DE644648C - Einrichtung zum Umschalten von Zwillings- auf Verbundbetrieb und umgekehrt bei Mehrzylinderdampfmaschinen von Fahrzeugen - Google Patents

Einrichtung zum Umschalten von Zwillings- auf Verbundbetrieb und umgekehrt bei Mehrzylinderdampfmaschinen von Fahrzeugen

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DE644648C
DE644648C DEK140308D DEK0140308D DE644648C DE 644648 C DE644648 C DE 644648C DE K140308 D DEK140308 D DE K140308D DE K0140308 D DEK0140308 D DE K0140308D DE 644648 C DE644648 C DE 644648C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B27/00Starting of machines or engines
    • F01B27/02Starting of machines or engines of reciprocating-piston engines
    • F01B27/04Starting of machines or engines of reciprocating-piston engines by directing working-fluid supply, e.g. by aid of by-pass steam conduits
    • F01B27/06Starting of machines or engines of reciprocating-piston engines by directing working-fluid supply, e.g. by aid of by-pass steam conduits specially for compound engines

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Description

  • Einrichtung zum Umschalten von Zwillings- auf Verbundbetrieb und umgekehrt bei Mehrzylinderdampfmaschinen von Fahrzeugen Von einem neuzeitlichen Dampftriebwagen verlangt man zur Erzielung einer hohen Reisegeschwindigkeit eine große Anfahrbeschleunigung. Zu diesem .Zwecke ist vorgeschlagen worden, die für den Regelbetrieb ausgelegten und hierbei mit Verbundwirkung arbeitenden Antriebsmaschinen beim Anfahren mit Frischdampffüllung in allen Zylindern (Drillings-bzw. Zwillingswirkung) zu betreiben.
  • Will man auch während des Anfahrens beim Arbeiten mit Zwillingswirkung eine einigermaßen wirtschaftliche Ausnutzung des Dampfes erzielen, so muß man mit kleiner Füllung arbeiten, um den Verlust infolge unvollständiger Dampfdehnung auf ein Mindestmaß zu beschränken. Andererseits muß aber die Maschine sofort nach dem Umschalten auf den Regelbetrieb mit seiner Verbundwirkung mit größter Füllung arbeiten, damit die Anlage gut ausgenutzt wird und beim Übergang der Abfall in der Zugkraft nicht zu stark ist.
  • Die beim Übergang von Zwillings- auf Verbundwirkung notwendige Füllungsverstellung von Hand vorzunehmen, bereitet Schwierigkeiten. Denn die beim Anfahren- mit hoher Beschleunigung für das Umschalten zur Verfügung stehende Zeit ist nur gering, und außerdem muß der Fahrzeugführer beim Ausfahren aus dem Bahnhof seine volle Aufmerksamkeit der Strecke und ihren Signalen widmen, darf also möglichst nicht durch Beobachtung von Instrumenten u. dgl. abgelenkt werden. Das gilt besonders für Fahrzeuge mit Einmannbedienung.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zu schaffen, bei welcher der Führer des Fahrzeuges beim Anfahren nur einen Fahrschalter (Geber) ganz auszulegen braucht und sich die rechtzeitige Umschaltung von Zwillings- .auf Verbundbetrieb sowie die Füllungsverstellung selbsttätig abspielt.
  • An Hand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert. Es zeigt Abb. i die schematische Darstellung der Maschinenanlage des Fahrzeuges mit der Steuerung der Antriebsmaschine und der Umschaltvorrichtung, Abb. 2 in größerem Maßstabe schematisch die dampfmäßige Schaltung der Antriebsmaschine.
  • Ein Schnelldampferzeuger i (Abb. i) steht über eine Leitung 2 mit einem Aauptabsperrglied 3 in Verbindung, von dem eine Leitung 4 zur Antriebsmaschine 5 des Fahrzeuges führt. Das Hauptabsperrglied 3 steht mit einem Kolben 59 in fester Verbindung, der in einem Zylinder 6o gleitet und unter der Wirkung einer Feder 61 steht. Die Antriebsmaschine 5 des Fahrzeuges arbeitet beim Regelbetrieb als Verbundmaschine und besteht aus einem Hochdruckzylinder 6 und zwei parallel geschalteten Niederdruckzylindern 7 (Abb. 2). Die Dampfmaschine 5 ist mit einer Stephenson-Steuerung ausgerüstet (Abb. i). Die auf der Kurbelwelle 8 der Maschine 5 sitzenden Exzenter greifen an einer Kulisse 9 an, die -von einer noch zu erläuternden Steuereinrichtung über ein Gestänge io verstellt wird.
  • Für die Steuereinrichtung der Maschine dient Preßluft als Impulsträger. Diese ist:.h@ einem Sammelbehälter i i aufgespeichert, ge, dein sie über eine Leitung 12 einem Druck regler 13 (,Geber) zugeführt wird. Der Druckregler 13 erlaubt, den Druck in der Steuerleitung 14 stufenlos zii erhöhen oder abzusenken oder auf unveränderlicher Höhe zu halten. Zur Einstellung des Druckes dient ein Schalthebel 15. Von der Steuerleitung 14 zweigt eine Leitung 62 ab, die zwischen dem Ventil 3 und dem Kolben 59 in den Zylinder 6o mündet. In die Steuerleitung 14 ist ein Umschalthahn 16 zur Wahl der Fahrtrichtung eingeschaltet, der eine Leitung 17 mit dem vom Druckregler 13 kommenden Stück der Steuerleitung 1.4 zii verbinden vermag. Beide Leitungen 14 und 17 sind an einen Zylinder 18 angeschlossen, in dein ein Kolben ig gleitet (Empfänger). Die in Abb. i rechte Seite des Kolbens i9 vermag bei der gezeichneten Stellung des Umschalthahnes 16 unter den Druck der Steuerleitung 14 gesetzt zu werden. Die linke Seite des Kolbens i9 steht Tiber die Leitung 17 und einen Kanal 20 des Umschalthahnes 16 mit der Atmosphäre in Verbindung. Zur übertragung der Bewegungen des Kolben-, i 9 des Empfängers 18 auf das Gestänge io dient ein Hebel 21 unter Zwischenschaltung eines Verstärkers (Servomotor) 22. Mine durch einen lfotor 23 angetriebene Pumpe 24 sorgt für das vom Verstärker 22 benötigte Drucköl; 25 ist die Druckleitung. 26 die Saugleitung.
  • Die Dampfmaschine 5 ist in Abb. 2 aus Gründen der Einfachheit als eine Anlage mit einem Hochdruckzylinder 6 und einem Niederdruckzylinder 7 dargestellt. (Es kann natürlich auch eine Maschine mit mindestens dreifacher Dampfdehnung im Regelbetrieb Verwendung finden.) Der Zuführung des Dampfes dient die schon erwähnte Frisclidampfleitung 4. Beim Regelbetrieb gelangt der Dampf von dort zunächst in den Schieberkasten 27 des Hochdruckzylinders 6. Nach seiner Arbeitsleistung im Hochdruckzylinder 6 strömt er über eine Leitung 28 zu einem Aufnehmer 29 und gelangt weiter über ein gückschlagventil 30 und eine Leitung 31 in den Schieberkasten 32 des Niederdruckzylinders 7. -Nach Entspannung in diesem geht der Dampf schließlich über eine Abdampf leitung33 in einen nicht dargestellten Kondensator oder ins Freie.
  • Damit beim Anfahren mit Zwillingswirkung gearbeitet werden kann, ist eine Umgehungsleitung 34 vorgesehen, die eine Verbindung der Frischdampfleitung 4 mit dein Schieberkasten 32 des Niederdruckzylinders 7 erlaubt. In diese Umgehungsleitung 34 ist ein federbelastetes Ventil 35 eingebaut. Außerdem ist Fein Kanal 36 vorgesehen, der die Verbindung äts Aufnehmers 29 mit der Abdampfleitung33 *eeinöglicht. In den Kanal 36 ist ein Zylinder 37 eingeschaltet, in dem ein Schieber 38 gleitet, der auf einer Seite durch eine Feder 39 belastet ist. Der Zylinder 37 besitzt zwei Reihen Schlitze 40 und 41, und sein einer Endraum 42 ist über eine Leitung 43 mit dem Aufnehmer 29, sein anderer Endraum 44 über eine Leitung 45 mit dem Kanal 31 verbunden, der vom Aufnehmer 29 zu dem Schieberkasten 32 des Niederdruckzylinders 7 führt.
  • Beiderseits des Kolbens i9 des Empfängers (Abb. i) sind Schraubenfedern 46, 47 angeordnet, von denen jede in einer Hülse 48, 49 liegt, die aus ineinanderschiebbaren Teilen besteht. Mit ihrem einen Ende stützen sich die Federn 46, 47 gegen einen dem Kolben i9 zugekehrten Rand der Hülse 48, 49, mit ihrem anderen Ende gegen den Deckel 5o, 51 des Zylinders i g, an dem die Hülse 48 bzw. 49 befestigt ist. Bewegungen des Kolbens i9 aus der in Abb. i dargestellten Mittellage haben zur Folge, daß lediglich die in der Kolbenbahn liegende Feder gespannt wird, die andere jedoch ihre Spannung nicht ändert. In der, Mittelstellung (Ruhestellung) ist der Kolben i9 durch die Feder 46, 47 nicht belastet. Von der Mitte des Zylinders 18 geht ein Kanal 52 aus, der über ein Ventil 53 und Öffnungen 54 eine Verbindung des Inneren des Zylinders 18 mit der Atmosphäre gestattet. Zur Steuerung des Ventils 53 dient eine Regeleinrichtung, die aus einem Zylinder 55 besteht; in dem ein mit dem Ventil 53 fest verbundener und unter der Wirkung einer Feder 56 stehender Kolben 57 gleitet. An den Zylinder 55 schließt unterhalb des Kolbens 57 eine Leitung 58 an, die den unteren Teil des Zylinders 55 mit der Umgehungsleitung 34 ver- bindet.
  • In der dem Anfahren vorangegangenen Zeit ist der Verdampfer i auf hohen Druck, z. B. auf das Doppelte des Regeldruckes, aufgeladen worden (Aufladedruck). Zunächst wird das Hauptabsperrventil 3 geöffnet, damit der Antriebsmaschine 5 des Fahrzeuges Frischdampf zuströmen kann. Die Betätigung des Ventiles 3 kann gesondert, z. B. durch einen be- sonderen Geber 13, oder auch mit demselben Geber 13 erfolgen, mit dem die Maschinensteuerung (Füllung) bewirkt wird. Die Leitung 4 zur Maschine 5 steht dann unter dem hohen Aufladedruck. Dadurch wird das Ventil 35 (Abb. 2) entgegen der Kraft der das Ventil 35 belastenden Feder geöffnet, so daB außer dem Schieberkasten 27 des Hochdruckzylinders 6 Tiber die Leitung 34 auch der Schieberkasten 32 des Niederdruckzylinders 7 unter diesem Druck steht. Der hohe Frischdampfdruck pflanzt sich auch über die Leitung 58 in den Zylinder 55 (Abb. i) fort und schiebt den Kolben 57 entgegen der Kraft der Feder 56 nach oben, so daß sich das Ventil 53 von seinem Sitz abhebt und den Kanal 52 über die Öffnungen 5.4 mit der Atmosphäre verbindet.
  • Zum Anfahren betätigt der Führer des Fahrzeuges durch Drehen des Schalthebels 15 den Geber 13 und stellt dadurch, daß er den Hebel 15 soweit wie möglich gegen den Uhrzeigersinn dreht, den größtmöglichen Luftdruck in der Steuerleitung 1.1 ein. Unter diesem Druck würde die Füllung der Maschine den höchstzulässigen Wert annehmen, und es würde der Kolben i9 des Empfängers in seine äußerste Stellung nach links in Abb. i verschoben werden, falls das Ventil 53 geschlossen wäre. Da dies aber nicht der Fall ist, strömt die Druckluft durch den Kanal 52 ab, sobald die rechte Kante des Kolbens 19 den Kanal 52 freigibt. Der Kolben ig kann also dann nicht weiter nach links in Abb. i geschoben werden. Die Höhe des Kolbens ig ist so gewählt, daß die sich beim Überströmen einstellende Lage des Kolbens ig über das Gestänge 21, io und den Verstärker 22 gerade die gewünschte kleine Füllung der Maschine einstellt.
  • Der beim Anfahren in der Leitung 34 herrschende Aufladedruck bewirkt ferner, daß das Rückschlagventil 30 (Abb. 2) geschlossen wird, da im Aufnehmer 29 ein tieferer Druck als in der Leitung 34 herrscht. Aus dem gleichen Grunde bewegt sich der Schieber 38 nach links in die in Abb. 2 gezeichnete Lage und gestattet somit, daß der Abdampf des Hochdruckzylinders 6 über die Leitung 28, den Aufnehmer 29, den Kanal 36 und die frei liegenden Schlitze 40, .41 des Zylinders 37 in die Abdampfleitung 33 des Niederdruckzylinders 7 überströmen kann.
  • Wenn nunmehr infolge der beim Anfahren erfolgenden hohen Dampfentnabme aus der Speicherung des Verdampfers i der Frischdampfdruck absinkt, beginnt das Ventil 35 allmählich zu schließen, und der Druck in der Leitung 34 sinkt infolge der Drosselung stärker ab als der FrischdampfdruclZ so daß die Kraft der Feder 39 im Verein mit dem zwar tiefen Druck im Aufnehmer 29 bald ausreicht, um den Kolbenschieber 38 nach rechts in Abb. 2 zu bewegen, und das Rückschlagventil 30 öffnet. Damit wird die Verbindungsleitung 36 zwischen dem Aufnehmer 25 und der Abdampfleitung 33 geschlossen. Der Dampf aus dem Hochdruckzylinder 6 muß deshalb nunmehr über das Rückschlagventil 30 in den Schieberkasten 32 des Niederdruckzylinders 7 strömen. Infolgedessen arbeitet die Maschine 5 in Verbundwirkung, allerdings zunächst noch mit geringem Zusatz von gedrosseltem- Frischdampf, da die Umsteuerung schon erfolgt, bevor das Ventil 35 ganz geschlossen ist.
  • Beim Einstellen der Verbundwirkung herrscht in der Umgehungsleitung 34 etwa der Aufnehmerdruck. Dieser Druck, der über die Leitung 58 auf den Kolben 57 (Abb. i) des Regelgliedes übertragen wird, sinkt also auch ab und reicht nicht mehr aus, den Kolben 57 entgegen der Kraft der Feder 56 in der bisherigen Lage zu halten. Das Ventil 53 wird vielmehr allmählich geschlossen, und der hohe, unveränderlich gebliebene Luftdruck in der Steuerleitung 14 verschiebt jetzt den Kolben ig in seine äußerste Lage nach links in Abb. i. Diese Kolbenbewegung stellt über das Gestänge 21, io und die Verstärkereinrichtung 22 selbsttätig die größte Füllung bei der jetzt herrschenden Verbundwirkung ein.
  • Bei entgegengesetzter Fahrtrichtung des Fahrzeuges wird lediglich der Hahn 16 umgeschaltet, so daß das vom Geber 13 kommende Stück der Steuerleitung 14 nunmehr mit der Leitung 17 verbunden ist und das zwischen dem Hahn 16 und dem Zylinder 18 befindliche Stück der Leitung 14 unter Atmosphärendruck steht; im übrigen bleibt die Wirkungsweise der Anlage unverändert.
  • Im vorstehenden wurde davon ausgegangen, daß zuerst das Hauptabsperrventil 3 geöffnet wird und daß erst dann die Steuerung der Maschine durch den Geber 13 beeinflußt wird. Es ist aber auch die umgekehrte Reihenfodgeoder, wie beimAusführun:gsbeispiele der Erfindung, die gleichzeitige Betätigung möglich. Dabei wird die Steuerung der Maschine 5 durch weitest mögliches Schwenken des Hebels 15 voll ausgelegt und dadurch das Hauptabsperrventil 3 über die Leitung 62 geöffnet. Durch Verringerung des Schwenkwinkels des Hebels 15 wird hierbei eine Drosselung des Hauptabsperrv entiles 3 und eine Verkleinerung der Füllung der Maschine 5 erzielt.
  • Statt Luft als Impulsträger für den Geber 13 kann auch eine tropfbare Flüssigkeit dienen.

Claims (6)

  1. PATENT _1NSPRLCHE: i. Einrichtung zum Umschalten von Zwillings- auf Verbundbetrieb und umgekehrt bei Mehrzylindermaschinen von Fahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß mittels der Umschaltvorrichtung (35) bei Schaltung auf Zwillingsbetrieb eine Einrichtung (53) zur Wirkung gebracht wird, welche selbsttätig eine kleine Füllung der Dampfmaschine einstellt und beim Übergang auf Verbundbetrieb selbsttätig außer Wirkung gelangt.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Beginn des Anfahrens, wenn der Frischdampfdruck noch hoch ist, mittels der Umschaltvorrichtung (35) allen Zylindern (6, 7) Frischdampf von vollem Druck zugeführt wird und die Füllungen aller Zylinder mittels der gleichzeitig zur Wirkung gebrachten Einstellvorrichtung (53) auf ein Mindestmaß herabgesetzt werden, während sich im weiteren Verlauf des Anfahrens bei sinkendem Frischdampfdruck die 'Maschinenanlage (5) selbsttätig auf Verbundwirkung mit großer Füllung im Hochdruckzylinder (6) umstellt.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Umschaltvorrichtung (35) als auch die Einrichtung (53) zur selbsttätigen Füllungsbeschränkung durch den Frischdampfdruck selbst gesteuert werden, und zwar in der Weise, daß bei Überschreitung eines bestimmten Frischdampfdruckes die Maschine auf Zwillingsbetrieb umgeschaltet und damit die FüllungseinstellvorrichtUng (53) in Tätigkeit gesetzt wird, während bei Unterschreitung der Druckgrenze die Maschine auf Verbundwirkung umgeschaltet wird und die Einstellvorrichtung (53) infolge mangelnder Beaufschlagung mit Frischdampf außer Wirkung gelangt. q..
  4. Einrichtung nach Anspruch i bis-3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Geber (x3) vorgesehen ist, mit dem bei Anfahrstellung unter Zwillings-(Drillings-)Wirkung, also bei hohem Frischdampfdruck, vor dem Niederdruckzylinder (7) von Hand ein Steuerimpuls hervorgerufen wird; der die größte Füllung der Antriebsmaschine (5) einstellen würde, dem aber durch einen von der dampfdruckabhängigen Einstellvorrichtung (53) ausgehenden Impuls, solange der volle Dampfdruck herrscht, derart ent- gegengewirkt wird, daß die Füllung aller Zylinder auf einen Kleinstwert beschränkt bleibt.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein von dem Geber (13), zweckmäßig mittels einer gas- förmigen oder tropfbaren Flüssigkeit, ge- steuertes Regelglied (Kolben i9) eines Empfängers bei Zwillingswirkung eine Üffnung (52) im Gehäuse (i8) des Emp- fängers freilegt und nur für die Dauer des Zwillingsbetriebes ein Abströmen von Steuerflüssigkeit gestattet.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausströmöffnung (52) durch ein federbelastetes Ventil (53) verschließbar ist, das nur der im Falle des Zwillingsbetriebes vor dem Niederdruckzylinder (7) herrschende hohe Dampfdruck öffnen kann.
DEK140308D 1935-12-12 1935-12-12 Einrichtung zum Umschalten von Zwillings- auf Verbundbetrieb und umgekehrt bei Mehrzylinderdampfmaschinen von Fahrzeugen Expired DE644648C (de)

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