DE644639C - Einlage aus in der Schussrichtung versteiftem Gewebe - Google Patents

Einlage aus in der Schussrichtung versteiftem Gewebe

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DE644639C
DE644639C DEH146372D DEH0146372D DE644639C DE 644639 C DE644639 C DE 644639C DE H146372 D DEH146372 D DE H146372D DE H0146372 D DEH0146372 D DE H0146372D DE 644639 C DE644639 C DE 644639C
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Germany
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armpit
fabric
angle
edge
insert
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DEH146372D
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English (en)
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Haensel & Co Akt Ges
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Haensel & Co Akt Ges
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D27/00Details of garments or of their making
    • A41D27/02Linings
    • A41D27/06Stiffening-pieces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Details Of Garments (AREA)

Description

  • Einlage aus in der Schußrichtung versteiftem Gewebe Die Erfindung betrifft eine Einlage für Männer- und Frauenkleidung und Verfahren zur Herstellung derselben. Die für Männer-und Frauenkleidung bestimmten Einlagen werden aus in der Schußrichtung versteiften Ge%veben, insbesondere Geweben mit R@oßhaarschußfäden, hergestellt. Es ist bekannt, diese Einlagen aus fünf Teilen, nämlich Vorderteil, hinteres Seitenstück, Unterteil und zwei Auflagestücken, zusammenzusetzen. Dabei werden je zwei gleichartige Auflagestücke aus einem rechteckigen Stoffstück abfallos in der Weise hergestellt, daß dieses Stoffstück durch Ausschneiden entlang einer zweifach geknickten Linie, die einen Winkel von etwa 45° mit den Längsseiten des Stoffstückes bildet, in zwei spiegelgleiche Teile zerlegt wird. Bei diesen bekannten Einlagen ist die Achsel an das hintere Seitenstück angeschnitten, d. h. sie bildet das ;obere Ende dieses Seitenstückes. Die erforderliche Wölbung dieser angeschnittenen Achsel soll dadurch erzielt werden, daß die Achselkante keilförmig ausgeschnitten und in diesen Ausschnitt sein keilförmiges Abfallstück eingesetzt wird. Auf diese Weise läßt sich aber die anatomisch richtige Achselwölbung nicht herstellen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Einlagen mit angeschnittener Achsel dieser eine der Körperform entsprechende Wölbung zu erteilen, die auch beim Tragen des Kleidungsstückes ihre Form und Sprungkraft nicht verliert. Es ist bereits vorgeschlagen worden, bei Einlagen mit angesetzter Achsel, also bei Einlagen, bei denen die Achsel für sich hergestellt und nachträglich an den Hauptteil der Einlage angenäht wird, durch eine besondere Ausbildung der Verbindung zwischen der Einlage und dem Achselteil. unter Benutzung des beim Ausschneiden des Brustausnähers und .desgArmloches entstehenden Abfallzwickelseine der Körperform entsprech ende Achselwölbung zu erzielen und diese Wölbung durch das G.egeneinanderwirken der in verschiedener Richtung verlaufenden versteifenden Schoßfäden auch beim Tragen des Kleidungsstükkes ständig aufrechtzuerhalten. Der erstrebte Erfolg ist auch tatsächlich erreicht worden, und man kann auch diese Einlage verhältnismäßig neinfach herstellen. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß in vielen Fällen eine noch einfachere Ausbildung der Einlage am Platze ist. Es besteht jedenfalls ein Bedürfnis danach, auch bei Einlagen mit angeschnittener Achsel dieser seine der Körperform entsprechende und sich auch beim Tragen des Kleidungsstückes nicht verändernde Wölbung von ausreichender Sprungkraft zu erteilen. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der @ob:ere Teil der Achsel durch einen in der Verlängerung der Reverskanten verlaufenden Einschnitt, der sich von der inneren Spitze des Ausschnittes für den Brustausnäher etwa bis zur Mitte der Achsel erstreckt, von der Einlage abgetrennt ist und der Einschnitt mit Hilfe eines besonderen Stoffstreifens, zweckmäßig mit Hilfe des aus dem Ausschnitt für den Brustausnäher abfallenden Zwickels, auseinandergesperrt ist, wobei die Kante des oberen Achselteiles von ihrer Wurzel bis zu ihrer Mitte ausgezogen auf dien Zwickel aufgenäht ist, dessen Versteifungsfäden winklig zur Einschnittrichtung ver-, laufen. Dadurch wird erreicht, daß die Achsel eine der Körperform entsprechende natürliche Wölbung erhält und daß diese Wölbung sich auch beim Tragen des Kleidungsstückes nicht verliert. Die Einlage gemäß der Erfindung läßt sich aus den handelsüblichen Stoffbahnen in einfacher Weise herstellen, ohne daß nennensti-erter Abfall entsteht.
  • Zweckmäßig wird die obere Kante der Einlage nach einer zweifach geknickten Linie ausgeschnitten, die von der einen Kante der Stoffbahn bis zu einem etwa in der Mitte des Ausschnittes für den Brastausnäher liegenden Punkt unter einem Winkel von etwa 30" zur Schußrichtung verläuft, dann unter einem Winkel von etwa 85° abbiegt und von der Halslochspitze der Achsel bis zur anderen Gewebekante unter einem Winkel von 30- zur Schußrichtung, also parallel zu der ersten Schnittrichtung, verläuft. Auf diese Weise entsteht eine angeschnittene Achsel, bei der die versteifenden Fäden in einer solchen Richtung verlaufen, daß nach der Fertigstellung der Achselwölbung die versteifenden Schußfäden des Achselteiles winklig zu den Versteifungsfäden des zur Herstellung der Achselwölbung eingesetzten Zwickels verlaufen. Durch das Gegeneinanderwirken der in verschiedenen Richtungen laufenden versteifenden Fäden wird erreicht, daß die Achselwölbung auch beim Tragen des Kleidungsstückes aufrechterhalten bleibt. Der Vorteil dieser Herstellung liegt in der einfachen Schnittführung, wobei hinzukommt, daß die ganze Einlage aus einem einzigen Stück besteht.
  • In der Zeichnung ist die Einlage gemäß der Erfindung entsprechend ihrer Herstellung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
  • Fig. i zeigt schematisch eine Ausführungsform der Einlage gemäß der Erfindung. Fig.2 zeigt schematisch eine Stoffbahn, auf der die Umrisse von Einlagen gemäß Fig. i in einer Weise aufgezeichnet sind, daß eine abfallose Herstellung dieser Einlagen möglich ist.
  • Fig.3 zeigt eine aus der Stoffbahn gemäß Fing. 2 ausgeschnittene Einlage.
  • In Fig.2 ist mit 5 eine in der Schußrichtung mit Versteifungsfäden, beispielsweise Zwirnroßhaarfädcn, versehene Stoffbahn bezeichnet. Auf dieser Stoffbahn sind die Umri131inien von Einlagen 6,1 und 6b so aufgezeichnet, daß ein abfalloses Ausschneiden der Einlagen erfolgen kann. Das Ausschneiden der Einlage 6a erfolgt in der Weise, daß zu--,j.ächst von der linken Kante 5a der Stoffbahn, ben Punkt 7 beginnend, ein Schnitt geführt w , der bis zum Punkt 8 reicht und einen WL'kel a mit der Gewebekante 5a einschließt. bieser Winkel beträgt etwa 6o°. Vom Punkt 9 ab wird bis zum Punkt t o ein zweiter Schnitt geführt. Die Schnittlinie 9- i o schließt mit der Sehnittliräe 7-8 einen Winkel von etwa 85° ein. Vom Punkt to ab wird bis zum Punkt i i der rechten Kante 5b der Stoffbahn ein Schnitt geführt, der parallel zu der Schnittlinie 7-8 verläuft. Auf diese Weise entsteht der obere Rand der Einlage 6a. Der untere Rand der Einlage 6a entsteht durch die mehrfach geschwungene Schnittlinie 12-13. Nachdem auf diese Weise die Einlage 6a in ihren rohen Umrissen ausgeschnitten ist, wird der dreieckige Ausschnitt 14 hergestellt, dessen Ecken in Fig. 3 mit 15, 16 und 17 bezeichnet sind. Dieser dreieckige Ausschnitt dient in bekannter Weise zur Herstellung des Brustausnähers, der die gewölbte Brustform ergibt. Dann wird der Armlochzwickel 18 ausgeschnitten, so daß das Armloch 19, 20, 2 t und 22 entsteht. Die gestrichelten waagerechten, in Fig.3 mit 23 bezeichneten Linien deuten den Verlauf der Versteifungsfäden (z. B. Zwirnroßhaarfäden) an. Die Einlage 66 entsteht in entsprechender Weise.
  • Fig. i zeigt die in Fig. 3 dargestellte Einlage in vergrößertem Maßstabe nach Her- stellung des Brustausnähers 24 und des Armlochausnähers 25. Der von 8 bis 9 reichende Einschnitt, durch den der obere Teil26 der angeschnittenen Achsel 9, i o, i i von dem Reverstei127 .abgetrennt ist, ist durch Einnähen des beim Ausschneiden des dreieckigen Ausschnittes 14 ,abfallenden Stoffzwickels 28 auseinandergesperrt, wie Fig. i zeigt. Dies führt dazu, daß die Achsel bei 29 eine Wölbung erhält. Diese Wölbung wird auch beim Tragen des Kleidungsstückes ständig aufrechterhalten, weil die Versteifungsfäden 30 des Zwickels 28 winkelig zu den Versteifungsfäden 23 der angeschnittenen Achsel und der Einlage verlaufen. Außerdem ist die Kante 8-9 der Achsel vom Punkt 8 bis zum Punkt 8a, der etwa in der Mitte der Strecke 8-9 liegt, ausgezogen auf den Zwickel 28 aufgenäht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einlage aus in der Schußrichtswg versteiftem Gewebe, insbesondere Gewebe mit Roßhaarschuß für Männer- und Frauenkleidung, bei der eine trapezförmige Achsel angeschnitten ist, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Teil (26) der Achsel durch einen in der Verlängerung der Reverskanten (7, 15) verlaufenden Einschnitt, der sich von der inneren Spitze (16) des Ausschnittes (14) für den Brustausnäher etwa bis zur Mitte (8) der Achsel @erstneckt, von der Einlage (6a) abgetrennt ist und _ der Einschnitt (8-9) mit Hilfe ,eines besonderen Stoffstreifens, zweckmäßig mit Hilfe des aus dem Ausschnitt (1q.) für den Brustausnäher abfallenden Zwickels (28), auseinandergesperrt ist, wobei die Kante (8-9) des @oberen Achselteiles (26) von ihrer Wurzel (8) bis zu ihrer Mitte (8a) ausgezogen auf den Zwickel (28) aufgenäht ist, dessen Versteifungsfäden winkelig zur Einschnittrichtung verlaufen. z. Verfahren zur Herstellung von Einlagen gemäß Anspruch i aus einer Stoffbahn, dadurch gekennzeichnet, daß die ,obere Kante der Einlage (6a) nach einer zweifach geknickten Linie ausgeschnitten wird, die von der einen Kante (5a) der Stoffbahn bis zu einem etwa in der Mitte des Ausschnittes (1q.) für den Brustausnäher liegenden Punkt (9) unter einem Winkel-von etwa 30° zur Schußrichtung verläuft, dann unter einem Winkel von etwa 85° abbiegt und von der Halslochspitze (i o) der Achsel bis zur anderen Gewebekante unter einem Winkel von 30° zur Schußrichtung, also parallel zu der ersten Schnittrichtung (7-9), verläuft.
DEH146372D 1936-01-29 1936-01-29 Einlage aus in der Schussrichtung versteiftem Gewebe Expired DE644639C (de)

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