DE645593C - Antriebsvorrichtung fuer Schreitkufen - Google Patents

Antriebsvorrichtung fuer Schreitkufen

Info

Publication number
DE645593C
DE645593C DESCH105118D DESC105118D DE645593C DE 645593 C DE645593 C DE 645593C DE SCH105118 D DESCH105118 D DE SCH105118D DE SC105118 D DESC105118 D DE SC105118D DE 645593 C DE645593 C DE 645593C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
runners
drive device
walking
limited
runner
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH105118D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DESCH105118D priority Critical patent/DE645593C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE645593C publication Critical patent/DE645593C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D57/00Vehicles characterised by having other propulsion or other ground- engaging means than wheels or endless track, alone or in addition to wheels or endless track

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vibration Prevention Devices (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
27. SEPTEMBER 1937
• · REICHSPÄTENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 645593 KLASSE 63 c GRUPPE
Georg Heinrich Schieferstein in Berlin-Charlottenburg Antriebsvorrichtung für Schreitkufen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5.-September 1934 ab.
Es ist bereits eine Antriebsvorrichtung für Schreitkufen vorgeschlagen worden, die zum Eindichten von Straßen- und Eisenbahnbettungen usw. Verwendung finden kann.
Die Schreitkufen sind hierbei zu Systemen vereinigt, welche sich abwechselnd auf dem Boden abstützen und, durch einen Kurbeltrieb angetrieben, hubbegrenzte Schreitbewegungen ausführen.
Diese Schreitbewegungen erfordern auf Grund ihres durch die Kurbel genau begrenzten Hubes bei Vergrößerung des Bodenwiderstandes naturgemäß eine ihrer Größe nach wechselnde Leistungszufuhr, die, wie bei anderen Fahrzeugen in all jenen Fällen, wo die Leistung der antreibenden Kraftquelle überschritten wird, zum Festfahren (Steckenbleiben) Anlaß geben kann.
Durch Versuch und Untersuchung wurde nun festgestellt, daß bei Vorrichtungen, die kraftbegrenzte Schwingungen ausführen, der Schritt der Kufe je nach der Größe des Widerstandes, den die Kufe auf dem Gelände, das sie überschreitet, zu 'überwinden hat, selbsttätig eine Verkürzung oder eine Verlängerung erfährt.
Stößt die Kufe also auf ein Hindernis, durch das ein volles Ausschreiten behindert wird, so drücken "sich die zwischengeschalteten elastischen Mittel entsprechend zusammen, und der Schritt wird kleiner. Wird dagegen die Kufenmasse nach vorn geschleudert, ohne einem Hindernis zu begegnen, so werden auf Grund der Massenträgheit der Kufe die elastischen Mittel in der umgekehrten Richtung zusammengedrückt, so daß sich eine Vergrößerung des Schrittes ergibt.
Die der Erfindung zugrunde liegende neue Erkenntnis beruht somit auf der Feststellung, daß sich, bei Umwandlung des vorstehend erwähnten hubbegrenzten zwangsläufigen Systems in ein kraftbegrenztes schwingungsfähiges unid lose gekoppeltes System eine selbsttätige Übersetzungsänderung der Anordnung einstellt.
Diese Erkenntnis gründet sich auch auf die Tatsache, daß die in gleichbleibender Größe zugeführte und angesichts der geringen inneren Verluste auch in gleicher Größe zur Fortbewegung durch die Schreitkufen verbrauchte Nutzarbeit je nach dem auftretenden Widerstand einmal bei größerem und einmal bei kleinerem Wege durch die elastisch wirkenden Systeme abgegeben wird.
Nun muß aber, wenn eine ganz bestimmte Energiemenge einmal bei kleinem Weg und einmal bei großem Weg abgegeben wird, die zugehörige Kraft im ersten Falle entsprechend größer und im zweiten Falle entsprechend kleiner ausfallen, d. h. eine solche Vorrichtung wird durch Vermittlung der elastischen Mittel zu einem sich selbsttätig einstellenden Übersetzungsgetriebe.
Eine weitere neue Erkenntnis, die sich hier-
aus ergibt, besteht darin, daß sich die vorher erwähnte Schreitvorrichtung für Straßen- und Geländeschlepper oder für andere Geländefahrzeuge eignet, weil sich eine Schreitvor-S richtung, die ja bekanntlich auch die Natur zur Anwendung bringt, einerseits Geländehindernissen besser anpaßt als das Rad und anderseits wegen ihrer selbsttätigen Übersetzungsänderung nicht stecken bleibt oder festfahren kann.
Die Leistungsabgabe des Motors richtet sich bei Anwendung kraftbegrenzter Kreisschwingungen lediglich nach der Arbeitsübertragung der an sich bekannten losen Kopplung, *5 so daß der Motor auch bei Widerständen, die sich der Größe unendlich nähern, nicht überlastet werden kann.
In Fig. ι ist eine lose gekoppelte Schreitkufenvorrichtung in Seitenansicht und in Fig. ζ im Schnitt dargestellt.
u ist in Fig. 2 eine Kurbelwelle, die durch ein Kegelräderpaar b, c in Umlauf gesetzt wird und die abwechselnd die Schreitkufen d, et und t'o mit i8o° Phasenverschiebung hebt und senkt, und zwar geschieht dies dadurch, daß in die Gummikörper gltbzw. g.3, gt zwei um iSo° versetzte Kurbeln eingreifen, durch die die Schreitkufen d, ev e, zu Kreisschwingungen angeregt werden. Hierbei wälzen sich die lose auf den Wellen .v, _r sitzenden Räder ru r2 und r3, r4 auf den Gummiringen Ji1, Ju bzw. /is, Jii ab. Bei großer Geschwindigkeit der Kreisschwingung werden die Gummiringe Ji1 bis /i4 stärker eingedrückt, wodurch der Schritt s je Halbschwingung bzw. 2s je Schwingung eine gewisse Vergrößerung erfährt.
Die Drehung der Räder i\ bis r4, die sich an den Gummiringen Zt1 bis Λ4 abwälzen, erfolgt in umgekehrter Richtung zur Kurbelwelle.
Die Ausführungsform Fig. ι und 2 eignet sich besonders für Stampfzwecke oder zur Übertragung großer Leistung. In Fig. 3 +5 und 4 sind schematisch Ausführungsbeispiele für die Kufenbewegung zur Darstellung gebracht, bei denen mehr als zwei relativ schmale Kufen je Fahrzeug zur Anwendung kommen sollen. Diejenigen Teile, die nach außen hin mit Schrägstrichen versehen sind, müssen als fest am Fahrzeugrahmen angebracht angesehen werden.
Betrachtet man weiterhin den Antrieb von Fig. 3, der aus einer Kurbel k, die im Lager / umläuft, besteht, so erkennt man, daß die Kurbelstange M1, die mit dem Hebel Wi1 gelenkig verbunden ist, die Kufe e beim Umlauf der Kurbel vor- und rückwärts zu bewegen vermag.
Die Kurbelstangen M2 und M3, die von derselben Kurbelwelle aus angetrieben werden, bewegen die Kufe am Hebel m3 bzw. Mi3 aufwärts und abwärts. Diese rechtwinklig aufeinanderstellenden Bewegungen der Kufe e setzen sich je nach der Hebelübersetzung von mx bis w/3 zu Kreisschwingungen oder Ellipsenschwingungen ähnlich wie in Fig. 1 und 2 zusammen, wobei der Schritt durch die kalottenförmigen Gummizwischenglieder ^1 bis gs je nach dem auftretenden Widerstand eine Verkürzung bzw. durch die Massenkräfte der Kufen eine Verlängerung erfahren kann. Die unterbrochene Kurbelstange M4 mit der zugehörigen Vorrichtung zeigt eine Vereinigung, bei der ein einarmiger Hebel ιηΑ im Gegensatz zu dein zweiarmigen Hebel W1 je nach der Bauart angewendet wird.
In Fig. 4 ist eine andere Vereinigung zur Darstellung gebracht, bei der die elliptischen Bewegungen der Kufen bzw. die zugehörigen Stellungen 1 bis 4 der Angriffspunkte eingetragen sind. "Die Bezugszeichen entsprechen den in Fig. 3 verwendeten.
Zum Unterschied von Fig. 3 sind bei Fig. 4 zwei synchron laufende Kurbeln zur Anwendung gebracht worden.
Die Drehpunkte der Hebel O1 bis O3 sind in Fig. 3 an dem äußeren linde der Hebel, bei Fig. 4 mehr nach der Mitte zu, angebracht. An dem Wesen der Vorrichtung ändert diese Anordnung nichts. Es kommt lediglich darauf an, daß zwei senkrecht aufeinanderstellende schwingende Bewegungen zu einem Kreis oder einer elliptischen Bewegung zusammengesetzt und elastisch auf die Kufen übertragen werden. Erfolgt diese Übertragung elastisch, so tritt die vorerwähnte Wirkung einer selbsttätigen Übersetzungsänderung ein.
Bei Fig. 1 und 2 werden Schwingungen, ioo die nach dem Sinusgesetz verlaufen, zur Anwendung gebracht, während in Fig. 3 und 4 pseudoharmonische (unharmonische) Schwingungen angewendet werden. Beide Schwingungsarten sind an sich bekannt und beruhen darauf, daß bei Ausführung gemäß Fig. 1 und 2 eine im großen und ganzen gleichbleibende Gummifläche gedrückt wird, während der Druck der Gummikörper bei Fig. 3 und 4 zunächst auf eine punktförmig kleine Fläche und bei weiterer Druckzunahme auf eine sich rasch vergrößernde Fläche erfolgt, wodurch ein pseudoharmonischer Verlauf entsteht.
Die Vorrichtung nach Fig. 3 und 4 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1 und 2 dadurch, daß, wie schon oben erwähnt, bei Fig. ι und 2 breite, massenreiche Kufen, bei Fig. 3 und 4 vorzugsweise schmale Kufen geringer Masse verwendet werden. Die ersterwähnten Kufen eignen sich zum Stampfen und zur Ausübimg größerer Bodendrücke,
während die letzterwähnten Kufen bei Straßenfahrzeugen nach Bedarf mit Gummiarmierung und bei Zugmaschinen für die Landwirtschaft mit Greifern verwendet werden können.
Ein besonderer Vorteil der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist darin zu erblicken, daß zur selbsttätigen Übersetzungsänderung nicht irgendein der Abnutzung unterworfenes Getriebe benutzt wird, sondern daß die Übersetzungsänderung zwischen den Schreitkufen und dem Gelände bzw. der Fahrbahn zustande kommt, so daß jede zusätzliche Abnutzung des Fahrzeuges ausscheidet.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Antriebsvorrichtung für Schreitkufen, die zu Systemen vereinigt sind, welche sich abwechselnd auf dem Erdboden abstützen und durch einen Kurbeltrieb hubbegrenzt angetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Masse und elastischen Mitteln bestehenden Kufen, durch lose Kopplungen vom Kurbeltrieb aus -erregt, Schwingungen ausführen, deren Ausschlag durch die wechselnden Bodenwiderstände geändert und durch freie elastische Kräfte, z.B. Gummikörper, begrenzt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DESCH105118D 1934-09-05 1934-09-05 Antriebsvorrichtung fuer Schreitkufen Expired DE645593C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH105118D DE645593C (de) 1934-09-05 1934-09-05 Antriebsvorrichtung fuer Schreitkufen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH105118D DE645593C (de) 1934-09-05 1934-09-05 Antriebsvorrichtung fuer Schreitkufen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE645593C true DE645593C (de) 1937-09-27

Family

ID=7447869

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DESCH105118D Expired DE645593C (de) 1934-09-05 1934-09-05 Antriebsvorrichtung fuer Schreitkufen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE645593C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2815723B2 (de) Von Hand geführter Rüttelstampfer
DE645593C (de) Antriebsvorrichtung fuer Schreitkufen
DE964907C (de) Als Geraetetraeger und Zugmaschine fuer den Anbau landwirtschaftlicher Arbeitsmaschinen dienendes Dreirad-Motorfahrzeug
CH646375A5 (de) Antrieb fuer eine presse.
DE8702594U1 (de) Getriebe zur Übertragung zweier translatorischer Kräfte auf eine Abtriebswelle
DE2403110A1 (de) Steuervorrichtung fuer einen vibrator
DE408837C (de) Schaltwerksgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
EP0603843B1 (de) Antriebsvorrichtung für Fahrzeuge
DE2137114A1 (de) Hydrostatisches getriebe
DE440639C (de) Vorrichtung zur Leistungsuebertragung
AT166096B (de) Hilfsantrieb für Fahrräder
DE448916C (de) Freiflugkolbenmotor mit gegenlaeufig bewegten Massen
DE437572C (de) Selbsttaetig einstellbares Schaltwerksgetriebe mit zwei oder mehreren gegeneinanderdrehbaren Exzentern, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE660000C (de) Schaltvorrichtung fuer Zweigangzusatzgetriebe von selbsttaetig sich einstellenden Wechselgetrieben, insbesondere Fluessigkeitsgetrieben von Kraftfahrzeugen
DE223907C (de)
CH243665A (de) Zahnradvorrichtung mit variablem Durchfluss eines flüssigen Arbeitsmittels.
DE674080C (de) Trethebelantrieb fuer Fahrraeder
DE234480C (de)
DE201718C (de)
AT100596B (de) Getriebe mit hydraulischer Kraftübertragung.
DE524566C (de) Bahnprofilfreie Antriebsmaschine fuer Druckluftgleisstopfer
DE653350C (de) Schaltvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge mit zwei Motoren
DE391798C (de) Vorrichtung zum Umwandeln einer hin und her gehenden Bewegung in eine rotierende
AT109301B (de) Verfahren zur Umformung mechanischer Kräfte bzw. Geschwindigkeiten.
DE653282C (de) Antriebsvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge, insbesondere fuer Zugmaschinen