleitet werden. Diese
Einrichtung ermöglicht daher nicht, daß den Nadeln und dem Nadelzylinder sowie dem
Streifenkopf absatzweise auftretende Schaltbewegungen erteilt werden, während der
Nadelzylinder in der bei einer Rundstrickmaschine charakteristischen Weise ständig
umläuft. Um dies zu erreichen, müßte bei diesen bekannten Maschinen die ganze Mustervorrichtung
zusammen mit ihrem Antrieb im Kreis herum
geführt werden, was aber
nicht ohne weiteres durchführbar ist und wobei-auch jede brauchbare und zuverlässige
Steuerung aufge-.@ geben werden v: iirde. ., .
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Schließlich sind auch Rundstriclzinascrrt@. tien mit mehreren gleichachsig
angeordneteü; Nadelbetten bekanntgeworden, bei denen das eine Nadelbett, dessen
Nadelzahl von der Zahl der Nadeln eines anderen Bettes verschieden ist, relativ
zu letzterem 1cotitinitierlich gedreht und versetzt wird. Diese -Maschinen dicuen
aber zur Herstellung gerippter @Väre,;:i. -der die -laschen durch die relativen
@e@@e;tmgen zwischen den Zylindernadeln ul@I= den Tellernadeln seitlich bewegt werden.
Beide Nadeln laufen aber, weine auch finit verschiedener Geschwindigkeit uni. un<_1
es würde nicht durchführbar sein, diese relativen Bewegungen zwischen Nadetzylinder
und Nadelteller umzusteuern. Diese relativen Bewegungen treten hierbei ferner in
einer Art und Weise auf, die die -Muster-Bildung tininöglicll macht.
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Demgegenüber weist die Maschine gemäß der Erfindung eine ortsfeste
ZIustervorrichtung auf, die über ein Epizykloiden- o. dgl. Getriebe den Träger mit
Bezug auf den 1@7adelzvlinder, während dieser fortlaufend in einer konstanten Richtung
umläuft, in Stufen entsprechend dein Winkelabstand benachbarter Nadeln vorwärts
und rückwärts schaltet, wobei die Schaltschritte über einen kleinen Teil einer -Umdrehung
des Nadelzvlinders stattfinden und letzterer sowie der 'Crä ger sich zusammen mit
derselben Geschwindigkeit während des größeren Teiles einer Umlaufbewegung des Nadelzylinders
bewegen, während dessen das Umlegen eintritt-Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung werden die Vorwärtsbewegungen sowohl in der Zeit als auch in der Größe
durch die Benutzung einer Klinke beschränkt, die dazu dient, die Vorwärtsbewegung
des Trägers aufzuhalten trotz der Tatsache, daß die Verbindungen derart sind, daß
sie dem Träger eine übermäßig große # ' o rw; rtsbewe-un- Z, Z-, dadurch
erteilen, daß der Klinke eine Bewegung erteilt wird, die etwas größer als die erforderliche
ist. Die der die Klinke antreibenden Vorrichtung erteilte überschüssige Bewegung
wird durch Federung der Teile aufgenommen. Das Ergebnis ist, daß eine sehr genaue
schnelle Vorwärtsbewegung den Uinlegefadenfiihrern erteilt wird, so daß sie in einem
-Mindestmaß voll Zeit in die genaue Arbeitslage zii den Nadeln gebracht werden.
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Ein weiterer Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer Steuerung,
die zur Herstellting von sehr verwickelten Mustern geeignet ist. Der Versatz wurde
bisher im allgemeinen durch fortlaufend geschaltete 'Mustertrommeln oder abwechselii(i
geschaltete Müstertroninieln herbeigeführt und vorzugs--eise durch geeignete einstellbare
lluster-'(ci5tten. Die Benutzung einer lliistertrominel zur Herbeiführung des Versatzes
ist ziemlich unerwünscht, da die durch deren Ver-«endun g ei-ziell)aren Änderungen
sehr beschränkt sind. Wenn -Musterketten benutzt «-erden, so ist keine theoretische
Grenze für , IZ.eilivtifol- des Versatzes vorhanden, i 'iv e t-oi-atisgesetzt,
(Maß die Kette genügend lang gemacht wird. Für feinniascliige Strümpfe, iiii-
die es er«ünscht sein kann, ein sich nicht « iederliolendes Versatzintister
zu haben, (las sirh durch einen sehe- weseiitliclien Teil des Langen und des Fußoberblattes
hindurch erstreckt, lvürde die erforderliche -Musterkette eine solche L;inge haben,
da.ß sie nicht nur sehr schwer eingestellt, sondern auch nicht bcquein gehandhabt
werden kiin,,te.
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Gemä li der Erfindung kommt eine neuartige Steuervorrichtung ztir
Verwendung, die eine sehr gedrängte Bauart hat und zur Herstellung von sehr verwickelten
-Mustern bequem eingestellt werden kann. Diese Steuervorrichtung kann finit einer
Einrichtung vereinigt werden, uni die Nadeln zwecks ihrer Belieferung mit -Musterfäden
auszuwiililen. Bei der bevorzugten Ausführung der Erfindung können daher sehr verwickelte
-Muster hergestellt werden.
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Die Erfindung macht gleichfalls die Einstellung der den Versatz steuernden
Vorrichtung zur Herstellung eines neuen Strumpfes möglich, nachdem ein Strumpf fertiggestellt
worden ist; d. h. wenn die Umlegefadenführer von ihrer ursprünglichen Lage aus durch
Versatz ain Ende einer Fadenumlegung und während des Strickens von Teilen eines
Strumpfes, für die keine Musterfadenzuführung erwünscht ist, verschoben werden,
so werden die Umlegefadenführer in ihre Anfangsstellungen zurückgebracht.
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In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise
dargestellt, und zwar -zeigt Fig. i eine Seitenansicht einer Strickinaschine, bei
der einzelne Teile fortgelassen und teil«eise abgebrochen sind, um die Teile deutlicher
zu zeigeil, die den Gegenstand der Erfindung bilden, und Fig. 2 ist ein waagerechter
Schnitt hierzu. Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2.
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Fig..I ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 3.
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Fig. @ ist ein waagerechter Schnitt und veranschaulicht gewisse Einzelheiten
der Teile zur Steuerung der Schaltbewegungen.
Fig.6 ist ein senkrechter
Schnitt und veranschaulicht den Nadelzylinder und die mit ihm zusammen wirkenden
Teile.
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Fig. 7 ist eine Einzelheit, teilweise im Schnitt, und veranschaulicht
die die Fadenführer steuernden Teile.
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Fig. 8 ist eine Einzelheit und veranschaulicht gewisse Steuervorrichtungen,
welche die Steuerung für die Schaltbewegung und die Nadelauswählvorrichtungen verbinden.
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Fig.9 veranschaulicht eine Ansicht des Schaltrades zur Herbeiführung
der Schaltbewegungen.
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Fig. ro, 1r, 12- sind Einzelansichten und veranschaulichen in der
Draufsicht Einzelheiten der Fig. 9.
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Fig. 13 ist ein waagerechter Schnitt und veranschaulicht die Antriebsvorrichtung
für den Fadenführerkopf.
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Fig. 14 ist eine Abwicklung der auf die Nadeln einwirkenden Schloßteile
sowie der zugehörigen Schieber und der Fadenführer.
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Fig. 15A und 15B veranschaulichen schematisch eine Art eines
Musters, das mit der " Maschine der Erfindung hergestellt werden kann.
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Beim Ausführungsbeispiel besitzt die Maschine einen umlaufenden Nadelzylinder,
der mit Fadenführern versehen ist, die zu den einzelnen Nadeln gehören und die Fäden
um die Nadeln herumlegen.
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Bei der bevorzugten Ausführungsform ist die Maschine dazu bestimmt,
in einem Strumpf eine doppelte Sohle dadurch herzustellen, daß ein Faden in der
Sohle des Fußteiles hinzugefügt wird, wobei die Zuführung des Musterfadens in der
Längen und in den Rist während des Rundstrickens ausgeführt wird. Die Musterungen
werden durch die Ausführung einer Schaltbewegung verwickelter, welche dazu dient,
einen jeden Fadenführer zum Zusammenwirken mit einer Reihe von benachbarten Nadeln
zu bringen.
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Die dargestellte Maschine weist einen länglichen Nadelzylinder 2 auf,
der die Nadeln 4 in der üblichen Anordnung trägt; diese Nadeln sind mit unterschiedlich
langen Füßen versehen, so daß für die üblichen Änderungen beim Stricken zwecks Bildung
der einzelnen Teile des Strumpfes die erforderliche Auswählung vorgenommen werden
kann. Die besondere Verlängerung des Nadelzylinders ist für die bequeme Anbringung
der Stößer 5 und 7 vorgesehen, von denen erstere mit den unteren Enden der Nadeln
in Eingriff kommen und mit geeigneten Füßen versehen sind, während letztere die
aus Fig. 6 dargestellte Form haben, so daß sie um einen zwischen ihren Enden liegenden
Stützpunkt ausgeschwungen werden können; der über den Reihen der Füße liegt. Die
Wirkung dieser Stößer wird weiter unten noch näher -erläutert.
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An seinem unteren Ende ist der Zylinder mit einem ringförmigen Zahnrad
6 versehen, das durch ein Zwischenrad mittels- des üblichen Antriebsrades 8 angetrieben
wird, welches von der Welle ro getragen wird: das Antriebsrad wird durch die übliche
Einrichtung angetrieben, die dazu bestimmt ist, ihm eine Drehung sowie eine Hinundherbewegung
zu erteilen. Das Antriebsrad 8 ist in der üblichen Weise mit einer Steuernut 9 versehen,
in die eine angetriebene Rolle eingreift, welche von dem einen Arm eines Winkelhebels
13 (Fig. 2) getragen wird, der infolge seiner Ausschwingung und durch geeignete
Schaltverbindungen eine Musterkette vorrückt. Beim Ausführungsbeispiel trägt dieser
Arm auch noch andere Einrichtungen, die zu der Schaltvorrichtung gehören.
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Die Welle ro trägt an ihrem oberen Ende ein Zahnrad i2, welches ein
Trieb 14 antreibt, der von einer Welle getragen wird, die in einem Lagerbock des
Rahmens gelagert ist. Die den Trieb 14 tragende Welle ist mit dem unteren Teile
eines Universalgelenkes 16 versehen, dessen oberes Stück mit dem einen Teil einer
zweiteiligen Welle 18 verbunden ist, die an ihrem oberen Ende durch ein Universalgelenk
2o, das ähnlich dem Universalgelenk 16 ausgebildet ist, mit einer Welle 22 verbunden
ist, die ein Zahnrad 24 trägt, das mit dem Rad 26 in Eingriff steht. Die Universalgelenke
sind von der üblichen Bauart und halten die Zahnräder 14 und 24 in einer bestimmten
Winkellage ohne Rücksicht auf Übertragungsbewegungen des Rades 24, solange dessen
Achse parallel zur Achse des Rades 14 verbleibt. Die Universalverbindungen zusammen
mit der aus Feder und Nut bestehenden Wellenverbindung ermöglichen, daß die Achsen
trotz der Bewegungen der Achse des Rades 24 um die Umdrehungsachse des Nadelzylinders
parallel verbleiben. Das Rad 26 wird von der Spulenplatte 28 getragen, die einen
Lagerring trägt, der auf dem oberen Teil des Lagerbockes 32 rotiert, welcher in
der Arbeitslage einen mit dem Maschinenrahmen aus einem Stück bestehenden Teil bildet,
obgleich er um die Achse 3o gekippt werden kann, wenn der Zungenring 31 angehoben
wird, oder aber auch unabhängig von diesem Zungenring; die Welle 18 ermöglicht diesen
Vorgang infolge der aus der Feder und Nut bestehenden Verbindung. Auf der Spulenplatte
ist ein rohrförmiges Glied 34 befestigt, das sich in eine Öffnung des Lagerbockes
32 hinein erstreckt, der ein Lager für dieses Glied bildet. Das untere Ende dieses
Gliedes 34 trägt den Kopf 36
zur Unterstützung der Fadenführer;
dieser Kopf ist geschlitzt und seht eine schwingbare Unterstützung für die Fadenführer
38 vor. die durch ein Federband in der üblichen Weise in dem Kopf gehalten werden.
Diese Fadenführer werden, wie weiter unten noch i iiher erli äutert, in geeigneter
Weise betätigt, so dafl sich ihre unteren Enden zwischen den Nadeln 4 des Nadelkreises
nach außen und innen bewegen, um das Umlegen der Fäden herbeizuführen; die Musterung
erfolgt durch besondere Auswahl bestimmter Nadeln. Die unteren Enden der Fadenführer
sind in üblicher Weise abgebogen, so daß sie von den Nadeln nach der einen Seite
gedrückt werden, wenn sie nach außen gehen, und nach der andern Seite gedrückt werden,
wenn sie nach innen gehen. Demzufolge wird eine Beweguni; des Fadenführers um die
Nadel liertini, die der Fadenführer finit Faden versieht, erzeugt.
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Der Lagerbock 32 ist mit einer äußeren Lagerbäche versehen, die konzentrisch
zur Achse des Kopfes 36 und zu dein Nadelzylinder verläuft, in welchem ein Träger
42 gelagert ist. Ein seitlicher Ansatz des Trägers .4.2 sieht ein Lager für die
Welle 22 und das Zahnrad 24 vor. Infolge der konzentrischen Lagerung des Träg,-rs
42 und des Rades 26 ist zu erkennen, daß das Zahnrad 24 in Eingriff mit dein genannten
Rade ohne Rücksicht auf die Stellung des Trägers verbleiben wird. An der Seite der
Maschine (Fig. i ) ist der Träger 42 mit einem Ansatz verseben, auf dem Schaltplatten
46, 48, 5o befestigt sind, die in der Ansicht in Fig.9 und in der Draufsicht in
den Fig. io, ii und i-2 dargestellt sind. Aus den letztgenannt"n Figuren ist zti
erkennen, daß die Zähne 66 und c)o der Platten .16 und 5o nach der einett Dichtung
hinweisen, während die Zähne 84 der Platte 48 entgegengesetzt gerichtet sind. Der
Träger 42 wird, in der Draufsicht gesehen, in der Uhrzeigerrichtung durch ein Gewicht
.15 gedreht, welches mit dein Träger mittels einer Feder 44 und durch ein
Seil .43 verbunden ist, das über eine Rolle hinweggeht, die von einem geeigneten
ortsfesten Arin getragen wird. Wenn eine Feder allein benutzt wird, die mit dein
einen Ende an lein ortsfesten Teil des Rahmens angreift, so wird vorzugsweise eine
geeignete Vorrichtung benutzt, um die Aufrechterhaltung eines konstanten Druckes
auf die Klinken zii sichern. So kann beispielsweise ein Hebel an dein Träger 42
angelenkt sein, an dessen Ende die l#'eder angreift, wobei der Hebel durch einen
geeigneten ortsfesten Steuerteil geführt wird, s,1 dall die Kraft konstant verbleibt.
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Ein Ansatz des Lagerbockes 32 trägt einen Z;ipfen 52, <in welchem
drei Hebel 54, 56, 58 gelagert sind; diese Hebel sind mit Ansätzen versehen, welche
Anhalteschrauben 59 (Fig.9) tragen, welche in Berührung mit einem Ansatz des Rahmens
durch Federn 61 gedrückt werden, die ihrerseits die Hebel 54, 56, 58 in der der
Uhrzeigerbewegung entgegengesetzten Richtung entgegen der Antriebsvorrichtung zu
drehen suchen. An seinem oberen Ende trägt der erstgenannte Hebel 54 einen Zapfen
6o, auf dem eine Klinke 62 gelagert ist, deren Nase auf die "Zähne 66 der Platte
46 zu durch eine Feder 64 gedrückt wird, welche zwischen der Klinke und einem Pfosten
liegt, der von dem Hebel 54 getragen wird. Ein von der Klinke getragener Zapfen
68 kommt mit dem Steuerteil 70 in Eingriff, der von einem ortsfesten Lagerarm
72 getragen wird, so daß die Klinke außer Berührung mit den Zähnen gehalten wird,
wenn sie sich in der zurückgezogenen Lage befindet, in die sie durch ihre Feder
6i gedrängt wird. Wenn der Hebel 54 in der Uhrzeigerrichtung bewegt wird (Fig.9),
so bewegt sich die Klinke 62 nach rechts (Fig. io) derart, daß sie mit einem Zahn
66 des Schaltrades 46 in Eingriff kommt, sobald der Zapfen 68 von dem Steuerteil
7o abgleitet. Der Steuerteil 70 dient in der Hauptsache dazu, die Klinke 62 von
den Zähnen des Schaltrades hinweg zu halten, um Zurückbewegungen des Trägers 42
zu ermöglichen.
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Eine Stange 74, die von dem Hebel 54 getragen wird, ist mit einem
speerartigen Kopf 7 5 versehen, welcher mit einem Steuerteil 76 in Eingriff kommt,
der von der Klinke 78 getragen wird, die auf einem ortsfesten Zapfen 8o des Lagerbockes
32 gelagert ist und durch eine Feder 82 so beeinflußt wird, daß ihre Nase in Eingriff
mit den Zähnen der Schaltplatte 48 kommt. Ein seitlicher Ansatz des Armes 54 unterstützt
drehbar einen Hebel 77, der durch eine starke Feder 81 in Eingriff finit einem Anhaltezapfen
79 gehalten wird, welcher von (lern genannten Ansatz getragen wird. Der Hebel 77
befindet sich in waagerechter Ausrichtung mit der schräg verlaufenden linken Fläche
der Klinke 78 (Fig. i i). Die Anordnung der Teile ist hierbei so, claß, wenn die
Stange 74 während der Vorbewegungen der Klinke 62 vorrückt, der Kopf 75 mit dem
Steuerteil 76 in Eingriff kommt, um die Klinke 78 außer Eingriff mit einem Zahn
84 kurz vor dem Ineingrifftreten der Klinke 62 mit einem Zahn 66 zu bringen. Wenn
der Kopf 75 sich weiter bewegt, so geht seine Spitze an der einwärts ragenden Spitze
des Steuerteils 76 vorbei, wodurch die Klinke 78 freigegeben wird, so daß sich letztere
von neuem zwischen die Zähne 84 bewegen kann, sobald die Klinke 62 den Träger .1o
um einen solchen Betrag vorbewegt
hat, daß sich der zuletzt erfaßte
Zahn 84 über die Nase der Klinke 78 hinaus bewegt. Um zu gewährleisten, daß die
Klinke 78 sich nach innen bewegt, wird der Hebel77 mit der Klinke in Eingriff gedrängt,
um eine Kraft zusätzlich zu der vorzusehen, welche von der Feder 82 ausgeübt wird.
Die Klinke befindet sich demzufolge in einer Lage, in der sie den nächsten Zahn
84 erfassen kann, bevor die Klinke 62 ihre äußerste vordere Lage erreicht. Die zeitliche
Einstellung dieser Teile wird weiter unten noch näher erläutert. Die Klinke 78 ist
nicht nur zu dem Zweck der erforderlichen Ausrichtung der Fadenführer mit Bezug
auf die Nadeln vorgesehen, sondern sie dient zusätzlich auch dazu, den Träger während
der Hinundherbewegung in seiner Lage zu halten, zu welcher Zeit das Gewicht 45 vielleicht
nicht ausreicht, um den Träger genügend festzuhalten und nachteilige Erschütterungen
zu vermeiden. Die Klinke 78 führt diese Funktion außer ihrer wichtigeren Hauptfunktion
aus, die weiter unten noch näher erläutert wird.
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Auf dem Zapfen 8o sind ferner Klinken 86, 88 von verschiedener Länge
(Fig. 12) gelagert. Diese Klinken sind so angeordnet, daß sie abwechselnd mit den
Zähnen go der Schaltplatte 5o in Eingriff kommen, um letztere entgegen der Kraft
des Gewichtes 45 zu halten. Diese Klinken 86, 88 werden nachgiebig in wirksamen
Eingriff mit den Zähnen go durch Federn 92 gehalten, die zwischen den Klinken und
einem ortsfesten Zapfen . des Maschinenrahmens wirken. Der Winkelabstand der Zähne
go ist doppelt so groß wie der Abstand der Zähne 66. Die Länge der Klinken 86 und
88 ist derart, daß, wenn sie abwechselnd ausgelöst werden, der Träger sich unter
der Wirkung des Gewichtes 45 um den Winkelabstand der Zähne 66 stufenweise zurückbewegen
kann.
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Von den oberen Enden der Hebel 56, 58 werden Teile 94, 96 getragen,
die dazu bestimmt sind, mit den Klinken 86 und 88 in Eingriff zu treten und sie
außer Eingriff mit den Zähnen go zu bringen. Die Wirkung ist hierbei so, daß die
Teile 94 und 96 abwechselnd bewegt werden, so daß Zurückbenvegungen um den
erforderlichen Winkelbetrag durch das abwechselnd auftretende Freigeben der Klinken
86, 88 von den Zähnen go erzeugt werden.
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Ein einstellbarer Anschlag 97 wird von dem Träger 42 getragen und
begrenzt dessen Bewegung unter der Wirkung des Gewichtes 45 durch Ineingrifftreten
mit einem Teil 99
des Rahmens. Der Zweck dieser Teile wird weiter unten noch
näher erläutert. Diese Anhaltevorrichtung kann entfernt werden, wenn eine volle
Bewegung des Trägers erwünscht wird. Die Hebel 54, 56 und 58 kommen mit drei Hebeln
ioo in Eingriff, welche auf einem gemeinsamen Zapfen sitzen und in der Uhrzeigerrichtung
(Fig. i) durch Federn rot bewegt werden, um sie in Eingriff mit einem Anhaltezapfen
104 zu bringen. An ihren unteren Enden sind die genannten Hebel mit einstellbaren
Kontaktschrauben io6 (Fig.4) versehen, die von den Enden der zugehörigen Hebel io8
erfaßt werden, die wahlweise so eingestellt werden, daß sie sich entweder über oder
unter eine Schutzplatte iio infolge der Wirkung einer Einrichtung bewegen, die auf
ihre aufwärts ragenden hinteren Enden während ihrer Zurückbewegungen einwirken.
Federn 112 drücken die Hebel io8 in der der Uhrzeigerbewegung entgegengesetzten
Richtung (Fig. 4) um ihre Gelenkverbindung mit dem Winkelhebel 13, dem Schwingbewegungen
durch die obenerwähnte Steuernut 9 erteilt werden. Die Bewegungen der Hebel io8
werden durch quer verlaufende Zapfen 114, 116 begrenzt.
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Zapfen 117, die von den Winkelhebeln ii8 getragen werden, sind in
den Bahnen der aufwärts ragenden Enden der Hebel 1o8 angeordnet, um wahlweise mit
letzteren in Eingriff zu treten, wenn sie sich zurückbewegen. Die Winkelhebel 118
sind auf einem gemeinsamen aufrechtstehenden Pfosten i2o lagert und werden, in der
Draufsicht gesehen, in der der Uhrzeigerbewegung entgegengesetzten Richtung durch
einzelne Federn 122 bewegt, welche die Hebel mit einem Teil 124 in Gestalt eines
schwingbar gelagerten Hebels verbinden, dessen Winkellage durch eine Anhalteschraube
126 eingestellt werden kann.
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Durch die Wirkung der Federn 12a werden die von den nach vorn ragenden
Armen der Winkelhebel i i8 getragenen Zapfen 132
in Eingriff mit den nach
außen umgebogenen Enden der Hebel 128 und 130 gebracht, welche auf einem gemeinsamen
Pfosten (Fig. z und 2) schwingbar sitzen. Die Hebel 128 und 130 werden, in
der Draufsicht gesehen, in der der Uhrzeigerbewegung entgegengesetzten Richtung
durch Federn 137
bewegt, die an dem obenerwähnten Hebel 124 angreifen. Ihre
Bewegungen entgegengesetzt der Uhrzeigerbewegung werden durch Ineingrifftreten mit
einem exzentrischen, aufrechtstehenden Anhaltezapfen 134 begrenzt, der durch Drehung
eine Feineinstellung erfahren kann, um die richtige Lage der Hebel 128 und
130 zu sichern. Die verschiedenen Hebel sind mit Nasen 133 versehen, welche
mit Stiften oder Lappen eines Stiftrades 135 in Eingriff kommen können.
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Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind drei Hebel 128 und neun
Hebel 13o vorgesehen.
Die Hebel 128 führen unterschiedliche Wirkungen
mit Bezug auf die Hebel 13o aus und sind daher auch anders bezeichnet. Sie bilden
aber zusammen mit den Hebeln 130 vier Sätze, von denen jeder drei riebeneinanderliegende
Hebel umfaßt. Der oberste Satz ist mit einem seitlichen Ansatz versehen, der mit
dem am meisten vorn liegenden Zapfen 132 in Eingriff kommt. Der nächste Hebel
eines jeden Satzes kommt mit dem mittleren Zapfen 132 in Eingriff, und der unterste
Hebel eines jeden Satzes koniiiit finit dem hintersten Zapfen in Eingrift. Dies
geht aus einem @`ergleich der f'ig. 1 und 2 hervor. Infolge der beschriebenen Anordnung
kann jeder der genannten Zapfen 132 durch vier der genannten Hebel bewegt werden.
Drei von den genannten vier Hebeln, die mit irgendeinem Zapfen in Eingriff kommen
können, steuern die wirksamen Schaltbewegungen; der andere Hebel steuert die wirkungslosen
Schaltbewegungen, die dazu dienen, den Fadenführerkopf in die Anfangslage zurückzubringen,
uni die -Musterung in dem nächstfolgenden Strumpf zu beginnen.
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Das Stiftrad 135 ist mit einem Schaltrad 136 versehen, das weiter
unten noch näher beschrieben wird. Das Stiftrad ist senkrecht geschlitzt, um Stifte
aufzunehmen, welche leicht abbrechbare Füße haben; diese Stifte werden in ihrer
Lage in dein Stiftrade durch ein geeignetes Federband 141 gehalten. VorzUgsweise
sind obere und untere Sätze von Stiften 138, iao vorgesehen. Der Zweck dieser Anordnung
bestellt darin, die Zurückführung der Schaltvorrichtung in ihre Anfangslage durch
die Benutzung besonderer zu diesem Zweck vorgesehener Stifte bequemer auszuführen.
Infolge dieser Anordnung wird es möglich, die Stifte Mao so einzustellen, daß sie
ein geeignet geschaltetes Muster erzeugen, ohne den Umstand in Rechnung ziehen zu
müssen, wie die Zurückbewegung in die Anfangslage geschieht. Späterhin können die
besonderen Stifte 138 eingesetzt werden, wenn sich dies als notwendig herausgestellt
hat, um die Vorrichtung für den Beginn eines neuen Arbeitskreislaufes einzustellen.
Die Einstellung des Pfostens 134 ist vorzugsweise so, daß die Nase 133 eines jeden
der genannten Hebel veranlaßt wird, die Stiftradfläche oder Teile der Stifte, die
kein.. Schwänze haben, gerade freizugeben. Dies vermeidet eitle übermäßige Abnutzung
des Stiftrades und dessen Widerstand gegen Bewegung.
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Außer der Stiftradsteuerung für die Hebel 128 ist eine Hilfssteuerung
für diese Hebel in Gestalt eines Teiles 142 vorgesehen, der von dem Hebel 144 getragen
wird, welcher finit einem angetriebenen Steuerteil 148 verselten ist, der seinerseits
mit einem geeigneten Steuerteil i5o in Eingriff kommt, welcher voll der Hauptsteuerscheibe
151 getragen wird, die in der üblichen Weise während des Arbeitens der -Maschine
schrittweise bewegt wird, uiii die verschiedenen Änderungen ini Arbeitsvorgang herbeizuführen.
Der Teil 142 tritt mit seitlich hervorragenden Lappen an allen drei Rebeln 128 in
Eingriff, um diese gleichzeitig unwirksam zu machen.
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Ein zweites Stiftrad 152. ist für die Steuerung der \ adelauswählung
vorgesehen, zum Zwecke, ein wahlweises Fadeneinlegen zu erzeugen. Dieses Stiftrad
ist ähnlich dem Stiftrad 135 finit einem Schaltrad 1,94 verseben. Die beiden Stifträder
werden gleichzeitig schritriveise <furch Ausschwingungen eines 136 geschaltet,
welcher eine Klinke i 58 trä grt, die finit den zähnen des Schaltrades 136 unter
der Wirkung einer Feder 16o in Eingriff tritt, während eine Klinke 162 mit den Zähnen
des Schaltrades 154 unter der Einwirkung der Feder 164 in Eingriff kommt. Der Winkelliebe-
156 wird während des Arbeiteils der 1Iaschine durch eine Lenkerverbindung 166 mit
einem Hebel 168 hin und her geschwungen, der mit einem angetriebenen Ende versehen
ist, auf das Lappen 17o einer lIusterkette einwirken, die in der üblichen Weise
durch die Einwirkung einer Klinke an dem einen Ende des Schwingarmes 13 vorgeschaltet
wird. Das Schaltrad 136 ist mit einem niedrigen Zahn 172 ausgestattet, während das
Schaltrad 15:I mit einem ähnlichen niedrigen Zahn 174 versehen ist. Ein Schutzsteuerteil
176 (Fig.5), der konzentrisch zti dem Schaltrad 135 schwingbar gelagert
ist, ist mit drei Stufen 178, 18o, 182 versehen, die wahlweise mit dem einen Ende
der Klinke 158 bei deren normalem Bewegungsbetrag in Eingriff kommen. Eine ähnliche
Schutzplatte 183 ist mit dem Rade 15.I vereinigt und gleichfalls mit Stufen 184,
186, iS8 versehen, die mit einer Klinke 162 zusammenwirken. Die beiden Schutzplatten
176, 183 sind durch einen Lenker igo miteinander verbunden. Die Platte 183
ist mit einem Ansatz 192 versehen, der mit einem Hebel 194 in Eingriff kommt, welcher
auf einer Welle 198 befestigt ist, die durch eine geeignete Reihe von Steuernocken
196 gesteuert wird, die voll der Steuertrommel getragen werden, welche als Ansatz
der Hauptillusterscheibe 151 ausgebildet ist. Wenn die Stufen 178, 184 den Bewegungsbahnen
der Klinken 158, 162 gegenüberliegen, so können diese Klinken mit allen Zähnen der
Schaltplatten in Eingriff kommen, einschließlich der niedrigen Zähne, und demzufolge
werden die Stifträder absatzweise vorgeschaltet. Dies ist die normale Lage der beiden
Schutzplatten
während des Arbeitens. Wenn die hohen Stufen 182"
188 mit den Klinken in Eingriff kommen, so gehen letztere wirkungslos hin und her,
ohne mit irgendeinem der Zähne in Eingriff zu kommen, so daß demzufolge die Stifträder
angehalten werden. Dies ist der Fall, wenn es erwünscht ist, die Stifträder zeitweise
anzuhalten, sowie beispielsweise während des Hinundherstrickens der Ferse, wenn
es nicht erwünscht ist, den Fortgang des Musters zu unterbrechen, das sich von dem
Fußknöchel bis zum Rist erstrecken kann.
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Die Mittellage der Schutzplatten führt die dazwischenliegenden Stufen
i8o, 186 neben die Bahnen der Hin- und Herbewegung der Klinken. Unter diesen Umständen
werden die Klinken alle normalen Zähne der Schalträder erfassen und demzufolge die
Stifträder vorschalten. Die Klinken sind aber um einen solchen Betrag nach außen
geführt, daß sie die niedrigen Zähne r72, 174 nicht erfassen. Wenn demzufolge diese
Zähne herumkommen, so werden die Klinken wirkungslos in Eingriff mit den Stufen
i8o, 186 hin und her gehen und die Stifträder verbleiben stillstehend. Die hierbei
von den Stifträdern eingenommenen Stellungen sind diejenigen zu Beginn des Arbeitens
beim Stricken eines neuen Strumpfes. Die Musterung beginnt demzufolge an Stellen,
die der Lage der tiefliegenden Zähne entsprechen.
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Eine Anzahl von Vorrichtungen wird von der Hauptmustertrommel durchVerbindungen
gesteuert, welche eine Mehrzahl konzentrisch ineinander sitzende Wellen aufweist.
Drei der genannten Wellen (Fig. 4 und 8) sind mit Armen Zoo versehen, welche durch
einzelne Lenker 2o2 mit schwingbar gelagerten Hebeln 204 verbunden sind, die ihrerseits
mit Teilen 2o6 versehen sind, die mit den Schwänzen der Hebel 2o8 in Berührung kommen,
deren wirksame Enden 2o9 sich in einer Lage befinden, in der sie mit den Ansätzen
oder Schwänzen der unteren Stößer 7 (Fig. 6 und 14) in Eingriff kommen. Die Hebel
2o8 sind aufeinander aufgeschichtet und eine Mehrzahl von ihnen liegt in einer Höhe,
in der sie mit den Schwänzen der unteren Stößer zusammenwirken. Diese Hebel werden
gewöhnlich in ihre Arbeitsstellung durch geeignete Federn gedrückt, und unter der
Wirkung der letzteren werden angetriebene Teile der Hebel in Stellungen gebracht,
in denen'sie von den Stiften des Stiftrades 15.2 erfaßt werden. Das Stiftrad weist
eine geeignete Anordnung von Ansätzen auf, um die verschiedenen Hebel 2o8 wahlweise
zu betätigen, so daß deren Enden 2o9 wahlweise mit den Schwänzen oder Ansätzen der
unteren Stößer in Eingriff kommen. Es sind drei Hebel 204 vorhanden, von denen jeder
auf eine Gruppe von Hebeln 2o8 einwirkt. Wenn die Hebel 2o4 in der der Uhrzeigerbewegung
entgegengesetzten Richtung (Fig. 2) ausgeschwungen werden, so werden die zugehörigen
Gruppen der Hebel2o8 unwirksam gemacht, indem sie sowohl von der Fläche des Stiftrades
als auch aus den Bahnen der an den unteren Stößern vorgesehenen Ansätze oder Schwänze
zurückgezogen werden. An dieser Stelle sei bemerkt, daß ein ähnlich ausgebildeter
Hebel2o8 an dem Boden des Stapels angebracht ist, und sein wirksames Ende ist mit
211 (Fig. 14) bezeichnet. Dieser besondere Hebel wird nicht für denselben Zweck
wie die anderen benutzt, sondern, wie weiter unten noch näher auseinandergesetzt
wird, dazu, die Sohlennadeln an einer Emporbewegung zu hindern, um die Musterfäden
während des Strickens des Fußteiles aufzunehmen. Dieser besondere Hebel
208 wird von der Hauptmustertrommel durch einen der ineinandergeschachtelten
Hebel durch die Verbindungen 2r3 gesteuert.
-
Jeder der genannten Lenker 2o2 ist mit einer Mehrzahl von Muttern
versehen, die einen Anschlag zur Betätigung eines Hebels 212 bilden, welcher ein
wirksames Ende aufweist, das auf die Ansätze 2,14 wirkt, welche an den zugehörigen
Hebelsätzen 130 vorgesehen sind. Wenn irgendein Hebel 2o4 ausgeschwungen
wird, um den zugehörigen Hebelsatz 2o8 unwirksam zu machen, so wird zu derselben
Zeit der entsprechende dreifache Hebelsatz 130 dadurch unwirksam gemacht,
daß seine angetriebenen Teile von dem Stiftrad 135 zurückgezogen werden. Die beiden
Stifträder sind mit dem oberen Hebelsatz 2o8 entsprechend dem oberen Satz der Hebel
130 usw. eingestellt. Durch diese Einrichtung wird nicht nur die Herstellung des
- Musters wesentlich vereinfacht, sondern es können auch verwickeltere Musterkombinationen
hergestellt werden.
-
Eine andere der ineinandergeschachtelten Wellen, die die oben erwähnte
Wellengruppe bilden, trägt einen Arm 216, der durch einen Lenker mit einem zusammengesetzten
einstellbaren Arm 218 verbunden ist, welcher einen Steuerteil 22o trägt. Die Lage
dieses Steuerteils mit Bezug zu den wirksamen Enden 209 der Hebel 2o8 geht aus Fig.
14 hervor.
-
In Fig. 14 ist die gegenseitige Lage der einzelnen Schloß- und Steuerteile
dargestellt, welche auf die Nadeln, die Stößer und die Fadenführer einwirken; die
üblichen Strickschlösser weisen unter anderm das Mitteldreieck 222 und die Seitendreiecke
224, 226 auf, von denen letzteres dazu dient, die Nadeln während des Rundstrickens
nach unten zu ziehen. Diese Schloßteile sind mit den üblichen Treibern, Schaltschlössern
usw. versehen und beim Ausführungsbeispiel mit
| Zwickelschloßteilen, die aber keinen Teil der |
| Erfindung bilden. Außerdem sind verschiedene |
| Stö ßersteuerteile vorhanden, die einen Steuer- |
| teil 228 zum Anheben des Stößers aufweisen, |
| der mit Schultern 237 in Eingriff kommt, |
| welche an den Stößern vorgesehen sind, tun |
| letztere und demzufolge die Nadeln in eine |
| Lage ernporzaführen, in der sie mit Muster- |
| fäden versehen «-erden. Das Einlegen der |
| Fäden erfolgt, wenn die Schultern 237 der |
| Stö ßer auf der Fläche 23o des Steuerteils 228 |
| aufruhen. Darauf dient die nach innen ab- |
| geschrägte Fläche 232 des Steuerteiles dazu, |
| die Schultern 237 von dein Steuerteil 228 |
| freizugeben. Die Steuerfläche 223 kommt als- |
| (lann mit den Ansätzen oder Schwänzen der |
| Zcei-,clienstof)er in Eingriff, tun letztere sowie |
| (1'e unteren St#ilier abwärts zli ziehen. Ein |
| Schutzsteuerteil 23.I verhindert ein zu weites |
| Abwärtsbewegen der unteren Stößer. Ein |
| Stelterteil236, der mit einer Ausrichtungs- |
| fläche -238 versehen ist, dient dazu, die unteren |
| St#l:)er genau in eine Stellung einporzuführen, |
| in der die einzelnen Ansätze dieser Stößer mit |
| den ttirksainen Enden Zog der die Stoßei be- |
| einfltt-,sencien Hebel getrau in Ausrichtung |
| liegen. Wie aus Fig.6 hervorgeht, sind die |
| Stöi')er so ausgebildet, daß sie innerhalb der |
| Nadelschlitze ausschwingen können. Ein |
| Steuerteil22o dient dazu, die Auswärts- |
| der unteren Enden der Stößer zu |
| gen-ä hrleisten, um die Schultern 237 in eine |
| Lage- zu bringen. in der sie mit dein Steuer- |
| teil 236 in Eingriff kommen. |
| Die Hauptauswahl für die Fadeneinlegung |
| firn let iilfolge der wahlweisen Einporbewegung |
| der :adeln statt. Es findet jedoch eine be- |
| stimmte Auswahl der Fadenführer statt, und |
| es nitil', daher eine geeignete Einrichtung vor- |
| handen :ein, damit die Fadenführer sich durch |
| den Nadelkreis hindurch nach außen und als- |
| dann nach innen bewegen, damit sie den |
| Faden in die Haken der mit Fäden zu be- |
| liefOrnden Nadeln einlegen. Steuerteile 2.1o, |
| 21-, treten mit den oberen und unteren An- |
| sätzen der F.idenfiilirer in Eingriff. Ein |
| Steuerteil 2.44 tritt mi,. dcii Fadenführarn |
| unterhalb deren Lagerzapfen in Eingriff und |
| führt deren untere Enden in den Nadelkreis |
| zurück. Die Steuerteile 2.1o, 2.I2 sitzen auf |
| einem atifrechtstehenden Zapfen und werden |
| walilweise dadurch wirksam gemacht, daß sie |
| infolge vier Einwirkung von Steuerhebeln 2.I6 |
| entgegen der Spannung der Federn 241, 243 |
| einwärts bewegt «-erden. Die Hebe1246 |
| kommen mit den oberen Enden der Hebel |
| 2-8 in Eingriff, welche durch die Wirkung |
| von Armen 25o ausgeschwungen werden, die |
| v,-in den auf der Welle 198 sitzenden Wellen |
| geti*,tgen «-erden. Die genannten Wellen sind |
| mit Armen 252 Ziersehen, die mit Steuer- |
teilen der Hauptmustertrommel in Eingriff kommen.
-
Die Arbeitsvorgänge zur Erzeugung der Schaltbewegung sollen nunmehr
erläutert «-erden. Die besondere Ausbildung der Stifträder wird «-eiter unten noch
näher auseinandergesetzt. Vorläufig sei bemerkt, daß in Abwesenheit eines Knopfes
kein Stift mit dein angetriebenen Ende eines Hebels 130 in Eingriff kommt; dieser
Hebel wird in seine dem Uhrzeigersinne nach entgegengesetzte Stellung (in der Draufsicht
gesehen) durch seine Feder 137 bewegt und wird alsdann mit dein zugehörigen
Zapfen 132 in Eingriff kommen, um den Hebel 118 in der Uhrzeigerrichtung entgegen
der Spannung seiner Feder 122 auszuschwingen. Die Federn 122 sowie
die
Federn 112 sind in ihrer Wirkung schwächer als die Federn 137. Wenn der Arm
13 nach hinten schwingt, so wird der Hebel tob, welcher in der Bahn des Zapfens
117 des in der Uhrzeigerrichtung eingestellten Hebels 118 liegt, mit diesem
"Zapfen in Eingriff kommen mit der Wirkung, daß der waagerechte Teil dieses Hebels
io8 unterhalb der Ebene der Sclititzplatte iio eingestellt wird. Die Einstellung
des Stiftrades erfolgt so, claß zu derselben Zeit die anderen beiden Hebel 118 sich
in ihrer dem C'hrzeigersinne nach entgegengesetzten Lage befinden, da die zugehörigen
Hebel 130 von den Ansätzen des Stiftrades erfaßt werden, während die andere
Gruppe von Hebeln r3o durch ihre Hebel 212 von den Stiften entfernt gehalten wird.
Bei der Zurückbewegung, wo selbst der erfaßte Hebel io8 an den Anhaltezapfen 116
anstößt, wird der zugehörige Hebel 118 und sein Antriebshebel 130 gegen die
zugehörige Feder 137 um einen geringen Betrag nachgeben. Bei der darauffolgenden
Vorwärtsschwingung des Hebels 13 wird der Hebel io8, der erfaßt worden ist,
unter der Schutzplatte iio hinweggehen, während die anderen Hebel über diese Schutzplatte
hervorragen. Infolge der Unterstützung durch die Schutzplatte i io wird der Hebel
io8 den Zapfen tob des zugehörigen Hebels ioo erfassen und ihn in der der Uhrzeigerbewegung
entgegengesetzten Richtung (Fig. i) entgegen der Wirkung der Feder rot ausschwingen.
Hieraus geht hervor, daß bei einer richtigen Einstellung der Stifte oder Ansätze
des Stiftrades die drei Hebel ioo wahlweise ausgeschwungen werden können; dies dient
andererseits weiterhin dazu, die zugehörigen Hebel 54, 56, 58 in der Uhrzeigerrichtung
auszuschwingen mit dem Ergebnis, das nunmehr beschrieben werden soll.
-
Die Vorwärtsschaltung der Fadenführer mit Bezug auf die Nadeln wird
durch eine Bewegung des Hebels 5 4 bewirkt. Die <lern
zugehörigen
Hebel ioo erteilte Bewegung ist derart, daß, wenn keine Unterbrechung der Vorwärtsbewegung
der Klinke 62 vorhanden wäre, die Klinke die Schaltplatte 46 um einen Winkelabstand
vorschalten- würde, der größer als der Winkelabstand zwischen benachbarten Zähnen
66 ist. Wie auseinandergesetzt werden wird, wird eine solche Bewegung vermieden;
die dem zugehörigen Hebel ioo erteilte überschüssige Bewegung wird durch -leichtes
Zurückfedern der Hebel ioo und 54 aufgenommen. Wenn der Hebel54 seine Vorwärtsbewegung
beginnt und bevor die Klinke 62 mit einem Zahn 66 in Eingriff kommt, wird die Klinke
78 von dem Zahn 84, vor dem sie liegt, durch die Wirkung des Kopfs 75 auf den Steuerteil
76 freigegeben. Im allgemeinen würde die Klinke 78 zu dieser Zeit nicht mit
einem Zahn in Eingriff treten, sondern würde einen sehr kleinen Spielraum mit ihm
besitzen, wobei der Träger 42 durch das Ineingrifftreten einer der Klinken 86 oder
88 mit einem Zahn go unter der Einwirkung des Gewichts 45 eingestellt wird. Sobald
die Klinke 78 aus der Bahn des Zahnes 84 herausbewegt wird, kommt die Klinke 62
in Eingriff mit einem Zahn 66 und rückt den Träger entgegen der Wirkung des Gewichts
45 vor. Sobald sich nun der Zahn 84, der vorher an der Klinke 78 anliegt, darüber
hinaus bewegt, wird die Klinke 78 freigegeben und zwangsläufig in. die Bahn des
nächsten Zahnes 84 durch die Einwirkung der Feder 82 und des unter Federwirkung
stehenden Hebels 77 geführt. Darauf schaltet die Klinke 62 den Träger weiter vor,
und diese Vorbewegung hört auf, wenn der nächste Zahn 84 in Eingriff mit der Klinke
78 kommt. Die dem Hebel ioo erteilte überschüssige Bewegung wird alsdann` durch
Federung der Teile aufgenommen. Hierdurch wird eine bestimmte Sicherheit gewährleistet,
daß ein Zahn 84 mit einer Klinke 78 in Eingriff kommt. Sobald das Ineingrifftreten
eines Zahnes 84 mit der Klinke 78 stattfindet, wird eine der Klinken 88 oder 86
vor den nächsten Zahn go fallen, so daß, wenn die Klinke 62 zurückgezogen wird,
eine dieser Klinken den Träger in seiner vorgerückten Lage halten wird. Infolge
des Anhaltens der Klinke 78, welche im wesentlichen den Träger in derselben Lage
wie die Klinke 86 und 88 zu halten sucht, werden die Fadenführer mit Bezug auf die
Nadeln zwecks Fadeneinlegung eingestellt, bevor die der Klinke 62 übertragene Kraft
aufgehört hat und natürlich beträchtlich bevor sie sich zurückbewegt. Die Zeitdauer
der Vorbewegung des Trägers -wird auf einen solchen Betrag herabgedrückt, daß das
Einlegen der Fäden nur während einer verhältnismäßig kurzen Zeit unterbrochen -wird,
die praktisch ebenso groß ist wie die Zeit, während welcher das Einlegen unterbrochen
werden muß, um die Zurückbewegungen des Trägers zu ermöglichen, da natürlich das
Einlegen der Fäden nicht während der gegenseitigen Bewegungen der Fadenführer zu
den Nadeln stattfinden darf, zumal die Fadenführer durch den Nadelkreis hindurchgehen.
-
Die Umsteuerung des Trägers findet durch abwechselndes Auslösen der
Klinken 86 und 88 unter Einwirkung des Gewichts 45 statt. Diese Auslösung wird natürlich
durch Bewegungen der zugehörigen Hebel ioo bewirkt. Die Klinke 78 wird nachgeben,
um zu .ermöglichen, daß die Zähne 84 während dieser Zurückbewegungen vorbeigehen,
während die Klinke 62 außerhalb der Bahn der Zähne 66 durch den Steuerteil
70 gehalten wird. Die Benutzung des Gewichts 45 gewährleistet, daF eine gleichförmige
Spannung auf die Klinken und die Klinke 62 in allen Bewegungsstellungen des Trägers
ausgeübt wird. Zu diesem Zweck-ist eine kurze Feder etwas ungenügend, da die Spannung
sich sehr wesentlich ändert, wenn die Schaltbewegung von der Mittelstellung aus
stattfindet. Die in das Kabel 4.3 eingeschaltete Feder 44 dient dazu, die absatzweise
auftretenden Bewegungen des Gewichts 45 auszugleichen und zu dämpfen, welches alsdann
infolge seines Trägheitsvermögens verhältnismäßig langsam den Bewegungen des Trägers
folgt. Schwingende und knarrende Bewegungen werden hierdurch auf ein Mindestmaß
verringert.
-
Wenn anstatt der abwechselnden Auslösung der Klinken 86, 88 beide
gleichzeitig ausgelöst werden, so wird der Träger 42 in die äußerste Lage bewegt
werden, die durch das Ineingrifftreten des einstellbaren Anschlages 97 mit
dem Teil 99 des Rahmens bestimmt ist. Infolge dieser Anordnung ist es möglich,
eine Vorwärtsschaltung in einzelnen Nadelstufen vorzunehmen und alsdann augenblicklich
eine Zurückbewegung des Trägers in seine äußerste durch die Uhrzeigerbewegung bestimmte
Lage zu veranlassen. Auf diese Weise können unterbrochene Schaltmuster oder abwechselnd
Schaltmuster von beträchtlicher Schwierigkeit erzeugt werden. Der einstellbare Anschlag
97 wird vorzugsweise von einem entfernbaren Arm getragen, so daß unter den
gewöhnlichen Umständen der volle Bewegungsbereich der Klinken benutzt werden kann,
um breite Schaltmuster zu erzeugen. .
-
Die obigen Ausführungen beschreiben die allgemeinen Arbeitsvorgänge,
die aus einer Vorwärts- undRückwärtsschaltung der Fadenführer mit Bezug auf die
Nadeln bestehen. Zu beachten ist die Vorschaltung des Fadenführerträgers durch Vermittlung
der Bewegung
des Triebes 24, welche einen Teil des Epicycloidenräderwerlces
darstellt, das den Antrieb zwischen Nadelzylinder und Fadenführerträger darstellt.
DieArbeitsweise wird aus der Erwägung klar, was auftreten würde, `renn der Nadelzvliiider
und die Räder 12, 14 ortsfest gehalten und die Bewegungen dein Träger,l : erteilt
werden würden. In diesem Falle würde die Winkellage des Triebes 2d. mit Bezug auf
den Maschinenrahmen ortsfest crbleiben, da die Universalgelenke so ausgebildet sind,
daß die Winkellage zwischen den Trieben 24. und 14, im Falle der Fadenführerkopf
sich in seiner Arbeitsstellung befindet., feststehend ist, zumal alsdann die Achsen
der beiden Triebe stets parallel verbleiben. Unter diesen Arbeitsbedingungen wird
eine Bewegung des Trägers 4.2 eine Drehung des Rades 26 und demzufolge der damit
verbundenen Fadenführer verursachen, so daß die Fadenführer so verschoben werden,
daß sie in wirksame Lage zu den verschiedenen Nadeln gebracht werden. Die Zähne
66 sind winklig versetzt, so daß der Winkel zwischen irgendeinem Paar von diesen
Zähnen der Winkelbewegung des Trägers 36 entspricht, welche dein Winkelabstand von
benachbarten Nadeln gleich ist. Hieraus folgt, daß die aufeinanderfolgenden Vorbewegungen
des Trägers 42 im Winkel, die den Abständen der Zähne 66 entsprechen, aufeinanderfolgende
Stellungen der Fadenführer in :',rbeitsbeziehung zu aufeinanderfolgenden Nadeln
zur Folge haben werden.
-
Wenn obige Ausführungen davon ausgingen, daß der Nadelzylinder und
die Antriebsverbindungen ortsfest verbleiben, so ist doch ohne weiteres zu erkennen,
daß dieselben Wirkungen auftreten werden, wenn sich der Nadelzylinder bewegt, falls
der Träger in derselben Weise geschaltet wird, so daß die Gesamtbewegung der Fadenführer
zu irgendeinem Zeitpunkt gleich der algebraischen Summe der Drehbewegung des Nadelzylinders
und der durch die Schaltung des 1'rägers-I2 verursachtenBewegung sein wird. Durch
das beschriebene Arbeiten der Klinken «-erden also die Fadenführer veranlaßt, mit
aufeinanderfolgenden Nadeln in den aufeinanderfolgenden Maschenstäben während des
Rundstrickens zu arbeiten. Der' Winkelabstand der Zähne 66 ist nicht gleich dein
Winkelabstand der Nadeln; dieser Abstand unterscheidet sich um einen Betrag, der
von dem Übersetzungsverhältnis des Triebes 24 zu dem Rade 26 abhängt.
-
Das wahlweise Einlegen der Fäden erfolgt durch Anheben der Nadeln
in eine Stellung, in der sie die Musterfäden aufnehmen; diejenigen .'adeln, die
nicht emporgeführt worden sind, werden nicht mit Musterfäden versehen, obgleich
die Fadenführer ihre üblichen Fadeneinlegungsbewegungen ausführen, wie dies im allgemeinen
der Fall sein wird. Das Auswählen der Nadeln geht am besten aus den Fig.6 und 14
hervor; die Nadeln und Stößer befinden sich hier zunächst in ihren unteren Stellungen.
Wenn die unteren Stößer an der Stelle des Steuerteiles 220 vorbeigehen, werden ihre
oberen Enden von diesem Steuerteil erfaßt mit der Wirkung, daß ihre unteren Enden
nach außen schwingen und ihre Schultern 23; in eine Lage gebracht werden, in der
sie mit dein Schloßteil 238 in Eingriff kommen. Dieser Schloßteil dient dazu, die
Stößer in der richtigen Stellung in gleiche Ebene zu bringen, so daß ihre in verschiedenen
Ebenen liegenden Ansätze in der erforderlichen Weise zu den zugehörigen wirksamen
Enden 209 der Hebel 2o8 ausgerichtet sind. Indem man die unteren Stößer mit ihren
Ansätzen in der erforderlichen Weise ausbildet, und indem man Ansätze in der erforderlichen
Lage an den Stiften des Stiftrades 152 vorsieht, werden einige der unteren
Stößer einwärts geschwungen, indem die Hebe12o8 mit den Ansätzen dieser Stößer in
Eingriff kommen. Die Stößer, deren untere Enden einwärts geschwungen sind, werden
mit dem Steuerteil 228 nicht in Eingriff kommen und demzufolge in ihrer unteren
Ebene verbleiben und die zugehörigen Nadeln zwecks Aufnahme des Musterfadens nicht
nach oben drücken. Diese Nadeln werden daher nicht mit Musterfaden versehen.
-
Andererseits werden diejenigen Stößer, deren untere Enden nicht nach
innen geschwungen worden sind, mit ihren Schultern 237 von der ansteigenden
Fläche des Steuerteiles 228 erfaßt und in Stellungen entsprechend der Ebene 23o
emporgeführt werden, wenn ihre Nadeln in eine Lage emporgeführt worden sind, in
denen sie mit Musterfaden versehen werden, der durch die Fadenführer dargeboten
wird, welche alsdann nach außen und später nach innen durch die Wirkung der Steuerteile
240, 242, 244 geschwungen werden. Darauf werden die Zwischenstößer und unteren Stößer
durch dieWirkung des Schloßteiles 223 nach unten gedrückt, so daß die Nadeln frei
durch die übliche Strickzone hindurch über den Schloßtei1224 und unterhalb der Schloßteile
222 und 226 gehen können.
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Das Arbeiten der Maschine beim Stricken eines Strumpfes soll nunmehr
an Hand der Fig. 15 A und 1 5 B beschrieben werden, von denen letztere eine
Fortsetzung der Fig. 15 A ist; diese Figuren veranschaulichen ein einfaches
Muster, das durch die Benutzung der beschriebenen Einrichtung erzeugt werden kann.
Die beiden Figuren müssen sich beim
Übereinanderlegen um einen
geringen Betrag überlappen, und die gleichartigen Maschenreihen sind bei X angedeutet.
Das Diagramm veranschaulicht ein an den Seiten des Strumpfes eingestricktes Ziermuster
in einem Strumpf, dessen Maschenreihen und Randmaschen durch die Reihen und Kolonnen
der einzelnen Ouadrate dargestellt sind. Die schraffierten Quadrate auf der linken
Seite des Diagramms veranschaulichen die Maschen, die mit Musterfaden versehen sind,
während auf der rechten Seite des Diagramms durch die Zickzacklinie das Fortschreiten
der Schaltung bei der Herstellung des Musters angedeutet ist. Die anfängliche Einstellung
der Fadenführer mit Bezug auf die Nadeln, mit denen sie zusammenwirken, ist bei
W angedeutet. Das Muster bis zu der Stelle A hinab wird durch die Einstellung des
Stiftrades gesteuert, welches auf den untersten Satz der Hebel 130 und desgleichen
auf den untersten Satz der Hebel ?-o8 einwirkt. Der Teil des Musters von
A bis B wird durch das Stiftrad gesteuert, das so eingestellt wird,
daß es auf den dazwischenliegenden Satz der Hebel 130 und den dazwischenliegenden
Satz der Hebel 2o8 wirkt. Der Teil des Musters von B bis C wird durch die zugehörigen
obersten Sätze dieser Hebel gesteuert. Beim Arbeiten kann der Teil bis zu der Stelle
A hinab durch eine im wesentlichen vollständige Umdrehung eines jeden Stiftrades
gebildet werden. Die anfängliche kurze Schaltung an dem oberen Teil des Musters
würde von neuem erscheinen, wenn das Stiftrad mehr als eine Umdrehung ausführen
würde, während der untere Satz der Hebel 130 und 208 arbeitet. Um dies zu
vermeiden, werden die unteren Hebelsätze durch Vermittlung der Hebel 2oo und deren
Verbindungsglieder unwirksam gemacht und die dazwischenliegenden Hebelsätze in Wirkung
versetzt. Wie bemerkt, wird hierdurch der Teil des Musters von A bis B hergestellt.
In einigen Fällen kann es erwünscht sein, daß der dazwischenliegende Teil des Musters
vollkommen oder teilweise wiederholt wird. Unter diesen Umständen kann das Stiftrad
mehr als eine Umdrehung bis zu beispielsweise einer Mehrzahl von Umdrehungen ausführen,
die entweder vollständig oder teilweise sind. Der obere Hebelsatz kann alsdann an
Stelle des dazwischenliegenden wirksam gemacht werden, um das Muster, wie zwischen
B und C angedeutet, zu beenden. Einige Muster können, wie bei H angedeutet, unterbrochen
werden, woselbst das Muster an dem oberen Teil der Ferse aufhört.
-
Wenn H den Punkt des Beginns der Ferse bezeichnet, so wird dies der
Zeitpunkt sein, woselbst die hohen Stufen der Schutzplatten 176 und 183 in
Eingriff mit den Klinken gebracht werden, so daß letztere während des Hinundherstrickens
des Fersenteils wirkungslos hin und her gehen, während die Stifträder ihre Stellungen
beibehalten, um die Arheiten während der Bildung des Fußteiles des Strumpfes fortzusetzen.
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Nach der Fertigstellung des gewünschten Musters werden alle Hebel
130 und 2o8 unwirksam gemacht. Die Hebel 128 werden alsdann durch die Steuerung
des Hebels 144 mittels der Hauptsteuerscheibe wirksam gemacht mit der Wirkung, daß
die Schaltung wie bei D angedeutet eintritt, die dazu dient, den Fadenführerträger
in seine Anfangslage mit Bezug auf die Nadeln zurückzuführen. Nachdem dies beispielsweise
während der Bildung des Zehenringes ausgeführt worden ist, werden alle von dem Stiftrad
angetriebenen Teile, nämlich die Hebel 130, 128 und tos sowie die Hebel 21I, unwirksam
gemacht, während die Schaltung der Stifträder weiter fortgeht, wobei die Zwischenstufen
18o und T86 gegenüber den zugehörigen Klinken 158
und 162 liegen. Die Stifträder
werden alsdann herumgeschaltet, bis die niedrigen Zähne 172 und 174 gegenüber den
Klinken zu liegen kommen, worauf die Stifträder in ihren Anfangsstellungen angehalten
werden und zur Steuerung der Musterung eines neuen Strumpfes bereit sind.
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Es ist erwünscht, die Hebel 128 und die oberen Stifte des Rades 135
für den Notfall vorzusehen, obgleich dies nicht unbedingt notwendig ist, da die
Zurückkehrung zu der anfänglichen Schaltung während des letzten Teiles der Umdrehung
des Stiftrades 135 erfolgen kann, imFalle diese letztgenannteUmdrehung zur Herstellung
der geschalteten Muster nicht notwendig ist. Während der Zurückführung der Fadenführer
in die Anfangslage kann das Einlegen der Musterfäden entweder durch eine richtige
Einstellung des die Nadeln auswählenden Stiftrades 152 oder durch die Steuerung
von selten der Steuerteile 24o, 242, unterbrochen werden. Die Unterbrechung eines
Teiles des Mlzsters, das sich in die Ferse oder den unteren Teil des Fußes hinein
erstreckt, kann auch durch richtige Einstellung der Fadenführer bewirkt werden;
diejenigen Fadenführer, die beispielsweise mit den Nadeln an dem hinteren Teil des
Strumpfes zusammen arbeiten, sind mit oberen Schwänzen versehen, während die vorderen
Nadeln untere Ansätze oder Schwänze aufweisen. Wenn daher der Steuertei124o unwirksam
gemacht wird, während der Steuerteil 242 wirksam verbleibt, so wird kein Einlegen
der Musterfäden an den hinteren Nadeln stattfinden. Der Beginn oder das Aufhören
des Fadeneinlegens kann auch
in verschiedener anderer Weise erfolgen,
wie beispielsweise durch die Benutzung der verschiedenen Steuerungen, wie dies in
der Beschreibung erläutert worden ist. Es kann auch beispielsweise eine Nadelauswählung
durch Benutzung des Hilfshebels 211 vorgenommen werden, uni das Einlegen der Fäden
an irgendeinem gewünschten Nadelsatz zu unterbrechen, der mit Stößern vereinigt
ist, deren Ansätze oder Schwänze sich in einer solchen Lage befinden, daß sie von
deinHebel 1 erfaßt werden.
-
Eine wünschenswerte Arbeitsmethode ist in dein Diagramm angedeutet,
aus dein auf den ersten Blick hervorzugehen scheint, daß eine unnötige Schaltung
stattfindet. Dies ist in dem oberen Teil der Fig. i A angegeben, obgleich dieselbe
Arbeitsweise auch in den anderen Teilen des Musters auftritt. Durch einen wesentlichenSchaltungsbetrag
während der Herstellung eines geraden Teiles können die flott liegenden Fäden F,
wie dargestellt, zu Maschen eingebunden werden, so (laß die Länge der senkrecht
verlaufenden flottliegenden Fäden auf ein Mindestmaß verringert und die Notwendigkeit
des Herausschneidens dieser Fällen vermieden wird.