DE962826C - Verfahren zur Herstellung eines Strumpfes mit kettelloser Spitze auf der flachen Kulierwirkmaschine - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Strumpfes mit kettelloser Spitze auf der flachen KulierwirkmaschineInfo
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- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
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Description
AUSGEGEBEN AM 25. APRIL 1957
A19387VIII25C1
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
eines Strumpfes mit kettelloser Spitze auf der flachen Kulierwirkmaschine, bei dem die Spitze
durch fortgesetztes Mindern bis auf wenige offene Maschen nahezu vollständig mit festen Kanten versehen
wird und bei dem an die nach dem Mindern verbleibenden wenigen offenen Maschen einige
Draufreihen angearbeitet werden.
Es ist bereits bekannt, Strümpfe auf der flachen Kulierwirkmaschine so herzustellen, daß die
Strumpfspitzen durch fortgesetztes Mindern bis auf wenige offene Maschen nahezu vollständig mit
festen Kanten versehen und daß die Kanten dann in üblicher Weise durch eine Naht verbunden
werden. Es ist ferner bekannt, die am äußersten Ende der S trumpf spitze verbleibenden wenigen
offenen Maschen in die Naht einzuschließen. Um das Aufriefeln dieser in die Naht eingebundenen
Maschen und damit das Entstehen von Laufmaschen in der Strumpfspitze zu verhindern, hat man auch ao
schon an die nach dem Mindern verbleibenden offenen Maschen einige Draufreihen — gegebenenfalls
aus einem laufmaschenhemmenden Garnmaterial — angearbeitet, deren Maschen ebenfalls
mit in die Naht eingebunden werden. Um gegen- as über der Gefahr des Aufriefeins der in die Naht
eingebundenen offenen Maschen eine noch größere Sicherheit zu schaffen, ist man auch schon dazu
übergegangen, an die nach dem Mindern der Spitze verbleibenden offenen Maschen ein schnurartiges
Warenstück anzuarbeiten, das so lang gehalten wird, daß Dehnungen, die das Bestreben haben, die
Strumpfspitze auseinanderzuziehen, sich nicht mehr auf das äußerste Ende dieser Schnur übertragen.
Das schnurähnliche Warenstück wird dann ebenfalls in die Naht eingebunden. Dieses letztere
Verfahren bietet zwar Gewähr dafür, daß keine Laufmaschen aus den offenen, in die Naht eingebundenen
Maschen entstehen. Es hat aber den ίο Nachteil, daß im Bereich der Strumpfspitze ein
Stück Naht entsteht, das durch das Einbinden des langen, schnurähnlichen Warenstückes verdickt ist
und beim Tragen des Strumpfes störend empfunden wird. Außerdem entsteht eine Verteuerung des
Strumpfes dadurch, daß ein zusätzliches Warenstück von beträchtlicher Länge angearbeitet werden
muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die geschilderten Nachteile zu vermeiden und einen
ao Strumpf herzustellen, bei dem keine Gefahr des Maschenlaufens aus der Strumpfspitze heraus
besteht und bei dem auch keine nennenswerte Verdickung der Naht an. der Strumpfspitze entsteht.
Zur Lösung dieser Aufgabe geht man erfindungsgemäß so vor, daß zunächst in an sich bekannter
Weise die Spitze durch fortgesetztes Mindern bis auf wenige offene Maschen nahezu vollständig mit
festen Kanten versehen wird und an die nach dem Mindern verbleibenden wenigen offenen Maschen
einige Draufreihen angearbeitet werden, daß aber dann, abweichend von den bisher bekannten Verfahren,
ein Teil dieser Draufreihen nach der Fertigstellung des Strumpfes derart abgeschnitten wird,
daß in der am Strumpf verbleibenden letzten unzerschnittenen Maschenreihe Fadenreste der zerschnittenen
Maschen hängenbleiben. Auf diese Weise werden in den offenen Maschen gewissermaßen
Splinte gebildet, die das Aufriefeln dieser offenen Maschen auch dann verhindern, wenn Dehnungen
auftreten, die das Bestreben haben, die Strumpfspitze auseinanderzuziehen.
Es empfiehlt sich, zwecks Materialersparnis die angearbeiteten Draufreihen nur aus einem Einzelfaden,
insbesondere aus dem Grundfaden des Strumpfes, herzustellen. Das Abschneiden einer
oder mehrerer Draufreihen kann mit einfachsten Mitteln von Hand oder maschinell erfolgen, ehe der
Strumpf genäht wird.
In der Zeichnung sind die bekannten Verfahren und das erfindungsgemäße Verfahren bzw. der
danach hergestellte Strumpf schematisch dargestellt. Es zeigt
Fig. ι die Fußspitze eines ungenähten Strumpfes,
der nach einem bekannten Verfahren hergestellt ist, Fig. 2 die Fußspitze des gleichen Strumpfes in
genähtem Zustand,
Fig. 3 die Fußspitze eines ungenähten Strumpfes nach einem anderen bekannten Verfahren,
Fig. 4 die Fußspitze des Strumpfes nach Fig. 3 in genähtem Zustand,
Fig. 5 die Maschenzeichnung des äußersten Teiles der Fußspitze eines Strumpfes nach Fig. 3
und 4 in ungenähtem Zustand und Fig. 6 die Maschenzeichnung des äußersten
Teiles der Fußspitze eines Strumpfes in ungenähtem Zustand, der nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellt ist.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, wird bei dem bekannten Verfahren die Fußspitze 1 durch fortgesetztes
Einwärtsdecken (Mindern) der Strumpfspitze so weit verjüngt, daß nur noch wenige offene,
d. h. nicht verhängte Maschen 2 übrigbleiben. An diese offenen Maschen 2 werden dann zum Schutz
einige Draufreihen 3 gearbeitet, die in bekannter Weise aus einem laufmaschenhemmenden Garnmaterial
bestehen können. Die Maschen der wenigen Draufreihen 3 werden zusammen mit den offenen, nicht verhängten Maschen 2 der Spitze 1
in die Naht 4 des Strumpfes eingebunden, wie Fig. 2 zeigt. Da hierbei nicht immer Gewähr dafür
geboten ist, daß die Maschen der Draufreihen 3 bzw. die unverhängten Maschen 2 der Fußspitze 1
sich aus der Naht 4 nicht lösen, und da die Verwendung von besonderem, laufmaschenhemmendem
Garnmaterial für die Draufreihen zusätzliche Kosten verursacht, hat man schon ein anderes, in
Fig. 3, 4 und 5 dargestelltes Verfahren vorgeschlagen. Wie aus dem Maschenbild nach Fig. 5
ersichtlich, wird anschließend an die nach dem Mindern der Fußspitze 1 verbleibenden offenen,
unverhängten Maschen 2 eine größere Anzahl Draufreihen 3 gearbeitet, so daß ein schnurähnliches
Warenstück 5 von beträchtlicher Länge entsteht und Dehnungen, die das Bestreben haben, die
Strumpfspitze auseinanderzüziehen, sich nicht auf das äußerste Ende dieses schnurähnlichen Warenstückes
S übertragen können. Dieses Warenstück 5 wird dann in die Naht 4 eingebunden (Fig. 4), wodurch
an der Spitze des Strumpfes eine beträchtliche Verdickung der Naht 4 entsteht. Diese Verdickung
wirkt beim Tragen des Strumpfes äußerst störend, ist aber unerläßlich, wenn auf die Verwendung
von laufmaschenhemmendem Material verzichtet und Gewähr dafür geboten sein soll, daß die
offenen, nicht verhängten Maschen 2 der Fußspitze 1 nicht aufriefeln.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren, wie es aus dem Maschenbild nach Fig. 6 zu ersehen ist,
kann man auf die Verwendung laufmaschenhemmenden Materials für die üblichen Draufreihen
verzichten. Man kann sogar die Draufreihen nur aus einem Faden, z.B. dem Grundfaden 6 des
Strumpfes, arbeiten und man braucht nur wenige, der Zahl der üblichen Draufreihen auf offene
Maschen entsprechende Draufreihen anzuordnen. Wichtig ist nur, eine oder mehrere der hergestellten
Draufreihen zu zerschneiden, so daß Fadenstücke 7 der zerschnittenen Reihe bzw. der Reihen in der
letzten am Strumpf befindlichen unzerschnittenen Reihe 8 verbleiben, wo sie als Splinte wirken und
das Aufgehen der Maschen der letzten Reihe 8 verhindern. Es liegt auf der Hand, daß durch die
Herstellung nur weniger Draufreihen, die noch dazu nur aus einem Faden zu bestehen brauchen,
eine erhebliche Materialersparnis erzielt wird und daß das Einbinden von nur wenigen Draufreihen
mit den in den Maschen der letzten Draufreihe hängenden Fadenstücken in die Naht eine nennenswerte
Verdickung der Naht an der Fußspitze nicht hervorruft.
Nach der Erfindung wird also nach dem Zusammendecken bis auf wenige Maschen ein nur
aus einem Faden hergestellter kurzer Schwanz weitergearbeitet. Um das Aufriefeln und die
Bildung von Laufmaschen bei etwa auftretenden
ίο Spannungen zu verhindern, sollen erfindungsgemäß
die letzten etwa fünf oder sechs Draufreihen einfach z. B. mit'der Schere abgeschnitten werden, so
daß nur einige wenige verbleibende Draufreihen in die Naht eingebunden werden müssen, wodurch
keine unnötigen Verdickungen an der Strumpfspitze zu befürchten sind. Beim Abschneiden der
letzten Maschenreihen verbleiben in der am Strumpf befindlichen, letzten unzerschnittenen
Maschenreihe Maschenteile derjenigen Reihe, die
ao zerschnitten worden ist. Diese Maschenteile wirken in der letzten unzerschnittenen Maschenreihe
gewissermaßen wie Splinte und verhindern das Äufriefeln bzw. das Entstehen von Laufmaschen
noch sicherer als Draufreihen. aus laufmaschenhemmendem Garn.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Verfahren zur Herstellung eines Strumpfes mit kettelloser Spitze auf der flachen Kulierwirkmaschine, bei dem die Spitze durch fortgesetztes Mindern bis auf wenige offene Maschen nahezu vollständig mit festen Kanten versehen wird und bei dem an die nach dem Mindern verbleibenden wenigen offenen Masehen einige Draufreihen angearbeitet werden, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil dieser Draufreihen nach der Fertigstellung des Strumpfes derart abgeschnitten wird, daß in der am Strumpf verbleibenden letzten unzerschnittenen Maschenreihe Fadenreste der zerschnittenen Maschen hängenbleiben.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die angearbeiteten Draufreihen aus einem Einzelfaden, insbesondere aus dem Grundfaden, hergestellt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 60} 706/35 10. (609 865 4.57)
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEA19387A DE962826C (de) | 1953-12-22 | 1953-12-23 | Verfahren zur Herstellung eines Strumpfes mit kettelloser Spitze auf der flachen Kulierwirkmaschine |
Applications Claiming Priority (2)
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Publications (1)
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| DE962826C true DE962826C (de) | 1957-04-25 |
Family
ID=25807324
Family Applications (1)
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| DEA19387A Expired DE962826C (de) | 1953-12-22 | 1953-12-23 | Verfahren zur Herstellung eines Strumpfes mit kettelloser Spitze auf der flachen Kulierwirkmaschine |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE962826C (de) |
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1953
- 1953-12-23 DE DEA19387A patent/DE962826C/de not_active Expired
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