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Fischkühltruhe Gegenstand der Erfindung ist eine Fischkühltruhe, in
welcher mit Naßeis durchschichtete Fische in einer Kohlensäureatmosphäre gelagert
werden, wobei die Kohlensäure, aus verdampfendem Trockeneis gewonnen, zwangsläufig
mit den Fischen in Berührung gebracht und die Entstehung eines örtlichen Überdruckes
sicher verhütet wird.
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Es ist bekannt, daß durch die gleichzeitige Anwendung von Naßeis und
Trockeneis eine bessere Erhaltung .der Fische erzielt wird. Neuere Untersuchungen
haben ergeben, daß mit Kohlensäure angereichertes Wasser das Bakterienwachstum stark
hemmt und insbesondere.die Entstehung von Fäulnisbakterien längere Zeit verhindert,
wenn es in dünner Schicht die Fische überzieht und diese selbst auf einer Temperatur
von annähernd -I- o° C gehalten werden.
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Mit Naßeis durchschichtete Fische nehmen die Temperatur des schmelzenden
Eises, also -I- o° C an, und das Schmelzwasser hält die Fischoberfläche feucht.
Die Feuchtigkeitsschicht wird in Kohlensäureatmosphäre mit Kohlensäure angereichert.
Es kommt aber sehr darauf an, daß die Fische auch unter den Schuppen und Kiemen
kohlensäurereiches Wasser haben, denn dort bilden sich erfahrungsgemäß zuerst Bakterienherde
aus, nicht außen auf den Schuppen und Kiemen. Wenn man in -einem Gefäße gasförmige
Kohlensäure bei Atmosphärendruck auf ruhendes Wasser aufgießt; wird nur von der
äußeren Oberflächenschicht Kohlensäure absorbiert; die Haupfmenge des Wassers bleibt
selbst bei stundenlanger Einwirkung nahezu kohlensäurefrei. Die Kohlensäure kann
sich von der Wasseroberfläche aus nur durch Diffusion den tiefer liegenden Wasserschichten
anlagern, aber die Diffusionsgeschwindigkeit von Kohlensäure in Wasser ist sehr
klein.
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Auch die in kohlensäurereicher Luft auf nassen Fischen haftende Feuchtigkeit
nimmt nur in der äußersten Oberflächenschicht Kohlensäure auf; unter die Schuppen
und Kiemen kann Kohlensäure nur ganz langsam und in kleinen Spuren eindringen. In
Berührung mit den Fischen nimmt das Schmelzwasser des Eises schleimartigen Charakter
an. Es bilden sich Flüssigkeitshäutchen zwischen den einzelnen Fischen, die einen
nahezu dichten Abschluß darstellen.
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Wenn man eine gründliche Anreicherung der Füllung einer Fischkühltruhe
mit Kohlensäure herbeiführen will, muß man die Kohlensäure von unten einführen und
zwangsläufig durch die Fischschichten hindurchführen. Andererseits ist es aber notwendig,
das Trockeneis, das die gasförmige Kohlensäure beim Verdampfen erzeugt, oben im
Kühle
gerät unterzubringen, weil nur dann die Kältewirkung des Trockeneises
zur Geltung kommen kann.
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Bei den bekannten Geräten zur Frischhal-'@tun- von Fischen mit Wassereis
und Tiok-.@ keneis «-erden die Fische mit Wassereis durchsetzt, in die Behälter
eingelegt und ein, isolierter oder nichtisolierter offener Trokkeneisbehälter oberhalb
der Fische angeordnet. Die gasförmige Kohlensäure lagert sich von oben auf die Fische,
fließt durch etwaige Zwischenräume abwärts und durch den Schmelzwasserabfluß nach
außen.
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Auf der Zeichnung ist Abb. i ein senkrechter Ouerschnitt der Fischkühltruhe,
Abb. 2 ein Teilbild der Ansicht des Trockeneisbehälters von vorn und Abb.3 ein Teilbild
mit dem Anschluß der Kohlensäureleitung. Der isolierte Behältera ist mit der verglasten
oder nichtverglasten pultdeckelartig angeorndeten Tür b dicht verschließbar. Durch
c sind Körbe aus Draht oder gelochtem Blech angedeutet, die zur Aufnahme der mit
Wassereis durchschichteten Fische bestimmt sind. An deren Stelle kann auch ein Rost
auf dem Boden aufgelegt oder können Blechroste etagenartig angeordnet «-erden. Oben
in der Fischkühltruhe nahe der Rückwand befindet sich der Trockeneisbehälter d,
der sich mit den Drehzapfen e in den Konsolen f nach vorn umkippen läßt.
Schaufelförmige Anschläge g an den Konsolen f halten den nach vorn gekippten Trockeneisbehälter
d in der -strichelt angedeuteten Lage schräg stehend fest. Dann kann von der Deckelöffnung
der Truhe aus bequem Trockeneis eingelegt werden.
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In einer Öffnung an der Rückwand des Trockeneisbehälters <1 ist
die Gummimuffe h eingesetzt. In der Senkrechtlage des Trockeneisbehälters setzt
sich diese Muffe auf die Mündung des Kohlensäureableitungsrohres i auf und wird
auf dem Kippgewicht des Trokkeneisbehälters angedrückt. Mit dem Deckel k wird der
Trockeneisbehälter d gasdicht verschlossen. Das Rohr i führt in der Isolierung abwärts
und unten in den Schmelzwasserraum der Truhe. Hier sind Löcher für den Gasaustritt
vorgesehen. Das S-Rohr dient als Schmelzwasserabfluß, hat aber weiter noch die Aufgabe,
den Austritt der dampfförmigen Kohlensäure unten an der Trulie zu verhindern. In
der inneren Truhenauskleidung befinden sich oben einige Öffnungen in, und weiter
sind in der äußeren Umhüllung oben an der Decke Öffnungen n vorgesehen.
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Die Fischkühltruhe wird unter Benutzung der Korbeinsätze c oder auch
ohne dieselben mit Fischen angefüllt, die dabei mit Naßeis in bekannter Weise durchschichtet
werden. Sodann kippt man den Trockeneisbehälter d nach vorn, beschickt ihn mit Trockeneis,
legt den Deckel k auf und läßt den Behälter wieder zurückkippen. Hierauf wird der
Truhen-,#eckel b geschlossen.
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Der von dem verdampfenden Trockeneis ;gebildete Kohlensäuredampf strömt
durch die Leitung i unter die Fische in der Truhe und durchdringt diese von unten
nach oben. Die Luft in der Truhe wird durch die Öffnungen m und zc ins Freie gedrängt.
Wenn alle Luft verdrängt und die Feuchtigkeitsschicht auf den Fischen mit Kohlensäure
gesättigt ist, so strömt die überschüssige Kohlensäure ebenfalls durch die Öffnungen
na nach. Infolge ihres hohen spezifischen Gewichtes sinkt sie aber in der
Isolierung abwärts, drängt die in den Zwischenräumen der Isolierung befindliche
Luft an den Öffnungen u heraus und entweicht selbst erst dann, wenn die Isolierung
ganz mit Kohlensäure gefüllt ist.
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Zu Anfang und nach jedem öffnen der Truhe erfolgt die Entwicklung
der Kohlensäure bzw. die Verdampfung des Trockeneises stürmisch, bis die eingedrungene
Wärme vernichtet ist. Der Widerstand des Dampfes beim Durchströmen der Leitung i
und der Fischlagen wächst aber mit der Geschwindigkeit hoch an. Es wird also im
Trockeneisbehälter ein höherer Druck entstehen, der, wenn der Trockeneisbehälter
fest mit der Rohrleitung i verbunden wäre, ein Platzen des Behälters verursachen
könnte. Beim Gegenstand der Erfindung kann dieser Fall nicht eintreten. Wenn der
Druck im Behälter d unzulässig hoch ansteigt, trennt sich die Gummimuffe
lt von der ihfündung des Rohres i. Der zuviel entwickelte Kohlensäuredampf
tritt an der Trennstelle in den Raum über den Fischen aus und strömt unmittelbar
durch die Öffnungen m und n ins Freie. In jedem Falle entsteht aber
ein Druck, der den Kohlensäuredampf zwangsläufig durch die Fischlage hindurchtreibt,
wobei die Fische auch unter den Schuppen und Kiemen eine gesättigte Kohlensäurelösung
erhalten.
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Durch Flüssigkeitshäutchen gebildete Abschlüsse in den Fischlagen
werden von der strömenden Kohlensäure zerrissen. Sollten sich die Leitung i oder
ihre Austrittsöffnungen verstopfen, so wird der Behälter d selbsttätig von der Rohrleitungsmündung
gelüftet, und die Kohlensäure wirkt nur von oben auf die Fische, wie bei den bekannten
Geräten dieser Art.
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Als technischer Fortschritt ist beim Gegenstand der Erfindung hervorzuheben,
daß der Trockeneisbehälter an kühlgünstiger Stelle oben in der Truhe angeordnet
ist und dennoch der Kohlensäuredampf von unten aus die Fischlagen durchströmt. Die
Ausbildung des Trockeneisbehälters als Kippgefäß
erleichtert die
Beschickung mit Trockeneis und verhindert die Entstehung eines unzulässig hohen
Druckes. Die beim Öffnen der Truhe eindringende Wärme kann nicht die Temperatur
der oberen Fischlage erhöheriä sondern wird sofort von dem verdampfenden , Trockeneis
gebunden.