DE645296C - Verfahren zur Herstellung eines streufaehigen Metallputzmittels - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines streufaehigen MetallputzmittelsInfo
- Publication number
- DE645296C DE645296C DET44467D DET0044467D DE645296C DE 645296 C DE645296 C DE 645296C DE T44467 D DET44467 D DE T44467D DE T0044467 D DET0044467 D DE T0044467D DE 645296 C DE645296 C DE 645296C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- cleaning agent
- metal cleaning
- sulfuric acid
- weight
- production
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000002184 metal Substances 0.000 title claims description 13
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 title claims description 13
- 239000012459 cleaning agent Substances 0.000 title claims description 10
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 7
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 3
- 238000003892 spreading Methods 0.000 title description 2
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical compound OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 28
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N Silicium dioxide Chemical compound O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 10
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 6
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 5
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 4
- 239000000571 coke Substances 0.000 description 3
- 239000011505 plaster Substances 0.000 description 3
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 2
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 description 2
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 description 2
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 2
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 2
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000005909 Kieselgur Substances 0.000 description 1
- 239000003610 charcoal Substances 0.000 description 1
- 239000000356 contaminant Substances 0.000 description 1
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 description 1
- 235000011837 pasties Nutrition 0.000 description 1
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 1
- 239000008262 pumice Substances 0.000 description 1
- 239000010453 quartz Substances 0.000 description 1
- 238000006748 scratching Methods 0.000 description 1
- 230000002393 scratching effect Effects 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 239000004575 stone Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23G—CLEANING OR DE-GREASING OF METALLIC MATERIAL BY CHEMICAL METHODS OTHER THAN ELECTROLYSIS
- C23G1/00—Cleaning or pickling metallic material with solutions or molten salts
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
- C11D—DETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
- C11D7/00—Compositions of detergents based essentially on non-surface-active compounds
- C11D7/02—Inorganic compounds
- C11D7/04—Water-soluble compounds
- C11D7/08—Acids
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Detergent Compositions (AREA)
- Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung eines streufähigen Metallputzmittels Zum Putzen von Gegenständen aus Metallen, besonders von Kupfergeschirr, sind zahlreiche Erzeugnisse im Handel, deren Wirksamkeit auf ihrem Gehalt an freier Schwefelsäure beruht. So läßt man Schwefelsäure durch Kieselgur aufsaugen; die Masse wird in Stücke gepneßt, von denen im Bedarfsfall die gewünschte Menge auf den zu putzenden Gegenstand (oder den Putzlappen aufgebracht wird.
- Die Reinigungskraft dieser Putzmasse ist befriedigend, ihre Handhabung aber deshalb unbequem, weil- deinerseits eine genaue Abgabe nicht möglich ist, andererseits das Erzeugnis andauernd Feuchtigkeit anzieht und allmählich in einen halbflüssigen Zustand übergeht, der seine Verwendung sehr erschwert. Wegen seiner starken Anziehungskraft für Luftfeuchtigkeit ist das bekannte Metallputzmittel nicht streufähig.
- Es wurde nun gefunden, daß,es möglich ist, unter Verwendung von Schwefelsäure ein streufähiges, praktisch nicht hygroskopisches Erzeugnis zu erhalten, wenn für die Aufnahme der Schwefelsäure nicht Kieselgur, sondern Kokspulver verwendet rund das mit der Schwefelsäure, welche durch Zusatz von Wasser etwas verdünnt ist, beladene Kokspulver mit Kieselgur vermischt wird. Der Vorgang verläuft demnach so, daß zunächst das Kokspulver mit der Schwefelsäure getränkt, dann Wasser zugesetzt, hierauf Kieselgur hinzugefügt und das Ganze zu seiner einheitlichen Masse verarbeitet wird. Es ist selbstverständlich, daß auch die Schwefelsäure und das Kokspulver sehr gründlich miteinander durchgearbeitet werden müssen.
- Die Putzeigenschaften des Erzeugnisses sind in chemischer und mechanischer Beziehung vorzüglich. Während die Säure vorhandene loxydische und sonstige Schmutzstoffe angreift, bewirkt die Mischung des fein gepulverten Kokspulvers mit der ebenso fein gepulverten Kileselgureine energische mechanische Entfernung der aufgelösten Schmutzsbo@ffe"ohne daß die Oberfläche des Metalls zerkratzt wird. :Ausführungsbeispiel 2o Gewichtsteile Kokspulver werden mit 3o G,ewichtsbeilen Schwefelsäure, 6o° B6, so gemischt, .daß seine gleichmäßige Verteilung der Schwefelsäure im Kokspulver eintritt. Dieser Mischung werden dann 25 Gewichtsbeine Wasser zugesetzt, und das Ganze wird wiederum gut durchgemischt. Mit dieser Mischung werden 5o Teile Kieselgur vereinigt und so lange durchgearbeitet, bis eine einheitliche Masse entsteht, die dann noch durch ein Sieb entsprechender Maschenweite getrieben werden kann.
- Man kann auch so- vorgehen, daß die 2o Gewichtsbeile Kokspulver sofort mit einer etwa 5ogradigen Schwefelsäure durchgemischt werden.
- Das -entstandene Metallputzmittel ist praktisch beständig. Es behält insbesondere seine Streufähigkeit dauernd bei.
- Es sind Versuche angestellt worden, um die überlegenheit des erfindungsgemäß hergestellten Metallputzmittels gegenüber dem ihm am nächsten kommenden handelsüblichen MetallputKtnittel zu ermitteln. Es wurden zu diesem Zwecke Proben , erzeugt i. aus 5o Gewichtsteilen Kieselgur, 20 Gewichtsteilen Koks, 3o Gewichtsteilen Schwefelsäure, 6o" Be, 25 Gewichtsteilen Wasser,: entsprechend der Erfindung, . 2. aus 5o Gewichtsteilen Kieselgur, 30 Gewichtsteilen Schwefelsäure, 6o° B6, 3 Gewichtsteilen Quarzmehl, entsprechend einem seit langer Zeit im Handel befindlichen Erzeugnis.
- Es ergab sich, daß das nach der Erfindung erhaltene Erzeugnis vollkommen feinpulverig und streufähig ist und diese Eigenschaft auch noch aufweist, wenn es über i Jahr aufbewahrt wurde.
- Das Erzeugnis nach der Vorschrift 2 ist von Anfang an klebend und krümelig und kann deshalb aus den üblichen Streudosen nicht ausgeschüttet werden.
- Zur Feststellung des verschiedenen Verhaltens der nach den angegebenen Vorschriften erhaltenen Erzeugnisse wurden noch folgende Versuche vorgenommen: Es wurden abgewogene Proben der beiden Massen in U-Röhren eingefüllt, die parallel in Saugleitungen eingeschaltet waren, so daß durch beide Röhren je eine gleiche, dieselbe Feuchtigkeit enthaltende Luftmenge hindurchgesaugt wurde. Dabei ergaben sich die aus der folgenden Aufstellung ersichtlichen Gewichtsveränderungen
Danach hat das Gewicht der nach dem Verfahren gemäß der Erfindung erhaltenen Masse insgesamt noch um 3,9% abgeriom-,, ren, während das Gewicht der bekannten ;sse 28% zugenommen hat.Mittel Bekanntes entsprechend der Erfindung Mittel Abgewogen 16,468 g 11,607 9 Nach i Stunde(n)-o,1355g +o,6oi g _ 2,5 _ -0,13789 +o873 9 - 5 - - o,1568 g + 439559 - 6,5 - -0,2226g +i,800og - 23 - - 04428g +2,89559 - 71 - -0,6478g +311959 - 76.5 - 0,648o g +115909 - 94 o,648og +3,25709 Abnahme 3,9o'0 Zunahme 2 8% - ;@lu beachten ist, daß die Streufähigkeit ch sehr wesentlich von dem Schüttgewicht abhängt. Das Schüttgewicht ist aber bei der nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellten Masse erheblich höher als bei der bekannten Masse. Zu beachten ist weiterhin, daß die bekannte Mischung, wäh- rend des Versuchs erheblich mehr Wasser aufgenommen hat, als der Mischung nach der Erfindung von vornherein zugesetzt worden ist.
- Metallputzmittel auf Grundlage von Schwefelsäure, die von zwei Feststoffen (Kieselgur und Bimsstein) aufgesaugt ist, sind bekannt. Derartige Metallputzmittel sind aber nicht streufähig und werden leicht pastig.
- Es ist auch bereits vorgeschlagen, aus Pflanzen hergestellte Kohle zum Aufsaugen verschiedenster Stoffe, z. B. von konzentrierter Säure, zu verwenden. Auch hierbei ergibt sich keine streufähige Metallputzmasse im Sinne der Erfindung.
- Diesen bekannten Massen gegenüber hat die nach dem beanspruchten Verfahren erzeugte Metallputzmasse den Vorteil, daß sie praktisch unbegrenzt lange haltbar und deshalb ,streufähig ist und so durch Ausstreuen aus durchlochten Verschlüssen bequem auf die zu putzenden Gegenstände aufgebracht werden kann. Damit ist eine wirksame und sparsame Anwendung des Putzmittels gesichert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Btrestfähigen Metallputzmittels,dadurch gehenn-: zeichnet, daß Schwefelsäure zunächst mit Kokspulver und die Masse alsdann mit Kieselgur innig vermischt wird.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE411644D BE411644A (de) | 1934-09-27 | ||
| DET44467D DE645296C (de) | 1934-09-27 | 1934-09-27 | Verfahren zur Herstellung eines streufaehigen Metallputzmittels |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET44467D DE645296C (de) | 1934-09-27 | 1934-09-27 | Verfahren zur Herstellung eines streufaehigen Metallputzmittels |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE645296C true DE645296C (de) | 1937-05-31 |
Family
ID=7561769
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET44467D Expired DE645296C (de) | 1934-09-27 | 1934-09-27 | Verfahren zur Herstellung eines streufaehigen Metallputzmittels |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE411644A (de) |
| DE (1) | DE645296C (de) |
-
0
- BE BE411644D patent/BE411644A/xx unknown
-
1934
- 1934-09-27 DE DET44467D patent/DE645296C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE411644A (de) |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE697646C (de) | Verfahren zur Herstellung von waessrigen Feuerloeschschaumstammloesungen | |
| DE1621655A1 (de) | Reinigungsmittel | |
| DE645296C (de) | Verfahren zur Herstellung eines streufaehigen Metallputzmittels | |
| DE836759C (de) | Zusatzmittel fuer Spuel- oder Niederschlagswasser zum Entfernen von Farbteilchen aus der Luft, insbesondere bei Farbspritzkammern und Verfahren zur Herstellung dieses Mittels | |
| DE475429C (de) | Verfahren zur Herstellung eines dauernd streufaehigen Duengemittels aus eingedickter Melasseschlempe | |
| DE400131C (de) | Verfahren zum Waschen und Reinigen von Textil- und anderem Waschgut | |
| DE567098C (de) | Verfahren zur Verbesserung der Glimmfaehigkeit von Tabak | |
| DE582139C (de) | Reinigungsmittel | |
| DE2164259A1 (de) | Stabilisierte 1,1,1-Trichloräthan-Zusammensetzung | |
| DE390863C (de) | Verfahren zur Herstellung getrockneter Beizmittel | |
| DE583914C (de) | Verfahren zur Herstellung kautschuk- oder harzartiger Massen | |
| DE553613C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kadmiumueberzuegen in einem zyankalischen Kadmiumbade durch Elektrolyse | |
| DE585222C (de) | Verfahren zur Reinigung von Metalloberflaechen | |
| DE533310C (de) | Verfahren zur Verwertung der Kleberrueckstaende der Staerkefabrikation | |
| DE747802C (de) | Verfahren zur Herstellung von festen streufaehigen Mitteln zur Haltbarmachung von Gruenfutter | |
| AT62874B (de) | Verfahren zur Erzeugung eines Reinigungsmittels für Tapeten, Zimmerdecken und -wände, Gobelins usw. | |
| DE520830C (de) | Verfahren zur Herstellung geschmeidiger, spiegelblanker Gelatinefolien durch Eintauchen von Glasunterlagen, die mit Metallsalzpulvern vorbehandelt sind | |
| DE647079C (de) | Verfahren zur Einpoekelung von Frischfleisch, insbesondere fuer Raeucherzwecke | |
| DE2262367A1 (de) | Zusammensetzung zum entfernen von rost von eisenmetallen und von weinstein von nichteisenmetallen und holz sowie verfahren zu deren herstellung | |
| DE475305C (de) | Herstellung eines Desinfektionsmittels aus Natriumbisulfat | |
| DE337406C (de) | Verfahren zur Darstellung von Metallputzmitteln | |
| DE556608C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gasabsorptionsmassen fuer Atemfilter | |
| DE534677C (de) | Saatgutbeizmittel | |
| DE200253C (de) | ||
| DE515958C (de) | Saatgutbeizmittel |