DE618035C - Einrichtung zur Steuerung der Kraftmittelzufuhr von Kraftmaschinen, insbesondere von Dampfturbinen - Google Patents
Einrichtung zur Steuerung der Kraftmittelzufuhr von Kraftmaschinen, insbesondere von DampfturbinenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D17/00—Regulating or controlling by varying flow
- F01D17/20—Devices dealing with sensing elements or final actuators or transmitting means between them, e.g. power-assisted
- F01D17/22—Devices dealing with sensing elements or final actuators or transmitting means between them, e.g. power-assisted the operation or power assistance being predominantly non-mechanical
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Description
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AUSGEGEBEN AM
31. AUGUST 1935
31. AUGUST 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 618035
KLASSE 14 c GRUPPE 8oe
KLASSE 14 c GRUPPE 8oe
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. November 1933 ab
ist in Anspruch genommen.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Steuerung der Kraftmittelzufuhr von Kraftmaschinen,
insbesondere von Dampfturbinen, bei welcher das Treibmitteleinlaßorgan mittels einer D rucköl steuerung von dem Hauptregler
und dem Sicherheitsregler verstellt wird. Sie besteht darin, daß außer dem gewöhnlichen
Steuerschieber ein in die Druckölleitung zwischen diesem und dem Kraftkolben eingeschalteter,
zusätzlicher, von dem gleichen Regelorgan beeinflußter Steuerschieber vorgesehen
ist, der ein zu rasches öffnen des Treibmitteleinlaßorgans durch sein zugehöriges Regelorgan
verhindert und nach Auslösung des Schnellschlusses ein Wiederöffnen des Treibmitteleinlaßorgans
nur dann gestattet, nachdem die Regelvorrichtung in ihre Nullaststellung
zurückgeführt-ist.
Eine in der vorheschriebenen Weise ein-
ao gerichtete Steuerung kann z.B. für Grutidlastmaschinen,
die mit Spitzenlastmaschinen parallel geschaltet sind, Anwendung finden,
da die ankommenden Leistungsspitzen in der Hauptsache von den Spitzenlastmaschinen aufgenommen
werden und eine Anteilnahme der Grundlastmaschine bei plötzlich auftretenden Leistungsspitzen nur in beschränktem Maße
erfolgen soll. Die gleiche Einrichtung eignet sich auch zur Anwendung bei Schiffsmaschinen,
bei denen z. B. bei Schwerwetterfahrt nach einer plötzlich durch das Auftauchen der
Schiffsschraube aus dem Wasser hervorgerufenen Entlastung eine zu plötzliche große
Lastaufnahme verhindert werden soll. Da die neue Steuerung ein rasches Schließen des
Treibmitteleinlaßorgans ungehindert zuläßt, so kann in dem zuletzt genannten Falle bei
einem Auftauchen der Schiffsschraube aus dem Wasser das Dampfeinlaßorgan ohne Verzögerung
geschlossen werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Einriditung so getroffen, daß das die
beiden Steuerschieber beeinflussende Regelorgan den zusätzlichen Steuerschieber im umgekehrten
Sinne zu dem Hauptsteuerschieber verstellt.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Es bezeichnen α das Dampfeinlaßorgan der Turbine und b dessen zugehörigen Kraftkolben,
der in Abhängigkeit von der Stellung des Regelorgans c (Handrad, Leistungsregler)
durch den auf seine Unterseite wirkenden Öldruck entgegen der Einwirkung der
Feder d in seiner Offenstellung gehalten wird. An der Mutter e der Reglerspindel ist ein
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Hebel / angelenkt, welcher mit dem Steuerschieber g und. der Ventilspindel h verbunden
ist. In bekannter Weise ist in der Steuerölleitung ein Umschaltventil i vorgesehen, weldies
bei Überschreitung einer zulässigen Höchstdrehzahl der Turbine von dem Sicherheitsregler
k gesteuert wird und dann die Unterseite des Kraftkolbens mit der Saugleitung
der Ölpumpe verbindet, so daß das to Ventil α unter dem Einfluß der Feder d geschlossen
wird.
Gemäß der Erfindung ist nun außer dem üblichen Steuerschieber g ein zusätzlicher,
dem ersteren nachgeschalteter Steuerschieber / vorgesehen, welcher mit dem erstgenannten
durch einen zweiarmigen Hebel in verbunden ist. Dieser zusätzliche Steuerschieber
ist in seiner Normal!age gezeichnet, in welcher sein Steuerschlitz »nur teilweise von dem zuao
gehörigen Kolben ο des Steuerschiebers überdeckt ist, so daß die Leitung ρ mit der Unterseite
des Kraftkolbens b verbunden ist. Der Kolben q des Steuerschiebers g hingegen
schließt seinen zugehörigen Steuerschlitz völlig ab, so daß die Verbindung der Leitung £
mit der Ölzuflußleitung r unterbrochen ist. Die Wirkungsweise ist folgende:
Bei einer langsamen Abwärtsbewegung der Mutter e durch das Steuerrad c wird der
Steuerschieber g nach unten verstellt, so daß Drucköl durch die Leitung r, Leitung p zu
dem Steuerschieber / gelangen kann. Von hier aus gelangt es zu der Unterseite des
Kraftkolbens b, da der Steuerschlitz η noch nicht völlig von dem im entgegengesetzten
Sinne zu dem Hauptschieber g bewegten Zusatzsteuerschieber I überdeckt worden ist. Das
Ventil α wird entsprechend angehoben, wobei durch den Rückführhebel f in bekannter Weise
der Steuerschieber g in seine Nullage zurückgeführt wird. Gleichzeitig wird auch der zusätzliche
Steuerschieber / in seine Anfangslage zurückgebracht, in welcher der Steuerschlitz
η wieder nur teilweise von dem zugehörigen Steuerkolben überdeckt wird.
Erfolgt dagegen eine zu plötzliche Abwärtsbewegung der Mutter e, so wird zwar ebenfalls
der Druckölzufluß zu dem zusätzlichen Steuerschieber / freigegeben. Da aber der
Kraftkolben b dieser raschen Verstellung des Steuerschiebers g und des Zusatzschiebers /
nicht zu folgen vermag und demnach noch keine Rückführung der Steuerschieber stattgefunden
hat, so wird durch den Kolben ο des Schiebers / die Verbindung zwischen der ölzuflußleitung
und der Unterseite des Kraftkolbens b unterbrochen. Durch die rasche Abwärtsbewegung
des Zusatzschiebers / wird die Unterseite des Kraftkolbens b über den Steuerschlitz
η mit der Saugseite der Ölpumpe ver- g0
bunden, so daß das Dampfeinlaßorgan α geschlossen
wird. Die Steuerungseinrichtung gestattet demnach lediglich dann ein öffnen
des Dampfeinlaßorgans nach stattgefundener Regelung, wenn demselben Zeit gelassen wird, g5
eine der Stellung des zugehörigen Regelorgans c entsprechende Stellung einzunehmen.
Hat der Sicherheitsregler k bei Überschreitung einer zulässigen Höchstdrehzahl angesprochen,
so wird die Unterseite des Kraftkolbens b durch das Umschaltventil" i mit der
Saugseite der Ölpumpe verbunden. Durch das plötzliche Schließen des Einlaßorgans α wird
der Zusatzschieber / derart nach oben bewegt, daß die Leitung p mit der Ölabflußleitung verbunden
wird. Hierdurch ergibt sich, daß es auch beim Zurückführen der Sperrklinke des Sicherheitsreglers k und daher des Umschaltventils
i nicht möglich ist, das Ventil α durch eine Abwärtsbewegung der Mutter e in die
Offenstellung zu bringen. Das Handrad muß vielmehr erst in eine der Schlüßstellung des
Ventils α entsprechende Lage gebracht werden, damit durch Zurückführung der Steuerschieber
g, I in ihre gezeichnete Betriebslage die Zuführung von Drucköl nach der Unterseite
des Kraftkolbens b ermöglicht wird.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Einrichtung zur Steuerung der Kraftmittelzufuhr von Kraftmaschinen, insbesondere von Dampfturbinen, bei -welcher das Treibmitteleinlaßorgan mittels einer Druckölsteuerung von dem Hauptregler und dem Sicherheitsregler verstellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem gewöhnlichen Steuerschieber (g) ein in die Druckölleitung zwischen diesem und dem Kraftkolben (£>) eingeschalteter, zusatzlicher, von dem gleichen Regelorgan beeinflußter Steuerschieber (/) vorgesehen ist, der ein zu rasches Öffnen des Treibmitteleinlaßorgans (α) durch sein zugehöriges Regelorgan (c) verhindert und nach Auslösung des Schnellschlusses (i) ein Wiederöffnen des Treibmitteleinlaßorgans nur dann gestattet, nachdem die Regelvorrichtung in ihre Nullaststellung zurückgeführt ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das -die beiden Steuerschieber beeinflussende Regelorgan den zusätzlichen Steuerschieber (/) im umgekehrten Sinne zu dem Hauptsteuerschieber (g) verstellt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US618035XA | 1932-11-23 | 1932-11-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE618035C true DE618035C (de) | 1935-08-31 |
Family
ID=22038241
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA71873D Expired DE618035C (de) | 1932-11-23 | 1933-11-22 | Einrichtung zur Steuerung der Kraftmittelzufuhr von Kraftmaschinen, insbesondere von Dampfturbinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE618035C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE951602C (de) * | 1953-04-05 | 1956-10-31 | Maschf Augsburg Nuernberg Ag | Einrichtung zum selbsttaetigen Abstellen von Brennkraftmaschinen bei UEberdrehzahl |
| DE965367C (de) * | 1953-09-19 | 1957-06-06 | Maschf Augsburg Nuernberg Ag | Sicherheitsabschaltvorrichtung fuer Brennkraftmaschinen |
| US2926680A (en) * | 1957-04-26 | 1960-03-01 | Gen Electric | Emergency governing system for a steam turbine |
-
1933
- 1933-11-22 DE DEA71873D patent/DE618035C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE951602C (de) * | 1953-04-05 | 1956-10-31 | Maschf Augsburg Nuernberg Ag | Einrichtung zum selbsttaetigen Abstellen von Brennkraftmaschinen bei UEberdrehzahl |
| DE965367C (de) * | 1953-09-19 | 1957-06-06 | Maschf Augsburg Nuernberg Ag | Sicherheitsabschaltvorrichtung fuer Brennkraftmaschinen |
| US2926680A (en) * | 1957-04-26 | 1960-03-01 | Gen Electric | Emergency governing system for a steam turbine |
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